Du hast sicherlich ein paar Beispiele zur Untermauerung deiner These!? Mir wäre kein Fall bekannt dass nach 25 Zeitlupen die Erkenntnis war „ach da schau her, nur geschauspielert“.
Genaugenommen habe ich in der Bundesliga zuletzt überhaupt keine größeren Schauspieleinlagen gesehen und schon gar nicht welche die auch dem VAR durchgerutscht sind.
Wenn man mal Vini Jr. als Paradebeispiel nimmt, da wird doch in jedem Spiel ein Schauspiel durch den VAR entlarvt, was in "Real"geschwindigkeit vielleicht gar nicht zu sehen war. Insofern ist der VAR in der Angelegenheit doch eher Segen als Fluch. Deswegen verstehe ich ja die Aussagen oben nicht.
Bin ja echt großer Eishockey Fan aber die Schlägereien gehören komplett verboten, wenn es nach mir ginge. Hier im Fußball regen wir uns oft drüber auf, was die Spieler doch teilweise für schlechte Vorbilder sind und beim Eishockey gibt’s entspannte zwei Minuten für beide Schläger, die sich nicht mal auf dem Eis auswirken… Weiß ich nicht.
Das Ganze ist einfach ein uraltes Relikt aus fernen Zeiten, braucht man einfach nicht.
Unglücklich, aber das waren zwei gelb-rote Karten. Schwalbe ist Schwalbe, auch wenn man dich gleich entschuldigt. Es geht dabei ja auch eher um die Intension als um das endgültige Aussehen. Und von Franke war das auch einfach ein taktisches Foul, was die gelbe Karte zur Folge hat.
Schleusener rutscht aus, der Platzverweis für Franke ist richtig. Aber das VAR Foul vom KSC vor dem Tor war lächerlich wenn Paderborn zwischenzeitlich den Ball gewinnt. Dazu noch die Elfer bei Magdeburg vs Kiel….
„Die halbautomatische Abseitstechnologie (Semi-Automated Offside Technology, SAOT) hat diese Abseitsstellung erkannt und dem VAR als sogenanntes Event gemeldet. Angezeigt wird dem VAR dann das Bild mit den Abseitslinien, zusätzlich sind die relevanten Körperpartien der betreffenden Spieler mit einem Kreuz markiert“, erklärte Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB Schiri GmbH."
Was zu den Abseitslinien.
"Diese Linien generiere die Technik, nicht der VAR. Dieser aber überprüfe anschließend „noch einmal, ob das SAOT-Ergebnis plausibel ist, sowohl hinsichtlich der Abseitslinien als auch in Bezug auf den Kickpoint“, also den Moment der Ballabgabe. „Das SAOT-System zeigt dem VAR dabei auch sowohl die drei Frames vor dem automatisch bestimmten Abspielzeitpunkt an als auch die drei Frames danach. In jedem dieser Frames sind auch die Abseitslinien eingezeichnet. Vor der Freigabe prüft also noch einmal ein Mensch, ob das technische Resultat korrekt ist.“
Interessant. Auch deine Schlussfolgerung. Ich habe beim lesen des Textes sofort gedacht: und warum dauert das immer so lang? So wie ich das lese, wird der Zeitpunkt der Ballabgabe vom System festgelegt. Auch die Linien werden eingezeichnet. gecheckt wird dann nur ob das plausibel ist. Das kann doch nicht so lang dauern.
So wie es hier dargestellt wird, bekommt der VAR die Situation zum Abspielzeitpunkt plus drei Frames vorher und nachher. Jedes mit eigener Abseitslinie. Dann müsste er also sieben individuelle Bilder bei einer Abseitsstellung anschauen und abgleichen.
Das hört sich langwierig und mühsam für mich an.
Es geht eben darum die verschiedenen Szenarien durchzuspielen und wenn dann noch erst die richtige Kameraperspektive gefunden werden muss, kann es schon etwas dauern.
Naja, aber die schreiben halt auch dass der VAR nur noch auf Plausibilität prüfen soll. Und bei automatisierten Messungen ist eine Plausibilitätsprüfung eig. nur noch ein Check, ob es da nicht einen groben Fehler gab. Und der müsste dann auch sehr schnell erkennbar sein (Linie total verzockt, Spieler nicht erkannt, Abspielmoment völlig falsch gewählt). Dass eine vollautomatisierte Messung um Millimeter oder -sekunden daneben liegt (abgesehen von der immanenten Messunschärfe), wäre schon ein sehr krasser Zufall.
Das klingt für mich dann eher nach einem Misstrauen in die Technik und der VAR macht dann halt doch mehr als er eigentlich sollte.
Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich denke, wenn die DFL einmal anhand eines Beispiels - wo alles richtig gelaufen ist - uns Fans zeigen würde (also in einer Video Dokumentation), wie genau die Entscheidungsfindung in solchen Fällen generell läuft, dann wäre die Akzeptanz für den VAR allgemein und ggf. auch für die Zeitdauer der Prüfungen im Speziellen (deutlich) größer.