Mitbewerber-Thread (Bundesliga+International) (Teil 3)

Wäre mMn auch richtig, hier das Strafmaß anzupassen. Aber dann gäbe es wieder die Ermessensentscheidung, wann ist eine Chance eine große Chance. Ob es dadurch für die Schiedsrichter einfacher wird?

Ich weiß zwar nicht wie schnell das berechnet wird, aber wenn man den xGoal Wert mit dazu nimmt, sollte doch eine Entscheidung relativ einfach zu fällen sein. Mir geht es da hauptsächlich um solche Szenen, wie gestern. Wir erinnern uns sicherlich alle auch noch ungern an die umstrittene Szene im Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen am 16. September 2023, als Alphonso Davies im Strafraum gegen Jonas Hofmann „foulte“, was zu einem Elfmeter führte. Was soll da den Elfer gerechtfertigt haben? Ich selbst habe eher noch gesehen, dass da Hofmann derjenige war, der genau dies wollte und zudem waren Spieler und Ball auf dem Weg aus dem Strafraum. In solchen Szenen darf man gut und gerne indirekten Freistoß geben, weil so etwas definitiv keinen Elfmeter rechtfertigt.

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Mir gefällt der Ansatz, nicht bei jedem Vergehen im Strafraum Elfmeter zu geben. Bei Handspielen ist es ja oft genug ähnlich.

Allerdings müsste man dann konsequenterweise bei einer Argumentation mit xGoal-Wert auch noch darüber nachdenken, Situationen, die außerhalb des Strafraums passieren, mit Elfmeter zu ahnden. Nimm mal folgenden Fall: 90. Minute. Ein Stürmer hat freie Bahn zum Tor und würde einen freien Abschluss 1:1 gegen den Torwart bekommen. Er wird aber ca. 25 Meter vor dem Tor vom letzten Abwehrspieler abgeräumt. Dieser bekommt logischerweise die rote Karte. Der direkte Freistoß aus 25 Metern führt zu keinem Torerfolg und da das Spiel kurze Zeit später zu Ende ist, gelingt es auch nicht mehr, die Überzahl auszunutzen. Sollte man in solchen Fällen dann darüber nachdenken, einen Elfmeter zu geben? Ich persönlich fände die Idee nicht falsch. Man kann ja z.B. den Trainer entscheiden lassen, ob er statt roter Karte lieber den Elfmeter nähme.

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Interessanter Ansatz! Ich würde es aber dennoch im Strafraum belassen, wenn es um eine Elfmeterentscheidung geht.

Torgefahr ist halt bisher im Regelwerk kein Kriterium. Wäre sicher sinnvoll; für mich aber schon die zweite Stufe der Verbesserung. Fürs erste würde mir völlig genügen, wenn bei Fouls im Strafraum mit einheitlichem Maß gemessen würde.
Nehmen wir als Beispiel Konrad Laimer: gegen Köln mit Bodycheck samt Ellbogen im Gesicht abgeräumt, im Spiel davor beim Sprint in den Strafraum am Fuß getroffen (leicht, aber ausreichend um zu Fall zu kommen) - beide Male haben die Schiris auf kein Foul entschieden… grenzwertig, aber keine klare Fehlentscheidung.

Die Szene gestern ist im Vergleich ganz am unteren Rand der Foul-Skala … kann man pfeifen, ist aber extrem kleinlich, dazu noch sehr hart am Rande des Strafraums…
bei sowas sollte der VAR schlicht nicht eingreifen.

Solange es immer noch diese Grauzonen bei den Entscheidungen gibt und nicht Schwarz/Weiß, wird sich da auch nichts ändern. Wobei es gestern beim BVB eben genau diese Schwarz/Weiß Entscheidung gab, ich sie aber an der Szenerie gemessen, nicht als sinnvoll ansehe. Allen wird und kann man es sowieso nie recht machen.

Ich verstehe, was du meinst, aber einzelne xGoals sind nicht sonderlich zuverlässig. Es gibt viele verschiedene Modelle von diverse Statistikanbietern, die die einzelnen Szenen alle ein bisschen anders bewerten. Bei einzelnen Schüssen können sie auch mal Ausreißer haben und merkwürdige Werte liefern. Eine Vorgabe, dass es erst ab 0,2 xGoals einen Elfmeter gibt, oder so etwas, ist da nicht möglich.

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Oft werden die Werte ja auch im Nachhinein nochmal korrigiert und dann ist es während des Spiels über 0,2 und nach dem Spiel doch nicht mehr.

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Mein Gedanke war da eher, so wie gestern bei der BVB Szene, dass es da sicherlich gar keinen xGoal Wert geben kann. Wie soll aus der Szene denn überhaupt ein Tor resultieren? Der gefoulte Spieler bewegt sich eher vom Tor weg, spitzelt den Ball vom Strafraum weg und da wo er hin spielt, ist gar keiner, der Nutznießer sein könnte, um einen dementsprechenden xGoal Wert zu generieren.

Der Gedanke so was wie Torgefahr bei der Bemessung mit einzubeziehen ist verständlich.
Aber wenn ich es mir in der Praxis vorstelle? Man kriegt ja schon jetzt vieles kaum einvernehmlich hin. Das noch on top dazu?
Die Diskussionen dazu wären ja uferlos.

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Da bekommst für einen minimalen Nachteil ein Tor.

beim Abseits umgekehrt: da ist einer 3cm vorne (minimaler Vorteil) dann werden 5 Pässe gespielt und das Tor zählt nicht.

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Genau! Hier die BVB Szene und beim Abseits in letzter Zeit fällt mir sofort die Szene bei Union ein, als Union den Treffer gegen uns nicht zugesprochen bekam. Ich weiß, Rot an der Ampel ist Rot und heißt stehenbleiben, aber es fehlt mir da komplett die Verhältnismäßigkeit.

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Einen xGoal-Wert gibt es grundsätzlich nur bei einem Abschluss. Auch gravierende Fouls, die Tore verhindern, müssen nicht unbedingt während dem Abschluss passieren. Es gibt auch Modelle, die versuchen, das Prinzip der xGoals über das ganze Feld zu berechnen. Da gibt es dann so Fragen wie: Zu welchem Spieler passe ich, um die Erfolgschance zu erhöhen? Das ist aber alles nicht brauchbar, um ad hoc eine Entscheidung über einen Elfmeter zu treffen.

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Plettenberg meldet die Entlassung von Toppmöller.

Alonso ist ja jetzt verfügbar :wink:

Ich schätze Alonso intelligent genug ein so etwas nicht zu machen. Jedes Jahr verlierst du deine Topspieler. Das ist nicht Alonso like.

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Frankfurt halt auch auf Platz 1 der meisten Gegentore in der Liga (zusammen mit Heidenheim), das ist wirklich schlecht. (Im Schnitt 2,17 pro Spiel)

Effe und Veh haben sich auf Rose festgelegt :slight_smile: im Doppelpass

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Der Preis ist eben immer das höchste Gut im low scoring Game Fussball: ein Tor

Siehe gestern das Tor von Pavlovic: Olise rennt mit Ball einen riesen 55m Bogen und spielt einen 15m Pass auf Pavlovic, seine schnarchigen Gegner schaffen es nicht in der gleichen Zeit 45m zurück zu laufen. Wären er 10cm weiter vorne gewesen, hätte er einen 3cm Vorteil wegen Abseits gehabt. Wäre das der Unterschied zwischen „der Gegner kann das Tor verhindern oder nicht“ gewesen?

Nö, natürlich nicht. trotzdem hätte das Tor nicht gezählt.

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Und wieder ist es Bremen mit Steffen, der das entscheidende Ergebnis geliefert hat. Und nächste Woche spielt Bremen gegen das kriselnde Leverkusen :sweat_smile:

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