Meinetwegen können Fankurven demnächst einfach nur noch „Ein Bett im Kornfeld“ singen, wenn das bedeutet, dass selbsterannte Halbgötter nicht mehr demokratische Prozesse durch Erpressung und Sabotage torpedieren und allen anderen das Spiel versauen, weil sie mit ihrer ewig gestrigen Haltung behaupten, die Meinungshoheit aller zu vertreten. Danke.
Ups…jetzt klicke ich doch einmal auf „versteckten Beitrag anzeigen“ und sehe, dass ich tatsächlich mit @918 absolut einer Meinung bin.
Was für ein unsägliches Beispiel für die Verrohung jeglicher Auseinandersetzungen. Egal, was Kind für egomanische Attitüden haben mag, aber das ist indiskutabel. Das ist nur noch menschenverachtende Scheiße und wer so etwas tut, ist per se ein Arschloch.
Wenn dieser Eintrag gesperrt wird, bin ich sehr stolz darauf.
Streiks und Proteste sind meist okay, aber wenn es einen selbst einschränkt / Nachteile bringt, wird’s oft zum Problem.
Vor ein paar Tagen gab es beim swr einen interessanten Kommentar. Auch der Kommentator ist genervt von den Unterbrechungen, merkt aber zur Abstimmung und insbesondere zum Abstimmverhalten von Hannover-Kind an:
„Was für die DFL rechtlich kein Problem ist, stellt praktisch eine Aushebelung der 50+1-Regel dar, die integraler Bestandteil des deutschen Profifußballs ist. (…) Fußballfans und Anhänger haben einfach ein Recht darauf zu erfahren, wie die Klubs zu derart richtungsweisenden Entscheidungen stehen. (…) Die Proteste und Spielunterbrechungen nerven zwar, auch mich. Was mich aber noch mehr nervt, ist der Eindruck, dass der Profifußball Entscheidungen trifft, ohne die Ansichten von Mitgliedern und Fans zu hören.“
Zum einen betrifft meine Entgleisung hier in diesem Falle menschenverachtendes Gebahren, bei dem Menschen in Fadenkreuzen abgebildet werden. Das ist 0,0 Protest, sondern einfach nur unentschuldbare Bösartigkeit, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Und das ist das Problem aller und nicht einzelner.
Und zum anderen ist ein guter Kommentar sicher immer lesenswert, am Ende aber auch nur eine Meinung eines Menschen.
Wenn man Straßenblockaden z.B. als legitimes Mittel des Protestes ansieht, wird man sich leichter damit tun, die Spielunterbrechungen auch als solche zu akzeptieren.
Wenn man Straßenbkockaden allerdings eher als Straftaten ansieht (so wie ich), wird man Spielsabotagen auch nicht als legitime Form des Protestes ansehen.
Aber bei diesem Thema gibt es ja inzwischen weltweit einen großen gesellschaftlichen Dissens weit über den Fußball hinaus.
eine sehr „deutsche“ Sichtweise. Es gibt so viele Fans in England die in ihrer Leidenschaft den deutschen in keinster Weise nachstehen. Nur weil man nicht 90 Minuten Mantras von sich gibt, bedeutet das nicht, dass da keine Leidenschaft in den Stadien ist.
„Dazu ist es aber auch notwendig, dass man den Kern seines Protestes und seine Ängste offen kommuniziert und nicht einfach nur stumpf dagegen protestiert. Dazu ist es auch wichtig, diejenigen herauszufiltern, die am Kern der Sache vorbei arbeiten, weil sie einfach nur Spaß am Widerstand haben.“
Diese Sichtweise teile ich. Diese Verteufelung der PL ist aus meiner Sicht ein Kunstprodukt, dass dazu dienen soll, „den Teufel an der Wand“ zu haben und auf diesen zeigen zu können, statt ihn malen zu müssen.
Ich will die Stimmung in unseren Stadien nicht schlecht machen, darum geht es nicht. Aber als ich als Kind Fußball geschaut habe, waren Fangesänge auch etwas besonderes und größtenteils gab es Raunen und eben enttäuschtes Aufschreien oder begeisterten Jubel und meine Faszination für Fußball war auch nicht kleiner.
Sie würde auch heute nicht kleiner werden, wenn ich in einem Spiel mal keine Dauerschallplatte über die gesamte Spielzeit hören würde.
Wenn man manche Argumentationen hört, könnte man ja fast meinen, man kauft die Karte für eine Gesangsveranstaltung und wenn es keine Gesänge gäbe, hat die Veranstaltung keinen Sinn oder Inhalt mehr.
Nochmal: ich finde die Stimmung und die Gesänge auch super (wenn auch manchmal zu viel), aber sie stehen für mich nicht über dem Spiel. Wenn ich auf etwas verzichten müsste, wäre die Entscheidung relativ simpel.
Das ist glaube ich ein entscheidender Unterschied bei den Fans. Es gibt die Fans, für die der Fußball im Mittelpunkt steht und es gibt die Fans, für die der Fußball wichtig ist, aber mindestens genauso wichtig ist das Drumherum. Da ist Fußball mehr der Anlass um sich gemeinsam zu treffen, zu feiern und zu „singen“.
Ich kenne auch Leute, die Fußball mögen, aber die mehr wegen der Ultras und des Zusammenseins Fans eines Vereins geworden sind.
Das ist ja auch völlig in Ordnung. Ist doch super. Es geht ja nur darum, dass sie deswegen nicht mehr Rechte als andere Fans haben und erst recht nicht, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Ansonsten habe ich mit der Sache doch gar kein Problem.
Den Dreesen-Beitrag kann man gut dem 90min-Text gegenüberstellen. Dreesen geht es halt darum, den Anschluss an die Premier League zu halten, um in der CL weiter ordentlich zu verdienen. Für die Masse an Fußballfans ist das völlig irrelevant. Oder wie der 90min-Mensch schreibt: „Mir ist es egal, ob wir finanziell mit der Premier League mithalten können. Es ist mir egal, ob wir nur alle zehn Jahre die Hand am Champions League-Pokal haben. Es geht um etwas viel Größeres. Es geht um das Herz und die Seele unseres Spiels und um das, was es seit Jahrzehnten ausmacht. Es geht darum, das zu bewahren, was uns dieses Spiel einst hat lieben lassen.“
Kiel und Magdeburg werden auch mit dem Investor eher nicht ins CL-HF stürmen.
Ok du meinst die Masse aller Fans, nicht nur der vom FCB? Das bezweifle ich nämlich, dass es für die Masse der Bayern Fans irrelevant ist. Für mich ist es das jedenfalls nicht.
Für viele Bayern- und Dortmundfans ist das sicher wichtig. Es geht aber um 36 Clubs der ersten und zweiten Liga. Und da bleibe ich dabei: das ist für die große Mehrheit so irrelevant wie die Frage, ob Bayern in den nächsten 10 Jahren nur acht oder doch neunmal Meister wird.
Wenn man alle Fußballfans in Deutschland befragt, ob ihnen die Champions League oder der Anschluss an die Premier League wichtig ist, werden die meisten sagen nein.
Das stimmt
Wollte mich in den Zwist und bei der Frage, wer denn die richtigen Fans sind, garnicht einmischen.
Wollte nur erklären, wie es von @anon2519908 oben gemeint war.
Ich weiß nicht, wer die „richtigen Fans“ sind. Weißt es Du? Ich mag darüber gar nicht streiten, wer das ist.
Aber da @ralph das ja zu wissen glaubt und hier den Untergang des Fußballs für die diese Gruppe heraufbeschwört, wollte ich die Aussagen nicht unwidersprochen stehen lassen.