Transparenzbericht Q2: Es geht darum, ob Miasanrot in der aktuellen Form weiterbestehen kann

alles was du sagst unterschreibe ich zu 100%. Inhaltich und auch in der Tiefe würde ich in keinster Weise etwas ändern. Wenn es jedoch zeitlich nicht mehr geht, ev. nur die quantität der veröffentlichten artikel reduzieren - aber wie gesagt nur meine persönliche meinung. zusätzlich ist mir noch eingefallen, dass ihr eine podcastfolge hattet, in welcher georg mögliche wege zur umsatzsteigerung des fcb aufgezeigt hat. möglicherweise hat er auch gute ideen aufgrund seiner exptertise, wie ihr die umsätze steigern könnt. bg

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Was wohl am Gast liegen wird :wink::joy:

Die Podcasts sind inzwischen durch die Bank absolut klasse!

Erstmal ein Riesenkompliment, was hier entstanden ist. Ich habe als meist stiller Mitleser des Forums MSR auch ins Herz geschlossen. Habe damals viel im Breitnigge Blog mitgelesen und fühle mich hier ähnlich wohl als FCB Fan und bin eigentlich täglich hier am Lesen.

Ich habe ein wenig überlegt, wie man evtl. zusätzliche Einnahmen generieren könnte. Was mir aufgefallen ist: Das Forum ist nicht monetarisiert. Wenn ich von mir ausgehe, verbringe ich 90% im Forum und gelegentlich lese ich in Artikel rein. Was spricht dagegen, Ads im Forum zu schalten? Ggf. könnte man es für Patreons oder Subscriber werbefrei machen und noch einen separaten Forenbereich mit Behind the Scenes oder Sneak Previews auf Artikel / Features anbieten. Nur als grobe Idee. Hab mich jedenfalls gewundert, warum das Forum so gar nicht monetarisiert wird. Oder übersehe ich was? Ich würde es angesichts der Situation jedenfalls nicht verteufeln, wenn man auch im Forum etwas versucht, um MSR profitabel / kostendeckend aufzustellen. Entsprechende Plugins sollte es ja bei Discourse geben.

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Ist auf jeden Fall Teil meiner Überlegungen gewesen in der Vergangenheit und ist es immer noch. Ist mit der Plattform Discourse aber gar nicht so extrem einfach, gerade wenn man nicht irgendwas machen will.

Und wie gesagt: Beim Thema Werbung muss ich vorsichtig sein, was das Thema Gewerbe anbelangt.

Wieviele monetisierte Foren kennst du (von Werbung mal abgesehen)?
Was ich aber kenne von Foren ist ein Spendenzähler auf der Hauptseite. Sowas wie aktuelle Einnahmen in einem Balken der sich zum monatlichen Ziel von X € einfach füllt. Das veranschaulicht dem User wie die finanzielle Lage ist und der ein oder andere entscheidet sich gegen Ende des Monats vielleicht noch ein paar Euro zu überweisen.
Ob das mit der Forensoftware funktioniert weiß ich natürlich nicht :man_shrugging: die ist ja, wie mir scheint nicht wirklich leicht zu individualisieren

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Warum nicht Prioritäten setzen? Ihr seht ja anhand der Klickzahlen, welche Inhalte für die Leser am interessantesten sind. Wenn die Spenden in den letzten 5 oder 6 Wochen zurückgegangen sind, vielleicht einfach weil die Saison der ersten Mannschaft beendet ist. Ich persönlich interessiere mich fast ausschließlich dafür, vielleicht noch für Entwicklungen im Nachwuchsbereich. Berichte über die WM und die Bayern-Frauen brauche ich persönlich nicht. Ich bin mir nicht sicher was ihr auf YouTube macht, die Janalysen zu Brown und Saibari fand ich solala. Wie wäre es mit ausführlicheren Analysen zur Spielweise/scouting reports zu den Spielern?

Nur meine zwei Cents…

Naja, Frauenfußball ist schon ein wachsender Markt. Den würde ich nicht vernachlässigen.

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Erstmal danke für dein Feedback, weiß ich zu schätzen

Meinst du nicht, dass wir das schon tun? Natürlich setzen wir Prioritäten, aber die sind etwas komplexer, als man sich das von außen vielleicht vorstellen kann. Lass mich da Schritt für Schritt durchgehen.

Klickzahlen sind immer eine schöne oder blöde Sache. Sie beeinflussen, ob man will oder nicht, die Denkweise enorm. Viele Klicks fühlen sich an wie ein Dopaminstoß. Cool! Wir sind wer! Wir bekommen Klicks! Wenig Klicks fühlen sich an wie fehlende Wertschätzung. Oft ist es aber wie mit den Produkten im Supermarkt. Manchmal liegen die coolsten und besten Produkte irgendwo, wo man sie nicht erwartet. Klickzahlen sind massiv abhängig davon, wo wir präsentiert werden. Und darauf haben wir nur begrenzten Einfluss, weil wir hier gegen eine Armee von Profis ankämpfen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als die Seiten zu optimieren für Google und Co.

Oder, um es anfassbarer zu beschreiben: Wenn ich einen Artikel darüber schreibe, dass die portugiesische Lokalzeitung “O jornal Bild é uma porcaria” berichtet, dass Vincent Kompany morgen entlassen wird und ich genau weiß, dass das großer Unsinn ist, dann könnte es trotzdem sein, dass der Algo uns wegen dieser massiven Nachricht ganz weit nach oben spült und wir Klicks, Klicks, Klicks bekommen. Ist ein Extrembeispiel. Ersetze das gern mit einem anderen typischen Gerücht, das wir komplett überspitzt mit einer verdrehten Überschrift posten.

Die Klickzahlen gehen dann hoch. Aber ist das ein Zeichen für Wertschätzung und dass es den Leuten gefällt? Ich würde behaupten: Nein, eher nicht. Im Gegenteil werden viele uns fragen, ob das unser Verständnis von Journalismus ist. Zu Recht. Und dann geht ein Artikel, der inhaltlich etwas in die Tiefe geht, einen Sachverhalt gut einordnet und den du vielleicht qualitativ schätzt, komplett unter, weil Google sagt: Ne, wir bevorzugen anderes Zeug. Das ist dann Pech. Manchmal funktionieren Dinge, die am nächsten Tag nicht mehr funktionieren und manchmal funktionieren ausgerechnet die Dinge, bei denen man das nicht zwingend braucht. Jüngst ging eine Podcastfolge durch die Decke bei Google. Die Leute haben geklickt wie verrückt und anhand der nur kaum gestiegenen Hörer*innenzahlen und der kurzen Verweildauer konnte ich feststellen, dass die Leute eher enttäuscht von ihrem Klick waren. Sie hatten keine Podcastfolge erwartet.

Das allein ist also schon kompliziert. Wenn ich jetzt die Prioritäten so setzen würde, dass ich nur noch das produziere, was Klicks bringt, bin ich irgendwann nur noch ein Abklatsch der Seiten, die es schon gibt. fcbinside und Co. – das ist aber nicht das, was ich mit meinem Leben anfangen will.

Und deshalb priorisieren wir auch anders. Wir priorisieren nach mehreren Faktoren.

  • Halten wir als Redaktion ein Thema für relevant?
  • Ist das Thema seriös und gibt es einen guten Grund, das Thema aufzunehmen oder handelt es sich hier um wilde Spekulationen, die im Zweifelsfall am Abend schon wieder irrelevant sind?
  • Können wir zu diesem Thema eigene Expertise beisteuern und so einen Mehrwert schaffen?
  • Passt das Thema zu uns und unserem inhaltlichen Konzept?
  • Haben wir Spaß und Freude daran, dieses Thema zu bearbeiten?
  • Sehen wir grundsätzlich ein potenzielles Interesse in unserer Community dafür?
  • Haben wir schon mal Feedback für ein Format in irgendeiner Form erhalten? Oder sehen wir generell einen Grund dafür, das so umzusetzen?
  • Wie viel Zeit steht gerade zur Verfügung, um dieses Thema zu bearbeiten – eher für eine ganz kurze News, eine kleine Einordnung oder können wir das Thema groß bearbeiten?
  • … und noch einiges mehr

Wie ich an anderer Stelle bereits kundgetan habe, ging der Rückgang Anfang April los. Der April war bereits deutlich schwächer als der März. Damals war gerade die Hochphase der Bayern-Saison.

Das akzeptiere ich, aber ich finde es immer bemerkenswert, wie krass Leute unterschätzen, was der Fußball der Frauen für eine Bedeutung für uns hat. Und das nicht rein emotional oder “ideologisch”, sondern mit realer Reichweite.

  • Content zum Fußball der Frauen macht den aller größten Anteil unserer Reichweite auf Instagram aus.
  • Zwei unserer Top-3 der meistgeklickten Artikel seit Anfang April sind zu den Frauen
  • Vier der Top-9-Artikel ebenfalls – und das, obwohl in den letzten drei Monaten viel mehr Männer-Content als Frauen-Content kam
  • Wir haben eine wachsende Community und zahlreiche Unterstützungen, teils sogar sehr großzügige, loben explizit, dass wir dem Fußball der Frauen so einen Stellenwert geben
  • Wir haben hier eine Nische, weil andere Medien dieses Potenzial (glücklicherweise) komplett unterschätzen.
  • Wir können im Saisonverlauf hier exklusiven Content anbieten, weil wir im Stadion regelmäßig vor Ort sind.

Eher müsste unser Fazit lauten, noch mehr zu tun. Aber das ist zeitlich und personell aktuell nicht möglich.

Das müsstest du bitte konkretisieren. Ein wesentlicher Punkt ist, dass wir kein Bildmaterial nutzen dürfen. Zahlreiche Accounts machen das einfach, aber das heißt nicht, dass ich mir potenzielle Klagen einholen möchte.

Es lässt sich von außen, und das ist gar kein Vorwurf, ihr meint das ja alle nur nett und ich schätze das, immer relativ leicht sagen: Mach dies, mach jenes, weil ich sehe das so. De facto haben wir aber eine sehr heterogene Community von Menschen, die etwas “traditioneller” in ihrem Verhalten sind bis hin zu Leuten, die es vermutlich feiern würden, wenn wir jetzt nur noch einminütige TikToks produzieren und alles darauf ausrichten.

Ich halte unseren Content in der Breite für sehr vielfältig. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich höchstpersönlich dafür sorgen, dass es noch viel mehr gibt.

Aber nehmen wir mal folgende Bandbreite:

  • Eine News
  • Eine erste Einordnung zur News
  • Ein kurzer TikTok-artiger Beitrag für Videoplattformen zur News
  • Ein Kommentar zur News
  • Eine Analyse zur News
  • Ein Weiterdreh der News hin zu einem Thema, das sich daraus ergibt
  • Ein Podcast dazu
  • Ein ausführlicherer Videobeitrag dazu
  • Social-Media-Beiträge dazu
  • Zwei, drei SEO-Artikel dazu, die die Leute häufig googeln werden
  • Vielleicht sogar noch ein Interview mit Expert*in
  • Und zeitgleich noch zig andere Themen, die gerade aktuell sind

Eine professionelle Redaktion hat hier 5-10 Mitarbeiter*innen, die sich diesen Themen widmen und das innerhalb weniger Stunden abfrühstücken. Ich hingegen bin in einer Person:

  • Autor
  • Podcaster
  • Techniker für Ton und Video
  • Produzent für Audio und Video
  • Grafikdesigner
  • Social-Media-Manager
  • SEO-Verantwortlicher
  • Rechtlich Verantwortlicher
  • Contentmanager bzw. Organisator mit Leuten, die keine festen Arbeitszeiten haben, sondern entweder spontan können oder eben nicht.
  • Verantwortlich für die strategische Ausrichtung
  • Verantwortlich dafür, Themen zu finden und zu bearbeiten oder zu delegieren (falls möglich, siehe oben)
  • Verantwortlich dafür, mögliche Bugs und Probleme zu beheben
  • Community Manager
  • Buchhalter
  • ….

Alles nur auf meinen Schultern. Bevor jetzt wieder der eine oder andere um die Ecke kommt und mir vorwirft, ich würde mich beschweren. Nein, ich beschwere mich nicht. Ich liebe es und ich lerne täglich in all diesen Bereichen dazu. Aber de facto bin ich a) in vielen dieser Bereiche nicht ausgebildet und muss es mir selbst anlernen und b) manchmal halt einfach überfordert.

Und da sind wir dann wieder bei der Priosetzung. Welches Thema gehe ich mit welchem Zeitbudget wie an? Das ist jedes Mal aufs Neue eine schwere Entscheidung. Normalerweise produzieren Medien zu einem Thema 3-6 Sachen und eine davon wird schon “funktionieren”. Ich muss immer auf das eine richtige Pferd setzen und habe das Pech, dass sich von Rennen zu Rennen die Pferde verändern, sodass null vorhersehbar ist, wer nun gewinnt.

Das macht es alles sehr komplex. Ich habe strategische Entscheidungen dieses Jahr getroffen. Aber bei aller Strategie will ich auch, dass dieser Blog für die, die dafür produzieren, eine Freude bleibt. Ich muss die Balance wahren aus strategischen Interessen und Hobbycharakter. Denn wenn ich die Leute schon nicht bezahlen kann, dann sollen sie wenigstens von zwei Dingen profitieren:

  • Meiner Erfahrung im Business und das, was ich ihnen in Sachen Journalismus weitergeben kann für ihren weiteren Weg.
  • Freude an dem, was sie hier tun. Und das geht nur, wenn ich ihnen ermögliche, kreativ zu sein, Dinge auszuprobieren und Dinge zu tun, die andere Medien nicht zulassen würden. So habe ich auch dazugelernt und mich einst weiterentwickelt und so entwickle ich mich auch heute noch weiter. Viel ist in diesem Geschäft Trial and Error, nur dass du bei “normalen” Medien wenig Trial hast.

Liebe Grüße

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Wow, was ein Megapost - so viele Detailinfos, ich finde sowas ja super spannend und sag mal wieder großes Dankeschön @justin!

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Manchmal würde ich am liebsten auf der Stelle alles hinschmeißen, wenn man sich zum Podcast verabredet um 11 Uhr und dann trotz exakt selben Vorkehrungen und Einstellungen 45 Minuten ohne technisches Tiefen-Know-How versucht, Technikprobleme zu lösen, die plötzlich vorhanden sind. Von Kabel locker, bis Kabel falsch eingesteckt, bis Internetprobleme, bis Serverprobleme bei unserer Telefoniesoftware, bis zu irgendeinem Update, bis zu sonst was kann es immer alles sein und kein Grund ist da dämlich genug, um nicht in Betracht zu kommen. Wenn man da kein Profi ist, kann das manchmal echt frustrieren.

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Ich finde du machst es viel zu kompliziert. Auch in deiner Antwort, dein Hauptaugenmerk scheint darauf zu liegen argumentativ darzulegen, dass keiner meiner Vorschläge helfen kann das Problem zu lösen. Mir ging es einfach darum ein paar mögliche Ideen zur Anregung beizutragen, ich habe keinen Anspruch darauf, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Die Klickzahlen zeigen einfach nur wie das Interesse an verschiedenen Themen ist und geben eine Möglichkeit zu priorisieren. Das ist alles. Falls du eine bessere Idee zum Priorisieren hast ist das doch prima. Eine andere Möglichkeit wäre eine Umfrage bei den Usern was sie auf der Seite lesen wollen. Wenn du aus persönlichem Interesse nicht darauf verzichten willst über die WM, Frauenfußball und was weiß ich noch alles zu berichten, dann ist das so, aber das reduziert nicht deinen Arbeitsaufwand. Was die Idee mit YouTube und ausführlicheren Spieler-Porträts betrifft, verstehe ich nicht was das mit Bildrechten zu tun hat. Man kann schon ein bisschen mehr zu dem Spieler, seiner Spielweise und wie er bei Bayern eingesetzt werden könnte sagen als das in den Janalysen der Fall ist.

Ich hab auch mal in euer WM-Video auf YouTube reingeschaut, ist für Viele mit Sicherheit einfach viel zu langwierig. 6 oder 7 Minuten Kissenwerbung und langatmige Erklärungen zur finanziellen Situation der Seite bevor es um das Thema geht. Es würde mich interessieren wieviele Leute das Video komplett angeschaut haben, bestimmt haben viele am Anfang abgeschaltet.

Es würde euch meiner Meinung nach helfen, euch bei der Erstellung der Inhalte darauf zu konzentrieren was die Leute wissen wollen oder ’müssen‘ und nicht alles zu übermitteln was ihr wisst oder alles was euch zu dem Thema einfällt. Ist nicht immer einfach für Experten oder Leute die sich sehr viel mit einem Thema beschäftigen, aber es geht.

Noch was zum Priorisieren. Priorisieren ist nicht ein Brainstorming um herauszufinden über was man alles berichten könnte so wie du es beschreibst, sondern es ist der nächste Schritt. Welche von den 10 möglichen Artikeln sind die wichtigsten drei, wenn ich nicht mehr Zeit habe als drei zu verfassen.

Die Realität ist halt leider extrem kompliziert in dem Business und wenn simple Lösungen zielführend wären kann man sicher sein, daß @justin und sein breit aufgestelltes Team schon draufgekommen wären…

Und wo sonst kriegt man auf Verbesserungsvorschläge von Kundenseite überhaupt so ein ausführliches Feedback - ich hab das noch nirgends sonst erlebt!

Nur meine zwei Cents: ich empfinde diesen Beitrag (und den später folgenden) als relativ respektlos. Warum?

Weil du scheinbar deine Prioritäten auflistest, Frauenfußball und WM interessieren dich nicht, Janalyse findest du solala (ist ja völlig in Ordnung, aber das ist ja nur deine Meinung). Dann antwortet dir Justin mit einem sehr langen Post, erklärt warum weshalb, und deine Reaktion ist dann unter anderem

Tja. Vielleicht einfach mal 10 Euro (mehr) überweisen, hilft vielleicht mehr. Wie gesagt: nur meine zwei Cents.

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Schade, dass du auf meine Argumente gar nicht eingegangen bist, sondern einfach nochmal wiederholst, was ich dir gerade widerlegt habe. So ist der Austausch etwas frustrierend für mich.

Ich mache es nicht kompliziert, sondern es ist so komplex, wie ich es darstelle. Ich weiß nicht, ob du jemals eine Seite betrieben hast, die mit all diesen Themen kämpfen muss, aber es hilft doch nichts, wenn ich dir sage, dass es komplexer ist als Klickzahlen und du dann schreibst:

Obwohl ich dir lang und ausführlich erklärt habe, warum das ein Trugschluss ist. Ich arbeite jetzt seit einigen Jahren in dieser Branche und habe da den einen oder anderen Einblick, der dir vielleicht fehlt, fair enough. Aber ich habe dir erklärt, was dahinter steht und du schreibst trotzdem exakt dasselbe wieder.

Hast du meinen Post überhaupt gelesen?

Diese Kritikpunkte finde ich fair und lasse sie auch so stehen.

Nur mit der Ergänzung, dass der Werbeslot eingekauft wurde und entsprechend auch dort gesendet wurde. Und es für uns auch keine Alternative gibt, als darauf hinzuweisen, dass wir angewiesen sind auf Support. Wenn wir das nicht tun, dann entsteht der falsche Eindruck, es gehe auch ohne. Auch das zeigten die vergangenen Jahre auf mehreren Ebenen. Machen wir Werbung für uns und weisen darauf hin, gibt es auch Support. Sind wir leiser und weniger “aufdringlich” sinken die Zahlen. Das nennt sich Evidenz und nicht Gefühl. Ist jetzt auch nicht so, dass wir in jeder Folge 6-7 Minuten für dieses Thema verwenden. Das war eine besondere Situation und die werden wir uns auch regelmäßig erlauben, weil der Podcast auch dafür ein guter Platz ist: Leuten transparent zeigen, was der Stand ist. Einmal in drei Monaten wird man sowas schon aushalten können. Und wenn nicht, gibt es ja Kapitelmarken.

Mal abgesehen davon, dass das Abschalten zu Beginn bei den allermeisten Videos Standard ist, vor allem bei langen Videos (Ich habe hier Einblicke bei anderen Medien und Creator*innen), ist unsere Quote bei der durchschnittlichen Wiedergabedauer gut. Man hat bei YouTube da einen guten Einblick, wer wo wie lange schaut. Der Graph ist bei nahezu allen Videos relativ gleichmäßig und bei einer Quote, die im Vergleich gut ist. Ich sehe hier rein statistisch keinen großen Handlungsbedarf, wenngleich man immer inhaltlich optimieren kann und ich mich mit der Kritik daher auch dauerhaft auseinandersetze.

Und genau das tun wir und wägen wir ab und da wir unter anderem hier im ständigen Austausch mit der Community stehen, aber auch auf Instagram oder anderen Netzwerken und per Mail, kann ich dir bestätigen, dass es auch eine große Wertschätzung für das gibt, was wir tun und wie wir es tun. “Darauf zu konzentrieren, was die Leute wissen wollen” ist relativ schnell geschieben. De facto gehst du hier aber von dir selbst aus und vermutlich gibt es hier 30 User*innen, die etwas ganz anderes wollen und sicher auch ein paar, die genau dasselbe wollen. Wir haben schon oft Umfragen gemacht und wissen, wie unsere Community aufgebaut ist. Deshalb kannst du mir ruhig glauben, wenn ich dir sage: Es ist eine sehr heterogene Community, für die es kein Allgemeinrezept gibt. Von zehn Artikeln gefallen dir vielleicht ein bis zwei, anderen wiederum sechs bis sieben, die dann die zwei doof finden, die du gut findest. Deshalb achten wir auch auf Breite in unserem Angebot.

Auch hier muss ich dir die Frage stellen, ob du meinen sehr langen Post gelesen hast.

Das ist doch exakt das, was du da schreibst. Du kannst davon ausgehen, dass ich und wir uns da sehr viele Gedanken machen, welcher Content mit unserem Zeitbudget sinnvoll ist und welcher nicht.

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Genau das meine ich. Du schreibst ein halbes Buch um ein paar Vorschläge zu ’widerlegen‘. Da gibt es nichts zu widerlegen, man sucht sich das Positive für sich raus oder man lässt es eben, weil man selber bessere Ideen hat. Du willst und kannst nicht priorisieren, du willst alles so weitermachen wie bisher, willst aber besser davon leben. Ist ja ok, aber dann überlege was dir mehr Geld bringt. Und da scheint das bisherige Modell ja nicht zu funktionieren wie du in deinem Artikel dargelegt hast. Du reagierst viel zu verbissen und vermittelst den Eindruck unbedingt Recht haben zu wollen, das scheint mir Teil des Problems zu sein.

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Ok, dafür ist mir die Zeit zu schade. Schade, dass ich mir die Mühe gemacht habe, dir so ausführlich zu antworten, wenn deine Erkenntnis ohnehin nur die ist, dass du hier super Vorschläge gemacht hast und ich die eh nur ignoriere, weil ich einfach so weitermachen will. Wo Fakten keine Rolle mehr spielen und einfach ignoriert werden, investiere ich die Zeit lieber anders.

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Ich habe Vorschläge gemacht, die in anderen Bereichen funktionieren. Es kommt oft vor dass sich Experten in Firmen mit der Kommunikation schwertun weil sie nicht einschätzen können was Kollegen aus anderen Fachbereichen wissen müssen und was unerheblich ist. Aber da fehlt es bei dir an elementaren Grundlage, schau einfach mal nach was Priorisieren ist.

Wieder jemand der es (sachlich) versucht aber krachend scheitern wird. Es ist hier nicht erwünscht leider!

Ich lese hier auch viel „Das ist alles super was ich mache. Aber komischerweise hat es keinen Erfolg“ „wenn ich mehr Werbeeinnahmen generiere muss ich ein Gewerbe anmelden“ No shit Sherlock?!

Also ja ich gebe dir recht. Es ist viel mimimi aber wenn Vorschläge kommen heißt es: weiß ich alles schon, hilft mir nicht, ist zuviel Arbeit, kann ich nicht etc

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Es erstaunt mich immer wieder, auf welche Klugscheißer man in den unendlichen Weiten der Internet-Foren trifft, die jegliche Formeln der Höflichkeit und des sozialen Umgangs nie gelernt haben.

Mögen sie einem im analogen Leben nie begegnen.

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