Der Stadionsprecher hatte zudem über Lautsprecher verkündet, dass ein Kind nach dem Einsatz der Polizei Tränengas in den Augen habe und seinen Vater suche.
Never mind Canisius-Kolleg, never mind Odenwaldschule - here’s the bavarian Police…
„Insgesamt hatte es 19 Verletzte gegeben, darunter zehn Polizisten und neun Bayern-Fans.“
Was die zehn Cops wohl haben? Und vor allem: wie das wohl in die Statistik eingeht?
Ich tippe mal: beim flächendeckenden Einsatz von Pfefferspray durch die Kollegen was abgekriegt. Am Samstag mit Wochenendzuschlag auf Kosten der Steuerzahler mal die Aggressionen ausgelebt, dann eine Woche krankfeiern.
In der Statistik findet man das dann einfach unter „verletzte Beamte“, die Nation ist schockiert und fordert härteres Durchgreifen…
Vielleicht haben sie sich auch die Hand an den Gesichtern der Fans gebrochen.
Was haben denn die 9 verletzten Fans?
Hat Ralphi auch einen Schlagstock abbekommen?
Nichts für ungut, aber in der Regel schätze ich die Arbeit von Polizisten hier in diesem Land. Dass es auch ein paar schwarze Schafe darunter gibt, keine Frage, gibt es vermutlich überall - aber deinen Beitrag empfinde ich als unsachlich und beleidigend einer gesamten Berufsgruppe gegenüber. Losgelöst vom momentanen Ereignis.
Ich auch.
Beim USK und ähnlichen Einheiten sehe ich das allerdings anders.
Aber nicht überall ist man legitimiert, Waffen und Gewalt einzusetzen.
Das ist dein gutes Recht.
Welche Verletzungen könntest du dir denn vorstellen, haben die Beamten mit ihren Helmen und ihrer Schutzausrüstungen denn davongetragen, als sie Pfefferspray gegen Kinder einsetzten und auf am Boden liegende Menschen einprügelten?
Wie hier gegen die Polizei gehetzt wird ist peinlich.
Was ist denn mit den Leuten, die im Stadion brüllten „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt“?
Man hat es massiv auf die Spitze getrieben und sich den Anweisungen der Polizei widersetzt. Alles mit dem Wissen, dass Unbeteiligte im Block sind, die nur Fussball gucken wollen.
Sich schön hinter Kindern verstecken und dann jammern, wenn es Kollateralschäden gibt.
Echte Helden.
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Türkgücü gegen FC Bayern II: Ein Abbruch mit Vorgeschichte - kicker
Die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes sollte und muss man natürlich weiterhin diskutieren.
Wirkliche Sympathien kann ich für diejenigen, die mit dem Plakat zumindest eine Mitverantwortung an den häßlichen Szenen von gestern haben, allerdings nach diesem Bericht nicht empfinden.
Da müssen wir ja TM dankbar sein, dass es nicht schon im Hinspiel eskaliert ist.
„Hintergrund des Anschlags ist der seit Jahrzehnten schwelende und emotional aufgeladene Konflikt mit den Kurden.“
Ist das eigentlich belegt?
Finde den Satz auch etwas merkwürdig.
Als Rechtfertigung für das Plakat reicht mir der fehlende Beweis aber eher nicht, denn jeder, der sich etwas mit der Mentalität vieler hier lebender Türken beschäftigt hat, weiß, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil alles für bare Münze nimmt, was Erdogan behauptet. Wenn also Erdogan den Kurden den Anschlag in die Schuhe schiebt, ist das für viele eben soviel wie ein rechtskräftiges Urteil und das Plakat somit eine ziemliche Provokation.
Da wünsche ich auch einfach mal gute Besserung.
(Beitrag vom Verfasser gelöscht)
Die Gesellschaft braucht eher Typen wie dich. Die im Berufsleben, trotz orthographischer Mängel, auch mal 90.000 Euro Geschenke bekommen.
Hätte mich jetzt auch gewundert, wäre im Polizeibericht eine eventuelle Unverhältnismäßigkeit der Polizei thematisiert worden.
Vorkommnisse beim Spiel Türkgücü München - Bayern Amateure
Erstellt: 20. November 2022
Die Bundesliga ist dieses Jahr wegen der WM in Katar sehr früh in die Winterpause gegangen, aber bei den Amateuren rollt der Ball weiterhin. Gestern Nachmittag waren die Bayern Amateure zu Gast in Heimstetten bei Türkgücü München.
Kurz vor Spielbeginn hingen die Bayernfans ihre Zaunfahnen auf, darunter befand sich eine Fahne mit der Aufschrift „FC Bayern Fanclub Kurdistan“ (die nicht zum ersten Mal bei einem Spiel der Bayern Amateure hing).
Die Bayernfans sind dafür bekannt, sich auch über den eigenen Tellerrand hinaus gesellschaftspolitisch zu äußern und zu engagieren, auch bei Themen, die kontrovers sind. Die Fahne ist dabei als Statement von einigen Fans gegen von ihnen als Missstände in der Türkei wahrgenommenen Zustände zu verstehen, wie Rassismus gegen Kurden, eingeschränkte Meinungsfreiheit und politische Verfolgung.
Die entsprechende Fahne war aber weder beleidigend noch beinhaltete sie strafrechtlich relevante Symbolik.
Offensichtlich fühlten sich aber Vertreter von Türkgücü von der Fahne angegriffen. Spieler und Offizielle verließen den Rasen nach wenigen Minuten wieder und das Spiel wurde zunächst unterbrochen.
Ordner von Türkgücü forderten die Herausgabe der Fahne. Nach ihrer Aussage dürften bei einem Fußballspiel zwischen zwei Münchner Vereinen keine Fahne eines Fanclubs aus Kurdistan hängen. Nachdem die Bayernfans dieser Aufforderung nicht nachkamen, bauten sich ca. 30 behelmte Polizisten unmittelbar vor den Bayernfans auf. Zu diesem Zeitpunkt war die Fahne bereits nicht mehr sichtbar. Trotzdem forderten Verantwortliche von Türkgücü, dass die Fahne, auch wenn sie nicht gezeigt wird, nicht im Stadion sein darf.
Ca. 25 Minuten später entschied sich die Polizei, die Fahne durch Zwang sicherzustellen. Dabei kam es zu einem unverhältnismäßigen und extrem gewalttätigen Polizeieinsatz, obwohl eine Weiterführung des Spiels zu diesem Zeitpunkt bereits überhaupt nicht mehr in Aussicht stand und es keinerlei Provokation seitens der Bayernfans gab.
Von zwei Seiten drang Bereitschaftspolizei in den Fanblock ein, um die Fahne zu entfernen.
Pfefferspray wurde wahllos mitten in den Block gesprüht und anschließend wurde auf alle in den unteren Reihen stehenden Fans eingeprügelt. Auch auf bereits wehrlos am Boden liegende Personen wurde weiterhin eingeschlagen.
Bei dem Polizeieinsatz kamen durch Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray viele Bayernfans, darunter auch Kinder, zu Schaden. Ein 11-jähriger Junge musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. Dazu mussten noch weitere Fans vor Ort oder im Nachgang sogar ebenfalls im Krankenhaus medizinisch versorgt werden.
Wir wünschen an dieser Stelle allen Betroffenen gute Besserung.
Solltet ihr bei den Vorfällen verletzt worden sein, könnt ihr uns gerne schreiben. Soweit ihr juristische Schritte erwägt, könnt ihr auf unsere volle Unterstützung setzen. Falls ihr Film- und Fotomaterial zu den Vorfällen habt raten wir euch, dieses auch außerhalb eurer Mobiltelefone zu sichern.
Wir finden es äußerst fragwürdig, aber leider nicht überraschend, dass sich die bayerische Polizei zum Erfüllungsgehilfen einer Diktatur macht, deren langer Arm offensichtlich bis nach München reicht und sich bereits von dem Wort Kurdistan derart provozieren lässt. Wir sind von den Szenen von Polizeigewalt die sich in Heimstetten abgespielt haben, schockiert.
Wir verwehren uns dagegen, dass auch durch unseren eigenen Verein eine Darstellung in den Medien verbreitet wird, das Problem der Eskalation sei gewesen, dass die Fahne nicht angemeldet war. Das Problem der Eskalation war ausschließlich die maßlose und unverhältnismäßige Polizeigewalt, sowie ein fragwürdiges Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit bei den Verantwortlichen beider Vereine.
Dieses Statement war genauso klar wie das des Club Nr.12.
Jeder wäscht seine Hände in Unschuld ![]()
Aber was ist denn Recht und Gesetz in diesem Fall?
Solange die Polizei die Polizei kontrolliert (keine unabhängige Untersuchungsbehörde für Verbrechen durch Polizei) und die Staatsanwaltschaft von der Polizei abhängig ist für Erfolge bei Ermittlungen wird wie immer genau nichts passieren und das ist der Grund, warum einige (nicht alle) Polizisten freidrehen, da sie eh kaum Konsequenzen fürchten müssen…
Nicht Aufklärung, sondern Vertuschung, sich gegenseitig in Schutz nehmen und natürlich sofortige Gegenanzeigen werden jetzt kommen.
Falls es anders laufen sollte, wäre ich sehr überrascht.
