Schiedsrichter - Respekt, Fingerspitzengefühl & Regeln

Vielleicht zeigen sie es ja nicht, weil es eben oft genau nicht so positiv läuft, dass man es öffentlich zeigen möchte … !?

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Das fürchte ich auch, aber es wird doch wohl - hoffentlich - einen Fall geben, wo alles gut gelaufen ist?! Den könnte man doch dann beispielhaft zeigen. Es geht ja nicht darum, alle Situationen zu zeigen…

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Ein Schiedsrichter mit einem Faible für den FC Bayern. Wenn er das auch tunlichst nicht zeigen wollte.
R.I.P. Eugen

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Nicht erst seit dem 20. Spieltag mit einigen Fehlentscheidungen diskutiert Fußball-Deutschland über die Qualität der Schiedsrichterleistungen. Wie beurteilst du die Situation? https://www.kicker.de/deine-meinung-ist-gefragt-hat-deutschland-ein-schiri-problem-1191757/artikel

„punktuell konnten selbst wir es uns nicht mehr schön reden und teilweise war es dummerweise zugunsten von Bayern“ (frei zitiert :upside_down_face: )

Drunter eine Umfrage wonach 81% Deutschland ein Schiedsrichterproblem hat.

Wahrscheinlich wird als Verbesserungsaktion eine Sendung „War alles richtig“ mit Alex Feuerherz, Markus merk und Lothar Matthäus im DFB TV eingeführt :sweat_smile:

Was ich gut fände, wäre wenn man nach den Spielen jede Entscheidung endgültig beurteilt und das auch mitteilt.

Daraus ergibt sich dann eine Schiritabelle und nach der werden auch Spielzuteilungen festgelegt, so dass jedes Team den Blinden gleich exponiert ist.

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Tun sie doch „alles super, ihr Nichtschiedrichter habt einfach keine Ahnung“

Ich bin mir sicher, dass Schiedsrichter intern bewertet werden. Das Problem ist ja eher, dass es oft keine eindeutigen richtigen Entscheidungen gibt, sondern verschiedene Entscheidungen mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Herleitung bzw. Erklärung. Und sehr oft vergrößert sich die Menge der möglichen Entscheidungen, desto länger eine bestimmte Szene betrachtet wird, weil weitere neue Sachen entdeckt werden, die einen Einfluss auf die Entscheidung haben können.

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Das sollte nicht unser Problem sein. Wenn Szenen auch mit allem zur Verfuegung stehenden Material nicht bewertbar sind, kann man die Entscheidungen gleich mit der Muenze treffen.

Realitaet ist ein Kontinuum, die Bewertung binaer, aber eine Entscheidung welchem Ende des Spektrums die Realitaet naeher war, muss vom DFB verlangt werden koennen. Wenn das verneint wird, beraubt sich ueberhaupt der Versuch einer Bewertung seiner Grundlage.

Jeder Schiedsrichter muss eine Entscheidung fällen, oft in Sekundenbruchteilen. Der Schiedrichter hat dabei in erster Sicht nur seinen persönlichen Blickwinkel, der nachträglich eventuell durch den VAR korrigiert werden kann. Und ich behaupte einmal, dass jeder Schiedsrichter in der Bundesliga zumindest massiv bemüht ist um eine neutrale Bewertung des Spiels. Dass dabei Fehler passieren, ist nur menschlich - und ist ein schlicht zu akzeptierender Teil des Sports. Dass die Konsequenz im low-scoring-Sport Fussball recht dramatisch sein kann, unbestritten. Aber auch die Münzwurfsituationen (wie du es nennst), müssen entschieden werden.

Mir persönlich fehlt generell der Respekt vor Scheidsrichterentscheidungen im Fussball, sowohl was die Spieler als auch die Zuschauer angeht. Das sieht bei anderen Sportarten ganz anders aus. Und hat im Fussball eine sehr ungesunde (wie ich finde) Entwicklung genommen.

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Dem kann man zustimmen, aber nur bis zu dem Punkt, wo sie sich dann eben weigern, rauszugehen, sich die Szene noch einmal anzuschauen. Das ist dann wirklich nicht mehr nachvollziehbar.

Weiter gefasst ist der Fehler im System, dass der Feldschiedsrichter immer noch die Letztentscheidung trifft, obwohl er im Zweifelsfall derjenige mit den allerwenigsten Informationen ist.

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Mit solchen offensichtlichen und nicht nachvollziehbaren Fehlentscheidungen wie zuletzt zerstören sie aber die Basis für Respekt selber.

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Ich versuche es noch einmal mit anderen Worten zu formulieren: die Basis für Respekt muss gar nicht auf fehlerfreien Entscheidungen basieren (denn diese gibt es wohl selten). Es ist ein zwischenmenschlicher Respekt, der toleriert, dass auch Schiedsrichter nur Menschen sind und sehr wohl Fehler machen können und auch immer wieder machen werden. Diese Fehler sportlich hinnehmen zu können (obwohl sie große Auswirkungen haben können, keine Frage!) ist der Respekt, den ich meinte.

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Sehe ich ganz genau so. Bei dem schnellen Fussball, der aktuellen Regelauslegung, Millionen Zuschauern am TV usw. Würde ich nicht gerne Tauschen wollen. Auch wenn ich es zuhause auf der Couch immer besser weiß wie die Schieris und viele Situationen oft anders bewerten würde. :face_savoring_food:
Manchmal allerdings habe ich das Gefühl es wird nach Situationen gesucht im Vorfeld um die schwierigen Entscheidung zu umgehen.
30 Sekunden vorher möglicherweise abseits. 1 Minute vorher möglicherweise ein Faul/Handspiel. Dann sind es gefühlt immer millimeter Entscheidungen und um den eigentlichen Pfiff geht es nicht mehr. Die schwierige Entscheidung wurde dem Schieri damit abgenommen. Als aktuelles Beispiel: Köln-Leipzig. Für mich klares Handspiel ,nach sehr langer Überprüfung wurde am ende auf Abseits gepfiffen.
Ist nur eine Beobachtung der letzten Monate. Kann natürlich auch falsch und übertrieben sein. :slight_smile:

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Ich versuche es auch nochmal.
Wenn der Schiedsrichter am Feld einen Elfmeter pfeift, weil er was gesehen hat was nicht da war. Okay, kann passieren.
Dann sitzen in Köln im Keller mehrere Leute vor einem 100 Zoll UHD-Bildschirm und sehen das da nichts war, korrigieren den Schiedsrichter aber nicht.
Das geht auf Kosten des Respekts.

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Das war keine schwierige Entscheidung. Das war sehr klares Hand. Hat ja Willenborg sogar bei der Durchsage gesagt, dass er auf Elfmeter entschieden hätte. Und auch Baumgartner selbst hats im Nachhinein für strafbar gehalten. Viel kniffliger war die Frage, ob das tatsächlich aktives Abseits war.

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Jeder der mal selbst aktiv gepfiffen hat weiß wie schwierig das ganze ist ab einer gewissen Geschwindigkeit. Manche Situationen gehen so schnell das eine korrekte Beurteilung fast unmöglich ist. Aber fußball und seine Schiedsrichter ist eine Geschichte für sich. Man kann sich jede andere Sportart anschauen, da ist der Respekt einfach größer.

Versuch mal im Handball oder im Basketball den Schiri so anzugehen wie es im Fußball der Fall ist. Da fliegst du schneller vom Platz als du schauen kannst und kassierst dazu noch eine fette Sperre inklusive Strafe.

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Das liegt aber auch daran, dass Dinge zu selten gepfiffen werden. Wenn man bestehende Regeln richtig durchsetzen würde, dann würde es auch weniger Beschwerden geben.

DIe Kapitänsregel, zum Beispiel, wird kaum angewendet, oder? Wenn es da ein paar Mal gelbe Karten hagelt, wird sich da schon was am Verhalten der Spieler ändern.

Die Spieler lernen es nicht, indem man ihnen sagt, dass es jetzt neue Regeln gibt, die lernen das nur durch Taten.

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Das Problem ist das die meisten Regeln einen relativ großen Interpretationsspielraum zu lassen. Du hast es ja jetzt auch gesehen als Stieler seine Rote Karte inkl. Elfer begründet hat. Die eine Hälfte sagt das passt und die andere Hälfte sagt Elfer hätte gereicht usw.

Hier wird halt gerne an die Vernunft der Spieler apeliert. Hab leider das Schreiben von meinen Obmann nicht mehr wo drin steht das man die Spieler 2-3 vorher noch ermahnen soll bevor man dann wirklich Gelb zieht. Finde ich persönlich halt quatsch aber so wird das teilweise vorgeben.

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Beim Basketball werden pro Spiel ca. 230-240 Punkte erzielt (NBA), beim Handball fallen pro Spiel ca. 55-60 Tore (HBL).
Beim Fußball gibt es durchschnittlich 3,2 Treffer pro Spiel (Bundesliga).

Allein das erklärt meiner Meinung nach schon zu einem sehr großen Teil, warum beim Fußball so regelmäßig und emotional über einzelne Schiedsrichterentscheidungen diskutiert wird und man es nicht zwingend mit diesen Sportarten vergleichen kann.

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