Zum Karriereende von Jérôme Boateng: Das Thema, das chronisch zu kurz kommt

Ich war ja ebenfalls in Wuppertal dabei - das war ein wirklich sehr angenehmer Abend für mich zusammen mit zwei Menschen, die zwar durchaus teils andere Sichtweisen hatten, aber sich grundsätzlich durchaus wohlgesonnen und vernünftig ausgetauscht haben. Ich verstehe die gewisse Schärfe in der Diskussion gerade wirklich nicht - ich fände es wirklich schade, wenn eine Onlinediskussion wie hier dazu führen würde, dass die „reale“ Kommunikation fast nichts mehr gelten würde.

Meine kleine Anregung: überdenkt vielleicht beiderseits noch einmal einige Formulierungen hier teilweise - trotz aller Differenzen.

5 „Gefällt mir“

Ich möchte mich anschließen mit meinem Befremden angesichts des Tonfalls mancher Postings. Und ganz explizit an Dich, mein lieber @folkfriend: Die Verbissenheit und Humorfreiheit, mit der Du über jeden herfällst, der nicht komplett auf Deiner Linie ist, finde ich nicht nur irritierend, sondern auch kontraproduktiv, was das eigentliche Thema angeht. Und damit meine ich, daß Du irgendwann allein da stehst, selbst wenn es inhaltlich jede Menge in Deinen Postings gibt, was die meisten inhaltlich eigentlich unterstützen würden und wollen.

Ich vermute, daß so mancher inhaltlich mit Dir übereinstimmen möchte - aber bei soviel moralischer Haudrauf-Mentalität irgendwann einfach aus Prinzip dagegen hält: Bloß weil Du ein bis zwei Schubladen zu politisch korrekt bist - datt hältste ja im Kopp nich aus!
Ich fand JOPs Einwurf überfällig - mir hatte es schon den ganzen Tag in der Tastatur gejuckt. Na - und wenn das dazu führt, daß Du „aufstehst und gehst“, weil Du soviel Abweichung von Deiner hehren Meinung nicht ertragen kannst - dann ist meine Meinung: Briefmarke druff und tschüß!
Oder anders gesagt:

Ich ersetze Wuppertal durch Dortmund - und schließe mich dir an.

Oder hoffe, daß wir beim nächsten NRW-Treff zu (mindestens) viert sind - und lächeln können über unsere Hybris im Forum.

6 „Gefällt mir“

Es wäre schade, wenn deswegen die Diskussionen einschlafen würden, aber ich denke es gibt eben auch harte Grenzen, wo danach einfach keine Diskussion möglich ist.

Danke für Deine ganz schlichte, unprätentiöse Darstellung, werter @Gratschifter !

Ich bin bei diesen rants von @anon44472850 immer hin und her gerissen: Einerseits stimme ich ihm inhaltlich grossteils zu, habe auch sofort die Boateng-Perition unterschrieben.

Andererseits benimmt er sich hier oftmals wie die globale Moralinstanz, die den alleinigen Wahrheitsanspruch vertritt - was im Kern extrem intolerant gegenüber anderen Ansichten ist. Ein linker „Hardliner“ sozusagen - früher gabs die nur ganz rechts.

Finde ich ganz schwierig, weil ich aus @anon44472850 Posts herauszulesen glaube, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Toleranz bedeutet aber, zumindest für mich, auch andere Meinungen zulassen zu können - in Grenzen natürlich. Das schließt Nazifreunde natürlich nicht mit ein, Kinderpornografie und häusliche Gewalt auch nicht.

Die Verbissenheit und Absolutheit, mit der andere Positionen aber geradezu verdammt werden, erinnert mich an Zensur und cancel culture, auch wenn die zugrunde liegenden Werte positiver Natur sind - da stimme ich @anon44472850 wie gesagt oft zu. Es geht also um das „wie“, nicht um das „was“ und das Zulassen von anderen Perspektiven. Das ist die Definition von Toleranz, solange keine roten Linien überschritten werden.

Sorry für den langen OT-Beitrag, aber das Thema beschäftigt mich schon längere Zeit.

12 „Gefällt mir“

ich beteilige mich ja nicht oft in geschriebener form hier, erst letztens in dem feedback thread als es um einen anderen user ging und ich möchte nur sagen das ich @Mehmet68 dankbar bin das er das was ich mir oft gedacht habe in ordentlich schriftliche form gebracht hat. vielleicht kann man sich das als anstoß nehmen nicht immer sofort jedem mit der riesigen moralischen keule eine überziehen zu wollen.

2 „Gefällt mir“

ich schreibe es jetzt noch einmal - ihr dürft damit umgehen wie ihr mögt:

bei gewissen Themen (die sollten hinlänglich bekannt sein) kenne ich kein Pardon und keine Diplomatie!
das hat neben meinen moralischen Grundsätzen und Werten auch stark mit persönlicher Betroffenheit zu tun - entweder direkt selbst oder mittelbar im direkten Freundeskreis etc.

deshalb gestattet ich mir da nichts anderes als sehr klare Kante - wie sagte ein geschätzer Mitforist:
es braucht die bad cops genau so wie die good cops!

ich bin nicht hier in einem anonymen Internetforum unterwegs um Friedensnobelpreise abzustauben und genauso wenig wie @anon10958403 seinen Stil ändern wird - so werde ich das nicht bei solch grundsätzlichen Themen wie Rassismus, Sexismus, häuslicher Gewalt etc. tun!

ihr habt die Möglichkeit es zu überlesen, mich auf die Ignoreliste zu setzen, mich zu melden (vielleicht wirds ja gelöscht oder ich irgendwann gesperrt) oder es euch zu Herzen zu nehmen und mit dafür zu sorgen, dass solche „Rants“ (beklopptes Wort) gar nicht erst nötig sind - letzteres wäre mir am liebsten!

und nein:
es darf und wird keine Toleranz und keine andere zulässige Perspektive bei den angesprochenen Themen geben - da gibt es nur richtig oder falsch!

und wenn hier jemand meint, die Täter-Opfer-Umkehr seiner Frau auch noch im Forum breitzutreten und ihr zuzustimmen - dann werde ich das nicht unwidersprochen stehen lassen!

und jetzt schau ich weiter die Mädels (1:0) :raised_fist:t2::soccer_ball:

6 „Gefällt mir“

Danke Justin und danke auch für den Hinweis! Werde das gleich im Text ändern.

2 „Gefällt mir“

Es freut mich wirklich, dass Du meinen Beitrag trotz der kritischen Einordnung „geliked“ hast. Gegenseitige Werschätzung, auch wenn man nicht immer übereinstimmt. :ok_hand:

2 „Gefällt mir“

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Bobby und Deinem Schreibstil.
Deiner ist unversöhnlich.

Unversöhnlichkeit hilft der Sache nicht unbedingt.

Werte wirken überzeugender, wenn sie mit einer Haltung der Offenheit, Geduld und Diskussionsbereitschaft verbunden sind. Wer sie unversöhnlich vertritt, riskiert, dass Menschen sich von diesen Werten eher abwenden („Wenn das die Vertreter dieser Moral sind, will ich damit nichts zu tun haben“).

Moral ohne Versöhnlichkeit ist hart und kalt.

Menschlichkeit zeigt sich nicht nur im Prinzipientreuen, sondern auch im Verständnis für Schwäche, Irrtum und Unterschiedlichkeit.

28 „Gefällt mir“

Wow, @ChrisCullen, absolute Hochform heute, zwei echte Klassebeiträge hier!

Danke Dir dafür!

8 „Gefällt mir“

Ich stimme dir inhaltlich in deinen Beiträgen total zu. Philosophisch diklinierst du alles perfekt durch und aus deinen (oder Sartres) Gedanken könnten wir eigentlich 1 zu 1 eine traumhafte Realität schaffen, in der alle sich auf einer gemeinsamen Ebene wiederfinden, Fehler eingestanden und mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein angegangen werden können. Wenn das so möglich wäre, unterschreibe ich das gerne ohne auch nur eine Sekunde zu zögern.

Das Problem, das ich sehe, ist dass in diesen Gedankenspielen die Frage der realen Machtdynamik in den Beziehungen (fast) komplett außer Acht gelassen wird. Meiner Ansicht nach findet es die einzige Erwähnung in dem Punkt, in dem du im anderen Beitrag oben erwähnst, dass es in Wirklichkeit leider wohl nicht so kommen wird.

Boateng hat nicht nur in seinen Beziehungen zu Frauen, die in den Gerichtsprozessen verhandelt wurden, mit seiner körperlichen Überlegenheit seine Macht missbraucht. Auch seine finanzielle Macht und sein kulturelles Kapital als Fußballstar hat er ausgenutzt, um eben nicht diese Verantwortung übernehmen zu müssen. Zudem hat der Trainer wohl seine Macht mit seiner zentralen Rolle im Verein genutzt, um dieses Angebot an seinen Freund Boateng in die Wege zu leiten und zu verkünden, ohne dass er sich verantwortlich dafür sah, sich mit den Gerichtsprozessen von Boateng auseinanderzusetzen. Und der Verein hat mit seiner milliardenschweren Wucht als einer der größten Vereine der Welt die Macht, sich all diese Fragen nicht stellen zu müssen, solange das eigene Geschäftsmodell und die Vereinsführung weiter so läuft, wie man sich das selbst vorstellt.

Boateng profitiert massiv von seinem Status sich quasi alles erlauben zu können. Kompany profitiert von einer fußballerischen Erfahrung eines zweimaligen CL Siegers im Team. Der FC Bayern profitiert von einem wohl kostenlosen, hochqualifiziertem Mitarbeiter.
Lassen sich also diese mächtigen Herren alle in einem freundlichen Gespräch davon überzeugen ihre Macht abzugeben und dabei auch die Vorteile abzugeben, die sie durch die Ausübung ihrer Macht bekommen?

Im Forum schaut es mir nach einer ganz ähnlichen Dynamik aus, die wir hier im kleinen für die Obrigen auskämpfen. Ganz ähnlich wie das auch in den Kriegen dieser Welt ist - die Politiker sitzen in den Bunkern, während die Bürger ins Schlachtfeld geschickt werden.

Aber die Realität ist ja auch: Wir alle sind in dieser Diskussion nicht die Repräsentanten von Kompany, Boateng oder Hainer, auf die unsere Wut oder unser Unverständnis eigentlich gerichtet sein sollte. Sondern wir sind eigentlich im Klassenverständnis so sehr auf einer Ebene, wie wir das selbst in der Diskussion manchmal garnicht sehen können. Und da stimme ich dir dann am Ende doch wieder zu, dass im Bezug auf unser Forum hier die Spannung vielleicht nicht ganz am richtigen Punkt ankommt.

Auch wenn wir an vielen Punkten total gegensätzliche Standpunkte vertreten, sitzen wir doch bildlich gesprochen alle am gleichen Tisch in einer gemütlichen Kneipe im Dorf, während die Verantwortlichen des Vereins irgendwo in einer mit großen Mauern abgeschirmten Villa weit weg auf einem Berg sitzen. Und wenn wir an den großen Mauern der Villa etwas rütteln wollen, müssen wir zusammen in der Dorfkneipe unser Kaltgetränk der Wahl etwas wohlgesonnener mit unseren Tischnachbarn trinken. Auch wenn ich sehr viel Verständnis und Sympathie für eine emotionale Reaktion gegen Aussagen habe, die patriarchale Machtstrukturen verteidigen. Manchmal sind die vielleicht auch nötig, damit jahrzehntelange Gewohnheiten in einem Selbstverständnis etwas aufgerüttelt werden können. Deswegen finde ich ganz ehrlich jeden Beitrag in dieser Diskussion wertvoll. Auch wenn manche Beiträge von der jeweiligen Seite vielleicht im Eifer des Gefechts als schmerzhafte Angriffe gesehen werden. Für mich ist dieser Schmerz bei uns auch in gewisser Weise eine Reflexion des Schmerz in der Geschichte der gewaltvollen Beziehungen von Boateng, über die wir hier als Stellvertreter streiten.

11 „Gefällt mir“

Toller Beitrag von @patricksaint .
Beeindrucktes Danke von meiner Seite!

Schöner wohl selten formuliert!

5 „Gefällt mir“

denkt ihr VC wird auf der PK zum dortmund spiel auf die causa angesprochen werden?

Würde mich wundern wo er zu dem Thema bereits Stellung bezogen hat.

Und die Dame mit dem kritischen Artikel bei 11 Freude ist fürchte ich für die typische deutsche Sportjournalistenschar leider ähnlich wenig repräsentativ wie @Justin.

Eher könnte ich mir vorstellen, dass die Ultras die Thematik aufnehmen und mit Boateng kritischen Banner reagieren…

3 „Gefällt mir“

Diese These halte ich für gewagt. Ich behaupte: diese Männer leiden indirekt ebenfalls unter den Folgen der Gewalttätigkeit ihrer Geschlechtsgenossen. Es liegt doch auf der Hand, dass das gesellschaftliche Klima insgesamt sowie speziell das zwischen Männern und Frauen zwangsläufig darunter leiden muss. Da gibt es nur Verlierer, niemand profitiert. Auch die Gewalttäter nicht, insofern als sie sich moralisch ruinieren.

2 „Gefällt mir“

ich hab mir jetzt nochmal das letzt aktuelle statement von VK in der pk angesehen und es wirkt so als würde es verständigungsprobleme zwischen dem journalisten und VK geben oder das etwas nicht direkt abgesprochen ist.

1 „Gefällt mir“

:thinking:

#…>HinsichtlichBesagter(Un-)VersöhnlichkeitDieMeinenPosts(…Ehrlicher..IDR)Zugrundeliegenden(Vereins-)Tr!vial!tätenAnmerkenSowieEine(…Kurze)LanzeFür(…Diplomatie-distanzierteRespektiveOff-tolerante)Grenz-setzungen(…RespektiveDasD!ssens-uale/…Un-entschuldigendeRechtDerSubjekt!ven/…AuthentischenBewertungDesSprech-/…Pol!t!sch-handelndenRespektiveMitunterFatal:stIrr..UnterschiedlichenGegen-übers!?)BrechenWollend_oder(kurz)Um(…Weich:st-OderWärmstens-ge-halt-ene/…-verantwortete?)WerteOderDeren(…Un-bedingtÜber-moralischen?)VertreterGehend? :neutral_face:(…:confused:)
:woozy_face:

Daran anschließend:

Unter dem Patriarchat, gibt es mMn einige wenige Gewinner (reiche und mächtige Männer) und sehr viele Verlierer.
Natürlich gibt es da auch ein Spektrum.

Ungefähr so:

  • Reiche weiße cis-Männer
  • Reiche Weiße cis-Frauen
  • Nicht-Weiße reiche cis-Männer
  • Nicht-Weiße reiche cis-Frauen
    (…)
  • nicht-weiße körperlich und/oder geistig behinderte POC der LGBTQ Community.
  • Arme, nicht-weiße körperlich und/oder geistig behinderte POC der LGBTQ Community.

Je weiter man sich von dem Bild des (gesunden) alten, reichen, christlichen, weißen cis-Mannes entfernt, desto mehr hat man in der Gesellschaft zu leiden.
Es gibt Diskriminierung gegen, Frauen, POC, Religion, Behinderung, (Aus-)Sprache…
Und jeder Mensch in dieser Kette kann Diskriminierung und Benachteiligungen von jmd über ihm/ihr erfahren.
Die ganze Gesellschaft ist darauf aufgebaut, dass es diese ~0,0001% gibt, die durch ihre Macht und ihr Geld das Land lenken - bei uns durch Lobbyisten & Medien und in den USA sogar direkt in der Regierung.

Der Durschnittsmann hat auch unter dem Patriarchat zu leiden - weniger als die Durschnittsfrau aber dennoch genug um auch ein Verlierer im System zu sein.

Ich denke alle Männer unter einen Kamm zu scheren und unter Generalverdacht zu stellen ist genauso wenig zielführend, wie der von der Öl-Lobby eingeführte CO2 Fußabdruck und lenkt von dem wahren Problemen ab.
Der Großteil aller Männer ist nicht für Femizide verantwortlich, wie auch die meisten Menschen nicht entscheident für die Erderwärmung verantwortlich sind.

Klar ist aber auch, dass der Großteil der Mörder und Verbrecher männlich ist.

Wie kann man also Gewalt reduzieren? (denn es wird leider immer Gewalt geben).

MMn Investitionen in Erziehung, Bildung, Aufklärung, bessere Sozialsysteme, Freizeitangebote, Sportvereine und sozialer Austausch und ein Rechtssystem, dass Gewalt gegen Frauen (und andere Opfer) ausreichend ahndet und sie besser schützt.

5 „Gefällt mir“

Spannend… und wie bringst du das den Kulturkreisen bei die ein „nicht westliches“ Frauenbild haben?

Es ist nicht nötig, bei solch grundsätzlich richtigen, keineswegs polemisch vorgetragenen Überlegungen zu einem derart komplexen Thema im ersten Schritt mittels eines Whataboutismus darauf hinzuweisen, dass man das Haar in der Suppe gefunden habe.

Nun zu Deinem Punkt. Da werde ich keine Lösung anbieten, sondern ein Buch empfehlen, dessen fulminante Hörfassung ich in der ARD-Audiothek angehört habe. Es schildert den gleichermaßen heldenhaften wie aussichtslosen Kampf iranischer Frauen und Mädchen gegen ihre Unterjochung durch das perverse Mullah-Regime. Übrigens gibt es selbstverständlich auch dort männliche Opfer und weibliche Täterinnen. Was an der Grundaussage nichts ändert. Der „Perlentaucher“ schreibt dazu:

Jina Khayyer
Im Herzen der Katze
Roman
Suhrkamp Verlag. 253 Seiten

Die in Deutschland geborene Schriftstellerin und Journalistin Jina Khayyer ist iranischer Abstammung, die Geschichte, die sie in diesem Roman erzählt, von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen inspiriert. Der Roman beginnt in der Nacht, in der die junge Jina Mahsa Amini von den Revolutionsgarden ermordet wird und die Proteste losbrechen, die sich in dem Ruf „Frau, Leben, Freiheit“ manifestieren: Die lesbische Heldin Jina telefoniert mit ihrer im Iran lebenden Schwester Roya über die aktuelle Situation vor Ort, erinnert sich aber bald an ihre eigenen Iran-Aufenthalte in den Jahren 2000 und 2009. SZ -Kritikerin Susan Vahabzadeh erfährt hier etwa, dass in Teherans Theatern viele Stücke von Bertolt Brecht aufgeführt werden. Vor allem aber handelt der Roman von der Verbindung zwischen den iranischen Frauen und der westlichen Kultur sowie von den Repressionen im Iran , verrät uns Vahabzadeh, die von jungen Frauen liest, die ihre Schleier abwerfen, sobald sie unter sich sind oder erfährt, dass es für „lesbisch“ in Farsi kein Wort gibt. Nicht jede Übertragung iranischer Poesie ins Deutsche findet die Kritikerin ganz gelungen, das tut der spannenden Lektüre aber keinen Abbruch, meint sie. In der FAZ empfiehlt auch Louise Otterbein den Roman, nur dem Dlf -Rezensenten Carsten Hueck geraten die Figuren gelegentlich zu holzschnittartig

9 „Gefällt mir“