Ja, aber in diesen Thread passt sie auch rein… 
Denn letztlich haben wir die zugrunde liegende Thematik nicht nur bei @Bobby. Es passiert ja immer wieder, dass man mit jemandem zusammenrauscht, und das hat nicht immer nur rein inhaltliche Gründe.
Sehen wir’s doch so:
Wenn jeder anfängt, bei sich selbst den ersten kritischen Blick zu wagen, ist schon viel gewonnen. Wie kommt man rüber mit seinen Posts, wird man verstanden, wird man angegangen? Wenn etwa @JOP sich wundert, wie er den Rant- @folkfriend mit dem sympathischen, besonnenen Burschen der Offline-World zusammenbringt, finde ich das schon auch interessant, für beide übrigens. Im Grunde spaltet sich unsere jeweilige Persönlichkeit in einem Online-Forum, so vermute ich, nochmals auf, weil man bei schriftlichen Texten naturgemäß vorher entscheiden kann, wie man sich äußert, zumindest aber länger darüber nachdenken kann.
Wir sind alle Individuen mit ganz persönlichen Schwerpunkten, Qualitäten, Schwächen, Macken. Dies ganz grundsätzlich zu akzeptieren, lässt eine inhaltliche Auseinandersetzung ja erst sinnvoll und ergiebig erscheinen.
Spiegelt man das Gelesene, sagt es einem schlicht auch etwas über dich selbst. Der @cheffe neigt (glaube ich) nicht zu emotionalen Rants, muss jedoch erkennen, dass es ihn immer wieder freut, wenn @folkfriend das für ihn erledigt, weil er ihm inhaltlich meist zustimmt
. Bei @Bobby stört ihn die kryptische Ausdrucksweise (auch wenn er sie als eher unhöflich empfindet) weit weniger als die inhaltliche Linie, diese ständige, auch etwas vorhersehbare Negativität als Selbstzweck - style over substance wäre hier eher sein Vorwurf. Selber wurde ihm auch schon einiges an den Kopf geworfen, manches sicher auch zu Recht.
Ich könnte Romane (oder sagen wir: Kurzgeschichten und lange Essays) schreiben über User, die mich mit diesem oder jenem nerven. Die Ironie besteht nach wie vor darin, hier ein Forum von Individuen zu haben, die alle ein Grundbedürfnis teilen, nämlich sich gerne mit dem FC Bayern zu beschäftigen. In den drei Jahren hier habe ich User kennengelernt, mit denen ich jederzeit gerne ein Bier trinken würde, und auch welche, die mir, sorry für die Ehrlichkeit, besser nie auf der Straße begegnen sollten.
Vielleicht die wichtigste Erkenntnis daraus ist:
Wenn es mir so geht, geht es den anderen mit mir sehr wahrscheinlich auch so.
Diese Einsicht macht auch bescheiden. Und nein, die Likes, die man für seine Beiträge bekommt, sind auch nicht der perfekte Indikator, denn, weitere wichtige Erkenntnis, siehe oben:
Ich - und dies gilt wohl für alle anderen dann auch - bin nicht mein Avatar, zumindest nicht ausschließlich.
Insofern nochmal zum werten @Bobby, um den thematischen Kreis zu schließen:
Ich bin, wenn’s um Fußball geht, fast immer anderer Meinung als er, und das regt mich total auf
. Aber seine Ausdrucksweise ist Teil seiner Individualität und somit zu akzeptieren. Außerdem fällt mir auf, dass ich von ihm überhaupt nur dann Likes kriege, wenn ich mich zu gesellschaftlichen Themen äußere. Dummerweise glaube ich von Fußball mehr zu verstehen als von letzterem. Das heißt, es könnte sein, dass @Bobby gleich zweimal Unrecht hat…! Schrecklicher Gedanke
.
Abspann. Weiter geht’s.
Brücken bauen und nicht spalten.