Miasanrot-Roundtable zur Niederlage des FC Bayern in Manchester

Jedem sei selbstredend seine Meinung gegönnt - der Flickfußball hat eine Saison sehr großartig funktioniert, die Limitierung danach war auch (so fand ich) offensichtlich. Spektakulär auf jeden Fall, vor allem offensiv.

Es ist, wie es ist.

„Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben. Darum: Singe, lache, tanze und liebe! Und lebe jeden einzelnen Augenblick deines Lebens, bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.“
Charlie Chaplin

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Ich seh’s ähnlich, mit missfällt vor allem die Neigung, Sachen, die heute oder morgen schieflaufen, auch (immer) noch dem Ex in die Schuhe zu schieben. Ja, es gab Gründe, die die Freistellung erklärbar machten, ja, die Entwicklung hat gefehlt, Konstanz sowieso - aber jetzt muss es mal gut sein. Beziehungsweise fände ich es allmählich doch mal angebracht, dass sich jeder einzelne mal fragt, was er vielleicht nicht ganz perfekt gemacht hat. Und da meine ich Spieler genauso wie Vorstände. Zu glauben, jetzt ist der Sargnagel weg und es läuft wieder, wäre gefährlich naiv.

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Du schriebst etwas von Siegen dem einen und Niederlagen dem anderen zuordnen. Das kann ich aus dem Zitat nun wirklich nicht herauslesen.

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Ja, das war ein Signal nach innen. Alles andere wäre ja Realitätsverweigerung.
Tuchel muss den Spielern jetzt Sicherheit vermitteln, und das versucht er zu tun.

Du liest hier doch aufmerksam mit. Der Tenor kann dir doch unmöglich entgangen sein.

Sieg gegen Dortmund: „Juhu. Neuer Trainer. Man sieht sofort die Handschrift.“

Niederlage gegen Freiburg: „Unfassbar, was Nagelsmann für einen Scherbenhaufen hinterlassen hat“.

Das Argument kann man aber auch rumdrehen und sagen, JN hätte noch viel mehr Spiele gewinnen müssen, in denen Chancenwucher betrieben wurde. Ist aber hier jetzt nicht (mehr) das Thema.

Habe ich beides in der Drastik so hier in der Tat nicht mitbekommen. Ich selbst finde gut, dass Tuchel da ist und glaube, Ansätze zu bestimmten Veränderungen erkennen zu können, aber habe weder Siege dem einen noch Niederlagen dem anderen zugerechnet.
Edit: Ich hatte große Hoffnungen bezüglich Nagelsmann, konnte mich dann aber mit dem Fußball, der unter ihm meistens gezeigt wurde, niemals so richtig anfreunden. Natürlich gab es gute Spiele, aber m.E. keine nachhaltige Entwicklung. Von Nagelsmann erhoffe ich mir mit der Zeit mehr Automatismen und einen technisch besseren Fußball. Ob das so wird, muss man abwarten.

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War natürlich bewusst überspitzt formuliert, aber ging bei einigen Usern in die Richtung.

Nachvollziehbar.
Macht auch einfach wenig Sinn.

Mir kommt da immer mehr der Gedanke, dass das vor allem den sozialen Einschränkungen durch Corona geschuldet war und die Truppe froh war, wenigstens gemeinsam Fußball spielen zu können. Später hat das dann wieder nachgelassen und die Individuen sind wieder etwas voneinander abgerückt.

Auch ich gehöre wohl zu denen, die einen „klassischen“ 9er vermissen. Wobei wir uns am Anfang der Saison doch alle ein Loch in den Allerwertesten gefreut haben, dass wir eine vergleichsweise große Anzahl an Torschützen bejubeln konnten. Sané hat mir gegenüber sogar zugegeben, dass die Spieler sich grundsätzlich eher freuen das RL9 den Verein verlassen hat, weil so der letzte Pass nicht automatisch zum polnischen Sportskameraden zu gehen hatte.
Wenn man in den letzten Spielen Choupo gesehen hat, wie er in der Nähe der Mittellinie Bälle festmacht, kommt man nicht umhin festzustellen, dass Goretzka diesbezüglich technisch einfach limitiert ist. Leider fehlt dann der Choupo-Klon vorne beim Toreschießen.
Zum Thema „Führungspersönlichkeit“: Kimmich ist wohl einfach eine logische Wahl, allerdings ist der so übertrieben ehrgeizig (noch „schlimmer“, als es Robben war), dass er in meinen Augen natürliche Autorität einbüßt. Was war da im Vergleich doch Alonso für eine Lichtgestalt. Einer, den ich - wenn er lange genug bleibt - defintiv für einen potentiellen Führungsspieler halte, ist de Ligt.

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Die Diskussion gabs aber bei Schweinsteiger auch.
Und den würde ich durchaus als Weltklasse bezeichnen.
Im Mittelfeld hatte er erst van Bommel als Partner was gut klappte.
Dann hat er mit Tymostschuk und Gustavo gespielt, was zumindest nicht perfekt klappte. Schweinsteiger hat in der Zeit medial ganz schön eingesteckt („Cheffchen“). Mit Martinenz war er dann für 1 Jahr aus meiner Sicht die beste Doppel 6 Europas.

Kimmichs Geschichte ist noch nicht geschrieben, aber zentral, defensiv auf der 6 wird das nix mehr. Mit einem passenden Partner und Kimmich weiter vorne durchaus.

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Aber nicht in der Form. Natürlich harmonieren manche Spieler besser und manche schlechter miteinander. Aber das bei Kimmich als Erklärung für seine Leistungen zu nehmen, greift viel zu kurz.
Kimmich ist seit seiner Impfgeschichte ein Schatten vergangener Tage.
Voller Selbstzweifel und auf dem Platz teilweise wie ein bockiges Kind.
Wenn er wieder Weltklasse zeigen soll, muss man bei ihm ansetzen und nicht bei den Mitspielern.

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Das hängt aber mit der Position zusammen oder ?
Der hat doch lange AV gespielt ? Bzw. durfte sich auf der „8“ ohne viele Defensive Verpflichtungen austoben.

Bis vor 2 Jahren war Thiago da, eigentlich wird erst seit 2 Jahren eine prägende „Leader“-Rolle von ihm erwartet.

Kimmich ist länger auf der 6.
Und früher hat das auch ganz hervorragend mit Goretzka geklappt.
Dass es das jetzt nicht mehr tut, liegt vielleicht nicht an Goretzka.

In dem Artikel steht das die beiden „erstmals“ die Doppel 6 gebildet haben.

Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, aber das Kimmich und Goretzka über einen längeren Zeitraum gemeinsam gut funktioniert hätten kann ich mich nicht erinnern. Letzte Saison war spielerisch über Teile der Saison nicht prickelnd. In der NM kann ich mich an nichts positives auf der 6 mit den beiden erinnern. Diese Saison war bislang die CL gut aber in der BL gab es brutale Durchhänger.

Dass das an Goretzka liegt glaube ich nicht, aber mittlerweile habe ich die Hoffnung ein wenig aufgegeben das die beiden eine in Europa gefürchtete Doppel 6 bilden. (Leider - weil das auch starke Auswirkungen auf die NM hat).

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Gibt auch aktuellere Artikel.

Das hat schon ziemlich ordentlich funktioniert.

Stimmt. Liegt meiner Meinung nach eher an Kimmich.
Undisziplinierte Spielweise, dumme gelbe Karten, liegt schnell auf dem Boden, etc.
Wie gesagt, seit einer ganzen Weile ist bei ihm der Wurm drin.

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:upside_down_face:
…>> #96-Rotst!ft - oder: KIMMICH beherrscht das für das „Zentrum“ … „elementare“ (!) „Pass-/Positionsspiel“ bzw. „(tiefe) Ab-räumen“/„(rhythmische) Auf-bauen“ … „(wenigstens) partiell“…!?! :face_with_raised_eyebrow:

Vielleicht hatten Kimmich als auch Goretzka bislang die falschen Trainer bei Bayern: Kovac, Flick, Nagelsmann.
Gerade Flick und Nagelsmann scheinen sich ähnlich zu sein (?!).
Beide lassen ja irgendwie diesen Box-to-Box Flipper Fußball spielen.

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100 Prozent d’accord.

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Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es immer an der Badehose. :slightly_smiling_face:
Im Ernst nach fast fünf Jahren und drei Trainern mag ich an die These nicht so recht glauben.
Manchmal passt es einfach nicht. War z.B. schon bei Schweinsteiger und Alonso so.
Dann ist das Ganze eben weniger als die Summe aller Teile.

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