Mitbewerber-Thread (Bundesliga+International) (Teil 2)

Versteh mich bitte nicht falsch, möchte mit dir nicht die nächste Diskussion führen, in dem ich mein Weltbild oder meine Sichtweise als die einzig richtige darlegen möchte,
trotzdem finde ich das Thema was du anschneidest sehr interessant und ich bemühe mich mal eben das näher aufzuführen worin ich ein Problem sehe und/oder es gerne verstehen würde wie zB du oder andere hier das so sehen.

Verstärkt durch den ehemaligen CEO Oliver Kahn kam ja das Thema immer wieder auf, dass uns die PL durch den finanziellen Nachteil, insbesondere auch was die TV-Einnahmen betrifft, enteilen wird und wie du schreibst die Schere zwischen der PL und BL, aber auch zwischen den Topclubs und dem FC Bayern immer weiter auseinander geht.
Und ja, vielleicht leicht verwunderlich, verstehe ich die Sorge und teile sie zu einem gewissen Punkt sogar.
Was ich dann aber nicht verstehe ist, dass der FC Bayern eigentlich alles dafür tut, dass die Schere innerhalb der BL mindestens so bleibt wie sie ist und wenn es nach der großen Mehrheit seiner Fans geht,
kann der Meisterschaftskampf eigentlich gar nicht langweilig genug sein, vorausgesetzt natürlich, dass man immer ganz oben steht.
„Am Ende des Tages“ wie ein KHR immer so schön sagt, ist die FCBAG eben auch nur eine reine Interessensgemeinschaft die nur für die Dinge einsteht, die besonders ihnen selbst zur zugute kommt.
Mag in dem Geschäft in dem man sich schlussendlich bewegt auch irgendwie legitim und völlig normal sein,
so wirklich unterscheiden tut man sich dann aber im Vergleich zu den einigen anderen Top-Klubs somit auch nicht,
einzig die Art & Weise ist anders,.
Denn der Hauptgrund ist doch mMn der, dass sich die FCBAG auch nur so stark in Themen wie FFP, Gehaltsobergrenzen oder auch im letzten Abschnitt was die Planungen der gescheiterten ESL betrifft etc. reinkniet, weil sie wollen und das steht ihnen sicherlich auch zu, dass sich das mehr auszahlt, was man über viele Jahrzehnte mal hart und mal weniger hart sich aufgebaut hat.
Heißt also zumindest für mich, dass es der FCBAG letzten Endes nur um sich selbst, nicht aber wirklich um das große Ganze und noch weniger um die Bundesliga,
demzufolge finde ich nicht wenig seltsam, wie man mit Bezugnehmend zur PL gerne mal sehr besorgt von einer Schere spricht die immer weiter aufgeht,
wenn man aber selbst an einem Turnier teilnimmt,
wo zum einen das erspielte Geld harmlos ausgedrückt einen sehr streitbaren Ursprung besitzt…
…zum anderen die Gesamtsumme den Gesamtmarktwert eines normalen Bundesligisten der selben Liga übersteigt,
ist für viele viele Fans des Rekordmeisters und besonders für die Herren der AG trotzdem alles iO und genau das stört mich und genau diese störende Thematik ist der Anlass meines Beitrags. :slightly_smiling_face:

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Bevor die Blase in der Premier League platzt, geht die Bayern-Dominanz zu Ende.

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Danke für deine ausführlichen Gedanken, ist in der Tat ein spannendes Thema.

Ich habe 2 Anmerkungen (ich glaube es sind 2 :grimacing:) nicht nur an dich, sondern natürlich auch generell an die Kurve.

  1. Mich würde interessieren wie sich die Formeln der TV Gelder Verteilung zwischen PL und BL unterscheiden. Da kennen sich hier andere besser aus.
    Laut Google geht es in der PL etwas transparenter und egalitärer zu als in der Bundesliga, was ich sehr interessant finde.

  2. Das kuriose (hach, die Ironie!) ist ja, dass der FCB mit seiner Gier nach einem größeren Scheibchen des BL TV Kuchens (ich nehme einfach mal an das ist so? Hört man ja oft aus dem Bayern Kosmos, die Beschwerde das wir der TV König sind und somit noch mehr bekommen sollten. Im Umkehr Schluss also andere weniger) sich langfristig selber ins Bein schiesst. Die BL wird durch die riesige Schere unattraktiver. Der Wettbewerb in der PL ist viel größer, was zur Attraktivität beiträgt.

Damit fordere ich auch nicht den totalen Kommunismus oder das Bayern irgendwie benachteiligt wird, aber es ist halt so das größere Ungleichheit (mismanagment bei Verfolgern und oder ‘Traditionsvereinen’ mal außen vor) für neutralere Schauer nicht zur Spannung beiträgt, und das auch den FCB betrifft (zumindest solange man in der Bundesliga spielt, und da sehe ich keinen allzu schnellen Wandel hin zur ‘Superleague’). Also eigentlich ist es in Bayern’s Interesse den Wettbewerb in der BL zu fördern. Wie das in der Praxis aussehen sollte ist eine Frage für jemand anders :grin:.

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long way back to the top…

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Passend dazu pflegt Fernando das ganz kleine Carro.

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Ist das Geld in der PL wirklich da, dann ist es auch keine Blase.

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Nicht die aktuellen Zahlen. 2023/2024

Verein Geschätzte TV-Einnahmen (gesamt, 2023/24)
Manchester City £176 Millionen
Arsenal £172 Millionen
Liverpool £168 Millionen
Aston Villa £160 Millionen
Tottenham Hotspur £158 Millionen
Chelsea £154 Millionen
Manchester United £152 Millionen
Newcastle United £148 Millionen
West Ham United £144 Millionen
Crystal Palace £140 Millionen
Brighton & Hove Albion £136 Millionen
Wolverhampton Wanderers £132 Millionen
Fulham £128 Millionen
AFC Bournemouth £124 Millionen
Brentford £120 Millionen
Everton £116 Millionen
Nottingham Forest £112 Millionen
Luton Town £108 Millionen
Burnley £104 Millionen
Sheffield United £100

Bundesliga wie folgt:

| Bayern München | €63.409.028 |
| Borussia Dortmund | €62.226.553 |
| Bayer 04 Leverkusen | €59.839.468 |
| RB Leipzig | €60.869.328 |
| Eintracht Frankfurt | €56.210.493 |
| 1. FC Union Berlin | €58.271.378 |
| VfL Wolfsburg | €54.360.473 |
| SC Freiburg | €57.270.643 |
| Bor. Mönchengladbach | €52.484.823 |
| TSG 1899 Hoffenheim | €50.435.588 |
| FSV Mainz 05 | €47.980.933 |
| 1. FC Köln | €45.443.563 |
| FC Augsburg | €42.789.693 |
| VfB Stuttgart | €39.879.523 |
| Werder Bremen | €36.636.163 |
| VfL Bochum | €33.368.338 |
| 1. FC Heidenheim | €30.260.118 |
| SV Darmstadt 98 | €27.401.208 |

Die Unterschiede sind, wenn man die ersten 10 Mannschaften nimmt zwischen 1 und 10 in der Bundesliga nicht so riesig.

Darum geht es ja, wenn wir davon sprechen, dass TV Gelder umverteilt werden sollen um die Liga spannender zu machen.

Hier sind natürlich lediglich die nationalen TV Rechte aufgelistet.

Die Einnahmen aus den internationalen TV Rechten der Bundesliga (ca. 218 Mio. pro Jahr im Vergleich zu 1,1 Mia. für die nationalen Rechte) sind relativ klein und werden aufgeschlüsselt pro Klub nicht publiziert.

Die PL nimmt im Vergleich 1,8 Mia. ein aus dem Ausland.

Selbst LA Liga nimmt 900 Mio. ein aus TV Rechten im Ausland.

Da ist die Bundesliga ein Nobody.

Wenn wir jetzt anhand der Zahlen diskutieren wollen, ob eine Umverteilung den Wettbewerb innerhalb der Liga verbessern würde, kann man das ruhig versuchen.

Zum Vergleich. Wird die Eintracht durch die Verkäufe von Marmusch und Ekitike zum echten Bayern Contender? Da gibt es immerhin 200 Mio.

Bei den nationalen Rechten ist der Unterschied gerade mal 7 Mio.

Die Antwort kann sich jeder selbst geben.

Das ist jetzt nur ein Aspekt. Ein wichtiger, aber nur einer.

Machen die PL Klubs hohe Gewinne? Ich würde das klar Verneinen, Es gibt auch hier ein Rattenrenben. Den einen ist das eh egal, weil die wirtschaftlichen Ziele gar nicht im Vordergrund stehen (City oder Newcastle). Bei den anderen ist es mehr der die Wertsteigerung des Klubs über Jahre die im Vordergrund steht. Die ist durch steigende Einnahmen gewiss. Aber auch hier stößt man langsam an die Decke ohne dass diese schon erreicht ist.

Gutes Beispiel der neue Ausrüstervertrag von City mit Puma. 100 Mio. p.a. Bayern mit aktuell 60 Mio. sagt mir keiner, es gäbe so viel mehr Leute die ein City Trikot kaufen als eines der Bayern.

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Super, Chris, danke für die Details. Wie du sagst, die Schere wird noch größer wenn es weiter runter geht (der letzte der PL bekommt 5x soviel wie der letzte der BL), aber selbst oben sind die Zahlen krass. Die Top Klubs mit quasi 3x soviel wie Bayern (und Bayern a die 3x soviel wie der BL letzte). Von der internationalen Vermarktung ganz zu schweigen.

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Mal ein kleiner Service für @Gratschifter , es geht um Werder.

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Die Totgesagten leben länger.
Oder doch „For whom the bell tolls“?

Bei Werder (Herrenabteilung) weiß ich schon seit einem Jahrzehnt vor der Saison nicht mehr, was kommt.
“Werder is like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get." Frei zitiert nach den Werder-Ultras „Run Forrest Run“.
Das einzige, was seit 20 Jahren konstant nicht mehr kommt, ist konstant guter Fußball. (Sorry Ole, but you never reached to be a Schaf! Und die Bremer Deiche brauchen Schafe, keinen Werner!)

Die Hoffnung der Werder-Fans ruht auf Fritzy Kromp!

(PS: thx to @Suppenkasper für den Newsservice frei Haus! I really do appreciate that!)

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Man spielt an den ersten 5 Spieltagen gegen 4 der 5 Top 5 aus der letzten Saison. Dazu noch Gladbach.


Dass das dann niemand etwas erwartet bzw. schon Angst beko mit ist natürlich klar. Aber mit Horst Steffen hat man mMn einen der besten deutschen Trainer aktuell und wenn jeder mindestens 4 Niederlagen erwartet, kann man vielleicht auch Mal überraschen :grin:

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Bin gespannt auf den Elversberger Wunder-Coach. Aber ohne meinem Lieblings- Auguren @Armaster zu nahe treten zu wollen - an Bremen sind schon ganz andere gescheitert… Et bräuchte mal wieder einen, der das Weserstadion anzünden kann. Woltemessi hamm se ja gehen lassen… Und Duksch braucht kein Mensch.

Die Wahrnehmung, dass die Bundesliga an Spannung verloren hat, ist nur zum Teil auf die Dominanz des FC Bayern München zurückzuführen. Ein wesentlicher Faktor scheint das mangelnde, echte Interesse anderer Vereine am Meistertitel zu sein. Bayer Leverkusens jüngster Triumph hat eindrucksvoll bewiesen, dass es sehr wohl möglich ist, die Bayern herauszufordern und zu überwinden.

Doch die Frage bleibt: Welcher Verein startet wirklich mit der klaren Zielsetzung, Deutscher Meister zu werden? Viele Clubs haben sich in den letzten Jahren zu reinen „Verkaufsvereinen“ entwickelt. Das ist aus wirtschaftlicher Sicht zwar nachvollziehbar und sichert ihre Existenz, führt aber dazu, dass ihnen der Glaube oder die nötige Investitionsbereitschaft fehlt, um ein ernsthafter und dauerhafter Konkurrent für Bayern München zu sein. Es scheint, als sei das Erreichen europäischer Plätze oder die Entwicklung von Talenten für den späteren Verkauf oft die vordergründige Priorität, während der Kampf um die Meisterschale in den Hintergrund tritt.

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Is richtich mMn.
Ich verstehe schon seit Jahren nicht, warum Eintracht jedes frisch geputzte Tafelsilber sofort auf den Markt schmeißt - so als ob denen Europa League als Dauerperspektive reichen würde.
Und Frankfurt ist nicht das einzige Team.

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Außerdem sind viele Mannschaften einfach nicht besonders spannend. Bei den Zuschauerstärksten Vereinen in Deutschland spielen ein großer Teil der Vereine in der zweiten Liga oder noch weiter unten: Schalke, HSV, Herta, Köln, Kaiserslautern, Nürnberg, Hannover, Rostock, Dresden. Dagegen sind in der Premier League die Zuschauerstärksten Vereine zumeist auch sehr erfolgreich (Ausnahme Manchester United und Tottenham).

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Spielverlagerung hat Steffen-Ball einen langen Artikel gewidmet.
Ich habe ihn nur am Anfang überflogen, kann also nur sagen: Er ist lang. :slightly_smiling_face:

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Milde und unaufgeregt wird das Bayer-Desaster abgehandelt. Man stelle sich vor, Bayern hätte so ein Ergebnis abgeliefert. Brennpunkt in der ARD, Sondersendungen für Hamann, Matthäus und Konsorten.

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Das sieht doch gut aus : - ) Carro: „Daran ist hauptsächlich der FC Bayern Schuld.“

Mit ein bisschen Glück wird die nächste Saison ein wenig entspannter, was VK die Möglichkeit gäbe, den Campus ein wenig aufzuwerten.

„Mitbewerber“ ist natürlich ein großes Wort, aber es gibt ja in München noch einen zweiten Verein, um den es in letzter Zeit wieder etwas unruhiger wurde. Mich wundert, dass ich hier bei MSR in der Kurve von niemandem etwas zur „Wende“ /Posse rund um den Verkauf finde, oder habe ich etwas überlesen. War übers Wochenende mit ein paar Kumpels, allesamt Fußballinteressiert bis -verrückt und wir habe uns sehr über die Ismaik Memes amüsiert, die so kursieren („einmal Löwe, immer Löwe“; Ismaik als Schweizer…).

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Das Problem ist doch, dass die vermeintliche Alternative nicht seriös war. Das wird bei den Scherbenviertelern gerade vergessen. Die Enttäuschung ist natürlich verständlich.

Der Track record des Herrn Thoma ist nicht berühmt.
Ich denke die AZ ist da sehr gut informiert.

Ganz ehrlich, wer will den knapp unter 60 Mio. bezahlen und die Schulden tilgen. Das war ein Märchen. Zu schön um wahr zu sein.