Das ist ja genau das was viele hier im Forum und vorallem unsere geschätzten Redakteure durchgehend weg fordern. Einen klaren Plan wo der Verein hin und will und welche Art von Fußball er spielen möchte.
Wenn man die Trainer der vergangenen 10-15 Jahre anschaut kann man da kaum einen Plan erkennen. Mit Glück hatte man LVG, auf den Heynckes folgte und anschließend Guardiola. Hier konnte man sehen wie wichtig es sein kann den Trainer nach der Spielphilosophie auszusuchen wobei das Beispiel hier wie gesagt glücklich war. Heynckes war ein Spezl vom Uli und Guardiola war halt der größte Name auf dem Trainermarkt da hatte auch viel mit Prestige zu tun.
In Barcelona wird das ja zelebriert bzgl. der Trainer (wobei man hier auch mal vom Weg abgekommen ist), in Madrid hat man auch immer eine Bestimmte Art von Trainer geholt (eher der Spielerversteher als der Meistertaktiker) und meistens war das auf Dauer von Erfolg gekrönt.
In den kleineren Vereinen sieht man das auch gerne siehe Freiburg, Heidenheim oder auch Atheltico. Die Liste kann man beliebig oft fortführen.
Anlässlich des Dauerlementierens hier und in 5-10 anderen Threads hier mal ein Artikel der so unbeliebten „Presse“, der fast eine Wohltat ist (für alle, die des Jammerns, Bashen, Kritisieren auch leid sind):
Das ist ein Punkt in der Historie an den ich schon öfter gedacht hatte. Früher - vor van Gaal-Zeiten - waren wir, ich behaupte mal einfach, ein reiner „Spielerverein“. Es wurden mehr oder weniger einfach die besten Bundesligaspieler der Konkurrenz weggekauft. Dann kam das berühmte SZ-Interview mit Philipp Lahm. Dem müssen wir diesbezüglich noch heute dankbar sein und auf den Knien nach Altötting rutschen. Als Ergebnis kam dann LvG. Für mich war dies zum ersten Mal, dass man mit einer Spielidee des Trainers „ins Rennen“ ging. Modifiziert hatte auch Guardiola diese Idee. Heynckes konnte auf dieses Fundament bauen und kam dann noch im Gegensatz zu Guardiola als Spielerversteher und Menschenfänger im positiven Sinne dazu.
Bei Ancelotti weiss ich noch genau wie in der Südkurve mein Nachbar nach einigen Spielen den Kommentar losließ:" Irgendwie ist es trotzdem faszinierend wie es einem Trainer nach so kurzer Zeit gelingt, einer kompletten Mannschaft nach zwei Monaten Alles Positive auszutreiben, was es als positive Spielidee die letzten paar Jahre bei Bayern gab."
Und heute haben wir (wurde ja schon ausgiebig hier ausgebreitet) zwar Trainer mit einer Spielidee (Trainer ohne einer solchen Idee wie vor LvG-Zeiten gibt es zum Glück hoffentlich nicht mehr, insofern kriegen wir ja immerhin, ob wir mögen oder nicht Trainer mit einer Idee), aber da diese sich bei der Frequenz unserer Trainerwechsel tw. diametral gegenüberstehen, kommt es mir von der Strategie und der Spielerbeschaffung her im Ergebnis trotzdem so vor, dass wir uns immer mehr den Zuständen vor LvG wieder annähern.
Damit meine ich explizit aber nicht die Spiel-Ergebnisse in der BL, da wir da im Gegensatz zu den 80ern und Folgejahren halt auch finanziell der Konkurrenz komplett enteilt sind
Möglichst erfolgreich sein (erstmal kurzfristig, im weiteren Verlauf auch langfristig)
Das Image eines Trainers, der für eine klare Spielphilosophie steht
Mit diesem Image wird er bei den meisten anderen Klubs auch einen Job finden können, sofern seine Zeit bei Bayern schneller vorbei ist als gedacht.
So ein Streit im Bezug auf die Ausrichtung des Vereins bzw. den verschiedenen Zielen der handelnden Personen kann nicht lange gut gehen. Hat man bei Bremen ja jetzt auch gesehen, wo ein Ole Werner erfahrenere und bessere Spieler wollte um erfolgreicheren Fußball zu spielen und dagegen wollte aber Bremen, dass der Trainer mehr auf die talentierte Jugend setzt.
Vollkommen richtig daher wäre die logische Konsequenz wenn man das vergangene Jahrzehnt vernünftig aufgearbeitet hat das man bereits jetzt Trainer auf einer Shortlist hat deren Spielidee entweder dieselbe von Kompanys ist oder eben auf dieser aufbaut und anderweitige Facetten enthält.
So wie ich aber unseren FC Bayern Einschätze wird da nachdem grötmöglichen Namen gesucht und nicht nach überspitzt gesagt sinnhaftigkeit.
Auf dieser Liste würde bei mir ein Horst Steffen der nun in Bremen ist u.a. auch stehen
Schließe mich an - eine Wohltat in diesen Zeiten.
Besonders schön der Schlussteil:
Alle vier ehemaligen FCB- und Nationalspieler versuchten sich jedoch als Trainer. Das Fazit dazu kann man ganz kurz zusammenfassen: Pleiten Pleiten Pleiten. Die Engagements der Vier wurden immer kürzer und niederklassiger. Matthäus trainierte am Ende in Israel und Bulgarien, Babbel in Australien, Basler in der Kreisliga - und Hamann gab seine einzige Trainerstelle nach vier Monaten in der 5. englischen Liga auf.
und als Fazit:
Max Eberl und Vincent Kompany hatten in der Saison 2024/25 auf alle Fälle wesentlich mehr Erfolg als die vier genannten Herren zusammen in ihren gesamten Funktionärs- und Trainerlaufbahnen.
Das mögen bitte auch alle hier auf msr bedenken, die gerne regelmäßig die Kritk der genannten Herren hier wiederkäuen (bewusst oder unbewusst) - es ist das meiste halt so wie im Artikel beschrieben: egal wie es ausgeht, es ist immer schlecht.
Kommt ein Spieler nicht, ist es ein Transferflop; kommt er, war zu teuer (die ablösefreien Tah und Bischof werden dabei ausgeblendet)
kommt ein Topspieler, der unter 25 ist, nimmt er den Talenten die Einsatzzeiten weg, ist einer über 25, ist er zu alt
wird ein Vertrag verlängert, war es zu teuer, lässt man dagegen den Spieler gehen, weil man nicht so viel zahlen will, schwächt man mutwillig die Mannschaft
und überhaupt, wo bleibt denn nun der versprochene Umbruch ..!?
usw. usw. …
Sehr schöner Artikel, hab mich tatsächlich gewundert, sowas bei der FR zu lesen. Dann kam ich zu der Stelle, an der stand, dass der Artikel „in Kooperation mit bayerntotal.com entstanden“ ist. Trotzdem wohltuend anders!
Auch die Vertragsverlängerung von Nico Williams bei Athletic Bilbao wird zu Unrecht dem bedauernswerten FCB-Sportboss als nächste „Transferschlappe“ angelastet. Wenn irgendein Topverein in dieser Causa eine solche erlitten hat, dann war es der FC Barcelona. Die Katalanen waren seit einem Jahr der Wunschverein des spanischen Europameisters, blamierten sich aber regelmäßig mit dem Scheitern bei der Finanzierung. Dass die FCB-Verantwortlichen zudem jüngst erklärten, dass sie schon lange zuvor bei den Gehaltsforderungen von Williams kopfschüttelnd ausgestiegen waren, wurde geflissentlich ignoriert. Eine finanziell vernünftige Entscheidung an der Säbener Straße passt nicht ins desaströse Bild der Münchner. *
Definiere „erheblichen“ Teil… wenn du mir, sagen wir, 400 Euro leihst und ich gebe dir dann 75 und sage, so jetzt habe ich dein Geld zu „erheblichem“ Teil zurückgezahlt, passt doch! Wie reagierst du? Was ich sagen will: man kann ja kritisieren, aber das polemisieren ist einfach ätzend.
Ja, es sieht zwar irgendwie doof aus (bei der Wirtz Geschichte)…
Aber wenn man sich die Transfertätigkeiten vom LFC anschaut, muss man davon ausgehen, dass man da jetzt nicht zwingend auf das Geld vom FC Bayern angewiesen ist.
Das tut natürlich trotzdem gut…Fürs „Financial Fair Play“ und für die Kaderhygiene.
Einen unzufriedenen Diaz, der nur noch im League-Cup und FA-Cup spielen darf, möchte man vermutlich eher nicht behalten.
Was ist eigentlich mit Sané von Galatasaray? Der hat die letzten Saisons nicht die Sterne vom Himmel gespielt, aber er kennt die Liga und vielleicht wird er im Heimatland nochmal aufblühen. Wäre kein solches Experiment wie ein 28-jähriger Kolumbianer, der offenbar noch nichtmal Englisch kann.
Wenn dE 90Mio nicht erheblich sind ?!? Dann kann und mag ich dazu nicht antworten.
Was ist bitte daran polemisierend ?!?
Wir hatten stets die besten BuLi Spieler abgeworben. Diese Zeiten sind vorbei und es liegt nicht an den Gehältern und Handgeldern. Darin sind wir mit führend in den top5 Europas.
Die Kritik an unserer „Führung“ ist mE definitiv angebracht. Der FCB ist nicht mehr attraktiv genug. Selbst verschuldet. Perspektivisch uninteressant. Kein Plan. Keine Strategie im Kontext Kaderplanung!
Und was soll man noch schreiben, wenn LFC top Spieler der BuLi holt, uns mit Diaz am Nasenring packt und Danke sagen wird dass wir uns gar nicht um Rodrygo bemüht haben.