Weil mich gestört hat wie gewisse Leute teilweise auf Claus geantwortet haben. Es scheint, dass nur gewisse Meinungen willkommen sind. Die anderen nicht. Finde ich nicht ok.
Und nochmal zu Justins YT Kommentar:
Ich höre den Audio Podcast von Tag eins seit der Gründung und habe mir noch nie ein YouTube Video von euch angeschaut. Verstehe nicht wieso man Leuten beim schwätzen zuschauen sollte statt einfach zuzuhören. Aber auch hier finde ich deinen Ton und deine Antwort sehr polemisch und abwertend. Du kennst mich nicht aber hast trotzdem schon Vorurteile wie’s aussieht.
Sehe ich nicht so. Aber vielleicht wären Argumente und etwas Hintergrundwissen nicht verkehrt in einer Diskussion? Wäre doch Ziel führender als Cancel Culture. Auf meine Antwort ist man ja leider gar nicht eingegangen. Das ist das Problem, wenn man das Thema politisch sieht. (Ich bin für die CSU und sehe es darum anders). Dabei geht es doch um moralische Aspekte. Gar im weiteren Sinne gar christlich geprägte. Reue, Vergebung etc.
@Lukenwolf1970
Ich finde bei deinem zweiten Punkt, dass der FCB auch für Werte wie Loyalität, Familie etc. steht. Dazu gehört auch Vergebung und Unterstützung, wenn einer mal Mist baut und zurück in die Spur muss. Außerdem heißt Frauenrechte ja nicht, dass ein Täter für jegliche Tat lebenslänglich bestraft gehört. Mein Punkt war, dass er bestraft wurde und somit FAKTISCH für die Tat gebüßt hat. Ich finde persönlich auch das Strafmaß zu gering aber trotzdem finde ich eine Diskussion ihn jetzt noch immer kontinuierlich zu bestrafen falsch. Und bzgl. „abgesessen“, deshalb hatte ich es ja in „“ gepackt. Natürlich meinte ich nicht wortwörtlich abgesessen.
Zu 3.: ich finde da gibt es nochmal einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Aufsichtsrat und einem Boateng welcher hospitieren will. Das ist in der Regel ja auch unentgeltlich und es besteht kein formelles Arbeitsverhältnis. Trotzdem soll das verboten sein, weil er in der Vergangenheit verurteilt wurde? Obwohl es nicht mal dazu gereicht hat, dass er als Vorbestraft gilt.
Ich finde nicht, dass ich die Diskussion abgebügelt habe. Cancel Culture bezieht sich umgangssprachlich darauf, dass eine Person für etwas in der Gesellschaft für immer unten durch ist. Ist das nicht was hier gefordert wird? Er hat seine Strafe erhalten und soll trotzdem keine Arbeit mehr finden. Wieso? Weil er öffentlich oder nach dem Ermessen von z.B. Justin nicht genügend Reue zum Ausdruck bringt? Ich finde nicht, dass uns das zusteht da zu urteilen und ich finde wir sollten uns lieber an Fakten halten statt auf weiche Faktoren wie Reue zu pochen. Wer möchte messen ob er genug Reue zeigt? Wo liegt die Latte? Alles sehr subjektiv. Fakt ist, er wurde verurteilt und hat seine Strafe gezahlt. Uli wurde verurteilt und hat seine Strafe auch geleistet. Er wurde aber trotzdem wieder gewählt. Demokratie. Bei Boateng möchte man dem Verein aber vorschreiben, dass es dieses Mal anders sein soll da er ja nicht genügend Reue zeigt oder die Strafe zu gering war? Was verstehe ich da nicht richtig? Ich habe mMn nichts abgebügelt, sondern stelle die Objektivität in Frage. Alles auf subjektives Reueempfinden zu reduzieren finde ich falsch und stinkt im Endeffekt nach Cancel Culture.
Da bin ich 100% deiner Meinung. Aber im christlichen Sinne soll man 1. nicht urteilen und 2. vergeben. Das man subjektiv die Strafe nicht akzeptiert und immer nur weiter auf ihn eintreten muss, sieht stark nach Hetzjagd aus.
Case closed. Vielleicht reflektierst du mal dein eigenes Verhalten, bevor du dich hier anmeldest. Du erwartest doch nicht ernsthaft, dass ich auf so einen Unsinn reagiere.
Und nein, deine Punkte haben keinerlei Bezugpunkt zum Inhalt des Podcasts.
Niemand hat von zusätzlicher Bestrafung gesprochen. Das ist komplett deine Interpretation und erfunden.
Der arme Millionär. Die geringen Konsequenzen, die er dadurch gespürt hat (er durfte weiter Millionen im Geschäft verdienen) anzuführen, ist schon gewagt.
In anderen Worten: Du hast dich mit dem Fall halt einfach nicht befasst. Und auch nicht verstanden, was der Unterschied zwischen Justiz, Gesellschaft und Moral ist.
Alles klar, d.h. du fühlst dich also auf den Schlips getreten und bügelst dann jeglichen Inhalt polemisch ab. Beim FCB nennt sich das positive Streitkultur aber muss nicht jeder können, alles gut.
Du hast ja reagiert. Nur nicht auf den Inhalt, sondern nur auf die Begriffe die dir nicht gefallen.
Jemanden der lange beim FCB und ein verdienter Spieler war eine unbezahlte Möglichkeit sich ein paar Trainings anzusehen zu verweigern aufgrund von einer juristischen Vorbestrafung hört sich stark nach weiterer Bestrafung an.
Ich habe das mit den Millionen nicht gesagt, sondern auf ChrisCullen reagiert mit dem Punkt, dass sein Kontostand das Prinzip der Cancel Culture nicht beeinflusst und ändert. Aber anscheinend hast du ein Problem mit Leuten die zu viel verdient haben und denkst die müssen strenger behandelt werden oder was meinst du mit deiner Aussage dazu?
Du musst mir den Unterschied zwischen Justiz, Gesellschaft und Moral nicht erklären. Vielleicht solltest du mal meinen Inhalt gescheit lesen und sehen, dass ich die Justiz mehrmals erwähnt habe, die Gesellschaft mit Cancel Culture einbezogen habe und die Moral mit Vergebung und Reue auch diskutiert habe. Aber nach all diesen sinnlosen Kommentaren von dir erwarte ich sowieso auch nur Unsinn von dir.
Wir halten fest, ich habe mich mit dem Thema nicht genug befasst, weiß den Unterschied zwischen Justiz, Gesellschaft und Moral nicht und bin ja sowieso ein YouTube Troll der nur hierher ist um Unsinn zu verbreiten. Sonst habe ich ja nichts Weiteres von mir gegeben. Richtig? Richtig schlimmes Niveau von dir mMn. Enttäuschend.
Aber hiermit habe ich auch keine Lust mehr mit dir zu „diskutieren“ da du es anscheinend nur polemisch kannst/willst.
Schönen Abend euch allen.
Ich denke, ich verstehe zumindest in gewisser Weise deine Argumentation: dass z. B. Uli Hoeneß sich auch immer sehr um die „Familie“ des FCB gekümmert hat (vielleicht von Scheißdreck-Bernat mal abgesehen ), steht für mich außer Frage und ist ja auch lobenswert.
Es ist aber vielleicht in diesem Fall ganz genau dieses strukturelle Problem: wenn Boateng trotz mangels jeglicher (aus meiner Sicht) erkennbaren Einsicht jetzt beim FCB hospitieren kann: welches Zeichen setzt der Verein dann nach außen hin? Wie gesagt: ganz wichtig ist dabei für mich, dass Boateng bisher in der Öffentlichkeit keinerlei Einsicht gezeigt hat, ganz im Gegenteil. Wenn das anders wäre, hätte ich vermutlich auch eine andere Sicht auf die Dinge.
Du benutzt die Formulierung „Hetzjagd“ - ich würde es so formulieren: Wenn sich Boateng selbstkritisch mit der Vergangenheit auseinandersetzen würde, dann würden wir auf einem ganz anderen Level diskutieren. Das ist leider nicht der Fall.
@Claus und @Sley: Ich habe eine ernst gemeinte Frage an Euch.
Einmal unabhängig von konkreten Details und ganz grundsätzlich gefragt:
Darf ein Fan oder eine Gruppe von Fans etwas dagegen haben, dass Jérôme Boateng beim FC Bayern hospitiert?
Dürfen diese Fans ihre Meinung auch für den Verein deutlich wahrnehmbar kundtun, beispielsweise mithilfe von Transparenten in der Kurve?
Dürfen andere Fans sich zu dem Thema eine Meinung bilden und diese beispielsweise in einem Podcast öffentlich diskutieren?
Darf der FC Bayern sich entscheiden, diesem Wunsch Folge zu leisten und Boateng nicht hospitieren zu lassen?
Darf er das auch, wenn er sich zunächst noch anders entschieden hatte?
An welcher Stelle dieses Prozesses setzt Ihr aus und was findet Ihr daran falsch?
Wenn wir als Counterfactual das Jahr 2025 durch das Jahr 2011, „Jérôme Boateng“ durch „Manuel Neuer“ und „hospitieren“ durch „sich anschließen“ ersetzen, wäre Eure Meinung immer noch die gleiche?
Für mich greift diese Einstellung zu kurz. Es gibt für mich zu einer rechtlichen Strafe auch die gesellschaftliche Strafe sozialer Gruppen als Reaktion auf Fehlverhalten. Soziale Ächtung, Vertrauensverlust oder auch Einschränkungen im Beruf. Gewalt gegen Andere ist mit wenigen Ausnahmen keine einmalige Handlung sondern eine Haltung.
Das wird sicherlich niemand tun. (Bevor ich weiterschreibe, möchte ich explizit klarstellen, dass ich einfach nur eine Frage habe und nicht Jerome Boateng in irgendeiner Form verteidigen will)
Aber: welche Form der Reue wird denn erwartet, damit die Mehrheit hier sie „akzeptieren“ würde? In meinem Verständnis ist die absolute wichtigste Reue die gegenüber dem / der Betroffenen. Die wiederum wird im allgemeinen privat bleiben.
Dann gibt es die Reue vor Gericht - die wird sich zwangsläufig auf das beschränken, was man als Schuld eingesteht.
Was soll denn sonst noch kommen? Ein Fernsehinterview, in dem man mehrfach betont, wie leid einem das Alles tut?
Über Gewalt gegen deine Frau wird wohl kaum ein Medium berichten, das bleibt im Privaten, also wird Reue und Entschuldigung im Privaten stattfinden. Boateng, über den als Person und Fall in den Öffentlichen Medien berichtet wurde, ist deshalb auch eine Entschuldigung und Zeichen der Reue in den ÖM erforderlich.
Aber es gibt eben auch Verhaltensweisen, die darauf schließen lassen, dass jemand keine Reue zeigt bzw. sich nicht für schuldig hält und bei Boateng wird das mit dem gemeinsamen Foto mit Till Lindemann vor einer Zeitung, die über Boateng berichtet, schon irgendwie deutlich.
Schwierig. Sobald Gewalt gegen eine Frau ausgeübt wird und der Fall vor Gericht kommt, wird darüber auch in Medien berichtet. Es bleibt also nicht mehr im Privaten. Im Normalfall findet es halt nur Erwähnung im Lokalteil in einem Bericht über Gerichtsverhandlungen und wird kein überregionales Thema wie das eben bei prominenten Personen der Fall ist. Zudem wird der Name des Täters im Normalfall nicht genannt.
Artikel in der Lokalzeitung zu Gerichtsverhandlungen schließen im Normalfall auch Aussagen des Angeklagten bzw. Verurteilten ein und geben ihm also auch die Chance, nicht nur vor Gericht seine Schuld einzugestehen und zu bereuen, sondern dass dieses Eingeständnis auch in den Medien erwähnt wird.
Von daher müsste es im Fall eines Promis eigentlich auch reichen, wenn er bei der Gerichtsverhandlung seine Schuld eingesteht und Reue zeigt, denn darüber würde ja dann auch in der Presse berichtet. Eine zusätzliche Äußerung in einem Interview würde ich dann eigentlich nicht mehr einfordern.
Im Umkehrschluss bin ich aber auch bereit zu sagen, dass man Menschen, die sich weder vor Gericht noch später in der Öffentlichkeit einsichtig zeigen bzw. keine Reue zeigen, Konsequenzen für dieses Verhalten spüren lassen sollte.
Ein klares offenes Eingeständnis.
Der Verzicht auf Handlungen, die als Privileg gesehen werden (wie eine sofortige Rückkehr in den angesehensten Club Deutschlands).
Eine Zeit der Zurückhaltung und des Rückzugs.
Sichtbare Konsequenzen (Taten statt Worte):
Zum Beispiel eine nachweisliche Therapie, ein echtes (nicht PR-gesteuertes) Engagement für Gewaltopfer oder eine finanzielle Spende an entsprechende Organisationen.
äähm, stop - ich habe dezidiert geschrieben, dass es mir nicht um Boateng geht. Wie schon mindestens 3mal geschrieben, ich anerkenne im Fall Boateng das öffentlich gezeigte (somit beweisbare), miese Verhalten und habe daher auch der Petition zugestimmt.
Aber wie wäre es in einem fiktiven Fall: ein Prominenter wird von einer Ex-Partnerin beschuldigt, sie geschlagen zu haben, gerichtlich wird eine geringe Schuld festgestellt, die er auch zugibt und vor Gericht seine Reue zu den Vorfällen bekundet. Weitere Infos oder öffentliche Aktionen dazu gibt es nicht.
Würde das dir / euch ausreichen als Reue? Oder erwartet ihr da mehr (wenn ja, was genau) ?
Es ist ja nicht nur das und langsam werde ich wirklich müde von den Verharmlosungen und Verallgemeinerungen, die alle so tun, als gäbe es hier Alternativen. (Keine direkte Antwort an dich)
da ist ein Interview im Jahr 2021, in dem er den Druck der Springer-Presse in der Bild noch weiter hochfährt und Lenhardt extrem üble Vorwürfe macht, die Rollen umkehrt und sich als Opfer inszeniert. Das war kurz vor ihrem Suizid
wenn er über seine Vergangenheit sprach, sprach er immer davon, unschuldig zu sein, was faktisch falsch ist
Es gab nie ein öffentliches Wort der klaren Einsicht. Es geht nicht darum, dass er Details offenlegt oder sich jahrelang auf die Knie schmeißt und um Verzeihung fleht. Es geht darum, zu signalisieren, dass er etwas verstanden hat. Und bisher hat er das nicht, das zeigen seine bisherigen Auftritte seitdem.
Und dann kommt dieses Lindemann-Bild eben noch on top, das die Angehörigen von Lenhardt verhöhnt.
Niemand erwartet ewige Ächtung oder ein ellenlanges Interview, in dem er weinend alle um Verzeihung bittet. Ein Anfang wäre es, die Schwere des Ausmaßes seiner Handlungen zu verstehen und selbst Konsequenzen daraus zu ziehen. Da gibt es viele Wege.
Im Fall Boateng kann man schlichtweg zu 100 Prozent davon ausgehen, dass er sich im Recht fühlt. Dass er nicht findet, dass er etwas im großen Stil falsch gemacht hätte. Er spricht darüber, als handle es sich um einen kleinen Delikt, aber das ist es nicht. Er hat eine Frau verletzt und bei einer anderen stehen bis heute legitime und ungelöste Vorwürfe im Raum, dass er sie in den Tod getrieben hat.
Ich werde langsam müde von der ganzen Empathie und milde, die ihm aus mancher Ecke entgegenfliegt. Wo ist diese Empathie für die Angehörigen von Lenhardt? Wo ist diese Empathie, wenn es darum geht, wie man Opfer besser schützen kann? Statt sich sieben Tage im Kreis darüber zu drehen, ob Boateng vlt. doch ein ganz einsichtiger Kerl ist, könnte man seine Empathie ja vielleicht dafür aufbringen, mal über solche Themen nachzudenken. Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der Frauen geschützt werden? Klar, ist deutlich komplexer als sich so halb vor Boateng zu stellen und stets in vage Spekulationen darüber abzudriften, ob und wie sehr er sein Verhalten reflektiert, aber aus meiner Sicht wäre das die angemessenere Debatte.
auf jeden fall nicht: ein vollkommen geschmackloses und verhöhnendes foto gemeinsam mit till lindemann…
von boateng gab es bis heute nicht im ansatz irgendein wort oder einen gedanken zu diesem thema, der ein bisschen vermittelt hat dass er für die personen die durch ihn massive schaden erlitten haben im ansatz so etwas wie empathie entgegenbringen kann.
und im umkehrschluss finde ich es enttäuschend vom fc bayern als club der gewisse werte vorlebt, der sich immer damit rühmt soviel für frauen zu tun da keine klare linie zu ziehen.