FIFA / UEFA / ECA - Entwicklungen im Weltfussball

Das Gegenstück wäre die WM findet in Iran statt und bei unserem Länderspiel machen die was zum Quds Day und sprechen Israel das Existenzrecht ab. Fänden wir auch nicht so prall.

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Ach je, die Debatte hatten wir doch schon.

Warum immer wieder diese Art der Relativierung?

Nein, ein Einsatz für Toleranz ist kein Werben für eine politische Einstellung, sondern etwas, was sich der Fußball weltweit eigentlich auf die Fahnen geschrieben hat. Daher ist dein Vergleich auf so unterschiedliche Weise unangebracht. Und ebenso: Nein, ein Pride-Spiel hat nichts damit zu tun, dass man irgendwelchen anderen Kulturen was aufdrücken oder missionieren will.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass Leute, die mit sowas ein Problem haben und die von dir genannte “Logik” anwenden, in Wirklichkeit eher ein ganz direktes Interesse haben, eben diese genannte Toleranz gegenüber der LGBTQI±Community auch hierzulande einzudämmen.

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Mir geht es nicht um dieses Pride Match. Es geht darum dass es ausgerechnet das Iran-Spiel sein soll. Das ist einfach nur unpragmatisch. Da gibt’s in der gleichen Gruppe Länder die so eine Botschaft tragen wollen. Iran wird doch gezwungen sich so zu verhalten um ihr Gesicht zu wahren. Selbst wenn seine Vertreter abends heimlich Will & Grace schauen bleibt ihnen nichts anderes übrig als öffentlich so zu reagieren.

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Das sogenannte Pride Match ist vor allem eine Initiative der Stadt Seattle und hat mit der FIFA absolut nichts zu tun, auch nichts mit Pragmatismus. Es fällt auf das Pride-Wochenende in Seattle, daher der Name. Schon vor der konkreten Auslosung war bekannt, dass Seattle dieses Pride Match unabhängig von den teilnehmenden Nationen plant. Die FIFA hat übrigens auch keine rechtliche Handhabe gegen Seattle an dieser Stelle. Dass es ausgerechnet die Partie zwischen Iran und Ägypten betrifft, ist reiner Loszufall. Und entbehrt nicht einer gewissen „Komik“…

Keinem der Spieler von Iran oder Ägypten wird dabei etwas aufgedrängt. Es findet lediglich rund um das Stadion ein Pridefest statt. Wo ist das Problem?

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Gibt wohl doch ne revolutionäre Änderung bei der Abseitsregel

https://x.com/graefe_manuel/status/2006031821713096773?s=46

sehen wir dann ab dem Zeitpunkt wieder unnatürliche Handhaltungen? Denn die Stürmer werden dann immer die Arme gaaanz weit nach hinten ausstrecken, um noch irgendwo/irgendwie eine “Überschneidung” mit dem Verteidiger zu haben…Im Ernst: Die Millimeter Entscheidungen werden dadurch eventuell weniger, aber bestimmt nicht ausgemerzt. Was ich nicht ganz verstehe ist, warum es wie Gräfe argumentiert, für die Assistenten noch schwerer zu erkennen sein soll als heute.

Noch interessanter ist dass diese Regel vom Fähnchenjogger an der Seitenlinie nicht mehr bewertet werden kann. Damit würde man auch Spielfeldpersonal einsparen oder die konzentrieren sich auf die Seitenlinien.

Wenn ich es richtig verstanden habe soll es nicht mehr um Körperteile gehen mit denen man ein Tor erzielen kann sondern nur noch um die Füße :man_shrugging:

Was die Ticketpreise angeht, stimme ich @RasenRambo zu. Die Nachfrage ist gigantisch, das Angebot ist knapp. Durch günstige Tickets im Primärmarkt verschiebt sich das Problem teurer Tickets lediglich auf den Sekundärmarkt.



Q: What happens when you give away FREE MONEY?
A: RENT SEEKING!

Setting a below-market price, and hoping/praying that the tickets go to fans and never get resold, is economic fantasy land.

Yup, das ist das Problem. Die Zahlungsbereitschaft ist die einzige – wenn auch imperfekte – Möglichkeit, die Intensität der Fanliebe einer Person realistisch festzustellen. Wer am meisten für ein Ticket zu zahlen bereit ist, ist auch der größte Fan.

In einer Welt, in der der Stadionbesucher letztendlich sowieso den Preis X bezahlen muss, ist es für die FIFA cleverer, diesen Preis gleich selbst zu verlangen, statt die Tickets für Beträge weit unterhalb des Gleichgewichtspreises an den Mann zu bringen und dann dabei zusehen zu müssen, wie der Preis X danach umgehend auf Wiederverkaufsplattformen erzielt wird.

Die einzige Möglichkeit, Menschen, die sich keine Tickets für mehrere hundert Dollar leisten können, Zugang zu Spielen im Stadion zu ermöglichen, wäre der Verkauf von Tickets für ein paar Dutzend Dollar mit anschließendem Weiterverkaufsverbot. Dann wird allerdings die Überzeichnung des Angebots noch viel größer sein (die Tickets sind günstiger) und die Ticketzuteilung wird noch viel stärker einer Lotterie mit äußerst geringen Gewinnaussichten gleichen. Der Preis wird als primäres Zuteilungsinstrument durch den Zufall ersetzt. Das mag man besser oder gerechter finden, aber das Problem knapper Tickets und Millionen unbefriedigter Ticketwünsche wird dadurch nicht gelöst, es wird sogar noch größer. Denn die Nachfrage nach Tickets und damit bei einem fixen Angebot auch die Zahl enttäuschter Ticketkäufer ist natürlich deutlich größer, wenn die Tickets nur ein paar Dutzend Dollar statt mehrere hundert Dollar pro Stück kosten.

Weil und insofern ein Weiterverkaufsverbot durchzusetzen unrealistisch ist, kann ich das Pricing der FIFA verstehen und finde es, gegeben die tatsächlichen Gegebenheiten des Marktes, auch folgerichtig. Ich hätte in der gleichen Situation höchstwahrscheinlich genauso gehandelt (vom Profitinteresse der FIFA einmal ganz abgesehen).

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„Am Montag (29.12.2025) behauptete Infantino, das es ohne die FIFA in 150 Ländern dieser Welt keinen Fußball gäbe.
Er verteidigte damit die horrenden Ticketpreise, die für die Spiele der Weltmeisterschaft 2026 bezahlt werden müssen. Mit jenem Geld, so der Boss der FIFA, werde der Fußball weltweit finanziert.“

Zumal man bedenken muss, dass es ohne diese Ticketpreise laut Infantino in 150 Ländern gar keinen Fußball mehr gäbe. Da heißt es schon klug abwägen. :thinking:

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Doch, natürlich.

Was mir immer hilft, ist, mich in die Position des anderen hineinzuversetzen. Als liberaler Mensch bin ich sehr dafür, dass jede Interessensgruppe öffentlich so frei und ungehindert wie möglich für ihre Werte und Interessen einstehen kann. Rechtlich sollte es dafür so wenige Beschränkungen und Auflagen wie möglich geben. Dies ist ein Ausdruck von Freiheit und die größtmögliche Freiheit des in ihr lebenden Menschen ist der Kern der liberalen Gesellschaft.

Im Grunde genommen bin ich also ganz auf Deiner Seite: Lasst die LGBTQ-Community vor dem Stadion demonstrieren und zur Hölle damit, was die Ägypter und Iraner dazu sagen. Wir sind eine freie Gesellschaft, wir vertreten unsere Werte, deal with it.

Aber dann versetze ich mich in die andere Seite und überlege, wie es sich anfühlen würde, wenn ich Teil der LGBTQ-Community wäre und am Abend der größten LGBTQ-Versammlung des Jahres, die einmal im Jahr im stadtbekannten LGBTQ-Lokal, zu dem ich immer hingehe, stattfindet, vor dem Lokal eine Mischung aus bibeltreuen Christen und Vertretern des rechten Spektrums der Stadt lautstark für das traditionelle Familienbild mit der Frau am Herd und zwei braven Kindern mit akkuraten Seitenscheiteln eintreten würde, während wir ein paar Meter entfernt und nur durch eine Mauer getrennt im Lokal die Vielfalt menschlichen Lebens feiern? Würde ich das als Ausdruck der Freiheit liberaler Gesellschaften achselzuckend akzeptieren? Oder würde ich mich ärgern, dass diese Leute keine Rücksicht auf uns Schwule und Lesben nehmen, nicht einmal an diesem einen Abend?

Ich weiß es nicht. Aber nicht alles, was man tun darf, ist es auch klug zu tun. Eine Gesellschaft lebt nicht nur von der Ausübung seiner Rechte, sondern auch von gegenseitiger Rücksichtnahme.

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Wenn dieses Geld tatsächlich sinnvoll für den Fußball eingesetzt würde.

Qo sind denn die Fussballschulen die von dem Geld finanziert wird? Talentförderung? Regionale Zentren?

Oder landet das Geld nicht eher in dem Taschen der Funktionäre?

Ohne Korruption, Veruntreuung und Geldwäsche wäre das ja nicht mehr unsere FIFA. Und das kann ja keiner wollen :wink::sweat_smile:

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Im weiteren sehr schöne Einordnung der hier angesprochen Abseits Regeländerung von @anon83403225

absolut dafür!

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Mittlerweile ist es schwer dagegen zu sein.

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Mit der Teilnahme an den Turnieren 2018 und 2022 hat man allerdings die Messlatte für einen Boykott ziemlich hoch gelegt. An den letzten Winterspielen in Peking hätte man 2022 dann eigentlich auch nicht teilnehmen dürfen.

Da gab es zwar jeweils keine direkten Drohungen vonseiten des Präsidenten des Gastgeberlandes, aber genug Vorkommnisse bzgl. Menschenrechten bzw. im Fall Russlands sogar völkerrechtswidrige Annexionen, um als Nationen mit intaktem moralischen Kompass auch mal über so einen Schritt nachzudenken. Das soll natürlich nicht heißen, dass man es nur weil man es 2018 und 2022 nicht machte, 2026 auch nicht machen darf. Für mich käme bei einem Boykott dieses Mal erschwerend hinzu, dass man damit mit Kanada und Mexiko ja auch 2 andere Länder, die nichts für den US-Präsidenten können, bestraft, während man 2018 und 2022 jeweils nur einen Gastgeber hatte.

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richtig - aus meiner Sicht hätte Europa schon viel eher boykottieren müssen! wird Zeit, es endlich durchzuziehen!

richtig geil wärs, wenn Kananda und Mexico von sich aus sagen: fick dich - mach deinen Scheiss allein und aus der WM aussteigen!

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Du hast Recht wenn du sagst, dass man eigentlich schon früher den Stecker hätte ziehen müssen. Aber wie du auch sagst, ist das kein Grund um nicht doch zurückzuziehen.

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