Ach was hab ich dich vermisst.
Nicht.
Nein sind sie nicht. Die sind das beste was wir in Deutschland haben - teilweise leider.
Die Leistungen von Sane sind sicherlich nicht gut genug um so eine Diskussion völlig auf die Seite zu schieben. Sane wird jedoch - solange er nicht verletzt ist - ziemlich sicher weiter Spieler der NM sein.
Die Nominierung von Flick ist ein anderes Thema - passt hier eigentlich gar nicht in den Thread. Ich muss aber sagen das ich es „lustig“ finde nach den Defensiv-Leistungen die wir gezeigt haben wieder anzufangen zu Experimentieren. Wir haben ja eigentlich nur noch knapp über 1 Jahr zur EM, da würde ich lieber anfangen Routinen einzustudieren. Mit Rüdiger und Süle vor allem, und auch Gündogan. Viel anders haben wir nicht auf „Top-Niveau“.
Das gilt ja nur für jetzt. Nach diesen beiden Spielen hat er genau das vor, was Du forderst.
Süüüß …
Dahinter gehört ein Fragezeichen. ![]()
Du hast sicherlich valide Punkte, aber bei den Gegentoren weiß ich immer nicht wovon du redest.
Flick hatte zu diesem Zeitpunkt in seiner letzten Saison 8 Gegentore mehr.
Wenn man immer nach den Entwicklungen unter Nagelsmann fragt, muss man ihm ganz klar zugute halten, dass wir eine viel bessere Balance, zwischen Offensive und Defensive haben.
So blöd das klingt, Flick ist für mich nicht die Referenz. Was das ganze Spiel-System angeht.
Das war ja im Grunde auch ein Vertikal-Halli-Galli (oder wie immer man das bezeichnen will), „bloß“ mit einem „41-Tore-Lewa“ da vorne und in der Triple Saison mit einem überragenden Thiago.
Statistisch gesehen bekommen wir unter Nagelsmann weniger Gegentore als unter Flick, ja. Bloß wenn ich mir das anschaue: 3 Gegentore gegen Gladbach, 3 gegen Augsburg, gegen Mainz 2, gestern wieder 2. Das ist einfach viel zu viel, unabhängig davon ob wir uns seit Flick verbessert haben.
Teilweise zeigt die Mannschaft auch das sie durchaus in der Lage ist auch 1:0 zu gewinnen wie in der CL mit einer „erwachsenen“ Leistung. Bloß ist das im Grunde „nur“ die Kür, das macht 20-30% der Leistungen der Saison aus, zu oft passt es einfach nicht.
Generell sollte erstmal das Ziel sein zu 0 zu spielen. Es kann sein das dies nicht in den aktuellen Fussball passt wie Bayern spielen will, aber da bin ich vielleicht Old-School. Vorne haben wir die Qualität immer Tore zu erzielen.
Das würde Nagelsmann sicher auch gerne. Das wollte Kovaç auch.
Das will aber die Mannschaft nicht. Die wollen so hoch wie möglich verteidigen.
Zieht Nagelsmann seinen Stiefel durch, verliert er die Mannschaft.
Ein echtes Dilemma für jeden Trainer.
Ballack hat es ja gestern wunderbar formuliert, diese 3er Kette mit 3 IV widerspricht der FCB DNA.
Es fehlt dann natürlich ein offensiver Spieler, den man sich versucht zu holen, indem man das ZM kannibalisiert.
Und ein weiterer Punkt, mit Verweis auf Tuchels Chelsea, wenn man es so spielt, dann müssen die wingbacks auch gut verteidigen können.
Erstaunlich dass Nagelsmann immer noch behauptet und öffentlich äußert, dass Mannesmut mehr Stabilität und Balance hätte!
Ich würde vor allem von Kimmich/Goretzka schon erwarten das man irgendwie klug genug ist gewisse Sachen zu sehen, auch das man zuviel Gegentore kassiert.
So wird das auf jeden Fall nicht weiter funktionieren, wenn wir in 80% der Spiele für mindestens 2 Gegentore gut sind.
Auftritte wie gegen Gladbach, auch gegen Augsburg mit 3 Gegentoren, gestern gegen Leverkusen kann ja keiner Spaß dran haben von denen. Da würde ich tatsächlich erwarten das Nagelsmann mit Kimmich und Goretzka eine Linie findet die hilft hinten sicher zu stehen.
MMn. ist der Kader fast über jeden Zweifel erhaben. Lediglich in der Spitze ist die individuelle Klasse und da meine ich besonders die Zentrale, nicht auf dem mMn. benötigten Niveau. Wie sich gezeigt hat brauchen wir auch im Sturm einen präsenten Wandspieler, von dem wir aber nur einen haben, der es zwar überraschend überragend macht, der aber nur der Back up (von wem eigentlich seit Lewandowski weg ist?) sein sollte.
Dazu kommt unser Laptopfußball. Je nach Form der zur Verfügung stehenden Spieler bedient sich der Trainer einer Art Baukasten, aus dem er die seiner Meinung nach benötigten Teile zieht um auf die Stärken des Gegners zu reagieren. Es scheint nicht vorgesehen zu sein Dominanz aufgrund der eigenen Stärke auszuüben, sondern durch das reagieren auf die Stärken des Gegners. Eigene spielerisch taktische Überlegenheit ist nicht vorgesehen, sondern ergibt sich nur zufällig wenns halt besonders gut läuft.
Für mich liegt unsere fehlende Konstanz in der Kombination dieser zwei Punkte.
Aber eben auch 6 Punkte mehr.
Witzigerweise hat Leverkusen zwar zwei Tore geschossen, aber gar keine richtigen Chancen gehabt. Die Elfmeter waren irgendwie dumm gelaufen (der erste) und unglaublich schlecht verteidigt (der zweite). Aber sonst stand die Verteidigung gar nicht so schlecht. Was natürlich nichts hilft, wenn du dann trotzdem zwei solche Böcke schießt und vorne nix zustande bekommst.
Gestern würde ich rausnehmen. Kein Tor aus dem laufenden Spiel und einer wirklich guten Leverkusener Mannschaft, keine wirkliche Großchance ermöglicht.
Kimmich/Goretzka:
Ich würde es von Kimmich erwarten. Er ist der verlängerte Arm des Trainers.
Vielleicht die falsche Wahl.
Das ist bloß irgendwie ein Muster das wir seit 1-2 Jahren haben.
Wenn wir was zu lassen hinten klingelts gleich. Gut, gestern waren es Elfmeter. Haben wir uns aber auch nicht klug angestellt.
das ist jetzt sehr vorsichtig formuliert!
Die Grätsche war grotesk.
Dass die Punkteausbeute besser sein könnte, ist doch unbestritten.
Ändert ja nichts daran, dass Nagelsmann die Vorgabe bekommen hat, die Defensive zu stabilisieren.
Das ist ihm gelungen. Der Rest wird sich finden.
Geduld ist eine Tugend. ![]()
Eines vorab: die Niederlage ist absolut verdient. Zu uninspiriert, unkonzentriert, saftlos und dumm war der Auftritt gestern Abend. Allein was sind die Gründe dafür? Das bleibt wohl fraglich.
Dennoch komme ich nicht umhin zum Trainer umzuschwenken. Ich habe mittlerweile absolut kein Verständnis mehr für diese in meinen Augen vogelwilde Wechselei. Zumal es gestern so wirkte als wäre er persönlich sauer auf die Protagonisten. Die 3fach Auswechslung zur Pause war eine Demontage des Trios. Ich glaube nicht dass das noch lange geräuschlos hingenommen wird, von welcher Seite auch immer.
Nagelsmann kommt mir immer mehr vor wie ein trotziges Kind. Das hat er bisher zwar nur auf PKs und an den Schiedsrichtern demonstriert nun scheint er es auch auf die eigenen Spieler auszulassen.
Was auch immer ihn zu diesen Wechseln getrieben hat, Fakt bleibt dass es bei einer 1:0 Pausenführung (mal wieder) vollkommen unnötig Unsicherheit reinbringt. Vermutlich haben sich sowohl ausgewechselte als auch eingewechselte Spieler gefragt was das eigentlich soll.
Was dazu kommt: Außer Upa, Kimmich und mittlerweile de Ligt schafft er es nicht endlich einmal eine feste Achse zu installieren, um die herum dann auch mal rotiert werden kann. Im Grunde sind nur die 3 gesetzt alles andere wird nach was auch immer ausgerichtet. Das klappt mal mehr, mal weniger. Zugegeben, gegen Paris hat es funktioniert. Oft in dieser Saison, und das meist gegen durchschnittliche bis schwache Gegner nicht.
Für mich heißt das Folgendes: In Spielen bei denen die Mannschaft selbst genau weiß was die Stunde geschlagen hat funktionieren Spieler und Matchplan relativ gut. In Wald- und Wiesenkicks an regnerischen Sonntagnachmittag funktioniert nichts von beiden. Er schafft es einfach nicht den Spielern die nötigen Reize zu geben. Machen wir uns nichts vor: die meisten Spieler brauchen das (wohl) auch wenn es anders sein sollte.
Wenn die Spieler alle Roboter wären würde vermutlich auch ein Nagelsmann perfekt funktionieren da er auf Werte, Statistiken, Taktiken und Leistungsdaten festgelegt ist. Den Faktor Mensch kann oder will er anscheinend nicht einbeziehen. Kein Hitzfeld würde so handeln und auch kein Heynckes oder Flick. Auch kein Ancelotti. So kann man das vielleicht bei Retorten-Klubs wie Hoffenheim oder Leipzig handhaben wo fast jeder aus einem Fußballinternat schon von klein auf auf Linie gebracht wird. Bei einem europäischen Spitzenteam wird das so vermutlich nicht funktionieren…
Dazu kommt unser Laptopfußball. Je nach Form der zur Verfügung stehenden Spieler bedient sich der Trainer einer Art Baukasten, aus dem er die seiner Meinung nach benötigten Teile zieht um auf die Stärken des Gegners zu reagieren. Es scheint nicht vorgesehen zu sein Dominanz aufgrund der eigenen Stärke auszuüben, sondern durch das reagieren auf die Stärken des Gegners. Eigene spielerisch taktische Überlegenheit ist nicht vorgesehen, sondern ergibt sich nur zufällig wenns halt besonders gut läuft.<
Das ist genau der Punkt den ich auch sehe. Man „ergötzt“ sich zu sehr an taktischen Feinheiten, Matchplänen, will den Gegner auf jeder Ebene auscoachen ohne auf andere Faktoren Wert zu legen. Ein Spieler funktioniert nicht wie vorgesehen? Raus! Ein Spieler weicht von der taktischen Marschroute ab? Raus! Die klassische Hierarchie in der Mannschaft scheint nicht gewünscht, es geht nur drum dass der Spieler in einem Ensemble funktioniert. Kann man so machen, halt nicht beim FCB.
Das hat ein gewissser Herr Guardiola genauso gemacht.
Und wenn Nagelsmann zur Pause nicht gewechselt hätte, wäre jetzt hier als Kritik zu lesen, dass er kein In-Game-Coaching kann und zu spät wechselt …
Na ja. Flick hatte auch mal drei Wechsel in der Halbzeitpause.
Man muss jetzt nicht so tun, als würde Nagelsmann Dinge machen, die es bei unserem Verein noch nie gegeben hat.
Und ob Heynckes, Hitzfeld und Ancelotti nicht auch mal so gehandelt hätten, wenn sie 5x hätten wechseln dürfen, ist spekulativ.