Man konnte doch nicht in die Zukunft sehen. Vllt. wäre Nagelsmann zu allem Überfluss ja doch meister geworden. Man könnte den - wie viele hier vermutlich meinen - „Horrortrainer“ wohl kaum mit der nun bereits zweiten Meisterschale in der Hamd rausschmeißen.
Ich muss aber zugeben: ich fand die Entscheidung, Nagelsmann gegen Tuchel zu tauschen auch gut und hätte vermutlich ebenso gehandelt - vor 5 Wochen…
Och, das hätte man schon kommuniziert bekommen.
The only Gewinner here is JN. He had a Board and senior leadership determined to get rid of him, which probably would have happened in the summer - unless he unlikely won the CL. Now the football world is marvelling at how an established, elite guy like TT is getting his ass handed to him in just 7 games, while JN looks like a demi-god in hindsight for the results he was getting out of that same squad – e.g., the unbeaten run in the CL.
The only winner is Borussia Dortmund
He looks like the winner, but I’m also sure he would have liked to stay longer.
Waren das noch Zeiten, als Sepp Blatter verkündete:
And the winner is Deutschland. ![]()
Mhm vielleicht…
Aber: obwohl Bayern gerade in der BL so schlecht spielt, reichte es gegen City, um eine Leistung abzuliefern, nach der man durchaus von einem „unglücklichen“ Ausscheiden sprechen kann.
Unter JN wäre es in der BL wohl kaum schlechter gelaufen; eher etwas besser. Somit scheint es durchaus möglich, dass man mit JN gegen City vllt. sogar besser gespielt hätte. Vielleicht wäre man sogar weitergekommen, hätte sich aber hintenrum bereits vom Trainer getrennt gehabt.
Sowas hätte - bei allem Respekt - außer Dir wohl keiner der Öffentlichkeit verklickern können.
Eine allgemeine Frage:
nach den letzten Spielen schrieben diverse Foristen, dass sie Verbesserungen (oder zumindest Ansätze davon) gesehen hätten. Auf die Nachfrage, worin diese konkret bestünden, wollte niemand so richtig eingehen. Deshalb nochmal an die Allgemeinheit:
Findet ihr, dass wir -den Ergebnissen zum Trotz - insgesamt besser spielen? - Egal ob ja oder nein, woran macht ihr euer Urteil fest?
Ich fand die ersten 35 minuten heute ganz gut. Sehe ich das richtig?
Ich sehe hier durchaus Parallelen zum Wechsel von Heynckes zu Guardiola.
Da sind die Fans auch nicht auf die Barrikaden gegangen, obwohl Heynckes deutlich beliebter gewesen sein dürfte als Nagelsmann.
„Bla, bla, bla. Trotz der Erfolge von Julian, sind wir mit der spielerischen Entwicklung der Mannschaft nicht so zufrieden. Von dem Kader versprechen wir uns deutlich mehr und glauben, dass Thomas der Trainer ist, der mehr aus diesem Kader herausholen kann.“
Glaub schon, dass die Fans das geschluckt hätten.
Wäre auf jeden Fall sauberer gewesen, als das unwürdige Schauspiel, was jetzt stattgefunden hat.
Und Tuchel hätte eine anständige Vorbereitung gehabt.
Ich finde, man kann schon sehen, dass die Mannschaft unter Tuchel um mehr Ruhe im Spielaufbau und um mehr Kontrolle/Dominanz bemüht ist. Auch ich habe die Anfangsphase gar nicht schlecht gesehen. Im Gegenteil, ich hatte in der 1. Halbzeit den Eindruck, dass von Mainz keinerlei Gefahr ausgeht, weil diese leichte Abspielfehler und Ballverluste en masse hatten. Folgerichtig erzielten wir die Führung und haben sie bis zur Halbzeit gehalten. Dass wir in der 2. Hälfte so eklatant einbrechen, und quasi kapitulieren, wenn der Gegner die leichteste Gegenwehr zeigt, ist nicht bayernlike. Vielleicht hilft es wirklich, dass jetzt zum ersten Mal seit dem Trainerwechsel nicht alle drei Tage ein Spiel ansteht und man die Köpfe freibekommt. Automatismen und Abläufe kann man trainieren, wenn man Zeit dazu hat. Deswegen bin ich einigermaßen zuversichtlich.
Bin nicht restlos überzeugt, aber Du könntest durchaus Recht haben.
Wenn wir uns darauf und vielleicht auch noch auf die erste HZ beschränken, würde ich ja sagen.
Wir hatten die Mainzer recht gut im Griff, die, wenn ich mich recht erinnere, eigentlich keine echte Torchance hatten. Vorne hatten wir das Tor, das Abseitstor (?) (im Grunde gut gespielt), zwei oder drei Halbchancen.
Die Führung zur Halbzeit war verdient und wenn wir eine ähnliche zweite HZ gespielt hätten, wäre ich heute zufrieden gewesen.
Dann wäre es kein Highlight-Spiel, aber ein sauberer Arbeitssieg gewesen.
Leider müssen wir aber immer eine zweite HZ spielen. Und das scheint uns gar nicht zu liegen. ![]()
Sehe ich auch so. Finde das auch ganz gut. Aber das geht schon zu Lasten unserer offensivrn Durchschlagskraft.
Wenn wir so pro Spiel nicht mehr als 1 Törchen erzielen können, ist mir das Harakiri - sofern hin und wieder mal ein Spiel gewonnen wird - vielleicht doch lieber…
Ich fand vor allem dwn Mix aus Ruhe und Kontrolöe im Aufbauspiel und zunehmender Dynamik/Tempo, je näher es dem gegnerischen Tor ging, ziemlich toll.
Ob das der Fußball ist, der Tuchel bei uns vorschwebt?
Heynckes’ Vertrag lief aus und er hatte lange so getan, ala wolle er die Karriere beenden. Der Vergleich hinkt sowas von.
Finde ich nicht. Ich habe auch nicht behauptet, dass es 1 zu 1 die gleiche Situation war.
Hoeneß damals:
"Es gab jetzt die Möglichkeit, Pep Guardiola zu verpflichten. Wer weiß, wann das wieder möglich gewesen wäre. Daher hat sich der Verein entschlossen, diese Herausforderung anzunehmen. Jupp war früh informiert, dass es Kontakt gibt. Natürlich hätte er gerne noch ein Jahr weitergemacht, er hätte sich sicher erweichen lassen. Aber er hat sich am Ende so entschieden. Wir sind ihm dankbar, dass er kein Theater gemacht hat.”
So in etwa hätte man den Wechsel von Nagelsmann zu Tuchel auch kommunizieren können.
This is the most apt and concise summary of the current state of affairs at Bayern as it presents itself to us right now I’ve seen. Thanks for that.
The board made a high-stakes gamble. They had lost faith in Nagelsmann’s ability to see the season through to a successful conclusion (i.e. winning the Pokal, the Meisterschaft and, ideally, the Champions League as well) and wanted to replace him with Tuchel. But for fear that Tuchel would go and ply his trade elsewhere by the end of the season, they decided to change horses in midstream and appoint him straight away instead of waiting until the summer.
And now everyone involved has come out looking the worse for it - with the possible exception of Julian Nagelsmann, whose biggest mistake seems to have been getting sacked.
No doubt there’ll be those who’ll lay the blame for Bayern’s current malaise entirely at the feet of Nagelsmann, saying that he’s managed to cripple the team so thoroughly that it will take months for his successor to rebuild it.
But if Bayern don’t win the Meisterschaft this year, the decision to make the switch from Nagelsmann to Tuchel in mid-season will go down as the single worst operational management decision in the past 10 years. And perhaps appointing Kahn and Brazzo as Vorstände (CEO and CSO) will go down as the single biggest strategic management blunder of this century.
What troubles me most about the idea that Kahn and Brazzo might be considered surplus to requirements and replaced is not just who would replace them but how much sway Uli Hoeneß apparently still holds at Bayern. The distinct whiff of pre-modern aristocracy in management wafting through Bayern’s corridors is not a healthy state for a 21st century super club seeking to compete with Europe’s best, many of whom are far better funded and therefore have far more room for costly management errors and inefficient governance structures than FC Bayern.
Wir waren vielleicht etwas verwöhnt, was die letzten beiden Trainerwechsel anging. Jupp und Flick haben es beide geschafft, sofort den Schalter umzulegen, und aus schon halb verloren geglaubten Saisons noch erfolgreiche zu machen - im letzteren Fall sogar das absolute Maximum herauszuholen. Wer sowas zweimal in wenigen Jahren erlebt hat, dessen Glaube an die Effektivität dieses Mittels dürfte dadurch gestärkt worden sein. Die nackten Zahlen sprechen ja ein anderes Bild und belegen, dass Trainerwechsel im Schnitt keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf die weitere Performance von Teams haben.
In unserem Fall ist jetzt eher sogar ein Ausschlag nach unten erkennbar, das Pokalaus hatte man jedenfalls sicher nicht auf der Rechnung. In der Liga ist der Effekt des überzeugenden Siegs gegen Dortmund gestern wieder verschenkt worden, und gegen City war die Sache leider klarer als erhofft. So dämlich kann es halt auch laufen, wenn man vor entscheidenden Spielen weitreichende Entscheidungen trifft. Das ist aber anderen auch schon so gegangen. Für Tuchel hätte es natürlich besser laufen können, wenn er jetzt eine Mitverantwortung für die erste vergeigte Meisterschaft seit 2012 übernehmen müsste, und das gegen einen BVB, der nicht mit dem Klopp- (oder auch Tuchel-)Team zu vergleichen ist. Andererseits dürfte er sich dann im Sommer mit einer Mannschaft vorbereiten, die den Titel sicherlich schleunigst wieder zurückerobern möchte; und mit einem Vorstand zusammenarbeiten, der selber angeschlagen ist und entsprechend investitionsfreudig sein dürfte. Oder er packt es in den letzten Spielen doch noch, und kann sich für etwas feiern lassen, was sich dann wie eine Trendwende anfühlen dürfte. Beides keine schlechten Voraussetzungen.
Ich „glaube“ mittlerweile das der Grund warum es unter Heynckes/Flick anders lief recht einfach ist:
Es war tatsächlich zumindest ein Teil der Mannschaft damals gegen den Trainer (Ancelotti/Kovac)
Bei Nagelsmann scheint es nicht der Fall zu sein das er die Kabine verloren hatte und daher die schlechten Leistungen kamen.