Auf die Gefahr hin, dass es es hier offtopic wird und eigentlich eher in den Politik- und Gesellschaftsthread gehört (aber weil die letzten beiden Beiträge sich auf den Wal bezogen, daher erstmal hier):
Es ist einerseits wirklich komplett absurd, wenn man einen einzelnen Wal mit massivem Aufwand versucht zu retten, während tausende Wale jährlich alleine durch Beifang in der Fischerei sterben. Es ist andererseits menschlich, weil sich hier die empathische Seite des Menschen zeigt, symbolisiert durch ein Einzelschicksal (und vielleicht regt sich hier auch das schlechte Gewissen). Und dann steht eine Walrettungsmission in den Nachrichten auf einmal (unfreiwillig) neben der Meldung, dass wieder einmal Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben sind, dass es Krieg in der Ukraine gibt und im Iran und weitere zahllose Meldungen, die uns eigentlich mental überfordern. Dann ist die Walgeschichte auf einmal ein gewisser Ausweg - eine Aussicht auf eine Lösung eines Problems, welches wir vielleicht kontrollieren können (ob es gelingt, ist ja bei weitem nicht sicher).
Dieser Wal lehrt uns vieles darüber, wie wir als Menschen „ticken“.
Bei der Wal-Thematik kommt auch bei anderen Beispielen ein Aspekt dazu, der zeigt, wie wir Menschen „ticken“. Wir denken nämlich, dass wir besser wissen, was wir tun müssen, damit es den Tieren besser geht und zwar sowohl allgemein als auch in jedem konkreten Einzelfall. Ich hoffe, dass die Rettungsaktion von Timmy die richtige Entscheidung war und man nicht einem ohnehin schon schwerkranken Tier, das möglicherweise seinen Tod schon herbeikommen sah, längere Qualen beschert. Aktuell sieht es ja ganz gut aus. In einem anderen Fall hat die Motivation der Menschen, das Leid von Tieren zu lindern im konkreten Fall für mehrere Tiere ihr Leben verschlechtert.
Das Beispiel betrifft 2 Orcas und 13 Delfine in Antibes. Wir sind uns wohl alle einig, dass die Haltung von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft verboten gehört. Es ist ein Relikt aus Zeiten, in denen man dachte, dass man diese Tiere artgerecht würde halten können. Für die betroffenen Tiere, besonders die Wildfänge war es ein Martyrium. Lediglich die Bereitschaft, diese Tiere in der Wildnis besser zu schützen, mag etwas gestiegen sein, wenn Menschen sie in Gefangenschaft sahen. Es war trotzdem ein Skandal, jemals zu erlauben, dass solche Tiere in Becken gehalten werden dürfen.
Was allerdings in Antibes passierte, ist eine noch größere Grausamkeit gegenüber den Tieren. Frankreich hatte schon lange ein Gesetz verabschiedet, dass die Haltung von Orcas ab einem bestimmten Zeitpunkt verbietet. Als im Frühjahr 2024 ein Orca dort aufgrund des Verschluckens einer losen Schraube in seinem Becken verendete, zogen die Tierschützer alle Register (Demonstrationen, Blockaden etc.), um dieses Haltungsverbot so schnell wie möglich vorzuziehen. Der Park wurde kurze Zeit später deswegen geschlossen und 13 Delfine und die beiden verbliebenen Orcas vegetieren seitdem in ihren Becken dahin. Die bisherigen „Abwechslungen“ wie Training und Shows fielen natürlich weg, denn alle Mitarbeiter wurden entlassen. Ein Highlight für die Tiere ist es seitdem, wenn z.B. eine Drohne über ihr Becken fliegt. Sämtliche Ideen, die bzgl. einer Auswilderung diskutiert wurden, wurden bislang verworfen. Die Errichtung eines Schutzgebiets im Mittelmeer wird diskutiert, eines in Kanada taugt wegen der anderen klimatischen Bedingungen nicht…
Mittlerweile befürworten manche Experten sogar eine Verlegung in den Lobo Park nach Teneriffa, wo auch noch Orcas gehalten werden.
Wir wissen ja immer noch nicht, wer der (die?) neue Bond wird…
Aber so wie’s aussieht, wissen wir, wer den neuen Bond-Song singt
.
What should I say - groß natürlich. Und die göttliche Lana Del Rey die logische Wahl.
By the way schieb ich die neue Single gleich hinterher. Gehört mit zum Besten, was ich von ihr gehört habe (und bisher war schon alles super
).
Natürlich hat der Produzenten-Gott Jack Antonoff wieder mitgepfriemelt. Der gehört ja eh zu den Männern, auf die ich ein klein wenig neidisch bin, ehrlich gesagt. Ex von Lena Dunham, Kopf hinter Taylor Swift, Dauer-Producer von Lana Del Rey blablabla, heute, als Krönung gewissermaßen, Gatte von Margaret Qualley. Die natürlich ausdauernd in den Videos seiner ur-eigenen Band auftaucht. Die nebenbei bemerkt tolle Musik machen, aber ganz anders als seine sonstigen Job-Interests im Pop-Business, alle freilich über die Maßen erfolgreich. Wäre den Bleachers ebenso gegönnt, ich frame das mal als Jersey-Sound. Der Boss lässt grüßen, die gemeinsame Herkunft von Antonoff und Springsteen ist unüberhörbar.
Mein persönlicher Liebling from the new album:
Johnny Colt wurde heute vor 60 Jahren geboren: der langjährige Bassist der Black Crowes und später dann sogar auch von der legendären Band Lynyrd Skynyrd. Ich schätze den „Southern Rocksound“ der Black Crowes als auch den von Lynyrd Skynyrd wirklich sehr, auch wenn beide Bands ihren ganz eigenen Charakter haben. Hier der Titel, mit dem die Black Crowes im Jahr 1990 durchgestartet sind (ein Otis Redding-Cover): „Hard to handle“
Ich wette, wenn du den Song hier einfach nur unkommentiert reinstellen würdest, käme man doch sofort darauf, dass es ein Bond-Song ist. So typisch…
Das stimmt. Mich hat er von der Machart an den Adele-Bond-Song erinnert. Balladesk, aber mit großen Gefühlen, Dramatik, Steigerung - und das klassische Bond-Motiv ist auch mit drin. Kleiner Tipp: beim dritten, vierten Mal Hören geht das Ding klasse ins Ohr. Was nicht gegen das Teil spricht
.
Hat mich damals extrem geflasht. Gefiel mir sogar noch besser als das Original, auch wenn’s ein wenig schade war, dass ausgerechnet ein Cover diese Band nach oben gespült hat - die Platte war insgesamt super. Und der Nachfolger, The Southern Harmony…, war sogar noch besser!
Das Niveau haben sie nicht ganz gehalten, aber ich mag die Truppe wirklich sehr. Ich habe eine Freundin, die ganz besessen von Chris Robinson ist und der Band sogar hinterherreist…![]()
The NYT has chosen the 30 Greatest Living American Songwriters
They are:
NILE RODGERS
LUCINDA WILLIAMS
STEVIE WONDER
JAY-Z
PAUL SIMON
TAYLOR SWIFT
BRIAN & EDDIE HOLLAND
MISSY ELLIOTT
LIONEL RICHIE
DOLLY PARTON
OUNG THUG
DIANE WARREN
JOSH OSBORNE, BRANDY CLARK, SHANE MCANALLY
FIONA APPLE
BABYFACE
STEPHIN MERRITT
ROMEO SANTOS
CAROLE KING
OUTKAST
MARIAH CAREY
WILLIE NELSON
KENDRICK LAMAR
VALERIE SIMPSON
BOB DYLAN
LANA DEL REY
THE-DREAM
JIMMY JAM & TERRY LEWIS
BAD BUNNY
BRUCE SPRINGSTEEN
SMOKEY ROBINSON
I barely know more than half of them even just by name (17/30, to be precise).
How many do you know?
es lehrt uns vor allem, wie wir uns als Gesellschaft erneut von rechten Spinnern und einer sachfernen Empörungsblase in Sippenhaft nehmen lassen und bar jedweder Vernunft ein Stellvertreter- und Ablasshandeltheaterstück aufführen, wie es sich Hollywood und die BLÖD sich nicht besser hätten ausdenken können - an der Spitze ein vollkommen überforderter Politiker, der sich willfährig und ängstlich wegduckt und den Irren den Weg bereitet…
welch unwürdiges Schauspiel - grotesk, tierfeindlich und zum fremdschämen!
Ich mag Rick Beato auch. Eine solche Liste kann man nur unter der Voraussetzung ernst nehmen, dass ihr Zweck die Generierung von engagement bzw. Aufmerksamkeit für das publizierende Organ ist und jedenfalls nicht die Kürung einer Liste der objektiv besten Exemplare von irgendwas. Wie Beatos Reaktion zeigt, hat die Liste diesen Zweck vollständig erfüllt. Mit den Reaktionen auf diesen Artikel ist nun ein paar Millionen Menschen einmal mehr, als es ohne diesen Artikel der Fall gewesen wäre, der Begriff „New York Times“ durch den Kopf gegangen.
It may or may not be a good list, but it’s smart business.
All of them… ![]()
Naja, um der Wahrheit die Ehre zu geben: im Bereich Country (Josh Osborne et al) oder die Latino-Ecke (Romeo Santos) bin ich nicht allzu bewandert, da kenne ich zwar die Namen, aber die Musik geht weitgehend an mir vorbei.
Den Link von RICK BEATO wollte ich auch setzen, @Zaungast…
! Sehr unterhaltsam, wie immer.
Aber wie @Alex ja richtig sagt, wenn ein großes Print-Teil so eine Liste aufmacht, sind die Gründe - und auch die Zusammensetzung - in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Was natürlich nicht dagegen spricht/spräche, etwas andere Kriterien oder Qualitätsmaßstäbe anzusetzen.
Freilich, man versucht immer so eine gewisse Ausgewogenheit hinzubekommen. Ältere und jüngere Künstler, verschiedene Genres und so weiter. Bittschön auch einen einigermaßen gerechten Anteil der Geschlechter (nur so halbwegs geglückt, ich zähle auf die Schnelle 11 Frauen).
Well, debattieren drüber kann man ja immer, und das macht ja auch Spaß.
Mein Senf dazu:
Muss drin sein, freilich
NILE RODGERS
LUCINDA WILLIAMS
PAUL SIMON
TAYLOR SWIFT
BRIAN & EDDIE HOLLAND
MISSY ELLIOTT
DOLLY PARTON
STEPHIN MERRITT
CAROLE KING
KENDRICK LAMAR
BOB DYLAN
LANA DEL REY
BRUCE SPRINGSTEEN
Das sind schon mal 13 Übereinstimmungen, die ich auch hätte. Übrigens, was die Bekanntheit angeht, ist vielleich zu erwähnen, dass STEPHIN MERRITT hauptsächlich unter dem Moniker THE MAGNETIC FIELDS agiert, und bei dem reicht eine einzige Platte, um seine Aufnahme in diese Liste zu rechtfertigen. Sie trägt den Titel 69 LOVE SONGS und enthält, genau, 69 Love Songs. Schüttelt der Kerl mal so eben aus dem Ärmel. All killers, no fillers. Kostprobe?
Darf nicht drin sein, niemals! ![]()
LIONEL RICHIE
OUNG THUG
JOSH OSBORNE et al
BABYFACE
ROMEO SANTOS
MARIAH CAREY
THE-DREAM
JIMMY JAM & TERRY LEWIS
BAD BUNNY
Das ist so eine Mischung aus Anbiederung an den Zeitgeist und die Jüngeren, dann doch noch ein, zwei bekanntere Namen, die musikalisch aber eher belanglos sind.
Muss stattdessen drin sein, unbedingt, nach strengen @cheffe- Kriterien!
RUFUS WAINWRIGHT
SUFJAN STEVENS
TORI AMOS
AIMEE MANN
JONATHAN RICHMAN
ADAM GREEN
BEN KWELLER
… und das sind jetzt nur die, die mir auf die Schnelle einfallen.
Vielleich gehe ich nochmal meine Vinyl-Sammlung durch, aber für den Moment soll es genügen. Danke an @Alex für den netten Zeitvertreib!
Ja diese Listen.
Dass man Randy Newman vergessen hat, zeigt dass die Liste nicht gelungen ist.
Es fehlt noch John Fogerty, Billie Joel, Jimmy Webb, Tom Waits, Tracy Chapman und Patti Smith.
Der Blues kommt auch schlecht weg. Gut, vielleicht läuft das bei denen nicht als Songwriting.
Wer da raus soll, soll nicht meine Sorge sein ![]()
Randy Newman, … Mann! Der lebt ja auch noch! Ja klar, der muss ja sogar in einer Top 5 sein!
Ebenso wie Waits. Das mein ich doch, Ausgewogenheit hin oder her, wenn da ein Bad Bunny auftaucht und man das mit dem OEuvre der beiden vergleicht, bekommt man ja Gehirn-Schmerzen.
Patti wollte ich eigentlich schreiben, aber das ist bei mir ganz seltsam: ich nehme sie hauptsächlich als Poetin wahr und über ihre Bücher. Jetzt schaue ich meine Platten von ihr an und gebe Dir Recht: ja, muss auch als Songwriterin drin sein
.
Ich denke das passt hier besser rein ![]()
@NordishBayernNature : solange du sehr deutlich darauf hinweist, dass der Song eine KI-Kreation mit Anstößen deinerseits ist, spricht rein von den Forenregeln her nichts gegen ein Präsentieren eines KI-Songs.
Dann versuchen wir das doch mal…
Also: mit KI erstellt, durch meinen Input:
Ich hab mir mal den Spaß gegönnt und den Spieß herumgedreht, und Gemini das File um eine Analyse bezüglich Musik und Lyrik gebeten. (Ohne Hinweis darauf, dass es ein KI-Song ist). Die Antwort war durchaus positiv: kein lyrisches Meisterwerk, aber eine stabile Stadionhymne mit bekannten Elementen und lokalem Bezug zum FCB, musikalisch professionell und sehr dicht produziert.
Erst auf die Nachfrage, ob es eventuell ein KI-Song sein könnte, kam die Antwort „Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit KI-unterstützt oder erstellt“, mit der Begründung der fast zu perfekten Produktion im Sound und einer Stimme, die trotz „Reibeiseneffekt“ zu glatt wirkt.
Spannendes Experiment ![]()
Mal wieder etwas für den Seelenfrieden.
Vielleicht habt ihr schon etwas vom Projekt des Musikers PLUMES gehört.
Seit 4 Jahren reiste er durch die Lande und… nun, macht was?
Well: He’s singing for animals!
Diese ganz speziellen “Konzerte” vor allen möglichen (wie vermeintlich un-möglichen
) Tierarten vermitteln einem irgendwie das Gefühl, dass die Menschheit vielleicht doch noch nicht ganz verloren ist. Ich kann es nicht besser beschreiben. Es ist herzerwärmend, oft erheiternd, manchmal (sicher auch für ihn) aufregend (wie nah man an einem Rhinozeros sein will, ist, sagen wir, flexibel - ist ja nicht gesagt, dass ihm die Darbietung gefällt?).
PLUMES macht das alles mit einem wirklich tollen Mindset, einer schönen Stimme und ohne unnötige Show-Effekte. Kürzlich, ich glaube gestern oder vorgestern, war auch ein Beitrag über ihn in der 3sat-Kulturzeit.
Aber seht selbst: