Dass die Intendanz des ZDF hergeht und in einer Kabarettsendung einen Song verbietet, obwohl dieser auf keinem Index steht und legal veröffentlicht wurde, ist ein Armutszeugnis. Meinetwegen hätte er noch eine Folge von “Was nun, Herr Dan?” hinterher senden können mit einer kontroversen Debatte über die Inhalte des Liedes. Aber einfach wegsperren? Jämmerlich.
Sir Brian May, Gitarrist, Doktor der Astrophysik und Co-Songwriter sowie ein Gründungsmitglied von Queen, feiert heute seinen 79. Geburtstag. Was soll man mehr sagen: einer der größten und bekanntesten Rockmusiker überhaupt, zudem mit einer selbstgebauten E-Gitarre (die berühmte Red Special) ausgestattet und damit wirklich einmalig im Sound unterwegs.
Mein heutiger Tipp daher: „Now I’m here“ von Queen, live aus dem Jahr 1986:
Endlich ist die WM vorbei und man kann sich wieder wichtigeren Dingen widmen…
…wie neuer, toller Musik.
Da hätte ich heute was ganz Besonderes anzubieten. Zwei Frickler vor dem Herrn, beide schon auf meinem Radar, allerdings mit ganz anderem Sound, tun sich zusammen und klingen, ja wie?
Wie eine heutige Version der seligen, gottgleichen BEACH BOYS!
Glaubt ihr nicht? Dann hört mal rein, Vorhang auf für PANDA BEAR & SONIC BOOM! (Die ersten beiden Tracks werden euch schon umhauen und auf den richtigen Weg führen, besonders Lucky Charm)
Lieber @cheffe : danke für den Tipp, der Sound erinnert tatsächlich etwas an die Beach Boys. Für mich allerdings eher wie die Beach Boys im entspannten Sommerurlaub , der Drive fehlt ein wenig. Nichtsdestotrotz sehr interessant!
Bei der Melodie schießt mir immer gleich David Niven in den Kopf. Seltsamerweise denke ich dabei immer an den Kopf der nach Links kippt, obwohl es aus einem anderen Film (Das Superhirn) ist. Komisch wie man sich so seine Erinnerungen zusammenbastelt.
25.7.1980: Wikipedia listet dieses Datum (aus meiner Sicht völlig zurecht) als erwähnenswertes Datum im Bereich „Kultur“ auf, weil an diesem Tag die Erstveröffentlichung des Albums „Back in black“ von AC/DC stattfand.
„Back in black“ ist eine echte Zäsur in der Geschichte von AC/DC: es ist das erste Album nach dem tragischen Tod von Bon Scott, dem ersten Sänger der Band, und Brian Johnson betrat erstmals die Bühne als Sänger. Und während die frühe Phase von AC/DC mit Bon Scott sehr vom erdigen Rock’n Roll lebte, war die zweite Phase mit Brian Johnson die noch erfolgreichere: AC/DC haben es mit ihm geschafft, sich weiter zu entwickeln, ohne wirklich die Wurzeln zu verlieren. Thunderstruck ist vielleicht das fast beste Beispiel für diese Entwicklung.
Der Titelsong dieses wirklichen Meisterwerks daher als mein heutiger Tipp (es ist das zweiterfolgreichste Einzelabum aller Zeiten nach Michael Jacksons „Thriller“ - und das muss eine Hardrockband aus Australien erst mal schaffen):
Glen Hansard hat übrigens bei der sehr bewegenden Verabschiedung von Shane MacGowan den Song „Fairytale of New York“ als Hauptsänger zusammen mit Lisa O’Neill gesungen:
Übrigens hat er lange vor ONCE auch eine kleine Rolle in THE COMMITMENTS von Alan Parker, da spielt er den Gitarristen Outspan. Allerdings wird man ihn kaum wiedererkennen…
Die Band „Greta Van Fleet“ hat vor kurzem einen neuen Song veröffentlicht angesichts des neuen Albums, nämlich den Song „Saw you stand“. Die Stimme von Sänger Josh Kiszka erinnert mich dabei immer an eine etwas rockigere Version von dem Yes-Sänger Jon Anderson:
GVF wird ja oft mit Led Zeppelin verglichen, zum einen wegen des 70er Jahre Stils als auch wegen der hohen Stimme des Sängers. Sie hatten öfter mit dem Vorwurf zu kämpfen, nur ein Plagiat zu sein. Aus meiner Sicht ist das aber nicht berechtigt.
Ich hatte bisweilen einen etwas vorurteilsbelasteten Zugang zu italienischer Popmusik. Die schien mir immer etwas zu, keine Ahnung, oberflächlich, schlager-esk.
Heilung erfuhr ich erst durch die Bücher und Tipps von Eric Pfeil, seines Zeichens Rolling Stone-Kolumnist, nicht zuletzt selber ein ausgefuchster Liedermacher. Er hat mir die Vorzüge der italienischen Popmusik in ihrer ganzen Reichhaltigkeit vermittelt.
Schon immer gut hingegen, und somit zu meinen heutigen Songs:
ALICE, Per Elisa
Wahnsinnsstimme, Wahnsinnsfrau, Wahnsinns-Song.
Und natürlich der große Meister: ADRIANO CELENTANO.
Ich bin seit vielen vielen Jahren fasziniert vom Sanremo-Festival. Es ist fast schon eine italienische DNA. Etwas was es ja im Alltag kaum gibt in einem solch heterogenen Land.