WM 2026: Tag 4 im Blog – Nmecha und Brown als Gamechanger für Deutschland

Ich finde man muss immer unterscheiden. Wenn Nmecha jetzt erwachsene Spieler missionieren will bzw. die jeweilige Organisation unterstützt die das tut, finde ich das nicht gut, aber erwachsene Spieler können selber nachdenken und sollten sich eigentlich auch selber von ihm distanzieren können, wenn sie nicht mehr weiter mit ihm interagieren wollen. Aber bei minderjährigen ist das eine andere Situation. Denen einzurichtern, Gott alleine würde dafür sorgen, dass man gut spielt oder gewinnt, ist einfach nicht richtig und entwertet die sportliche Leistung.

Ein guter Tag für die Moralisten hier :man_facepalming:
Geht es euch ansonsten zu gut wenn man nicht tagtäglich über den kleinsten Mist den Moralischen Zeigefinger heben kann?

Psychische Erkrankungen als Beleidigung und Herabwertung von Menschen zu benutzen, ist etwas, was ich hier im Forum nicht sehen möchte. Ich bitte dich, deinen Beitrag so zu bearbeiten, dass er entweder einen Sinn für die Diskussion ergibt, ohne Teilnehmer des Forums herabzuwerten, oder ihn zu löschen, wenn das nicht im Bereich des Möglichen liegen sollte.

Das ist eine sehr rationale Betrachtung. Es geht da in erster Linie um Dankbarkeit, dass man durch die Stärke des Glaubens und Gottes seine Ziele erreichen konnte.

Hier in Brasilien sind die evangelikalen Kirchen sehr, sehr stark aber nur in den sozial einfachen Schichten. Dort dienen sie als moralische Orientierung und als Stütze. Ich sehe das Ganze sehr ambivalent: einerseits helfen sie schon in gewisser Weise Menschen ein „gutes“ Leben zu führen. Anderseits sind die Moralvorstellungen und die Intolleranz wirklich schrecklich. Bei mir gibt es deshalb die klare Grenze: solange sie für sich sprechen ist alles gut. Sobald sie andere abwerten hört der Spass aber auf. Ich kam da aber eigentlich noch nie in eine unangenehme Situation, bin aber auch nicht die Zielgruppe.

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liegt doch nahe: Glaube. Wo da die Arroganz ist, musst du mir mal erklären?

Mich wundert es auch immer wieder, wie an sich intelligente Menschen beim Glauben plötzlich den unlogischten Quatsch glauben wollen (du nennst ja das Beispiel, dass Gott nichts bessres zu tun hat und dann auch nur die eine Seite unetrstützt, vollkommen unlogisch - aber eben nicht “arrogant”).

Ich bin @Guillaume. Einer differenzierten Betrachtung. Ich halte mich da bewusst raus, weil ich mich zu wenig damit auskenne/auseinander gesetzt habe. Gefühlt habe ich mit “Missionaren” und deren Intoleranz genauso ein Problem wie mit Menschen, die mit Gebeten ein Problem haben. Ist ja letztlich auch intolerant.

Edit: mir fällt doch noch ein besseres Wort ein als Arroganz und Glaube: Scheinheiligkeit: denn die Reichtümer, die ihnen ihr Sport einbringt nehmen sie ja auch gerne an und mit. Sie geben vielleicht den “Armen” in Form von Spenden, entsagen aber in den wenigsten Fällen den “irdischen Versuchungen”…

Den Gedanken kann ich nachvollziehen, mir ist er aber zu kurz gedacht. Wenn ein Sportler Gott dankt, muss das ja nicht heißen, dass er glaubt, Gott habe persönlich zu seinen Gunsten und gegen den Gegner eingegriffen.

Meistens geht es doch eher um Dankbarkeit für Talent, Gesundheit oder die eigene Geschichte, Dass einem diese Sprache fremd oder befremdlich vorkommt, kann ich verstehen. Aber daraus gleich Arroganz zu machen, ist mir dann doch zu einfach.

Die einen danken den Ahnen, die anderen einer „höheren Macht“.

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Ein Problem ist aus meiner Sicht, dass Hintergründe bei der Berichterstattung einfach ausgelassen werden. So entsteht der Eindruck, Menschen würden hauptsächlich kritisieren, dass er auf dem Platz betet. Darum geht es aber nicht. Nmecha hat in der Vergangenheit menschenfeindliche Aussagen getätigt, für die er sich nie richtig entschuldigt hat, sondern nur PR-Alibizeug rausgehauen hat. Wer sich mit seinem „Schaffen“ auseinandersetzt, sollte wohl auch verstehen, warum es diese Kritik gibt und dass das nicht mit Religionsfeindlichkeit zu tun hat. Bevor man sich also vor diese Sache stellt und sie verharmlost, sollte man sich vlt. also informieren. Der Rasenfunk ist da ein guter Anfang.

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Ich habe im Politik- und Gesellschaftsthread schon mal ausführlich dargelegt, dass ich die Innenseite der evangelikalen Bewegung persönlich sehr gut kenne - ich möchte das hier nicht wiederholen und damit langweilen. Ich möchte nur sagen: ich weiß durchaus, wovon ich jetzt hier schreibe:

Der Evangelikalismus ist nicht nur ein persönlicher „Glaube“: er ist weit mehr als das, es ist eben eine Bewegung. Er ist vor allem verbunden mit einem ausgeprägten Missionarsbewusstsein (nämlich andere Menschen davon zu überzeugen, was " richtig" ist und was „falsch“). Und er ist im Kern absolut intolerant gegenüber Andersdenkenden (egal ob religiös oder nicht). Andersdenkende sollen bekehrt werden zum „wahren Glauben“.

Unser Grundgesetz sichert uns allen (sehr zurecht, denke ich) ein Recht auf persönliche Religionsfreiheit zu: Die Sinnfragen unseres Daseins muss jede/r für sich selbst beantworten dürfen, auf welche Art auch immer. Und wenn es jemandem hilft, an Gott (oder wen auch immer) zu glauben, wäre ich wirklich der Letzte, der jemandem dieses Recht absprechen würde.

ABER (und das ist bewusst ein großes Aber): wenn der Glaube mit unserem Grundgesetz kollidiert (weil Toleranz im Rahmen dieses Glaubens es z.B. nicht zulässt, queere Personen als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu betrachten mit allen Rechten, die dazugehören), dann haben wir ein großes Problem. Und welche Probleme der Evangelikalismus in den USA z.B. mit sich bringt, sehen wir ebenfalls deutlich (wenn man denn sehen will). Ich sage nur „Prayers breakfast“ - noch deutlicher kann der politische Einfluss, den der Evangelikalismus in den USA hat, kaum werden.

Ich bin unbedingt und absolut für jede persönliche Religionsfreiheit - sie endet ebenso unbedingt aus meiner Sicht dort, wo die Meinung und der Standpunkt anderer nicht gleichwertig geschätzt werden.

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Wieder ein toller Blog. Die fifa news sind unglaublich wertvoll. Danke.

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Also gut, jetzt weiß ich, wes Geistes Kind F. Nmecha ist, und dass ich im Privatleben nix mit ihm zu tun haben möchte.

Aber ob ich ihm jetzt im Nationaltrikot aus der Ferne zuschaue und mich freue, wenn die Mannschaft (und er) gut spielt, oder ob ich (wie von @armaster angedeutet) die Spiele wegen ihm nicht anschaue, ändert genau - nichts.

Wenn man wirklich gegen die verschiedenen Sekten, die tatsächlich oft schlimme Auswüchse von Religion sind, etwas unternehmen will, scheint mir die Diskussion in einem Fußballforum eine wenig zielführende Maßnahme zu sein. Also lasst und doch hier über Fußball reden (ohne den bedenklichen Hintergrund Nmechas zu vergessen); wer die Evangelikalen bekämpfen möchte (was sinnvoll wäre), wird sich dazu auf direktere Weise engagieren müssen …

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Ich schaue nicht nur wegen ihm die keine Spiele, aber er ist einer der Gründe. Das wollte ich nur kurz festhalten.

Das ist der Grund weshalb ich der Meinung bin dass das im Spieltags-Thread nichts zu suchen hat. Das ist ein eigenes Thema und da sollte man sich separat abarbeiten. Sinnfrei dass jetzt jedesmal zur Sprache zu bringen wenn Nmecha auf dem Platz steht. Deswegen gebe ich auch keine Meinung dazu ab, nur dass man womöglich bei vielen Spielern was finden würde.

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Bei allem Respekt, aber du spielst das herunter, als wäre das eine streitbare Kleinigkeit. Ich halte das für Verharmlosung. Ich lege dir wirklich ans Herz, dich ein bisschen zu informieren, was da alles dahinter steht und worum es hier so alles geht. Hier geht es nicht um einen kleinen Ausrutscher auf Social Media, sondern um Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit, Missionierung Minderjähriger, sektenartige Strukturen mit Weltbildern, die ich als gefährlich einstufen würde und so vieles mehr.

Es ist okay, dazu keine Meinung zu haben oder haben zu wollen. Aber dann sollte man auch wirklich keine haben und nicht etwas herunterspielen, bei dem man sich nicht ausreichend belesen und informiert hat. Ich meine das wirklich nicht böse, aber genau der Eindruck entsteht bei mir, wenn ich deine Posts lese.

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Rüdiger scheint ja eher weniger ein Problem in der Nationalelf zu sein?! :man_shrugging:

Es mag dein Eindruck sein aber ich finde die Diskussion nur deplatziert, was ich jetzt schon mehrmals erwähnt habe.

Wenn das so ein großes Ding ist warum wurde hier nicht vorher ein Fass aufgemacht. Direkt nach dem ersten Spiel wirkt das auf mich wie eine Suche nach Problemen. Ich diskutiere an anderer Stelle gerne mit über Religionen und deren Auswüchse aber nicht hier und nicht isoliert dieses eine Thema. Und wer mir was unterstellt ist mir ehrlich gesagt herzlich egal.

Mir scheint, hier werden zwei Dinge vermengt, die man auseinanderhalten sollte. Dass es bei Nmecha berechtigte Kritik gibt, will ich überhaupt nicht relativieren. Die Punkte liegen auf dem Tisch und sollten ernst genommen zu werden. Mir ist das auch zuwider.

Nur ist das eben etwas anderes als die Frage, ob dieses Thema den Spieltags-Thread bestimmen muss.

Marco hat sich inhaltlich gar nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er hat lediglich infrage gestellt, dass die Sache an dieser Stelle wieder neu aufgemacht wird. Das als Verharmlosung lesen? Warum?

Man kann die Kritik teilen und trotzdem der Meinung sein, dass sie einen eigenen Rahmen verdient, statt beiläufig in jeder sportlichen Diskussion mitzulaufen. Dass nicht jeder dieselbe Gewichtung vornimmt, sollte eine Debatte vertragen, ohne dass daraus gleich fehlende Informiertheit wird.

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Er gibt an, das nicht zu tun, richtig. Aus meiner Sicht macht er das aber dennoch, wenn er sowas schreibt wie “man findet bei vielen Spielern was” (Verharmlosung) oder “typisch deutsch” oder “es wird ein Problem konstruiert, das keines ist”. Das Thema ist jetzt nun mal da. Meinetwegen kann man dazu einen Thread aufmachen, aber den ewigen Schrei nach strikter Trennung von Sport und anderweitigen Themen halte ich persönlich für Ablenkung, die dem typischen “Politik hat im Sport nix verloren” nahekommen. Die Vermeidung der (aus meiner Sicht) wichtigen Debatte, indem man sie ausklammern und woanders hinverfrachten möchte.

Nochmal: macht gern den Thread auf, das ist absolut okay und es ist auch okay, diesen zu fordern. Aber das ändert ja nichts daran, dass es auch absolut okay ist, bei jeder Erwähnung von Nmecha darauf hinzuweisen, wenn man das richtig findet. Ich finde es jedenfalls richtig und ich finde auch, dass gerade der Kontext des gemeinsamen Betens nach dem Spiel gestern wieder genug Anlass liefert, darüber zu sprechen. Denn nein, im Kontext von Nmecha ist das nicht ausschließlich als vereinendes Signal und als Symbol der Gemeinschaft zu werten. In seinem Kontext braucht es Einordnung.

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Also der erste Kommentar von Marco, kam bei mir zumindest als inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema an. Erst danach wurde gesagt, dass dafür ein anderer Thread passen könnte.

Edit:
Ich schließe mich vollumfänglich @justin an und würde dem nichts weiter hinzufügen wollen.

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Also ich bin auch bei den Kritikern dieses Thema hier jetzt so groß zu machen basierend auf einem Gebetskreis und seiner Erwähnung von Gott/Jesus nach dem Spiel. Prinzipiell kann man gerne mal über das Thema “Politik, Religion und Sport - Trennung ja/nein” diskutieren. Ich denke mit der Menge an extrem reflektierten Personen unterschiedlicher Prägung in diesem Forum könnten da echt spannende Einsichten entstehen aus denen jeder was mitnehmen kann, sofern er offen dafür ist und nicht festgefahren in seiner Meinung. Man kann das ja jetzt hier als Ausgangspunkt dafür nehmen. Ich würde mich aber auch freuen, wenn das dann im nächsten Spieltagsthread nicht wieder vorkommt.

Zu Nmecha - und ja, ich hab noch nicht alles gelesen - aber ich hab prinzipiell schon den Eindruck, das gerne Sachen größer gemacht werden als sie sind und wir in der Gesellschaft insgesamt sehr viele Moralapostel haben. Ich teile Nmecha’s Ansichten und Glauben in dieser Form nicht und heiße sie auch nicht gut. Ich gestehen ihm aber diese zu, sofern er keine Gesetze verletzt. Auch unsere Ansichten sind genau das, nämlich Ansichten. Wir tun auch unser möglichstes Kinder davon zu überzeugen, weil wir sie für richtig halten. Was ich bei Nmecha auch sehe, ist dass er in Teams mit Mitgliedern verschiedener Religionen spielt. Also offensichtlich mit Menschen, die seinem eng umrissenen Bild, was richtig sei, nicht entsprechen. Trotzdem scheint er mit ihnen klar zu kommen und sie nicht non stop bekehren zu wollen oder auszugrenzen. Es ist doch ok, wenn er z.B. kein Fan von LGBTQ+ ist, solange er Menschen, die es sind, akzeptiert. Ich bin auch kein Fan, wenn jemand so extrem in seinem Glauben ist. Aber so lange er andere akzeptiert, kann ich ihn auch akzeptieren.

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Mein Eingangspost war auch auf das Spiel bezogen. Und zugegeben etwas genervt / getriggert und womöglich in dem Fall nicht korrekt, das kann ich zugestehen.

Der Trigger war der zweite Post unter dem Artikel. @Justin hat in der Analyse das Thema (zähneknirschend) außen vor gelassen. Sicherlich aus Gründen. Und es dauert keine 5 Minuten bis es dennoch aufkommt, ich will nicht sagen wie Phoenix aus der Asche aber dennoch einigermaßen aus der Kalten, und hatte erstmal nichts bis wenig mit dem Spiel zu tun, noch dazu dass @armaster die Spiele ja gar nicht schaut.

Ich kann mich immernoch nicht des Eindrucks erwehren dass es zumindest so wirkt als wollte man krampfhaft in die Suppe spucken wollen.

Aber um das auch klarzustellen: ich bin ganz klar gegen jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt oder (psychischem) Zwang. Aber das sind nunmal Attribute im Grunde jeder Sekte. Ich sehr das wie schon erwähnt als eigenes Thema, unabhängig ob jemand das Deutschland-Trikot oder sonstiges trägt und ja, man kann und muss auch darüber reden. Wenn das jedoch jetzt dazu führt

dann werden wir alle in diesem Forum während der WM nicht mehr viel Spaß haben. Und ich bin mir nicht sicher ob das nicht das Ziel war.

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