Je mehr seit dem Amtsantritt von Tuchel schief gelaufen ist, desto sinnvoller erscheint mir die Entscheidung, Nagelsmann entlassen zu haben. Das mag paradox klingen und auch nicht die Intention der Führungsriege gewesen sein, aber so sieht man endlich, wo die Probleme liegen. Die Unruhe nach dem Trainerwechsel war sicherlich nicht leistungsfördernd, ist aber nicht der alleinige Grund.
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Tuchel konnte das nicht abstellen und hat die Serie mit Spielen, in den man zur Halbzeit in Führung lag und dann nicht gewann, noch ausgebaut, aber alleine an diesen Zahlen kann man sehen, dass etwas gravierend schief läuft.
Mit einem besseren Saisonende (egal ob unter Nagelsmann oder Tuchel) wäre das doch alles wieder als „kleiner Kratzer“ abgetan worden.
So sieht man, dass es innerhalb der Mannschaft nicht stimmt, einige Spieler mental überfordert sind bzw. spielerisch überfordert sind und es werden endlich auch die Gräben und Seilschaften hinter den Kulissen deutlich sichtbar.
Falls die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden, kann ich damit leben, dass man möglicherweise durch die Entlassung den einen oder anderen Titel aufs Spiel gesetzt hat.
nicht nur paradox sondern etwas „pervers“, dass man einen Trainerwechsel deshalb gut (sinnvoll) heißt, weil er gezeigt hat, dass es nicht am Trainer liegt…und er die anderen Probleme sichtbarer gemacht hat.
Ich denke nicht, dass man Nagelsmann eine Opferrolle zukommen lassen sollte. Der hat einiges dazu beigetragen, dass es nicht rund lief.
Die Situation, dass man sich genötigt gefühlt hat JN zu entlassen, ist doch unter diesem entstanden. Was man mMn. kritisieren kann ist, dass man sich nicht nach der letzten Saison oder spätestens in der Winterpause getrennt hat, damit der neue Trainer eine Vorbereitung hat.
Nach der Winterpause gab es schon noch mal ein paar „Brandbeschleuniger“, die den Verantwortlichen wahrscheinlich dann zu viel waren. Damit meine ich gar nicht mal nur das, was auf dem Platz passierte, sondern auch drum herum. Das war in den 1 1/2 Jahren zuvor bei weitem noch nicht so ausgeprägt. Kurzum: wer evtl. unter Beobachtung steht, sollte nicht darauf bestehen, dass etablierte Mitglieder des Trainerstabs entlassen werden. Man sollte möglichst auch nicht Schiedsrichter als „weichgespültes Pack“ beschimpfen oder kurz nach einer Niederlage in den Urlaub fahren und eine gewisse Konsequenz zeigen, wenn Spieler aus der Reihe tanzen.
Ich glaube tatsächlich, dass das die Dinge waren, die Nagelsmann letztendlich das Genick gebrochen haben. Kahn und Salihamidzic wurden bei einem FCB groß, bei dem nur das Ergebnis zählte und sie hätten Nagelsmann mMn nicht rausgeworfen bei dieser tabellarischen Konstellation, wenn ansonsten alles bestens gepasst hätte.
ich weiß, ich weiß. Ich habe nur den Gedanken deines Posts weitergesponnen bzw. etwas umformuliert.
Passt am besten wohl hier rein
Heute wabert durch die Medien, dass Nagelsmann seinen Skiurlaub nicht abgesprochen hatte. Heißt mit anderen Worten „unerlaubt nicht zur Arbeit erschienen“.
Sturm im Wasserglas, Zeitungsente, oder ist was dran?
Richtig. Bei Nagelsmann mag die Stimmung besser gewesen sein, er hatte nicht das Team gegen sich, weswegen seine hohen Niederlagen (im Gegensatz zu Ancelotti und Kovac) nicht zu seiner Entlassung führten, er hat jedoch eklatante fachliche Mängel und es in der Summe nicht geschafft, das Team zu verbessern, nicht einmal die ständigen Fehler abzustellen. Der einzige Fehler war mMn Nagelsmann nicht schon früher zu entlassen.
Im Nachhinein ist klar, dass die Entlassung zum falschen Zeitpunkt kam. Hätte Nagelmann die Saison mit ähnlichen Ergebnissen zu Ende geführt wie jetzt Tuchel, so wäre zumindest allen klar, warum er gehen musste. Hätte er ein bis zwei Titel geholt, so wäre es natürlich auch besser gewesen. Und bei früherer Entlassung könnte man nun Tuchel zur Verantwortung ziehen. Der einzige Vorteil jetzt ist, dass Tuchel hoffentlich besser versteht, woran es hakt, als wenn er erst im Sommer gekommen wäre.
Leider muss man wohl wieder trotzdem bei null anfqngen und sich von dort hocharbeiten.