Ich weiß nicht, ob es hier oder anderswo schon einmal vorgeschlagen wurde. Wäre es nicht eine sinnvolle Änderung, wenn der Schiedsrichter, ähnlich dem wie es die Schiedsrichter im American Football handhaben, in einem „ruhigen“ Moment und nach evtl stattgefundener Überprüfung des VARs eine Aussage über ihr Mikrofon machen für die Teams, Zuschauer im Stadion und den Zuschauern am Fernseher und sich erklären? Nachdem die Schiedsrichter plus den evtl. hinzugezogenen VAR die Situation regeltechnisch geprüft haben, äußert sich der leitende Schiedsrichter eh dazu und erklärt es zumindest den Kapitänen, wenn nicht sogar dem ganzen Rudel. Warum dann nicht gleich allen erklären, damit Transparenz bei allen schaffen und Missverständnisse aus dem Weg räumen.
Irgendwie hab ich im Kopf, dass das schon kommen soll in nächster Zeit, also halt testweise erstmal natürlich.
Der „Vorteil“ der ganzen US Sportarten ist da halt aber einfach, dass die sowieso die ganze Zeit Unterbrechungen drin haben, da fällt das alles nicht so „negativ“ auf.
Ja, wenn es so gehandhabt würde, dann wäre das wenigstens eine klare Linie; die ich dann zwar immer noch falsch fände, aber solange es konsequent angewendet wird, könnte man damit leben.
Das Problem ist, dass es die Schiedsrichter eben nicht konsequent so (oder anders) pfeifen, und ich glaube eher nicht, dass das an mangelnder Kommunikation vom jeweiligen Verband liegt, sondern dass der eine oder andere Schiedsrichter die Regelauslegung (so wie ich ) für falsch hält und seinen Ermessensspielraum, was eine „natürliche Armhaltung“ ist, ausnutzt.
Und dann kommen halt die Unterschiede heraus: die hauchzarte Berührung, die der Schiri gegen Dänemark nicht wahrgenommen hat, ruft den VAR auf den Plan und dann hat noch selten der Platzschiri sich gegen Elfmeter entschieden. Gegen Spanien hat der Platzschiri die Szene klar gesehen, spontan als „keine Absicht“ bewertet und da ihm der VAR auch nur sagen konnte, dass der Spanier ja die Hand eigentlich noch versucht wegzuziehen, konsequenterweise keinen Elfer gegeben.
Alles für sich ja sogar nachvollziehbar, aber im direkten Vergleich fast absurd, da die deutlich mehr nach Hand aussehende Szene eben nicht zum Strafstoß geführt hat.
Ja, natürlich ist zwischen den amerikanischen und europäischen Sportarten hinsichtlich dem Zeitmanagement ein erheblicher Unterschied.
Oftmals ist das Spiel eh unterbrochen, da noch auf die Auswertung des VARs gewartet wird. Warum dann nicht noch für 20 Sekunden kurz erklären wegen welcher Regel und warum so entschieden wurde. Wohl gemerkt im Anschluss an die Auswertung des VARs.
Ich glaube, dass man schon viel gewinnen würde, wenn die Folgen des Handspiels nicht so spielentscheidend wären. Aus der Flanke von Raum mit xG von 0.0001 wird ein xG von 0.79. Das passt halt einfach nicht zusammen.
Während sich die SR und die Fußballwelt angewöhnt haben, diesen Umstand beim Thema Foul im Strafraum in die Entscheidung einfließen zu lassen „Reicht nicht für einen Strafstoß“, geschieht das beim Handspiel nicht, bzw. ist es vielleicht auch nicht so einfach übertragbar.
Deshalb indirekter Freistoß am Strafraum statt Strafstoß, außer es handelt sich um ein absichtliches oder grob fahrlässiges (Torhüterhaltung des Spielers) Handspiel.
Bei der Copa America werden die Entscheidungen nach VAR Eingriff vom Schiedsrichter auch erklärt. Nur funktionieren da teilweise die Mikros nicht, dann ist das ganze sinnlos.
Ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Ein Verteidiger wie Rüdiger, van Dijk, etc. hätten die Hände hinterm Rücken gehabt, um sich nicht strafbar zu machen, und der Ball dann vermutlich im Netz. Und jetzt profitiert Cucurella von sowas wie Ermessunsspielraum bei nem Block? Dieser Ermessensspielraum gehört für mich in solchen Szenen abgeschafft. Wäre die Schiri-Ansetzung eine andere, wären wir jetzt im Halbfinale? Das kann es doch nicht sein.
Diese Saison ist geradezu verhext:
„Kids mistake“ vs Arsenal
Der Abseitspfiff vs. Real im Rückspiel vor dem „Tor“.
Der 11m vs. Dänemark (laut Regel ok).
Die Nummer am Freitag (laut Regel ok, oder halt auch nicht, je nach Schiri).
sicherlich zig Szenen, in denen Bayern glücklich bevorteilt wurde.
Ich hab es so satt. Wenn aus dieser Lachnummer was Gutes kommen soll, dann dass Schiriwesen professionalisiert wird, dass sie ihre Entscheidungen erklären müssen wie beim Football, und dass es feste Regeln wettbewerbsübergreifend gibt.
Und an die Sender: nutzt eure TV Power und erklärt die Turnierleitlinie mit Beispielszenen öffentlich und nicht in irgendnem ungelisteten YT Video oder nicht-öffentlichen Meetingräumen.
Man sollte wie in der Formel 1 den Funkverkehr zwischen dem Keller und dem Schiedsrichter über die Stadionlautsprecher und im TV publizieren. Dann schaltet sich der VAR endlich nur noch bei wirklich glasklaren Fehlentscheidungen ein.
Das ewige „Handspiel daher Elfer“, welches sich 2 Minuten zusammen phantasiert haben können sie sich aus meiner Sicht dann eh schenken.
Eine simple, aber klare Regel wäre vor allem auch eine gute Ausgangslage, um dann wieder neuen Ideen und Verbesserungen auszutesten. In dem aktuellen Chaos, wo jeder Verband, Liga, Schiri eigene Regeln hat, wird man das Problem nicht lösen können.
Ich meinte vor allem die Kommunikation an den Zuschauer. Wenn man sich nicht jeden Tag stundenlang mit Fußball beschäftigt, hat man doch keine realistische Chance mehr zu verstehen, welche Regel gerade gilt. Und wenn man sich mal so die Berichterstattung der letzten Tage anschaut, scheinen ja auch die Profis da nicht mehr durchzublicken, da jeder Journalist, Schiri oder „Experte“ eine eigene Regelaufassung hat.
Aber ich gebe dir Recht, dass es auch zwischen den Schiris starke Schwankungen gibt und die sich teilweise sehr viel Freiheiten rausnehmen. Wenn dann ein Schiri nach seinem Kid’s Mistake trotzdem zur EM darf und unser Schmiergeld-Zwayer unser Land vertritt, braucht man sich aber auch nicht wundern.
Ok., hatte ich anders interpretiert. Aber letztlich würde eine noch so gute Kommunikation der Regel an die Zuschauer auch nichts bringen, wenn die Schiedsrichter es dann nicht möglichst einheitlich umsetzen.
Das ist nun wiederum wohl auch eine Folge davon, dass man ständig an der Regel bzw. deren Auslegung herumdoktert … da kann sich das Wissen ja nicht „festigen“ … von der Akzeptanz ganz zu schweigen (wenn man eine Regelauslegung für Blödsinn hält, wird man sie sich auch kaum schnell zu Eigen machen)
Ist schon brutal wie das Tage später noch nachwirkt. Macht mich z.B. immer noch sprachlos. Insgesamt die ganzen Szenen von Spanien, die mit Sportsgeist nicht viel zu tun haben.
Gut, das die Spanier rumlamentieren können, dass Kroos hätte gelb-rot bekommen müssen. So empfinden sie es zumindest als ausgleichende Ungerechtigkeit. Naja
Das fällt für mich dann schon unter die Kategorie „Fingerspitzengefühl“ … einem Toni Kroos gibst du nicht im möglicherweise letzten Spiel seiner Karriere nach 3 Minuten gelb. Wobei die meisten Schiedsrichter auch unabhängig von der Person nicht beim ersten Foul gelb geben - so schlimm war es ja nun auch nicht, hätte sich Pedri nicht dummerweise dabei verletzt, würde jetzt kein Mensch mehr drüber reden.
Bei mir / uns im Freundeskreis ist es auch so. Das Spiel kann anscheinend nur sehr schwer abgehakt werden. Fühlt sich ganz anders an, als 2018, 2021 und 2022.
Das hat mit dem nicht gegebenen Handelfmeter zu tun, aber auch mit dem Gefühl, dass man insgesamt besser war, als die hochgelobten Spanier.