Deswegen ja auch das ![]()
Mir ging’s ja auch hauptsächlich darum, dass es oft in Filmen und Büchern so ist, dass die großten Kämpfer gegen das System irgendwann doch fallen und Teil des Systems werden.
Deswegen ja auch das ![]()
Mir ging’s ja auch hauptsächlich darum, dass es oft in Filmen und Büchern so ist, dass die großten Kämpfer gegen das System irgendwann doch fallen und Teil des Systems werden.
Man könnte auch fragen, warum Frau Baearbock nicht eingegriffen hat- als Präsidentin der Vereinten Nationen hat sie doch mehr zu melden als Trump? ![]()
Ein Boykott würde ja implizieren, dass sich etwas an dieser Liste ändert. Sonst wäre es auch kein Boykott.
Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Wenn die Masse davon ausgeht, dass ein Boykott nicht erfolgreich wird, wird die Masse nicht boykottieren, also wird der Boykott nicht erfolgreich. Am Ende sehen sich alle bestätigt darin, dass man ja nichts tun konnte. Ein perfekter Zirkelschluss in dem man (scheinbar) nichts falsch machen kann.
Die UEFA wäre die einzige Organisation, die es auf sportlicher Ebene boykottieren könnte, ja. Würde die UEFA einfach alle zwei Jahre ihr Euro austragen und dazu Brasilien und Argentinien einladen, würde die WM in ihrer heutigen Form schnell ins Wanken geraten. In der UEFA gibt es auch eine nicht unwesentliche Anzahl an Landesverbänden, die sehr unzufrieden mit der FIFA sind. Aber sicherlich noch lange nicht genug.
Wer Kahn, der Kahn, wie wir hier im Norden immer sagen… ![]()
Während unsere Staatsoberhäupter seit geraumer Zeit selbst im eigenen Land höchstens noch als Karikatur (bzw. Mem(m)e) dienen, hat Trump seinen Abschluss als Master of the Universe mit dem Schwerpunktfach (clevere) Finanzstrategien an der Staatsoberhauptschule in Zürich erreicht. Das hat er nun halt was Eigenes und will seine Fähigkeiten auch anwenden - das ist doch nicht verwerflich.
Selbsterfüllende Prophezeiung? Die Blockade im Kopf nicht im Kopf. Sie sitzt im Geld.
Guck dir die UEFA von heute an. Die wirft der FIFA vor, sie habe eine rote Linie überschritten.
In einer Pressemitteilung. Mehr nicht.
Zwischen maximaler Wut und echtem Handeln klafft eine Lücke, und die ist nicht psychologisch. Die ist materiell.
Deine EM &; Friends Idee ist ja auch kein Boykott.
Das wäre eine eigene Konkurrenzveranstaltung. Brasilien und Argentinien müssten dafür raus aus der FIFA. Warum sollten sie das tun? Sie verdienen an der WM. Sie leben von den Solidaritätszahlungen und der Quali-Struktur.
Keiner, der wirklich handeln könnte, will die Rechnung dafür bezahlen.
Bei den Zuschauern ist es halt eine Blockade im Kopf. Aber die meisten Zuschauer werden ja weiter zuschauen.
Die schaut nur Frauenfussball als feminine Aussenpolitik.
Diese Boykott Themen gibt es ja nur hier in Europa.
Hier kommen wir zu einem Thema das über den Fußball weit hinaus geht. Dieses Muster kennen wir doch von überall.
Beispiel die die UN-Abstimmung an. Deutschland wollte in den Sicherheitsrat und ist im ersten Wahlgang durchgefallen. 104 Stimmen, gebraucht hätte es 127. Geheime Abstimmung, harte Zahl, kein Bauchgefühl. Und die Kritik danach, gerade aus afrikanischen Ländern, ging in dieselbe Richtung. Ihr belehrt uns gern und hört uns dabei nicht zu.
Das ist kein Parteiproblem, das zieht sich durch verschiedene Regierungen und durch beide Lager. Es ist ein Reflex. Wir halten unsere eigene Sicht für den neutralen, vernünftigen Standpunkt und sind dann ehrlich überrascht, wenn der Rest der Welt nicht mitzieht.
Beim WM-Boykott ist es genau dasselbe. Für uns ein Skandal, eine rote Linie. Für den größten Teil der Welt kaum ein Thema. Das heißt nicht, dass die anderen recht haben und wir nicht. Es heißt nur, dass unsere Empörung eben nicht der Weltmaßstab ist, für den wir sie halten.
Und solange wir das nicht auf dem Schirm haben, reden wir hier über einen globalen Boykott, den außerhalb Europas fast niemand mittragen will. Denn es geht um Interessen. Ausserhalb Europas hat keiner ein Interesse daran.
Wir in Europa eben schon, auch weil wir vielleicht glauben mit einer EM & Friends könnten wir es so machen, wie es uns passt.
Natürlich muss man die Realität anerkennen. Aber es gibt einen schmalen Grat, wo Realismus zum Fatalismus wird.
Machtlos wäre man gegen die absurden Spielchen von Johnny/Donnie nicht. Dass aus der FIFA raus irgendwas passiert, kann man Stand heute knicken. Aber was die UEFA betrifft, generell den europäischen Fußball, ist es ähnlich wie in der Politik - es müssten sich nur genug einig sein, dann könnte man schon was bewegen. Die relevante Musik wird schließlich hier gespielt, nahezu alle relevanten Stars spielen hier, werden hier bezahlt und so weiter. Und was Ceferin betrifft und seine Truppe: große Freunde vom Johnny sind sie sicher nicht. Ich kann nicht über passende konkrete Maßnahmen sprechen, aber da sollte es doch Möglichkeiten geben. Ich bin bestimmt nicht übermäßig romantisch oder naiv, was Fußball anbelangt, aber Fakt bleibt doch, trotz aller Geldflüsse der FIFA, dass Europa den Daumen auf dem Wichtigsten hat, was den Fußball ausmacht: die Spieler.
Das alles wird nicht heute oder morgen oder ad hoc gehen. Das ist klar. Aber es ist auch nicht unmöglich, diese Schweizer Pfeife loszuwerden oder generell der Korruption mal den Kampf anzusagen.
Was es bräuchte, sind einfach so viel Leute vom Schlage einer Lise Klaveness wie möglich. Leute mit Werten und Idealen, pragmatisch genug, um Allianzen zu basteln.
Eigentlich setzt die Fifa doch nur den Strafenkatalog gemäss MSR Forum um:
Ein Boykott wird wohl nichts bringen, und da dürfte auch die UEFA gar nicht dran interessiert sein: eine WM bringt ein Vielfaches an Einnahmen im Vergleich zu einer EM.
Was wirklich helfen würde (und das ist jetzt wirklich sehr, sehr theoretisch gedacht!): eine Reform der FIFA. Als eine Institution, die sich vor allem sportlichen, aber auch anderen Werten verpflichtet fühlt, die nicht kuschelt mit autoritären Regierungen, die eventuell sogar gutzahlende Sponsoren ablehnen würde und die sich nicht nur dem schnöden Mammon alleine widmet. Aber wie gesagt: das ist alles sehr theoretisch…
Ich halte dabei die Idee einer WM wirklich für sehr großartig, genau wie Olympia: im Idealfall ist es ein friedliches Fest der Nationen in einem sportlichen Wettstreit. Werte wie Respekt und Toleranz kann man weltweit auf friedliche Weise kaum besser transportieren als auf diese Weise. Und die Fans bei einer WM praktizieren oft genau das, finde ich toll!
Dass die FIFA (in Form von Infantino) hier sich zu einem Handlanger von Trump machen lässt, ist allerdings genauso die bittere Realität. Es verrät im Kern den Sport und seine Idee. Und - da müssen wir uns ja, denke ich, nichts vormachen: es geht der FIFA vor allem um Geld. Und Macht.
Als Fussballfan, der einfach diesen Sport liebt, steht man nun in einem gewissen Konflikt: weiter zuschauen (und teils durchaus großartige Leistungen bewundern) oder privat boykottieren, weil einem das System so auf die Nerven geht, dass man es nicht mehr aushält: das muss jeder selbst entscheiden.
Ich selbst habe bisher alle deutschen Spiele geschaut und eher wenige andere (vor allem wegen der Uhrzeit). Damit unterstütze ich - indirekt - auch das korrupte System der FIFA. Gleichzeitig empfinde ich WM-Spiele immer als etwas Besonderes, was über das System hinausgeht. Mit diesem inneren Konflikt kann und muss ich leben. Andere sind vielleicht konsequenter und verweigern die WM komplett - Chapeau. Mir fällt es schwer, so ehrlich bin ich.
Man muss halt sagen, dass ich Kritik an der WM (auch an der Entscheidung zu Balogun) hauptsächlich aus der westlichen Welt höre. Da ist dann ein Boykott nicht machbar.
Ich verstehe nicht ganz, weshalb wir jetzt so viel über Boykott sprechen. Boykott wer, wo, wann, wie?
Es geht hier doch jetzt um einen klaren Rechtsbruch seitens der FIFA, das hat auch keine “europäische” Note. Ich bin kein Jurist und hab auch von Sportrecht nicht viel Ahnung, aber die wenigen Stimmen, die ich gelesen habe, sehen das juristisch eigentlich ziemlich klar. Und das hieße, mindestens das nächste Spiel gegen Belgien steht unter dementsprechendem Vorbehalt. Ganz zu schweigen davon, dass man eine Büchse der Pandora geöffnet hat, wie ja schon die Reaktion der Franzosen zur Olise-Gelben zeigt.
Das Spiel, aber auch das ganze Turnier der USA wird jetzt sicher interessant zu beobachten sein. Gar nicht mal nur wegen Balogun. So allmählich bekommen schon die unterschiedlichen Schiedsrichterleistungen nämlich ein Geschmäckle, das die seit Jahrzehnten auffällige und nicht unübliche Bevorzugung des Gastgeberlandes nochmal auf eine neue Stufe hebt. Wenn jetzt noch Zweifel an der eigentlich übergeordneten Instanz aufkommen, was das Regelwerk betrifft, hat der Fußball ganz schnell eine potentielle Krise am Hals, die man vielleicht noch nicht ganz absehen kann. Aber Disruption kann manchmal auch in Richtungen wirken, aus denen sie sonst gerne ausgelöst wird.
So nämlich! Und dann kann der Wert der offiziellen Fifa-Fußball-WM auch ganz schnell um einiges schrumpfen. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Beispiele für erfolgreiche Produkte, die über die Jahre vom Hersteller/Anbieter komplett ruiniert wurden und mittlerweile verschwunden und ersetzt sind. Ganz sicher ist es kein Indikator für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Bosse notorische Betrüger sind, die ihre Betrugsversuche nicht mal zu verbergen suchen.
Will sagen: Wenn die Fifa unbedingt ein ulkiger Clownfisch sein möchte, ist es vielleicht nicht die allerbeste Idee, im Haifischbecken des freien Marktes herumplantschen zu wollen.
Schöne Idee. Die Asiaten und Afrikaner hat sich Infantino ja gekauft, aber vielleicht kann man ja einfach alle vier Jahre dann auch ein gemeinsames Turnier mit Südamerika und Europa machen.
Die Boykott Diskussion entstand als Reaktion auf die Balogun Entscheidung. Aber wie schon in anderen Thread geschrieben, Trump und der FIFA/Infantiono sind die Regeln relativ egal.
Meiner Meinung nach haben wir Zuschauer kaum eine Chance die Sache zu boykottieren.
Anders sähe es aus, wenn die Sponsoren Gelder zurückziehen würden.
Irgendwie will mir nicht einfallen, bei welchem Event vor gar nicht allzu langer Zeit (vielleicht 1-2 Jahre), die Sponsoren sehr wohl auch gesagt haben, dass eine Entscheidung / ein Vorfall nicht mit ihren Werten übereinstimmt, Gelder zurückbehalten wurden, woraufhin eingelenkt wurde. Vielleicht täusche ich mich aber auch. Hmm.
Und wenn ich die Begründung von Infantino schon wieder lese, sehe ich schwarz, dass irgendwas passiert. Mich ärgert bei der Begründung v.a., dass er meint, dass niemand seine Lügen / Täuschungen und v.a. hanebüchenen Zusammenhänge durchschaut. Er meint, klüger als andere zu sein.
Ist mir auch klar aber alle echten Fans wird der Sport einfach zerstört
Fakt ist wenn es so weitergeht wird kein Boykott notwendig sein dann wird aus der Weltmeisterschaft das selbe wie Wrestling geskriptete Realität alle wissen es ist nur mehr Show, wie ein Spiel der Harlem globetrotters. Dann werden um ein paar Millionen Amis mehr zu schauen aber in südamerika und Europa werden sich die Leute die WM nichtmehe anschauen weil sie nicht unserem Empfinden von Sport entspricht. Und wenn die UEFA nicht rechtzeitig abspringt wird es mit dem europäischen Fußball genauso Passieren
Man muss die Zuschauer nur erziehen. Wer weiß denn schon was die Kinder, die gerade geboren werden in 10-20 Jahren schauen werden.