Bin sehr gespannt . Das ist höchst verdient. Hoffe er wird nach der Einwechslung ein gutes Spiel machen.
Planet Rugby mit folgender Benotung:
Replacements: Two debutants made their Test bows, and they more than justified their inclusion with outstanding performances. Josh Moorby was superb after coming on for Carter, while Anton Segner was a ubiquitous presence at flanker. Both look like they will have long international careers. Elsewhere, it was once again a sea of mediocrity, although Cortez Ratima was lively late in the clash. 7
Unglaublich. Vor allem wenn man die Doku gesehen hat und weiß, was der investiert hat und wo er herkommt.
Die All Blacks hatten gestern ihr erstes Spiel ihrer Südafrika Tour.
Hier sieht man einen Unterschied zum Fußball und auch einen der Gründe warum Rugby ein Gentlemen Sport ist
Ich weiß schon was du meinst, aber ich glaube nicht, dass ein Gentleman im eigentlichen Sinn des Worts jemals einen Besen zur Hand genommen hätte.
Jenseits der Spitzfindigkeit mag ich Rugby auch und es kommt mir tatsächlich auch so vor, als ginge es bisschen mehr um Bodenständigkeit und weniger um Show…
Gentlemen Sport ist in Commonwealth ein gebräuchlicher Ausdruck. Es ist definiert was man darunter versteht.
Wir kommen wieder zu der Diskussion, dass hier natürlich viel weniger Geld im Spiel ist.
Im übrigen hat Rugby eine ganz andere Geschichte. Der professionelle Rugby Sport wurde erst 1995 eingeführt. Man kennt den Tag. Am 26.08.1995 wurde es zum open game erklärt. Damit durften Spieler bezahlt werden.
Damit erkären sich auch viele dieser Traditionen die es noch gibt.
Das Spiel hat sich danach auch massiv gewandelt (es gab Jona Lomu und die Welt war nicht mehr wie zuvor) und ist da immer noch dabei. Aber sehr viele Traditionen und Verhaltensweisen sind geblieben.
Ja, schon klar, aber die ganzen Ideale die damit verbunden sind, basieren historisch darauf, dass die Gentleman nicht körperlich arbeiten, und auch nicht ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. Fußball (oder Rugby, hat ja die gleichen Wurzeln) nicht für Geld spielen, sondern für diese Ideale. Höflichkeit, Respekt gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter, Selbstkontrolle (keine Flüche oder Revanchefouls, etc.), gepflegtes Erscheinungsbild, etc.
Was man auf dem Video sieht, soll symbolisieren, dass sich die Spieler selbst nicht für körperliche Arbeit zu schade sind, das kommt eher aus einer proletarischen Ethik und ist ein Widerspruch zum klassischen Ethos des Gentleman.
Weißt du eigentlich ob es im Rugby bis 1995 auch versteckte Gehaltszahlungen gab, oder was der Grund war den Profisport einzuführen? Juristische Bedenken, Angst vor mangelndem Nachwuchs, oder noch was anderes?
Es war dramatisch. Es gab natürlich Zahlungen seitens der Verbände. Dann kam Rupert Murdoch und bezahlte viel Geld für die TV Rechte.
Gleichzeitig wollte ein Konkurrent (Garry Packers) damals eine Weltliga gründen und die Spieler von den Verbänden weglotsen. Eine Art Superleague mit neuen Teams.
Die IRB ( FIFA des Rugbys) musste reagieren.
Zuvor sind immer wieder gute Spieler zum Rugby League (13er Rugby) abgewandert. Das war schon immer Profisport.
Der Druck war zu groß. Es war ein Krimi.
Ich war damals in Neuseeland, es gab kein anderes Thema.
Ich muss zugeben, ich schaue eher selten Rugby. Aber wenn mir eines an diesem Sport wirklich sehr, sehr gefällt, dann ist es der gegenseitige Respekt vor dem „Gegner“ und auch dem Schiedrichterteam (egal ob professionalisiert oder nicht), obwohl es körperlich hart zur Sache geht. Das ist im irischen Gaelic Football, dem Rugby zumindest nicht unähnlich mit zusätzlichen, eher fussballerischen Elementen, genauso (bis heute übrigens ein „Amateusport“, auch wenn Amateur dabei sehr relativ ist:).
Wenn man da jetzt demonstrativ eine Kabine im Anzug auswischt, ist das für mich eher nettes Marketing (finde ich trotzdem gut). Auch die Spitzenspieler in der GAA haben gut dotierte Marketingverträge, als reine Amateure würde ich sie daher sicher nicht bezeichnen wollen.
Für mich ist eher entscheidend, welcher Sportsgeist dahinter steht.
Die Anzüge müssen traditionell nach dem Spiel getragen werden. Die ziehen nicht einfach irgendwelche Klamotten an.
Um sich vorzustellen wie das in etwa war folgender Abriss was Down Under los war.
Die Geschichte ist wirklich gut, weil die All Blacks 1995 verdammt knapp davor waren, dem neuseeländischen Verband praktisch geschlossen wegzubrechen.
Nach der WM 1995 gab es die World Rugby Corporation, hinter der australische Geschäftsleute standen und die von Kerry Packer unterstützt wurde.
Die Idee war, die besten Spieler der Welt nicht mehr bei ihren nationalen Verbänden unter Vertrag zu haben, sondern bei einer privaten Organisation, mit einem weltweiten Wettbewerb aus Neuseeländern, Australiern, Südafrikanern und ein paar anderen.
Für die Spieler war das Angebot brutal attraktiv. Mike Brewer hat später mal erzählt, ihm seien so um die 300.000 Dollar geboten worden, während das erste Angebot des NZRFU bei etwa 35.000 lag.
Ob die Zahlen exakt stimmen, weiß ich nicht, das ist seine Erinnerung. Das Grundproblem zeigen sie trotzdem ganz gut. Die Leute hatten jahrelang wie Profis gelebt und trainiert, ohne entsprechend bezahlt zu werden.
Dann kam Jock Hobbs. Der war für diese Rolle fast ideal besetzt, ehemaliger All-Black-Kapitän, Mitte 30, Anwalt und frisch in den Council des NZRFU gewählt. Er konnte den Spielern also nicht als irgendein Verbandsfunktionär gegenübertreten, sondern als einer von ihnen, der gleichzeitig verstand, was in den Verträgen stand.
Zusammen mit Brian Lochore ist er durch Neuseeland gefahren und hat mit den Spielern persönlich geredet. Sein Argument war nicht bloß Loyalität. Er konnte ihnen mittlerweile auch sagen, dass der Verband selbst professionell wird, dass man gutes Geld verdienen kann und trotzdem All Black bleibt.
Möglich war das nur, weil der NZRFU zusammen mit Australien und Südafrika über SANZAR den News-Corp-Deal abgeschlossen hatte, wenn ich mich richtig erinnere 555 Millionen Dollar über zehn Jahre.
Der Kipppunkt war dann der 10. August 1995. Ausgerechnet zwei jüngere All Blacks aus Otago, Jeff Wilson und Josh Kronfeld, unterschrieben beim NZRFU. Bis dahin war völlig offen, welche Seite gewinnt. Kurz davor hatten sich schon die Springboks von ihren WRC-Zusagen distanziert, und bei den Wallabies hatten Tim Gavin und Jason Little beim Verband unterschrieben. Nach Wilson und Kronfeld kippten weitere All Blacks nach.
Genau diesen Dominoeffekt musste die WRC verhindern. Ihr Modell funktionierte nur, wenn sie die halbe Weltelite gleichzeitig bekam.
Eine private Liga ohne einen erheblichen Teil der All Blacks, Springboks und Wallabies war für TV und Sponsoren schlagartig viel weniger wert, während das Verbandsmodell mit jedem bleibenden Spieler attraktiver wurde. Am Ende unterschrieben die neuseeländischen Topleute beim NZRFU und die WRC fiel in sich zusammen. Brewer hat sogar erzählt, dass bereits gezahlte Sign-on-Gelder zurückgefordert wurden.
Deshalb hat Hobbs in Neuseeland einen ganz besonderen Status. Er hat den Profisport nicht erfunden, der wäre 1995 sowieso gekommen. Sein Verdienst ist, dass die Professionalisierung unter der Kontrolle des Verbands stattfand und nicht durch eine private Weltliga, die dem NZRFU seine All Blacks weggenommen hätte.
Daraus ist dann ziemlich direkt das Rugby entstanden, das wir heute kennen, also SANZAR, Super 12, Tri Nations und daraus Super Rugby und Rugby Championship.
Murdochs Geld hat die neue Struktur finanziert, Packer hat den existenziellen Druck erzeugt, und in Neuseeland hat Hobbs den Kampf um die Spieler gewonnen.
Heute gegen die Bulls, das beste Klub Team Südafrikas. Die Südafrika Tour kommt ins Rollen. Klarer 50:19 Sieg.
Anton Segner spielte das gesamte Match und…
Wurde Man of the match!!
Formidable Leistung.
- Anton Segner – 9
Segner was everywhere on defence in a dynamic, man-of-the-match performance featuring 13 tackles and three turnovers. The German made a crucial jackal steal 5m from New Zealand’s line and another in their 22 a few minutes later. He ripped the ball free in a tackle early in the second half, held a player up over the line and ran hard for his 12 carries. Segner should at least lock in a spot on the bench for test one against the Springboks.
Der Trainer der südafrikanischen Rugby Nationalmannschaft. Seines Zeichens Weltmeister, Titelverteidiger, beste Mannschaft der Gegenwart stört sich an Anton
.
Er würde gerne die Regeln ändern, so dass es nicht mehr möglich ist, für einen ausländischen Spieler nicht für sein Heimatland aufzulaufen. Dies obwohl die Regeln ja sehr streng sind und man 5 Jahre ohne Unterbruch dort gelebt haben und für den Verband gespielt haben muss.
Ich habe nur die Zusammenfassung gesehen. War in der Tat ein feiner Auftritt von Anton Segner.
Das Spiel der All Blacks sah nach vorne sehr wuchtig und, wie soll ich sagen, ‘fluide’ aus, nach hinten dann manchmal luftig verteidigt.
Die Bulls sind keine Laufkundschaft, allerdings sind die besten Spieler für die Springboks abgestellt, von daher bin ich gespannt wie es nächsten Samstag aussieht.
absolut. Da waren haarsträubende Sachen dabei.
Ich denke für die All Blacks sind diese Spiele jetzt sehr wichtig. Der neue Trainer lernt so den Kader in der Tiefe kennen.
Was das für die Spiele gegen die Springbocks bedeutet ist eine sehr gute Frage. Wahrscheinlich nicht viel. Mir gefällt das Spiel grundsätzlich viel besser als die letzten Jahre unter Razor.
Wichtig wird auch sein, ob die wichtigsten Protagonisten dann fit sein werden.
Allen voran Will Joradan, aber auch der neue 10er Ruben Love und auch Damian McKenzie sind alle noch nicht richtig fit.
Die Bedeutung dieser 4er Serie ist verdammt groß und trotzdem ist und bleibt es lediglich ein Aufgalopp für die WM im kommenden Jahr. Bekanntlich werden die Karten dann immer nochmals neu gemischt. Für die All Blacks wäre es wichtig in der Serie mindestens einen Sieg, besser zwei zu holen. Südafrika bleibt das Nonplusultra aktuell. Keine Frage.
Ja, heute ist der Supercup in Dortmund.
Aber um 17 Uhr, für die die Interesse an diesem Sport haben, geht es endlich los mit
Rugby’s greatest rivalry, wie sie es nennen.
Gut, früher war es das Tasman Derby, aber die Zeiten ändern sich. So stark, dass die Mannen in Schwarz heute nicht mal favorisiert sind.
Und natürlich hat Südafrikas Trainer Rassie Erasmus schon vor dem Anpfiff dafür gesorgt, dass es nicht nur um Rugby geht.
Kaum ein Trainer beherrscht das Spiel mit Andeutungen, Schiedsrichter-Themen und kleinen Spitzen gegen den Gegner so genüsslich wie er.
Sportlich treffen zwei sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander. Die enorme Physis, das Gedränge und die aggressive Defensive der Springboks gegen Tempo, schnelle Ballfolgen und die gefährlichen Läufer Neuseelands.
Für die All Blacks wird entscheidend sein, das Spiel schnell zu halten und sich nicht in den von Südafrika geliebten körperlichen Abnutzungskampf hineinziehen zu lassen.
Es ist also nicht nur Springbok-Power gegen All-Black-Speed, es ist der nächste Akt einer großen Rugby-Fehde, und Rassie hat wie üblich schon vor dem ersten Tackling ein wenig Benzin ins Feuer gegossen.
Heute 17 Uhr Pro7 Maxx mit deutschem Kommentar und Experten aus dem Studio.
Ich glaube, auch für nicht so Rugby affine könnte es sich lohnen mal reinzuschauen.
Unbedingte Anschauempfehlung!
Das wird heute voraussichtlich der interessanteste Sport des Tages - trotz Supercup.
Anton Segner übrigens im Kader der All Blacks, auf der Bank.
Er kommt in der 2. Halbzeit und wird den Unterschied machen. Gute Taktik.
Zu Beginn ist das Spiel extrem physisch, da wäre es schade ihn gleich reinzuwerfen. Da ist Luke Jacobson für den Start die bessere Wahl.
Aber im Grunde spricht die ganze Rugby Welt ganz aufgeregt über Anton. Man darf nicht vergessen, er spielt hier nicht auf irgendeiner Position. Er spielt mit der Nr. 7. Das ist eine extrem wichtige Position. Es ist die Position von Richie McCaw. Vielleicht der beste Spieler aller Zeiten im Rugby. Jedenfalls einer der allergrößten?
Anton hat jetzt extrem überzeugt. Er ist auf dem besten Weg zum Stammspieler und somit Leistungsträger bei den All Blacks zu werden. Das wäre grandios.
Anton Segner ist gerade dabei nicht irgend ein deutscher Sportler zu sein der im Ausland erfolgreich ist, sondern einer der beeindruckensten aktiven deutschen Sportler überhaupt zu sein. Wer im Weltrugby die Nr 7 bei den All Blacks so spielen kann wie er, ist eine aussergewöhnliche Persönlichkeit. Er muss das natürlich jetzt bestätigen. Aber wenn er von Verletzungen verschont bleibt, dann ist er einer der spannendsten Spieler im Weltrugby.
Puh, damit hätte ich zur Halbzeit nicht gerechnet.
Meine Nerven…





