Musiktipps und Musikgeschmäcker (Teil 2)

Faszinierend! Mich erinnert das Stück auch sehr an den Klassiker Wayfaring Stranger.

Eine Version, in der das vielleicht deutlich wird, ist diese hier von Rhiannon Giddens.

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Stimmt, da gibt’s eine gewisse Ähnlichkeit. Ein zeitloser Klassiker, von Vielen gespielt. Klasse Version

Wes Borland, der Mitgründer und Gitarrist von Limp Bizkit, feiert heute Geburtstag. Für mich persönlich hat Limp Bizkit eines der besten Themes zu der Filmreihe Mission Impossible überhaupt beigesteuert (Filmpuristen sehen das vielleicht zurecht anders), nämlich „Take a look around“: ein Song voller Power, zu dem Borland auch im zugehörigen Musikvideo seinen selbstironischen Beitrag beigesteuert hat (aber natürlich war und ist Limp Bizkit weit mehr als dieser Song). Happy birthday:

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Ruhe in Frieden, Brad Arnold…

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Steve Hackett, langjähriger Gitarrist von Genesis, feiert heute seinen 76. Geburtstag. Ganz ohne Übertreibung kann man wohl sagen, dass er einer der Kreativköpfe des frühen Progressive-Rock-Sounds von Genesis mit Peter Gabriel war. Eines seiner besten Solos vielleicht überhaupt für mich findet man in dem Song „Firth of fifth“, ein fast zehnminütiges Epos von dem Album „Selling England by the pound“. Das Solo selbst startet erst nach Minute 5:45 (heute unvorstellbar), und zeigt nicht nur seine musikalische Klasse, sondern die der gesamten Band in diesem Song. Hackett tourt übrigens auch heute noch. Happy birthday!

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bei der Musik, die ich sehr viel höre, muss ich darüber immer lächeln… :zany_face:

Genesis ist natürlich über alle Zweifel erhaben! :smiling_face:

A propos Gitarrensolo:

@Faenger :folded_hands::folded_hands: hat mich heut an das Prince-Solo im George Harrison Tribute von 2004 (Hall of Fame Auftritt mit Steve Winwood und Tom Petty) erinnert - und das kommentiert mit : „Das muss ich einfach teilen“.

Wie ich gestern von @maestroflave gelernt habe, kommentiert man heutzutage solches Statement am besten mit „REDE“. Also: REDE!

Prince in „When my Guitar gently weeps“ (von McCartney komponiert, 68 auf dem White Album veröffentlicht - Lead Guitar damals Eric Clapton). Würdiger kann ein Tribute nicht ausfallen, finde ich.

Ich wüsste gern, was in Michael Manns Kopf (der das erste Gitarrensolo in der Aufnahme spielt) vorgeht, während Prince abliefert. So ähnlich ging’s Salieri vermutlich mit Mozart: Ordentliches Handwerk trifft auf göttliche Inspiration

Thx and all credits to @Faenger - ich leite nur weiter…

Edit:\ wie ich grad nachgeschaut habe - das Video wurde bereits früher geteilt :man_shrugging: - im letzten Oktober in einem wunderbaren Beitrag von @Zaungast

Aber Gutes darf gern wiederholt werden, find ich.

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Interessant bei der Geschichte ist:

Prince hat nicht mit den Jungs geprobt. Ging auf die Bühne und lieferte ab.

Vorab hatte das Rolling Stone Magazin eine Liste mit den 100 besten Gitarristen veröffentlicht. Prince war nicht aufgeführt. Der Gründer des Magazins stand in der ersten Reihe.

In der nächsten Liste war Prince auf Platz 14…

Prince While My Guitar Gently Weeps solo act of revenge against Rolling Stone | Guitar World

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Wer sich mal 2 Stunden ein tolles Konzert von Sade reinziehen will, kann das hier tun:

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Sade Live ist ein emotionales Erlebnis. 3Sat brachte an Sylvester auch ein tolles Live Concert ‘Sade Live in San Diego’. Der Rhythmus, das Zusammenspiel mit ihren Musikern hat mich total mitgenommen. In einem Stück hat sie dann mal ihre Musiker vom Zügel gelassen, super! Ich habe 14 Tage nur dieses Concert gehört.

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Ich schummle hier mal was rein…

Manche Autoren liefern ja eine Sprache, die, so möchte ich sagen, fast musikalische Qualität hat. Zu diesen gehören auffällig oft Menschen aus unserem geliebten Nachbarland Österreich. Man denke nur an Wolf Haas in seinen Brenner-Romanen - das liest sich dermaßen süffig, dass man die vermeintlich grobe deutsche Sprache gar nicht wiedererkennt.

Ein solcher Fall ist meines Erachtens auch der vielgelobte Jung-Schreiber ELIAS HIRSCHL, dessen neuen, hoch-gehypten Roman SCHLEIFEN ich demnächst wohl in Angriff nehme. Ich habe hier, um eine Ahnung seines Talents zu vermitteln, eine alte Aufnahme von einem Poetry Slam für euch (wie viele jüngere Leute auch bei ihm ein Startpunkt für die literarische Karriere).

Extrem witzig, aber auch sehr ausgefuchst…!

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Ein großartiger, unglaublicher Text - nix Vokal außer a.

Wenn der Hirschl das noch mit offen österreichischem Dialekt („Wiener Schmäh“ heißt das doch, oder?) gelesen hätte… dann wär’s tatsächlich mehr eine musikalische Komposition denn ein literarisches Schmankerl.

Ich fühlte mich an meine Heinrich-Steinfest-Sammlung erinnert. Aber hier rutsche ich offtopic endgültig in den falschen Thread.

Dank dem @Cheffe für s Reinschummeln.

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Es ist September 2020. Corona hat Deutschland im Griff.

Ganz Deutschland? Nein - im Hamburger Michel finden sich Gisbert zu Knyphausen & Kai Schumacher zusammen. Der eine ein Singer- und Songwriterbarde, der andere ein Pianist.

Sie vertonen das Oeuvre von Franz Schubert.

Klingt für die meisten so weit, so öde.

Aber nicht, wenn man es anhört. Denn wie Kai Schubert im Konzert sagt: Er hätte für das Projekt einen ausgebildeten Sänger suchen können, der das dann technisch 1a runtersingt. Wollte er aber nicht. Er holte sich Gisbert zu Knyphausen. Und der singt die sowieso schon tollen Melodien und Texte eben, wie er immer singt: Als wäre es das letzte, was er singen darf.

Das Ergebnis finde ich mitreißend und ist eine absolute Anschauempfehlung.

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Ich hab Gisbert hier schon mal abgefeiert (Musiktipps und Musikgeschmäcker (Teil 1) - #558 von cheffe), aber die Nummer mit Schubert kannte ich noch nicht.

Danke fürs Teilen!

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Die Musik der 60er und 70er Jahre war geprägt durch große Experimentierfreudigkeit und die Auflösung von Grenzen zwischen populärer und klassischer Musik. Scheinbar Unvereinbares wurde miteinander kombiniert, woraus sich im günstigen Fall eine enorme Spannung entwickelte.

Ein schönes Beispiel für die gewagte Kombination verschiedenster Elemente – und ein ausgesprochen gelungenes Beispiel, wie ich meine – ist Fleetwood Macs Oh Well.

Der Song besteht aus zwei scheinbar völlig verschiedenen Teilen, und das Spannende hierbei ist, warum sie sich doch perfekt ergänzen.

Der erste Teil ist ein galoppierender Bluesrock mit der üblichen Instrumentierung – Drums, Bass, E-Gitarre. Insbesondere bei Live-Auftritten rast die Band förmlich durch die knapp zweieinhalb Minuten. Der zweite, deutlich längere Teil fängt mit einer akustischen Gitarre an, die später durch einen oder zwei Akkorde auf der E-Gitarre ergänzt wird. Im weiteren Verlauf gesellen sich eine Flöte, Klavier, Schlagzeug und Cello hinzu. Dieser etwa sechs Minuten lange Teil hat einen sehr ruhigen, getragenen, am Ende fast feierlich-orchestralen Sound.

Es sind die lyrics, die diese beiden diversen Teile zusammenhalten. Teil 1 umfasst zwei Strophen. In der ersten zeichnet der Sänger ein sehr nüchternes, geradezu selbstironisches Bild von sich selbst: Er sei in keiner guten Verfassung, sehe schlecht aus, habe dünne Beine und überhaupt – er könne eigentlich gar nicht singen. Aber das Gegenüber solle sich bloß nichts einbilden, es sei auch nichts Besseres. In der zweiten Strophe tritt der Sänger im Vertrauen auf dessen Verständnis vor Gott selbst. Der sichert ihm seinen Beistand zu, bestätigt jedoch letztlich die Selbsteinschätzung des Fragenden.

Beide Strophen werden beschlossen durch ein lakonisches „Oh well“. Das kann zunächst mal viel bedeuten.

Der rein instrumentale Teil des Songs liefert die Erklärung dieser Sentenz. Aus der Hektik, Getriebenheit und Unsicherheit der zu Beginn geschilderten Selbstzweifel wird nun eine stille, anfangs noch zögernde, im Laufe der folgenden Minuten mehr und mehr selbstbewusste Gewissheit: Was soll’s - So, wie ich bin, ist es recht.

Peter Green reflektiert hier seine Existenz als Mensch, als Rockstar; er dokumentiert seine Unvollkommenheit und die daraus resultierende Verletzlichkeit, zeigt dann aber auch einen Weg aus diesem Konflikt und macht seinen Frieden mit der Unzulänglichkeit der menschlichen Natur. Wie Sting zu singen pflegt: Be yourself, no matter what they say.

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Tony Iommi, Gitarrist und Gründungsmitglied von Black Sabbath, wird heute 78 Jahre alt - der Großmeister der „düsteren Riffs“, wenn man so will. Die Besetzung der Band Black Sabbath war nur selten konstant, er hingegen war DIE Konstante und das musikalische Mastermind bei Black Sabbath über all die Jahre.

„Paranoid“ und „War pigs“ habe ich selbst hier schon im Thread erwähnt, mein heutiger Tipp ist „Iron man“ in der Liveversion von der Tour „The End“ (die es nicht final war, wie man heute weiß), aufgenommen in Birmingham, wo sonst:

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na da sind wir aber mal gespannt…

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„O Captain! My Captain!“ :slightly_smiling_face:

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ja, aber mit Pommesgabel… :sign_of_the_horns:t2: