Musiktipps und Musikgeschmäcker (Teil 2)

Geiler Typ, geiles Album, geile Story.

Wie dieses Album so untergehen konnte wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Eigentlich ist jeder Song nen Kracher.

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Dazu noch ein hübsches Kleinod der verehrungswürdigen Dolly:

Ihr erster Auftritt damals bei Johnny Carson.

Werft auch gern einen Blick auf ihr Gitarrenspiel: Dolly braucht kein Plektrum, sie trägt alles Notwendige am Körper :wink: .

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Am 21.1.1968 erschien das Album „The Graduate“ von Simon & Garfunkel, der Soundtrack zu dem gleichnamigen Film (auf deutsch „Die Reifeprüfung“). Enthalten war „Mrs. Robinson“ - einer der zahllosen schönen Songs von Paul Simon und Art Garfunkel. Und in dem legendären „Concert in the Central Park“ ebenfalls vertreten - ein Stück Zeitgeschichte:

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Wunderbar, ich liebe Album und Film. :heart_eyes:
Wie oft ich den schon gesehen habe, kann ich gar nicht mehr zählen.

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Da möchte ich auch gleich eine meiner Lieblingscoverversionen mit anfügen. Sehr gut gemacht, genau mein Stil. :+1:

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Hab’s mir angehört! Mehr Post als Black aber gefällt sehr gut! Haben die auch was mit Gesang rausgebracht? Das würde es fast noch ein bisschen spannender machen, aber die Musik funktioniert auch ohne stimmlichen Unter-/Überbau sehr gut. Danke dir!

Ist aus meiner Liste irgendwas bei dir (im positiven Sinne) hängengeblieben?

Francis Buchholz ist verstorben - ein Name, den ich (wie viele andere Musiker) oft unbewusst wahrgenommen habe: er war der ehemalige Bassist der Scorpions in ihrer erfolgreichsten Phase. Ihm zu Ehren „Rock you like a hurricane“, hier aus dem Jahr 1990 live in Berlin (die Sekunden, in denen Buchholz hier im Video auftaucht, kann man fast an einer Hand abzählen und ist vielleicht stellvertretend für seine Rolle bei den Scorpions - im Vordergrund standen vor allem die Gitarren und natürlich Sänger Klaus Meine):

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weil ich noch sooo viel auf der Liste hatte, komme ich erst ab morgen dazu, mich gebührend mit deinen Empfehlungen zu beschäftigen - ich werde berichten :sign_of_the_horns:t2:

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heute jährt sich zum 81sten Mal die Befreiung von Auschwitz und auch wenn es viele kaum für möglich hielten, befinden wir uns Dank AfD, ihren Steigbügelhaltern aus der Union und anderen Helfeshelfern erneut auf einem Weg in dunkle Zeiten!

hier eine von unzähligen, grausamen Geschichten aus eben jenen düsteren Tagen - in Liedform gefasst von Reinhard Mey…

"Sie war’n voller Neugier, sie war’n voller Leben,
Die Kinder, und sie waren vierundvierzig an der Zahl.
Sie war’n genau wie ihr, sie war’n wie alle Kinder eben
Im Haus in Izieu hoch überm Rhonetal.

Auf der Flucht vor den Deutschen zusammengetrieben,
Und hinter jedem Namen steht bitteres Leid,
Alle sind ganz allein auf der Welt geblieben,
Aneinandergelehnt in dieser Mörderzeit.

Im Jahr vierundvierzig, der Zeit der fleiß’gen Schergen,
Der Spitzel und Häscher zur Menschenjagd bestellt.
Hier wird sie keiner suchen, hier oben in den Bergen,
Die Kinder von Izieu, hier am Ende der Welt.

Joseph, der kann malen: Landschaften mit Pferden,
Théodore, der den Hühnern und Küh’n das Futter bringt,
Liliane, die so schön schreibt, sie soll einmal Dichterin werden,
Der kleine Raoul, der den lieben langen Tag über singt.
Und Elie, Sami, Max und Sarah, wie sie alle heißen:

Jedes hat sein Talent, seine Gabe, seinen Part.
Jedes ist ein Geschenk, und keines wird man denen entreißen,
Die sie hüten und lieben, ein jedes auf seine Art.
Doch es schwebt über jedem Spiel längst eine böse Ahnung,
Die Angst vor Entdeckung über jedem neuen Tag,
Und hinter jedem Lachen klingt schon die dunkle Mahnung,
Daß jedes Auto, das kommt, das Verhängnis bringen mag.

Am Morgen des Gründonnerstag sind sie gekommen,
Soldaten in langen Mänteln und Männer in Zivil.
Ein Sonnentag, sie haben alle, alle mitgenommen,
Auf Lastwagen gestoßen und sie nannten kein Ziel.
Manche fingen in ihrer Verzweiflung an zu singen,
Manche haben gebetet, wieder andre blieben stumm.
Manche haben geweint und alle, alle gingen
Den gleichen Weg in ihr Martyrium.

Die Chronik zeigt genau die Listen der Namen,
Die Nummer des Waggons und an welchem Zug er hing.
Die Nummer des Transports mit dem sie ins Lager kamen,
Die Chronik zeigt, daß keines den Mördern entging.
Heute hör’ ich, wir soll’n das in die Geschichte einreihen,
Und es muß doch auch mal Schluß sein, endlich, nach all den Jahr’n.

Ich rede und ich singe und wenn es sein muß, werd’ ich schreien,
Damit unsre Kinder erfahren, wer sie war’n:
Der Älteste war siebzehn, der Jüngste grad vier Jahre,
Von der Rampe in Birkenau in die Gaskammern geführt.
Ich werd’ sie mein Leben lang sehn und bewahre
Ihre Namen in meiner Seele eingraviert.

Sie war’n voller Neugier, sie war’n voller Leben,
Die Kinder, und sie waren vierundvierzig an der Zahl.
Sie war’n genau wie ihr, sie war’n wie alle Kinder eben
Im Haus in Izieu hoch überm Rhonetal."

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ich höre mich gerade durch Agriculture - ekstatischer Post-Black Metal einer ganz eigenen und ungewöhnlichen Sorte - spannend in der Darbietung - entgegen aller (optischen) Klischees mit Einflüssen von (und nun halte man sich fest) Lou Reed, Bob Dylan und dem Zen Buddhismus und einer queeren Trans-Person am Bass - ich bin hin und weg und schockiert, dass sie bisher gänzlich an mir vorbei gegangen sind - welch zart-brutales Meisterwerk, das einen im Innersten zu erschüttern und zu bewegen weiß!

erste Bandempfehlung von @Gonzalo20 ausprobiert und zack - erster Volltreffer!

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Der Boss. Gut, dass es Musiker wie ihn gibt

Through the winter’s ice and cold
Down Nicollet Avenue
A city aflame fought fire and ice
‘Neath an occupier’s boots
King Trump’s private army from the DHS
Guns belted to their coats
Came to Minneapolis to enforce the law
Or so their story goes
Against smoke and rubber bullets
By the dawn’s early light
Citizens stood for justice
Their voices ringing through the night
And there were bloody footprints
Where mercy should have stood
And two dead left to die on snow-filled streets
Alex Pretti and Renee Good

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Singing through the bloody mist
We’ll take our stand for this land
And the stranger in our midst
Here in our home they killed and roamed
In the winter of ’26
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Trump’s federal thugs beat up on
His face and his chest
Then we heard the gunshots
And Alex Pretti lay in the snow, dead
Their claim was self defense, sir
Just don’t believe your eyes
It’s our blood and bones
And these whistles and phones
Against Miller and Noem’s dirty lies

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Crying through the bloody mist
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Now they say they’re here to uphold the law
But they trample on our rights
If your skin is black or brown my friend
You can be questioned or deported on sight

In chants of ICE out now
Our city’s heart and soul persists
Through broken glass and bloody tears
On the streets of Minneapolis

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Singing through the bloody mist
Here in our home they killed and roamed
In the winter of ’26
We’ll take our stand for this land
And the stranger in our midst
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

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Starker Song! Ich hoffe es trägt dazu bei, dass noch mehr Amerikaner aufwachen und vor allem aufstehen!

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Ja, stimmt. Irgendwie kam mir die melancholische Melodie bekannt vor. Dann fiel mir ein, woher:

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mit besonderem Gruß an @Gonzalo20 :

ach du geliebtes Skandinavien - du wundervoller Norden…

MØL durfte ich erstmalig im Januar 2021 für mich entdecken und nun - 5 Jahre später - begeistert mich ihr frisch veröffentliches Album über die Maßen! :heart_eyes:

die Dänen verschmelzen gekonnt Shoegaze, Postrock, Hardcore, Ambient mit ordentlich Black Metal-Anleihen zu einer faszinierenden Blackgaze-Melange - ein wahrhaftiger musikalischer Traum :black_heart:

im Vergleich zu Szenegrößen, wie meinen geliebten französischen Göttern Alcest, sind ihre Werke meist kürzer und somit vielleicht auch für Menschen zugänglicher, die sich nicht stets auf opulente 10-Minüter einlassen können oder wollen… für mich fast nur ein Wimpernschlag - genieße ich doch auch sehr gerne deutlich längere Werke!

ihr Lied „Crush“ kommt mit knapp 6 Minuten fast schon episch daher und bildet all ihr musikalisches Können ab - welch grandioser Einstieg in ein fantastisches Wochenende! :black_heart:

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die letzten Jahre, Monate & Wochen lassen einen hier bei uns in Deutschland aber auch darüber hinaus schier verzweifeln - die Faschisten, Hetzer & Irren marschieren wieder auf - eine angebliche christliche Partei wirft sich einem gruseligen, alten Mann zu Füßen und läutet eine grausame Zeitenwende ein!

man möchte laut schreien, davon laufen und resignieren - und dann liest man viele Mut machende Zeilen von tapferen, aufrichtigen Menschen und man findet Kraft & Trost in der Musik!

Sojourner setzen sich aus Menschen von überall auf der Welt zusammen und wenn ich ihr Lied „Talas“ höre - welches so zerbrechlich beginnt, nur um dann mit aller Wucht zurückzukehren - dann ist klar:

wir überlassen das Feld nicht kampflos! :raised_fist:

"And I hear the words resound
In your voice, „Take my hand“
No, I do not stand alone
As I ever have before

Here we stand at the heart
Of this hopeless world of chaos
No, we do not stand alone
As we ever have before"

:black_heart:

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Ja, stimmt…! Ich hab auch die ganze Zeit überlegt und kam nicht drauf. Aber das ist es, Lucy Jordan…!

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John Joseph Lydon, alias Johnny Rotten, der ehemalige Mitgründer und Sänger der Sex Pistols sowie Mitgründer und Sänger von Public Image Ltd. (PIL) feiert heute seinen 70. Geburtstag - eine Ikone des frühen Punks und zumindest musikalischer Mitgestalter des Post-Punks bei PIL. In den letzten Jahren irritierte er dann zunehmend u. a. mit wohlwollenden Aussagen zu Trump und zum Brexit (bzw. Farage) - etwas, was Lydon als „Kritik am neuen Establishment“ verstanden wissen will. Nun ja…

Unbestritten ist sein künstlerischer Beitrag mit den Sex Pistols, z. B. mit dem Song „God save the Queen“ (dessen Text er geschrieben hat):

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Im Mai bin ich bei P.I.L. und hoffe, dass er trotz des Alters noch einiges auf die Bühne zaubert.

Mir ist mal wieder die letzte Scheibe der US-amerikanisch-mexikanischen Sängerin Llasha de Sela auf den Player gekommen. Eine sehr atmosphärische, ruhige LP, die Sie kurz vor ihrem Tod im Januar 2010 aufgenommen hat. Mir hat es im Besonderen das Stück “Love came here” wegen der eigenwilligen Gitarre angetan. Das Gitarrenspiel erinnert mich sehr an das von Jean „Django“ Reinhardt.

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Mein heutiger Musiktipp: Jesse Welles mit „Join ICE“, ein Song, der im Herbst 2025 veröffentlicht wurde und heute noch mehr Bedeutung als „damals“ hat. Jesse Welles ist übrigens mehrfach für die Grammy Awards nominiert, die heute Nacht unserer Zeit vergeben werden:

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