Feedback zum Forum

Der Zug dürfte abgefahren sein. Heute hat @anon44472850 das Forum noch nicht besucht und somit alle wohlgemeinten Appelle ignoriert. Morgen früh wird nach Ablauf der eingeräumten Bedenkzeit der Account wunschgemäß anonymisiert, sofern er bis dahin nichts anderes signalisiert.

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Das habe ich nicht und das ist auch nicht meine Meinung.
Wirkung kann natürlich immer nur auf mich erzielt werden. Ich kann und will nicht verallgemeinern. Ich kann mir aber vorstellen, dass es nicht nur mir so geht.

Aber nun schreiben wir schon wieder PingPong hin und her. Das war nicht meine Intention.
Ich wollte eine Sichtweise einbringen und gut ist. Was Ihr draus macht, ist Euer Bier. Ich bin mit allem fein.

Damit meinte ich, dass ich es als menschlich angenehm empfinde, wenn das Moderationsteam versucht, die persönliche Geschichte eines Users, sofern bekannt, im Umgang mit ihm zu würdigen.

Verstanden, alles klar!

Der Account von folkfriend ist soeben auf seinen ausdrücklichen, eigenen Wunsch hin anonymisiert worden.

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was soll man sagen? Come back stronger?
Schade, aber dann irgendwie auch nicht zu ändern.

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Für mich immer wieder ein Phänomen: diese Unbedingtheit, zunächst ja nicht einmal unsympathisch. Als wenn genau hier sich das Schicksal der Welt entschiede. Irgendwie natürlich auch eine enorme, wenngleich nicht ganz realistische Aufwertung der Kurve. Sicher: nichts im Leben ist unwichtig, jeden Augenblick kann es wichtig sein, Farbe zu bekennen. Solcher Fanatismus meint es ja im Grunde immer gut mit uns. Nur vergisst er leicht ein im Verhältnis zum Einstehen für die eigene Überzeugung gleichermaßen wichtiges Gut: die - auch geistige - Freiheit des anderen, in die einzugreifen bzw. deren Schutzbereich zu betreten höchst problematisch ist. Umgekehrt gilt es auch zu beachten, dass die Abwehr solcher Übergriffe nicht ihrerseits den Tatbestand dessen erfüllen soll, was im Strafrecht der sogenannte Notwehrexzess ist. Vor Jahren konnte man das in den teilweise übertrieben scharfen Sanktionen gegen die Klimakleber beobachten. Genau aus diesem Grund ist die liberale Grundhaltung unserer Moderation sehr zu begrüßen. Sie soll die Community vor übergriffigem Verhalten einzelner User schützen, zugleich aber auch maßvoll handeln. Ich finde, das gelingt ihr recht gut.

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Will kurz darauf hinweisen, dass es keine Anonymisierung, sondern eine Pseudonymisierung ist. Man kann anhand der letzten Beitrag in diesem Thread auch einfach herausfinden, wie das Pseudonym heißt, wie der alte Account hieß und aufgrund der Bilder sogar, wie der User aussieht.

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Ich finde den Gedanken von @jep sehr treffend. Vor allem den Punkt der Unbedingtheit. Dieses Absolute ist ja am Anfang oft nicht einmal unsympathisch. Es kommt meist aus einem moralischen Ernst, aus dem Wunsch, auf der richtigen Seite zu stehen, nicht wegzusehen und nicht alles einfach hinzunehmen.

Vielleicht hat dieses Unbedingte in der Jugend auch seinen natürlichen Ort. Viele von uns waren oder sind irgendwann einmal überzeugt davon, dass eine Sache ganz klar ist und dass man dafür mit aller Leidenschaft einstehen muss. Man kämpft, man überzieht vielleicht auch, man holt sich blutige Nasen. Und im besten Fall lernt man mit der Zeit, dass die Welt selten so eindeutig ist, wie sie im Moment der Empörung erscheint.

Das heißt aber nicht, dass einem irgendwann alles egal sein sollte. Auch das wäre ja eine Form des Verlustes. Es gibt Situationen, in denen man Farbe bekennen muss. Es gibt Dinge, gegen die man klar sprechen sollte. Aber vielleicht lernt man mit der Zeit auch den Wert des Maßes, des Gesprächs, des Kompromisses und einer gewissen Sanftmut gegenüber Andersdenkenden.

Camus hat sinngemäß einmal den Gedanken stark gemacht, dass auch der berechtigte Aufstand eine Grenze braucht. Sonst läuft er Gefahr, selbst wieder übergriffig zu werden. Das scheint mir hier ein wichtiger Punkt zu sein.

Denn natürlich darf man PSG, Katar, Sportswashing, Religionen, Uli Hoeneß usw. hart kritisieren. Das halte ich sogar für notwendig. Aber wenn jemand eine Mannschaft wegen ihrer Spielweise lobt, folgt daraus eben nicht automatisch, dass er sich mit Mördern oder Verbrechern solidarisiert. Diese Unterscheidung muss möglich bleiben. Sonst wird aus moralischer Kritik eine moralische Vereinnahmung des anderen.

Gleichzeitig hat jep auch mit dem zweiten Teil recht. Auch die Abwehr solcher Übergriffe darf nicht selbst maßlos werden. Man sollte nicht mit der gleichen Absolutheit zurückschlagen, die man vorher kritisiert hat. Eine Gemeinschaft braucht beides. Sie braucht die Freiheit im Streit und Grenzen dort, wo persönliche moralische Unterstellungen die Gesprächsbasis zerstören.

Vielleicht ist genau das die schwierige Balance. Nicht fanatisch werden in der Verteidigung der eigenen Sache. Aber auch nicht gleichgültig werden, wenn der gegenseitige Respekt verloren geht.

Für mich bleibt am Ende der entscheidende Punkt. Ein Forum kann harte Debatten aushalten. Unterschiedliche politische, sportliche und moralische Einschätzungen sowieso. Aber es kann auf Dauer nicht gut funktionieren, wenn Teilnehmer einander nicht mehr zugestehen, aus redlichen Motiven zu schreiben. Dieser Grundrespekt ist für mich die Voraussetzung dafür, dass Diskussion überhaupt noch möglich bleibt.

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Das ist sicher richtig. Ich möchte nur ergänzen: die verwendete Forensoftware Discourse gestattet keine echte Löschung alter Accounts. Beiträge, die älter als 60 Tage sind, können z.B. gar nicht mehr gelöscht werden, der alte Account bleibt trotzdem bestehen. Von daher ist die „Anonymisierung“ das, was Discourse anbietet.

Ich denke aber ebenso, dass die Frage „Anonymisierung“ vs. „Pseudonymisierung“ hier eher eine untergeordnete, technische Rolle spielt. Ich bedauere den Abgang eines langjährigen Mitglieds dieses Forums, @Justin hat diesbezüglich alles dazu ausgesagt, was ich dazu denke. Und gleichzeitig ist es wichtig, auf die berechtigten Kritikpunkte einzugehen. @jep hat es ebenfalls sehr treffend zusammengefasst.

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Mir ist der technische Hintergrund der Software bekannt, genauso wie die Debatte zwischen berechtigtem Interesse des Forenbetreibers, kohärente Diskussionen zu erhalten vs. dem Datenschutzrecht der einzelnen User.

Mir ging es darum, klar zu machen, dass man sich als User bewusst sein sollte, dass wenn man hier private Dinge schreibt, diese nicht gelöscht oder anonymisiert werden, sondern weiterhin der Person zugeordnet werden können.

War nur als netter Hinweis gemeint. Ich will damit nicht das eigentliche Thema stören.

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Ich empfinde es nicht als „störend“, im Gegenteil - ein sehr berechtigter Hinweis! Wie sagt man so „schön“: das Internet vergisst nichts.

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Weiß nicht ob die Frage schonmal aufkam aber gibt es eine Option wie maximale Beitrags-Anzahl. Bei den Likes funktioniert es ja und ich fände es wäre der Qualität nicht abträglich wenn ein paar „Power-User“ nicht jeden zweiten Post für sich verbuchen könnten.

Ist nur was was mir aufgefallen ist in letzter Zeit. Nothing for ungood.

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Die maximale Beitragszahl ist vom Trustlevel des Users abhängig. Erreicht ein User Trustlevel 2, dann gibt es weitestgehend kein Limit für Beiträge mehr. Bei Likes verhält es sich anders: die sind gekoppelt an ein 24h-Limit.

Das alles kann man manuell anpassen bei Bedarf, bisher gab es aber diesbezüglich keine größeren Probleme.

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