Mir ist ein Halten durchgegangen, das wurde entsprechend korrigiert", so Stieler eingangs. „Auf dem Feld schau ich natürlich dem Ball nach, wie der Torwart ihn hält. Dabei hatte ich tatsächlich selbst schon einen Halte-Verdacht. Aber auf Verdacht einen Elfmeter pfeifen, das ist in der heutigen Zeit ein bisschen schwierig.“
Dann war ich in Kontakt mit Tobias Reichel, meinem Video-Assistenten, der die Szene ausführlich überprüft hat. Er teilte mir mit, dass es ein Haltevergehen ist und dass der Dortmunder Spieler eben nur gegnerorientiert ist. Er schaut ja auch gar nicht nach dem Ball, sondern reißt seinen Gegenspieler um."
Außerdem sei nicht nur der Fakt des reinen Vergehens mit ausschlaggebend gewesen, auch der Umstand einer möglichen Torchance sei mit eingeflossen: „Es ist nicht auszuschließen, dass er (Kleindienst; Anm. d. Red.) an den Ball gekommen wäre ohne dieses Halten. Das ist auch tatsächlich so - und dann ist das eben auch ein Video-Elfmeter.“
Wo liegt der Unterschied zu Sané?
Jetzt gibt es schon so so viele Mechanismen innerhalb des VAR und trotzdem werden nahezu gleiche Situationen innerhalb einer Woche anders bewertet. Ärgerlich.
Ich hab das hier ja schon öfter geschrieben: im Fußball ist halt vieles eine Ermessensentscheidung der Schiedsrichter; wenn da einer das am Trikot-Ziehen oder den Schubser mit der Hand in den Rücken vorm Kopfball als „zu wenig für einen Elfmeter“ bewertet, dann ändert daran auch die drölfzigste Zeitlupe nichts …
Natürlich wäre es schön, wenn sich die Schiris und VARs da mal auf eine einheitliche Linie einigen könnten (und wenn es dabei keine Lex FC Bayern geben würde
), aber de facto wird man das bei so Grauzonen-Entscheidungen nie hinbekommen.
Du sagst es: Grauzonen-Entscheidungen wird es auch mit Videobeweis und Zeitlupen aus zig Perspektiven immer wieder geben und das ist auch in Sportarten der Fall, in denen der Videobeweis voll und ganz etabliert und akzeptiert ist, z.B. beim American Football. Hier gibt es zwar mehr Punkte als beim Fußball, aber auch hier gibt es enge Spiele und gerade in der Schlussphase häufiger Entscheidungen, bei denen hitzig diskutiert wird, ob der Ball wirklich gefangen wurde oder ob ein Foul vorlag.
Von daher mache ich mir da keine Illusionen, das mit VAR überall gerecht, nachvollziehbar und einigermaßen identisch entschieden wird.
Man merkt eben einfach dass die Schiedsrichter keinen Plan vom Spiel haben.
Was hindert mich mehr am Abschluss im 16er?
- Wenn der Gegner mich umklammert oder schubst (Situation Sane gegen den BVB)?
- ich ihm den Ball an den Ellenbogen statt dem Rippenbogen baller und der Ball mir jeweils zum Rebound vor die Füsse fällt (Situation Gregoritsch im Pokal)?
Und dann labern sie ernsthaft von „das war mir zuwenig“ bei der Sane Situation?!
Man sollte bei den VAR Schiris eine Mindestgrenze von 50 Spielen als Fussballer in der Oberliga voraussetzen. Diese ganzen Theoretiker die 2 Jahre in der D Jugend selbst gespielt haben und seit dem ihre Erfahrung aus dem Lehrbuch und der Präsentation der Onlineschulung haben, können (trotz guten Willen) wahrscheinlich einfach nicht die richtigen Entscheidungen treffen.
Interessanter Punkt.
Ich bin da ganz unwissend und wüsste auch nicht, woher ich die Infos schnell abrufen könnte.
Ich bin bisher ganz naiv davon ausgegangen, dass die fast alle einigermaßen selbst gekickt haben, auf einem passablen Niveau. Gegen Felix Brych hab ich selber mal gespielt, das ist schon ein ganz annehmbarer Kicker - weit von Profi-Niveau entfernt, natürlich, aber gut genug, um Profi-Fußball zu erfassen und zu verstehen als Schiri, würd ich sagen.
Hast du irgendwelche Infos/Daten, woher du deine Annahme der „Theoretiker“ stützt?
Im Sonntagsspiel Wolfsburg-Mainz fiel die kalibrierte Linie aus.
Und das beim Siegtor in der Nachspielzeit…
Nö, aber Oberliganiveau ist knackig und ich vermute, dass der geneigte Schiedsrichter dieses Niveau nicht erreicht (genau wie bei den Fussballern).
Aber nochmals: wir reden hier von den VAR Schiedsrichtern. Denke die Mischung aus Fussballern im Keller und Schiedsrichtern auf dem Platz wäre besser aks die derzeitige Lösung.
„Die halbautomatische Abseitstechnologie wird zur nächsten Bundesliga-Saison eingeführt.“
Wenn es tatsächlich schneller gehen sollte gerne umsetzen.
Schon faszinierend. Einmal eine (Fehl-) Entscheidung gegen den BVB getroffen und du hast ein lebenslanges Thema am Hals.
Da denkst du als Schiri vielleicht schon zweimal über manchen Pfiff nach.
Zumindest am Freitag sollte es mir allerdings recht sein. ![]()
Eine klarere Fehlentscheidung nach der Betrachtung der Bilder ist aber auch selten.
Aber der VAR hat ihn ja nicht zu den „Bildern“ geschickt. Ich musste bei der Szene damals gleich an das sonnenklare Foul von Adeyemi (?) gegen Frankfurt denken, der einen am 5er einschussbereiten Frankfurter einfach mit beiden Armen umstößt. Musste der Schiri auch 2 Jahre von der Eintracht ferngehalten werden? Warum wurde Nagelsmann nach seiner „weichgespült“ Aussage bestraft, Bellingham nach seiner Tirade nicht etc etc. Ich finde daher, der BVB hat schon eine „interessante“ Historie, auch wenn sie im konkreten Fall bzgl. Fehlentscheidung richtig liegen.
Kurzzusammenfassung von Schickhardts Aussagen:
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Das Sportgericht hat den Fall gründlich untersucht und das Urteil entspricht der Rechtslage, wonach ein Einspruch begründet ist, wenn eine Mannschaft durch einen Vorfall geschwächt wird.
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Zingler war nicht bei der Verhandlung anwesend und hat sich offenbar nicht ausreichend mit der Rechtslage beschäftigt; seine Aussagen, dass das Urteil ein „Skandal“ sei und die Partie hätte wiederholt werden müssen – wenn es ein Fehler des Schiedsrichters gewesen sei, das Spiel fortzusetzen, seien eher emotional.
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Der Bochumer Mannschaftsarzt stellte nach dem Kopftreffer bei Torwart Drewes Symptome wie unsicheren Gang und Schwindel fest, was die Entscheidung, ihn nicht weiterspielen zu lassen, als richtig und alternativlos erscheinen lässt. Eine spätere Untersuchung ergab eine Schädelprellung.
Und wann gibt es dann ein rechtskräftiges Urteil?
Ob das gerechtere Entscheidungen liefert, kann man anzweifeln, aber jedenfalls wird es transparenter.
As part of a trial starting from the next matchday, VAR decisions will be announced by the referees to the fans in some stadiums in the Bundesliga and 2nd Bundesliga [@kicker]
https://x.com/iMiaSanMia/status/1883589237620326428?t=IrgeNRji_G1tvFVZI4EYDg&s=19
Gerechter sicher nicht. Wie auch.
Interessant wird, wie ausführlich diese Erläuterungen sein werden.
Nicht dass sich da jemand im Eifer des Gefechts verplappert und die Apologeten im Nachhinein Schwierigkeiten mit den Rechtfertigungen bekommen. ![]()
Gibt’s beim Eishockey und Football ja schon länger. Für die Zuschauer im Stadion wird es eher nicht nachvollziehbarer, weil da ja keine Erklärung kommen wird. Es wird ja nur gesagt, was für eine Entscheidung getroffen wird, oder?
„Nach Sichtung der TV Bilder bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass es ein Elfmeter aufgrund von Handspiel war“
oder
„Nach Begutachtung der Wiederholungen bleibt die Entscheidung auf Abseits bestehen“
genau aus diesem Grund ist das doch reiner (sinnloser) Aktionismus.
Durch diese Durchsage wird noch mehr Zeit verschwendet - ob ein Tor jetzt zählt oder nicht merk ich im Stadion doch auch so, ohne dass der Schiri das noch feierlich durchsagt.
Beim Eishockey und Football macht es wahrscheinlich sogar noch mehr „Sinn“, weil es da ja unterschiedliche Zeitstrafen gibt (Eishockey) oder der Ball dann so und so viele Yards verlegt wird und der Versuch dann evtl. wiederholt wird oder nicht.
Aber gut, sie sollen es halt mal ausprobieren.
Genau das ist der Grund weshalb ich für die Durchsagen bin.
Derzeit wirkt der VAR wie ein willkürlicher Sheriff in Texas der einen einfach so anhält, weil ihm die Nase nicht gefällt und nachdem man grundlos stundenlang festgehalten wurde zusammen mit dem Staatsanwalt Fireheart das damit rechtfertigt, dass im Erstehilfekoffer im Kofferraum zu wenig Mullbinden waren.
Jetzt müssen sie sofort zum Punkt kommen, sobald das Spiel das Fenster runterkurbelt ![]()