Zum Karriereende von Jérôme Boateng: Das Thema, das chronisch zu kurz kommt

Freche Unterstellung und absoluter Bullshit.

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nein - es ist genau die gleiche Logik!
und hör endlich mal auf immer alles genau auf die als Person zu beziehen! es geht hier um die Aussage - wie blöd kann die Frau sein… usw. und die Logik, die dahinter steht!

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und wenn du nicht willst, dass man so auf deine Beiträge reagiert, dann zieh es nicht mit deinen Einlassungen und Lachsmileys ins Lächerliche!

das ist nämlich absoluter Bullshit!

Das ist kompletter Müll, was Du da behauptest.

Ein typischer @folkfriend voll in seinem Element, ich hätte es besser wissen müssen.

Schönen Abend.

Sehr wichtiger Punkt:

Und wir reden hier ja nicht mal über die Kündigung eines Angestellten. Sondern ob man jemand einen Gefallen tut ohne jede Gegenleistung!

Selbst wer einen Arbeitnehmer einstellt wird sich nicht nur sein Führungszeugnis kommen lassen, wo Justiziables aufgeführt, sondern sich auch sein Verhalten auf Sozialen Medien anschauen:

Wer da unangenehm auffällt - den stellt man nicht an…

Und Gefallen erweisen muss man solchen Leuten erst recht keinen mehr!

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holy moly - lies halt was du da für einen Müll von dir gibst, geh mal in ein Frauenhaus und informier dich mal zum Thema Gewalt gegen Frauen - und dann kannst du vielleicht mitreden!

Stark, jetzt schaffst Du es auch noch, mich als Frauenhasser hinzustellen.
Danke dafür.

Trink mal nen Schluck Wasser, bevor Du ständig wutentbrannt in die Tastatur hämmerst.

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ich habe dich nie als Frauenhasser hingestellt - lern endlich Texte zu lesen und zu verstehen!

ich rate dir dringend, dich mit der Materie zu befassen, bevor du so einen Irrsinn verzapfst und dich unfassbare Aussagen wie oben lustig machst!

an diesem Thema ist NICHTS lustig! es sterben jeden Tag in Deutschland Frauen, weil wir es nicht auf die Kette kriegen und wir genau so reagieren, wie es Männer meist tun und z.B. die oben angesprochenen Partnerin!

da muss ich auch keinen Schluck Wasser trinken!

Schaden würde es aber auch nicht, oder? :slight_smile:

Der Lach-Emoji bei der Antwort auf @anon83403225 war unpassend, dafür möchte ich mich entschuldigen.
Dass dieses Thema nicht lustig ist, ist mir klar.
Ich bin informiert und brauche dafür auch nicht in ein Frauenhaus, danke trotzdem für deine Tipps. Dein „Minirock-Logik“-Vergleich passt meiner Meinung nach trotzdem nicht zu dem, was @anon83403225 schilderte. Das hat mich vorhin kurz auf die Palme gebracht.

Ich würde das Kriegsbeil damit gern begraben, denn auch wenn ich oft nicht genau deiner Meinung bin (ist mir manchmal einfach „zu extrem“) , schätze ich deine emotionalen und moralischen Beiträge hier.

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Die Kontakte zu Boateng bestehen noch und auch wenn er möglicherweise nicht von Hoeneß geschätzt wird, wäre er vor 2 Jahren bereits beinahe zurückgekehrt. Und damals gab es auch die Aussage von Freund zu Boateng und Privatleben. Also warum sollte es auch nicht dieses Mal ähnlich sein, dass der Verein Boateng gerne aufnehmen will.

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Ein Vorschlag zur Güte: dass dieses Thema sehr zurecht teils starke Emotionen hervorruft, ist für mich mehr als verständlich.

Sich gegenseitig „Bullshit“, „Müll“ oder „Irrsinn“ vorzuwerfen, entspricht nicht dem Diskussionsniveau, welches man hier in der Regel sieht. Persönliche Vorwürfe helfen in einer Diskussion selten bis nie weiter - auch hier tun sie es nicht.

Ich möchte daher darum bitten, zumindest zu versuchen, in der Diskussion von der persönlichen Ebene auf die etwas sachlichere Ebene zurückzukehren. Vielen Dank!

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20 Herzen zu dir :blush::hugs:
und dito! :folded_hands:t2:

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Ich bin ja ein großer Bewunderer von Sartre. In meinem Leben haben mir seine Grundzüge oft geholfen. Mir selbst, aber auch in der Bewertung anderer.

Ich möchte diese Diskussion um Boateng und eine mögliche Hospitanz beim FC Bayern nutzen um im Sinne von Sartre aufzuzeigen was aus meiner Sicht ein guter Weg wäre.

Da Boateng diesen Weg wahrscheinlich nicht geht, sollte man es sein lassen.

Sartres Grundzüge

Freiheit & Verantwortung:
Für Sartre ist der Mensch radikal frei, aber auch radikal verantwortlich für das, was er tut. Jede Handlung ist nicht nur individuell, sondern setzt ein Beispiel für die ganze Menschheit („Wenn ich handle, sage ich: so sollte der Mensch sein“).

Keine Entschuldigung durch Strukturen:
„Es gibt keine Entschuldigungen“ – weder „das war meine Erziehung“ noch „ich stand unter Druck“ befreien einen von Verantwortung.

Authentizität:
Man soll handeln, indem man die eigene Freiheit bejaht und Verantwortung übernimmt, nicht indem man sich hinter Rollen, Institutionen oder Ausreden versteckt.

Gewalt gegenüber einem Partner wäre bei Sartre ein uneigentliches Handeln: Flucht vor Freiheit, indem man die eigene Macht über den anderen ausnutzt, statt die eigene Freiheit in verantwortlicher Weise zu leben. Sartre würde betonen: Es gibt keine Ausreden. Boateng muss seine Taten bekennen und bewusst Verantwortung dafür übernehmen. Sonst lebt er in „mauvais foi“ (Unaufrichtigkeit, Selbsttäuschung).

Bayern wäre bei Sartre nicht einfach ein „neutraler Arbeitgeber“. Jede Entscheidung (z. B. ihn hospitieren zu lassen) ist eine bewusste Setzung von Werten: Man sagt damit – „so gehen wir als Menschen mit Schuld um“.

Bayern könnte Boateng aufnehmen, wenn sie ihm eine zweite Chance geben, aber nur in Verbindung mit einer offenen Auseinandersetzung über seine Verantwortung.
Wenn man ihn stillschweigend integriert, wäre das für Sartre uneigentlich: Man würde so tun, als wäre nichts gewesen, und sich hinter der Institution verstecken.

Boateng darf eine zweite Chance haben, aber nur, wenn er sie selbst aktiv und authentisch gestaltet.

Bayern darf ihn nicht aus bloßem Nutzenkalkül integrieren, sondern müsste klar Position beziehen und Verantwortung übernehmen.

Alles andere wäre mauvaise foi, Selbsttäuschung.

Um es verständlicher zu machen, müsste der FC Bayern ein Statement wie folgt abgeben:

*Wir wissen, dass Jérôme Fehler gemacht hat. Und wir verschweigen das nicht. *

Jérôme hat die Verantwortung vor Gericht übernommen, er hat Strafen akzeptiert und er hat uns gegenüber klar signalisiert, dass er aus diesen Erfahrungen gelernt hat.
Deshalb wollen wir ihm eine Chance geben, bei uns hospitieren zu dürfen. Nicht als Freifahrtschein, nicht als Verdrängung, sondern als bewusste Entscheidung: Wir glauben an Verantwortung und an zweite Chancen.

Wer hier arbeitet, repräsentiert den FC Bayern – und damit auch Werte. Jérôme weiß, dass das nur funktioniert, wenn er sich diesen Werten verpflichtet fühlt. Wir stehen zu dieser Entscheidung, weil wir sie in voller Klarheit getroffen haben

Boateng wiederum müsste sich wie folgt äussern

Ich habe in meinem Leben Fehler gemacht. Ich habe in einer Situation Gewalt angewendet, und dafür trage ich die Verantwortung. Es gibt keine Entschuldigungen, keine Ausreden. Diese Entscheidung war meine – und ich weiß, dass ich damit nicht nur mir, sondern auch anderen geschadet habe.

Ich weiß, dass viele Menschen von mir als Fußballer ein Vorbild erwartet haben. In diesem Moment habe ich dieses Vertrauen enttäuscht. Das schmerzt mich, aber ich muss es anerkennen.

Ich will diese Verantwortung nicht wegschieben. Ich will sie tragen. Und ich will zeigen, dass ein Mensch sich ändern kann. Mein Ziel ist nicht, so zu tun, als sei nichts passiert, sondern aus dem, was geschehen ist, einen anderen Weg zu gehen.

Wenn ich heute beim FC Bayern hospitieren darf, dann nicht, weil ich ein verdienter Spieler war, sondern weil ich zeigen will: Ich nehme meine Freiheit ernst – und mit ihr meine Verantwortung. Ich kann nicht ungeschehen machen, was geschehen ist, aber ich kann versuchen, aus meinen Fehlern eine Verpflichtung zu machen: für Respekt, für Verantwortung und für ein anderes Handeln in der Zukunft.

Leider wie erwähnt wird das so wahrscheinlich nie passieren.

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Danke!!! EIne solche Stellungnahme war hier dringend nötig.

Das ist ein großartiger Beitrag!
Ich kann dem in Gänze zustimmen, bin aber nicht auf die tolle Idee gekommen, das mit Sartre zu begründen.

Ich habe die Debatte heute mit Interesse gelesen. Zwischenzeitig schien es ja sowas wie zwei Lager zu geben - nicht in Bezug auf eine eventuelle Hospitanz von Boateng (die praktisch alle eher ablehnen), sondern in Bezug auf einen grundsätzlichen Umgang mit einem beteiligten Individuum.
Selbst könnte ich mich da klar positionieren, verstehe aber auch, dass manchen unwohl ist, wenn vermeintlich klare (Wert-)Urteile gefällt werden, obwohl wir alle nur die Nachrichten verfolgen. Ich gestehe auch frank und frei, dass ich mir schwertue, weil ich Boateng früher mal sehr mochte, aber auch, weil ich Vince Kompany so sehr schätze und sehr irritiert bin, dass man das so locker ins Auge fasst.

Um es klar zu sagen:
Meines Erachtens geht es hier nicht nur um Jerome Boateng als Individuum. Sondern man kann, finde ich, die systemische Problematik dieses Themas, häusliche Gewalt, nicht außer Acht lassen.
Genau deswegen finde ich den Text von @ChrisCullen so gut. Denn wenn die einen Boateng aus ihrem Gesichtskreis bannen wollen, die anderen aber auf das Recht der zweiten Chance setzen, und jeder überzeugt seine Linie durchficht, wird man bezüglich der gesellschaftlichen Problematik die Lagerbildung nur verschärfen. Wünschenswert wäre aber, dass sowohl Boateng als Individuum einen Reifeprozess durchläuft (der wiederum natürlich auch weiterhin ein potentiell öffentliches Leben ermöglicht), als auch, dass die Gesellschaft anerkennt, dass es hier nicht um ein individuelles, seltenes Fehlverhalten in einer Ausnahmesituation geht, sondern um eine unfassbare, durch reichliche Studien belegtes patriarchalische Gewalt-Ausübung mit einer hohen Dunkelziffer.
Würde @ChrisCullen’s skizzierter Weg greifen, könnten beide Tendenzen versöhnt werden. Boateng wäre frei, aber unter Beobachtung, was er sich selbst zuzuschreiben hätte, wenn er einen öffentlichen Job anstrebt. Das Thema wäre jedoch offen auf dem Tisch und würde nicht weiterhin unter den Teppich gekehrt werden, zudem wäre die dahinterliegende Message klar, was vielleicht das Bewusstsein schärfen würde.

Denn letzteres ist, und das gilt es leider festzustellen, immer noch nicht in der Masse angekommen. Solange man mehr über die Täter als die Opfer spricht, solange Frauen sich nicht wehren können gegen die (auch finanzielle) Macht der Täter, solange man Vorgänge wie bei Rammstein und Lindemann immer noch auf die Frauen abwälzt, solange Typen wie Ronaldo völlig unbeschadet aus gewissen Vorgängen rausgehen und zumindest theoretisch weiter ihr Unwesen ohne Reue und Gesichtsverlust treiben können…
So lange werden Frauen weiter in einer sehr gefährlichen Welt leben.

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Vielen Dank, du hast hier nach Sartre perfekt ausformuliert, was ich weiter oben als theoretische Möglichkeit angesprochen habe, die man Boateng verbaut, wenn man ihn für alle Zukunft zum Tabu erklärt.

In der Tat kann ich mir auch nicht annähernd vorstellen, dass er wie von dir beschrieben handeln würde … da bin ich ganz bei der Mehrheit hier, wer solche öffentlichen Äußerungen macht (Interviews, Fotos in social Media etc. …), steht nicht im Verdacht, seine Taten tiefgründig zu bereuen.

Aber wie schon geschrieben: bei allzu vehementen Urteilen zu Personen, die letztendlich dann doch nur auf Indizien beruhen, werde ich immer hellhörig und es regt sich mein Gerechtigkeitssinn …

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Das tut übrigens niemand. Gefordert wird lediglich, dass überhaupt Wille zur Einsicht da ist und alles, was über den Fall bekannt ist, spricht sehr klar dagegen. Zweite Chancen sollten nicht verschenkt werden.

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Habe ich auch nicht behauptet. Es waren wie schon gesagt, eher grundsätzliche Überlegungen, die mich umtreiben, gepaart mit einer gewissen Lust, die Diskussion durch eine pointierte Gegenmeinung anzuregen.
Und durch Beiträge wie die von @ChrisCullen oder @cheffe (pures Gold meiner Meinung nach) fühle ich mich bestätigt darin, diesen Impuls gesetzt zu haben. :innocent:

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aber so ganz happy bist du mit deinem Status als Mann, also Unterdrücker, Ausbeuter, Verbrecher, auch nicht, oder? Zum Glück gibt es ja, ich zitiere jetzt mal Böhmermanns Grußformel, noch ganz viel „dazwischen und außerhalb“.

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was nun deine süßen und versucht lustigen Spitzen sollen - keine Ahnung…

ich bin froh, dass ich keine Frau bin - denn wäre ich es, wäre ich hundertprozentig in meinem Leben mehrfach von schlimmen Dingen betroffen - und zwar ausschließlich, weil ich ein Frau wäre!

das ich ein Mann bin sorgt vor allem dafür (zum Glück), dass ich eine große Verantwortung empfinde, meinem Teil dazu beizutragen, dass meine Mitgeschlechter sich nicht permanent und flächendeckend wie Arschlöcher aufführen!

du hast letzten davon geschrieben, dass du erstaunt wärst, wenn du den Live-Folkfriend mit dem im Forum vergleichst…

nun - mittlerweile muss ich das zurückgeben…

wärst du in Wuppertal so aufgetreten wie teilweise hier, wäre ich aufgestanden und gegangen!

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