Heisst das bisher hatten die Spieler auf dem Feld nur so eine ungefaehre Ahnung wie sie die letzten Angriffe zu timen haben? Koennte ja jetzt fuer mehr Dringlichkeit sorgen.
in besonders engen, dramatischen Spielen habe ich im Stadion sogar schon mehrmals selber die Stoppuhr meines Handys bemüht, um die Sekunden runterlaufen zu sehen…und mich aufzuregen, wenn er dann noch länger spielen läßt (oder, je nach Situation, mich aufzuregen, dass der die 5 Minuten, die der Ball in der 6 Minütigen Nachspielzeit nicht im Spiel war, nicht noch draufpackt).
Und ich habe mich tatsächlich schon öfter gerfragt, warum das nicht angezeigt wird.
Hier kommt Regel 1 zur Anwendung! Unter Umständen auch noch Regeln 4 - 6.
- Regel 1: Haben wir ja noch nie gemacht.
- Regel 2: Das haben wir schon immer so gemacht.
- Regel 3: Dafür sind wir nicht zuständig.
- Regel 4: Da könnte ja jeder kommen.
- Regel 5: Wo kämen wir denn da hin?
- Regel 6: Wenn das jeder machen würde …
- Regel 7: Da müssen wir erst einen Arbeitskreis bilden.
- Regel 8: Das steht so nicht in der Dienstanweisung.
- Regel 9: Das übersteigt unser Budget.
- Regel 10: Gute Idee – machen wir aber trotzdem nicht.
„Bei der U17-WM wird eine andere Form des Video-Assistenten genutzt. Mit einer „Challenge“ können Trainer eine Prüfung einfordern. Für den deutschen Fußball ist das bislang kein Thema.“
Die Challenge bei der U17-WM.
Endlich!!!
Mal schauen, wie sie das wieder falsch umsetzen ![]()
Im zweiten Spiel hat ein nordkoreanischer Spieler im 16er einen Ball geköpft und bekam vom deutschen Verteidiger zeitgleich eine saftige Kopfnuss auf den Hinterkopf verpasst und ging schreiend zu Boden.
Prompt kam die Challenge. Diese wurde abgewiesen, obwohl es wenn man „Kopf“ durch „Fuss“ ersetzt ein Elfer war. Nordkorea verstand die Welt nicht mehr und der deutsche Trainer klatschte dankbar Applaus. Die Komentatoren schwenkten von „Kontakt“ auf „wäre nicht im Sinne des Fussball gewesen“ um. So gesehen ist weiterhin alles beim alten.
„nicht im Sinne des Fußballs“ ist in etwa das gleiche Niveau wie „in so einem wichtigen Spiel pfeife ich das doch nicht“ oder „ich geb doch so nen Elfmeter nicht schon in der fünften Minute“
Aber passiert immer wieder so etwas, Siege zuletzt Aytekin letzte Woche im Topspiel.
Dank der Challange kann der der Schiedsrichter nun Gelb aufgrund des Videobeweis geben. Da kannst als mit Gelb vorbelasteter Spieler gleich duschen gehen wenn der Gegner die Superzeitlupe einsetzt.
Und du kannst, wie Burkina Faso, die Challenge als Zeitspiel- und Hektik-Mittel einsetzen… der Schiri wusste erst gar nicht, was die eigentlich challengen…
Das war schon sehr unbefriedigend. Das dürfte die längste Monitorzeit gewesen sein, die ich je erlebt habe,
Das ist doch lächerlich. Da bekommen Upa und Kimmich die obligatorische „seht her, ich bin eine Autoritätsperson und gebe auch Bayernspieler Karten“ Gelbe und ab dem Moment ballert der Gegner - der fussballerisch nichts geschissen bekommt - den Schiedsrichter mit „schau mal der winkt nach deinem Pfiff ab“ „schau mal der kickt den Ball 80cm weg“ und „schau mal das war zwar der Ball aber auch ein bisschen offene Sohle“ an den TV.
Unterschiede zwischen Fußball und Eishockey.
„Was die Arbeit der Unparteiischen im Fussball erschwert: «Der Fussball hat eine über hundert Jahre gewachsene Kultur der Schauspielerei», sagt der kanadisch-schweizerische Doppelbürger.“
„Brent Reiber weist auf einen weiteren Unterschied hin: «Im Hockey wird die Aktion beurteilt – korrekt oder nicht, und gut ist. Im Fussball auch, aber wer laut schreit, sich spektakulär wälzt, wer den Schmerz zelebriert, kann mit dieser Reaktion die Entscheidung des Schiedsrichters beeinflussen.»
Ein Hockeyspieler dagegen unterdrücke den Schmerz, stehe wortlos auf und mache weiter.“
Ich habe schon länger kein Eishockey mehr geschaut.
Zumindest im Rückblick könnte ich mich an keinen Hockeyspieler erinnern, der jemals schreiend übers Eis gekugelt wäre.
Das stimmt leider.
Das gehört auch zur sog. „Fußballkultur“ ![]()
Was vielleicht auch der außerordentlich guten Polsterung geschuldet ist ![]()
Also ich glaube nicht dass die Schauspielerei das Hauptproblem des VAR ist. Im Gegenteil, es ist eigentlich absurd das zu behaupten denn durch den VAR wird sie ja gerade entlarvt. Und den Köllner (demnächst Frankfurter) Keller tangiert auch die Lautstärke des Schmerzesschreies nicht. Ich behaupte anhand der Bilder kann man die Schmerzintensität gut einschätzen - zumindest wenn man selbst mal gekickt hat. Also für mich sind die Aussagen Quatsch.
Naja…
Entlarvt wird die klassische „Möller-Schwalbe“, das stimmt.
Aber schmerzvoll auf dem Boden wälzen, das „liegen bleiben“ usw. führt doch auch oft dazu, dass es überhaupt erst zu einer VAR-Überprüfung kommt und das Schiedsrichterteam dann ins Wanken gerät. In den 25 Zeitlupen wird dann nochmal ganz genau hingeschaut, ob es da nicht doch ein sog. „Trefferbild“ gibt. Ohne die typischen Schauspieleinlagen käme es mMn oft garnicht dazu, sondern das Spiel würde einfach weiterlaufen.
Ob die Schauspielerei im Fußball das „Hauptproblem“ des VAR ist, weiß ich nicht.
Aber großartig verbessert hat sich das seit Einführung des VAR mMn auch nicht.
Die wird es immer geben, solange Menschen entscheiden und es Zweikämpfe bzw. Entscheidungen „im Graubereich“ gibt.
Beim Eishockey gibt es „Diving“ schon auch, dafür gibt’s dann zwei Minuten und in der NHL bei mehrmaligen Vergehen auch mal Geldstrafen.
Aber grundsätzlich gibt es das beim Eishockey schon wirklich selten. Wenn da ein Spieler auf der Eisfläche liegt, dann haben die eigentlich immer wirklich was schlimmeres.
Wenn einer schauspielert, dann hat er in einer seiner nächsten Aktionen richtige Schmerzen.
Im Eishockey gibt es genügend Spieler, die so etwas auf dem kurzen Dienstweg regeln.
Allgemein wenn man sich andere Sportarten anschaut. Handball, Eishockey oder der Frauenfußball sind was solche Sachen angeht um Meilen angenehmer als der Männerfußball.
Hier gibt es Showeinlagen die teilweise einen Oscar verdient haben.