Weltmeisterschaft 2022 in Katar

Sorry - nehme alles zurück. Das ist jetzt der größte Quark.

Das liegt jetzt aber nicht an einer Regierung mit grüner Beteiligung.

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Du bist aber gerade sehr fleißig.
Bei den Grünen gebe ich Dir recht, die machen tatsächlich einen besseren Job als die anderen beiden …

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Die erste Regierung mit grüner Beteiligung hat schon vor 20 Jahren mit Hartz IV die Spaltung vorangetrieben. Die Nachfolger Habück, Baerbück & Co. setzen das nahtlos fort. In den meisten Ländern regieren die ja auch genauso mit den Schwarzen.

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Ok, Boomer.

Du bist Teil des Problems by the way.

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Hört hört

Danish FA (DBU) chairman Jesper Moller said Denmark were considering leaving Fifa and are ready for talks with Uefa’s 55 member nations, which includes England.

They are willing to discuss a blanket withdrawal from the world governing body.

The DBU delegation expressed their „anger“ at the way Fifa threatened sporting sanctions for the seven captains planning to wear the One Love armband.

Denmark will not formally support Fifa chief Gianni Infantino in his bid to be re-elected as president.

Moller said: “There are presidential elections in FIFA. There are 211 countries in FIFA and I understand that the current president has statements of support from 207 countries.

“Denmark is not among those countries. And we’re not going to be either.”

On leaving Fifa, he said: “It is not a decision that has been made now. We have been clear about this for a long time. We have been discussing it in the Nordic region since August.

“I’ve thought it again. I imagine that there may be challenges if Denmark leaves on its own. But let us see if we cannot have a dialogue on things.

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Man hätte das mit ein wenig Kommunikation einfacher haben können:

Wenn Dänemark, Deutschland, England, Wales, Schweiz, Belgien und die Niederlande gestern ihre Koffer gepackt hätten, würden FIFA und Infantino heute vor einem Trümmerhaufen stehen.

Die WM wäre bedeutungslos und der Weg frei für Reformen. Aber wozu schon Mut zeigen oder sich abstimmen?

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„Wenn man nicht mehr weiter weiss, gründet man nen Arbeitskreis“ sprach der erfahrene Beamte Horst Schmidtle kurz vor seiner Pensionierung

Würde mich nicht wundern, wenn es für solche Fälle auch einen Passus in den Knebelverträgen bzw. -bestimmungen der FIFA gäbe.
In dem Sinne „wer unser Turnier irgendwie beschädigt, dem verbleibt aus sozialen Gründen danach vielleicht noch seine Unterhose“? :thinking:

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Einfach machen - dann muss die FIFA einen Schauprozess gegen 7 europäische Verbände führen. Da kann sie nur verlieren.

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Ich denke eher, die FIFA macht das, worin sie sich auskennt:
Sie wird einzeln die Verbände bestechen, bis sie umfallen.
Bei der OneLove-Binde waren es doch auch ursprünglich noch mehr Teams, dann hat u.a. Frankreich den Rückzieher gemacht. Andere - wie die Südamerikaner und Ostasiaten - waren ja von vornherein gar nicht dabei, oder?

Deshalb muss man eben vorher oder hinterher austreten, garnicht erst die Qualifikation spielen etc.

Es ist eben absurd zu glauben, es während des Turniers zu machen, nachdem man sich qualifiziert und mit den Spielern hingefahren ist.

Man hat es vorher verpasst. Man kann aber ab Januar sofort daran arbeiten, Infantino und die FIFA zu boykottieren

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Das habe ich auch nicht geschrieben. Wobei auch Habeck seinen Bückling bei den Saudis machen musste.

Gerade einen „goldenen Satz“ in der FAZ gelesen. Der sagt mehr als alles, was in den letzten 3 tagen diskutiert und geposted wurde:

Die Fußballer sollen sich Despoten verweigern, vor denen Politik und Wirtschaft katzbuckeln.

Der ganze Artikel ist leider hinter der Paywall.
Hier noch der Schluss: „One love“ ist nicht überall von gleicher Wichtigkeit, „One Gas“ schon eher. Niemand muss sich alles bieten lassen. Aber wer nur noch als bigott wahrgenommen wird, dient nicht den Menschenrechten.
Quelle: Bigotte Reaktionen auf die Fußball-WM in Qatar: One Fake

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Lieber @Mehmet68, ich schätze deine üblicherweise nüchterne Kommentierung und finde mich oft mit dir einer Meinung wieder, aber dieser Beitrag von dir ist mir dann doch um einiges zu platt und populistisch.

„Covid-Krise schlecht gemanaged“ - Woran genau machst du das fest, jenseits von Bauchgefühl und Twitter-Alarmismus? Könntest du mir mal ein paar plausible Argumente oder Evidenz dafür liefern? So wie ich das sehe, hat „Deutschland“, aller haarsträubenden Fehler in Einzelfragen zum Trotz, die COVID-Pandemie summa summarum eigentlich ganz gut gemanagt. Hindsight is always 20/20. Wo hätte wer, was und wann deiner Meinung nach im Blick nach vorne substantiell anders und besser machen müssen?

„industriell in vielen Branchen abgehängt“ - So? Wo denn genau? Selbe Bitte wie gerade. Und bitte mit Evidenz.

„Energiewende verpennt“ - Dass die Energiewende in Deutschland rein technisch gesehen in den letzten 20 Jahren viel schneller hätte ablaufen können, da gebe ich dir recht. Aber Deutschland ist immer noch eine freiheitliche und individualistische Gesellschaft mit starken individuellen Grundrechten. Du magst es aus technischer Sicht beklagen - man hätte viel mehr Windräder viel schneller bauen und viel mehr Kohle- und Kernkraftwerke viel schneller abstellen können -, aber ist es nicht eher eine Stärke unserer Landes, dass hier, Stichwort NIMBY, einzelne Bürger robuste Rechte haben, für die sie wehrhaft und mit Chancen auf Erfolg eintreten und kämpfen können? Ist es nicht eine Stärke unseres Landes, dass hier politische Entscheidungen sozusagen den „Bürgertest“ bestehen müssen und nicht einfach von oben herab verordnet werden können, weil jemand meint, das letzte Wissen entdeckt zu haben? Ist es nicht eine Stärke unseres Landes, dass komplexe Fragen wie die nach der Energieerzeugung in einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens unter Berücksichtigung möglichst vieler Interessen getroffen werden, statt etwa wie in China einfach per zentraler Anordnung umgesetzt?

„Spaltung der Gesellschaft seit 20 Jahren zugelassen und gefördert.“ Wärst du bereit, mir auch dies näher zu erläutern? Was genau meinst du?

„… die im eigenen Land gar nichts auf die Kette bekommen…“ (gemeint sind wohl die deutschen Politiker). Siehst du das so? Woran machst du das fest? Ist das Leben in Deutschland en gros in den letzten 20 Jahren wirklich schlechter geworden? Haben Kinder heute weniger Chancen? Sind wir als Volk ärmer geworden? Haben wir größere Volksaufstände erlebt? Also ich für meinen Teil fühle mich eigentlich ganz gut regiert. Visionslos, ja, anspruchslos auch, inspirationslos erst recht, technokratisch, bürokratisch, überreguliert und gänzlich ohne Begeisterung zu entfachen - all das.

Aber gemessen an dem, was man erwarten darf von der Regierung einer freien und individualistischen Gesellschaft, in der jeder Einzelne seine ganz persönlichen und oft zu denen der anderen völlig inkompatiblen Bedürfnisse äußern können und erfüllt sehen möchte, fühle ich mich wirklich ordentlich regiert. Unter dem Strich läuft bei uns doch eigentlich alles erstaunlich friktionslos und ohne größere Systemabstürze ab. Es gibt nicht so wahnsinnig viele andere Staaten auf dieser Welt, in denen ich mir eher vorstellen könnte, mein Leben zu verbringen, kannst du?

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Guten Morgen Alex,

danke für Deine kritischen Einlassungen zu meinem Kommentar! Mag sein, dass er etwas zu polemisch war, nachdem mich die medial aufbereiteten Wellen der Empörung rund um die „Binden-Thematik“ zusehends irritiert haben.

Dennoch gerne ein paar inhaltliche Konkretisierungen, die Du ja angefragt hattest:

  1. Covid-Krise schlecht gemanaged: Die getroffenen Maßnahmen waren unverhältnismäßig. Man hätte sich deutlich früher darauf konzentrieren können, vor allem die Risikogruppen zu schützen, anstatt zweimal einen kompletten Lockdown auszurufen. So mussten Menschen und ganze Branchen (Handel, Gastro…) leiden.
    Hier ein aktuelles Beispiel: "Die Bürger eingesperrt": Kritik an Söder nach Corona-Urteil | BR24

  2. In einigen Industrien abgehängt: Haushalts- und Unterhaltungselektronik wird kaum noch hierzulande produziert. Die Grundigs, Siemens, ITT Schaub-Lorenz, Metz etc. spielen keine oder nur noch marginale Rollen. Die legendäre deutsche „Apotheke der Welt“ kämpft mit massiven Qualitäts- und Lieferproblemen, weil - Überraschung! - die Billigproduktion von Arzneimitteln in Indien nicht so recht funktioniert. In Robotik und Maschinenbau haben wir Platz 1 schon verloren. Kuka, KrausMaffei und einige mehr sind chinesisch geführt. In der Autoindustrie kann genau das passieren, wenn weiter so langsam an Alternativen zum Verbrenner gearbeitet wird. Erst jetzt beginnt man zu verstehen, welcher Abfluss an Technik und Knowhow hier in den letzten 30 Jahren stattgefunden hat. Ich selbst arbeite mit vielen Industriekunden und bin daher ggf. etwas vorbelastet.

  3. Spaltung der Gesellschaft: Dass die Konzentration von Gütern, Immobilien und Kapital auf immer geringere % in Deutschland in den letzten 20-30 Jahren drastisch zugenommen hat, hast Du sicherlich selbst schon gelesen.
    Hier nur eine Quelle. Wie sind die Vermögen in Deutschland verteilt? - Hans-Böckler-Stiftung.

Insgesamt sollte das aber gar keine Fundamentalkritik sein. Du hast recht: Es geht uns noch immer sehr gut. Auch ich lebe gerne hier und möchte ganz sicher keine andere Regierungsform.

Was mich - entschuldige bitte - auf die Palme bringt ist, dass Politik und Wirtschaft Saudi-Arabien, Katar, China und Russland seit 30 Jahren hofieren. Zwar mit einem entschuldigenden Achselzucken, aber eben doch. Habeck musste ja auch schon bei den Saudis um höhere Lieferungen bitten.
In diese Abhängigkeiten hat man sich sehenden Auges hinein manövriert und die o. a. Entwicklungen mit toleriert.

Und jetzt wird von 20- bis 30jährigen Jungs gefordert, den Widerstand und Mut aufzubringen, den sonst 30 Jahre lang Niemand hatte. Da wird es für mich scheinheilig.

Ich hoffe, meine Gedankengänge sind nun klarer dargelegt und nachvollziehbarer. Populismus ist - wie du ganz richtig beobachtet hast - sonst nicht mein Ding.

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Zum Thema Kinder:
Es ist auf jeden Fall erschreckend, wie wir sehenden Auges unser Bildungssystem an die Wand fahren. Das Niveau wird immer schlechter (durch Vergleichsstudien bewiesen), der Zustand der Schulen ist in manchen Bundesländern marode, es gibt viel zu wenige Lehrer, so dass tausende Quereinsteiger die Schüler unterrichten müssen. Das sind alles überprüfbare Fakten. Erwiesen ist auch, dass sich das zwangsläufig auf die Wirtschaftskraft eines Landes auswirken muss.

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Du hast sicher genug Empathie, um zu erkennen, dass wir uns gestern in einer affektiven Disbalance befunden haben : - )
Abgesehen von der Covid-Krise hat er jedoch recht. Aus dem Stegreif kann ich jetzt keine Fakten nennen, aber ich hoffe, sie die nächste Zeit nachliefern zu können.
Aber wie gesagt - gestern war ein besonderer Tag … und ich wiederhole an dieser Stelle meine These, wonach unsere Mannschaft weder mental noch spielerisch Weltklasse ist. Ich gehe noch weiter: wir werden es auch in nächster Zukunft nicht mehr sein – vielleicht überhaupt nich mehr: Demographie, veränderte Freizeitgestaltung und die Mentalität der nächsten Generation(en) führe ich als Argumente an.

Ich bin im übrigen der Meinung, das ganze Umfeld, die Instrumentalisierung der Spieler für politische Zwecke haben ihr übriges zur Leistung beigetragen. Sie sahen sich gezwungen, vor dem Spiel noch IRGENDEINE Aktion zu starten, statt sich auf das Spiel zu konzentrieren.
Die Spieler spielen die WM an einem Ort, den sie nicht gewählt haben. Trotzdem werden sie in politische Mithaftung genommen.
Ich stelle gerade fest, dass mein Affekthaushalt immer noch nicht ausbalanciert ist.

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Und hier ergänzend zum Thema Pandemiemanagement: Was unseren Kindern in der Zeit völlig evidenzlos angetan wurde war ein Verbrechen, das wir auch als Gesellschaft noch lange büßen werden müssen. Und ja, man hätte es wissen können, es gab genug von der Regierung und Medien diffamierte Experten, die immer gesagt haben, dass die Kinder keine Pamdemietreiber sind und mittlerweile gibt es sogar Lauterbach zu (weil er nicht mehr anders kann). Die Pandemie haben wir alles andere als gut gemanaged!

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Volle Zustimmung und eine kleine Ergänzung: wir managen die Pandemie immer noch nicht gut.

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