Ein Schmankerl aus einem traurigen Anlass:
Zu Ehren der letzten Late Show von Stephen Colbert.
Das Schluss-Bild, als alle auf die Bühne kommen, ist wunderschön und herzzerreißend.
Ein Schmankerl aus einem traurigen Anlass:
Zu Ehren der letzten Late Show von Stephen Colbert.
Das Schluss-Bild, als alle auf die Bühne kommen, ist wunderschön und herzzerreißend.
Heute vor 86 Jahren wurde Levon Helm geboren (2012 gestorben): Gründungsmitglied, Schlagzeuger und Sänger von The Band, die Bob Dylan in den 60ern teils musikalisch begleitet haben. Levon war Multiinstrumentalist, aber vor allem seine Leistung als Sänger und gleichzeitiger Schlagzeuger von The Band hebt ihn hervor. Es gibt wohl nur wenige Musiker, die es geschafft haben, einerseits den Beat sauber zu halten und gleichzeitig ähnlich ausdrucksstark zu singen wie er.
Mein heutiger Musiktipp bezieht sich daher vor allem auf ihn: The Band mit „The night they drove old dixie down“ von dem letzten Konzert „The last waltz“ zumindest in der Originalbesetzung, verfilmt von Martin Scorsese - es ist tatsächlich das Original dieses Songs. Gecovert u.a. von Joan Baez, Johnny Cash und ganz vielen anderen Größen - und zumindest melodisch von Juliane Werding („Der Tag, als Conny Kramer starb“) :
Obwohl die song credits nur Robbie Robertson als Texter nennen, hatte Levon Helm, der einzige Südstaatler in der Band, die ansonsten aus Kanadiern bestand, einen großen Anteil an der Entstehung des Songs – behauptet er selbst zumindest, und das durchaus glaubwürdig.
Der Text – eine Reminiszenz an die Endphase des US-amerikanischen Bürgerkriegs - ist immer mal wieder in den Verdacht des Revisionismus oder der Glorifizierung der Südstaaten-Sklavenhaltergesellschaft gekommen, dabei beschreibt er nur, halt aus Sicht eines Konföderierten, die Erfahrung von Leid und Entwurzelung am Beispiel der Mitglieder seiner Familie, die keineswegs als reiche Plantagenbesitzer, sondern vielmehr als einfache Arbeiter charakterisiert werden.
Und credit, where credit is due – Juliane Werdings Schmonzette über den Tod eines Drogenkonsumenten hat zwar nicht viel mit dem Original zu tun außer der schönen Melodie und der traurigen Grundstimmung, aber immerhin ist dies ein Song über ein sehr ernstes, damals recht aktuelles Thema, der sich deutlich vom Schlager-Lalala Anfang der 70er abhebt und dennoch ein riesiger Hit wurde. Die Fünfzehnjährige (!) eiferte damit ein bisschen Joan Baez nach, deren akustisch zurückgenommene Fassung des Dixie-Hits ihr wohl Pate stand.
Wie in den 90’s ![]()
Klasse… die mochte ich damals schon und sie knüpfen an ihren Sound von damals an.
Na da hoffe ich mal, dass es sie bald Live zu sehen gibt.
An die Stimme von Stephen Holt, dem alten und neuen Sänger, muss ich mich aber erst gewöhnen. Ich bin mit den Hits und der Stimme rund um Tom Hingley „groß geworden“, also der Madchester Ära.
Am 22.5. ist Dick Parry verstorben, der langjährige Saxophonist bei Pink Floyd. Seine Solos prägten Songs wie Shine On You Crazy Diamond. Hier ein kurzer Ausschnitt.
Heute feiert Alanis Morissette (geboren am 1.6.1974) Geburtstag. Ich persönlich schätze vor allem ihr Album „Jagged Little Pill“, insbesondere davon den Song „You oughta know“ (neben „Ironic“): ein tolles Album!
Vielleicht eines der besten Debut Alben überhaupt. Hat heute noch, nach knapp 30 Jahren (Wahnsinn…
) eine unheimliche Kraft.
Mein Anspieltipp:
große Worte. Ich habe sie gerne gehört damals.
Schöne Zeit wars.
Höre ich heute immer noch gern. Wie @Faenger sagt: hat immer noch ordentlich Power, klingt für mich auch komplett zeitlos.
Kleiner (Film-)Tipp am Rande:
In Kevin Smiths absurd-schräger Satire DOGMA spielt Alanis Morissette die, nun, man könnte sagen: Hauptrolle - sie spielt nämlich nichts Geringeres als GOTT h(er)self. Und zwar ziemlich unnachahmlich
.
Und die Musik, sprich den Soundtrack, liefert sie natürlich auch noch nebenbei.
Spotify Radio hat mir mal wieder eine für mich interessante Neuenddeckung geliefert. Izo FizRoy, eine Stimme zum Entrosten !!! Super!!! Toller Funk, Soul Jazz. Unbedingt die Debut Scheibe “ Skyline” anhören.
Diese Stimme erinnert mich an eine deutsche Sängerin aus meiner Jugendzeit, die ich mit ihrer Band FRUMPY mehrmals hören und sehen konnte. Inga Rumpf, eine Hammerstimme des deutschen Krautrocks.
Sensationell guter Tipp, Danke dafür…!
Wirklich eine großartige Stimme. Aber nicht nur das: auch das Video ist klasse. Den Kids könnte ich stundenlang zusehen. Und vor allem: der Sound. Funky, soulig, ich höre da auch Gospel-Schule raus. Gefällt mir wahnsinnig gut! Ich kannte Izo FitzRoy bisher nicht, eine Schande.
Ja, und dass heutzutage noch jemand FRUMPY kennt und die große Inga Rumpf… berührt mich sehr. Die hatten in den Neunzigern ja sogar noch ein Comeback, die Scheibe werd’ ich mal wieder rausziehen, schon lange nicht mehr gehört.
Mein heutiger Anspieltipp ist eine Band, die ich einsortieren würde in die Schublade Lieblingsband, die kaum einer kennt. Was ich irgendwie nicht verstehe, denn den Sound haben sicher viele schon gehört. Kristallklarer Pop. Gerne landen sie auf Soundtracks oder werden in Indie-Komödien erwähnt:
DEATH CAB FOR CUTIE.
Neue Platte ist draußen, und ich möchte sagen, Rückkehr zu alter Hochform!
Regina Ziegler ist letzten Monat gestorben. Sie erlangte einen gewissen Kultstatus durch ihren Nachbarschaftsstreit mit einem uneinsichtigen Knallerbsenstrauchzüchter, der sich beharrlich weigerte, besagten Strauch, der direkt an der Grundstücksgrenze auf einer Erdaufschüttung wucherte, so zu beschneiden, dass der vom Ehepaar Ziegler Jahre zuvor angelegte Maschendrahtzaun nicht durch verstärkten Rostbefall beschädigt wurde.
Der Fall wurde 1999 vor dem Fernsehgericht von Richterin Barbara Salesch vorgetragen, wo die Klägerin eine juristische Niederlage hinnehmen musste.
Der Entertainer Stefan Raab nahm diesen Vorfall zum Anlass, sich in einem Pseudo-Country-Song mit der relativ bekannten Band Truck Stop über die mit einem herzhaften Dialekt gesegnete Frau lustig zu machen. Neben dem Schaden hatte diese nun also auch noch den Spott zu tragen. Wenigstens bekam sie von dem Erfolg der Platte - einem Nummer-1-Hit! - auch noch eine Scheibe ab: 10 Pfennig pro verkauftes Exemplar.
tolle Band, die ich aber leider das letzte Mal 2015 näher verfolgt habe und sie seit dem vergessen habe. Nur ein Song “Song meets body” vom Album “Plans” hat es über all die Jahre in meine Playlist geschafft.
Eine weitere Sängerin, die mich mit ihrer so zarten, emotionalen Stimme gerade verzaubert, voll am Angelhaken zappeln lässt, ist Baby Rose auf ihrer EP “Slow Burn”, zusammen mit der Band Badbadnotgood. Diese ist eine kanadische Instrumental-Band, die den Genres Hip-Hop und Jazz zugerechnet wird. Auf jeden Fall eine tolle, sich ergänzende Kombination.
Nebraska ist eh eines der eindrucksvollsten Alben von Bruce Springsteen. Aber wenn er sich fast 45 Jahre später in ein Studio setzt, das ganze Ding hintereinanderweg abspielt mit Gitarre und Mundharmonika, nur ab und zu begleitet durch schemenhafte Musiker im Hintergrund, und daraus eine Reihe von geradezu intimen Schwarzweiß-Aufnahmen wird, dann hört man sich das an und denkt, welch ein Glück, die Karriere dieses Mannes von Anfang bis Ende miterlebt haben zu dürfen.
5.6.1983: U2 tritt auf im Red Rocks Stadium in Colorado. Die Wetterumstände waren miserabel, die Vorbands sagten ab, aber das Wetter verbesserte sich leicht vor dem Konzert. Und was Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Junior dann auf die Beine gestellt haben, war einfach großartig und zumindest mit eine Grundlage für ihren späteren Welterfolg. Das Live-Album „Under a blood red sky“ entstand daraus (teils mit Liveaufnahmen von Red Rocks), stellvertretend dafür der Song „Gloria“:
500 Herzen. Mindestens.
U2! In den 80-ern und 90-ern absolute Benchmark der Rockmusik. Vor allem Live großartig. Gloria heute noch in meiner Live-Playlist immer dabei.
Ich hätte nicht damit gerechnet, aber es ist passiert.
Der Meister himself hat noch einmal eine Platte gemacht, die mich wirklich ziemlich aus den Socken haut. Und alles, alles atmet Nostalgie…
Macca hat’s immer noch drauf. Natürlich klingt niemand so sehr nach Beatle wie ein Beatle. Trotzdem ist es nach so vielen Jahren immer noch ein überragendes Gefühl für mich, diesen Sound der besten Band aller Zeiten zu hören.
Ich muss ja sagen, in der klassischen Einteilung der Beatles-Fans war ich immer der John-Typ. Geliebt habe ich sie alle, und freilich ist die kongeniale Verbindung aller Charaktere und Fähigkeiten in der Solo-Karriere nicht reproduzierbar. Aber nach dem Verlust zweier der größten Songwriter aller Zeiten ist Paul nun seit langer Zeit der letzte Anker, und ich bin dankbar, dass es ihn noch gibt. Dass die Stimme altersgemäß brüchig wird - drauf gepfiffen.
Ich bin noch dabei, meine Favourites zu küren. Und wie schon früher auf Beatles-Platten wechselt das von Tag zu Tag. Ich biete euch aber die klare Nummer Eins,
und zwei Zugaben, die momentan vorne liegen.
So sehr ich deinen Musikgeschmack schätze, dieses Mal habe ich den faden Geschmack, wie wenn ich meinen Meßmer-Teebeutel zum 3.Mal in lauwarmes Wasser hänge. Ein Paul McCarntney macht noch nicht automatisch ein gutes Album. Ähnlich erging es mir kürzlich auch mit seinem Buddy Ringo. Wo sind Songs des letzten White Albums? Meine Meinung als großer Beatles Fan: überflüssig ![]()