Ich würde es jetzt nicht panisches Handeln bezeichnen, wenn man sich überlegt, was man im Klub verbessern kann und darauf basierend auch handelt. In der Sommerpause Transfers zu tätigen oder den Trainer zu tauschen bedeutet zwar auch das Scheitern eines Plans, aber wenn man das überlegt macht, halte ich das nicht für unüberlegtes, panisches Verhalten. Außerdem wusste man ja z.B. bei Alonso auch, dass er zu Real kommen will.
Ab einem gewissen Alter der Spieler ist Umbruch keine Phrase, sondern der verdammte Job vom Sportvorstand. Weiterhin musste der AR bekanntermassen bremsen, damit Eberl Müller nicht nochmal verlängert.
Fällt nur nicht jedem auf, weil die Bulikonkurrenz kein Geld hat.
Das ist für mich ein typischer Fall von Lose-lose Situation für Eberl: hätte er von sich aus kundgetan, dass er Thomas Müller keinen Vertrag mehr anbieten wird, wäre das Geschrei riesig gewesen - wie kannst du als „Neuling“ die Vereinslagende Müller so kaltherzig absägen .. .!?
So wie es jetzt gelaufen ist, hat Uli Hoeneß die „Schuld“ auf sich genommen in Form seines väterlichen Rats an TM, dafür heißt es jetzt, Eberl hätte den Umbruch verzögert, wenn UH nicht eingegriffen hätte …
Wenn alle Beteiligten geschickt wären und ein gemeinsamen Plan hätten (woran ich nicht glaube), hätten sie es genau so geplant, wie es jetzt gelaufen ist, weil UH der einzige ist, der so eine Entscheidung ohne Beschädigung treffen kann.
Mane, Kane, Diaz… alles keine Bayern-Transfers, die besonders smart waren. Man hat aber schon früher nach Namen eingekauft, ohne aufs Alter zu achten: Klinsi und Papin bspw.
Das Hauptthema ist, dass die aktuellen Preise eigentlich über unserem Budget liegen: Liverpool kann mal eben entspannt 200 Mio in neue Spieler investieren. Bei uns bliebe neben Diaz oder eben Wirtz kaum noch Budget für weitere, sinnvolle Ergänzungen.
Wir haben bei weitem nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten, wie noch vor 10-20 Jahren, bzw. die Konkurrenz ist viel größer geworden. Insofern muss man einen Weg finden, jüngere und vor allem günstigere Spieler zu verpflichten und nur situativ teure Stars. Das läuft gerade schief.
Die Option des Rücktritts steht Eberl offen, wenn alles so schrecklich ist. Dann hat sein Nachfolger zumindest schon mal mehr Spielraum für den Umbruch, wenn man Eberl kein Abfindung zahlen muss.
Dann gäbe es auch endlich mal wieder win-win-Situationen…
Du brauchst dich gar nicht dauernd wiederholen, es wissen inzwischen alle auf msr, dass du Eberl lieber gestern als heute weg haben möchtest.
Die Frage ist halt nur - und dazu hab ich von dir bisher keine Aussagen in Erinnerung - ob du wirklich glaubst, dass ein Nachfolger (wer immer sich das dann noch antun möchte) es in dem verminten Umfeld FCB sofort besser hinbekommt??
Bei Vereinen und Beratern hat sich eingebürgert, dass wir bereit sind für jeden viel zu zahlen, Ablöse und Gehalt. Das muss man erstmal wieder eingefangen bekommen. Die letzten Verlängerungen haben die Situation weiter verfestigt. Vorhandene Spieler wollen so viel wie die Kollegen und der Berater vom Neuzugang will auch so viel rausholen, sonst gehen die halt woanders hin. Wer soll das wieder auf vernünftige Beine stellen?
Dann müsstest du aufmerksamer lesen ![]()
Ich habe schon vor zwei Tagen geschrieben, dass ich nicht EINEN Nachfolger sehe
Und du glaubst wirklich, dass beim Personen-zentrierten FC Bayern (ich sag nur: Uli Hoeneß) so ein Job-sharing Modell funktionieren würde? Come on … ![]()
Aber selbst wenn, bliebe die Frage: wer sollen diejenigen sein??
Traditionell wollen Könige keine anderen Könige im Reich aber dulden sehr gerne vielen Fürsten.
Ein Medienprofi (zB Thomas Müller), ein international vernetzter und erfahrener Kaderplaner (zB Luis Campos) und ein Netzwerker (zB Hainer).
Sorry, dass ich jetzt dazwischengrätsche, aber das ist derart unrealistisch, dass ich nicht anders kann.
Punkt 1: Warum sollte ein Thomas Müller sich als „Medienprofi“ zur Verfügung stellen. Warum ist damals Philipp Lahm nicht mit eingestiegen? Weil er nicht die breite Kompetenzen bekommen hätte, die er wollte. Glaubst du wirklich daran, dass Müller auch nur 1 Sekunde überlegen würde, wenn man ihm anbietet, dass er „Medienprofi“ bei den Bayern wird?
Punkt 2: Welche Aufgaben hätte er denn überhaupt? Den Leuten Witzchen erzählen, damit die Laune hoch gehalten wird? Damit würde er genau 2 Wochen überleben und dann würden sie ihn vom Hof jagen.
Punkt 3: „Medienarbeit“ als Spieler und in einer gewissen Funktion im Verein sind derart unterschiedlich, dass Müller das auch keine einzige Sekunde machen wollen würde. Müller ist ein „Medienprofi“, weil er authentisch ist und weil er immer die Marke Müller gut verkaufen konnte. In jeglicher anderen Funktion würde er mit dieser Herangehensweise scheitern.
Müller würde man logischerweise nicht nur für das Wasserzieher Interview vor dem Spiel und alle 5 Monate Doppelpass aus der Kiste holen, sondern intern in ein Traineeprogramm schicken.
Aber derzeit ist Eberl eine arme Sau wenn er immer nach dem Stand einer durchgesteckten eigenen Verhandlung gefragt wird. Entweder lügt er offensichtlich oder setzt sich selbst unter Druck.
Wenn da Müller steht klopft er ein „seien Sie optimistisch dass wir noch spannende Verpflichtungen in der Pipeline haben“ raus und packt davor und danach einen Müllerspruch.
Pflicht erfüllt und der Fan vor der Glotze ist auch zufrieden.
Das sagt er zweimal, dann kommt nix außer am 29.08. ein überteuerter Ü30-‚Star‘ aus England, schon ist er genauso verbrannt.
Soll das jetzt das neue „Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben…“ sein ? ![]()
Das sagt er zweimal, dann kommt nix außer am 29.08. ein überteuerter Ü30-‚Star‘ aus England, schon ist er genauso verbrann
Bei diesem Jobsharing gäbe es dann eben auch einen fähigen und fleissigen Kaderplaner, der sich auf seinen Job konzentriert. Und dann wäre ich deutlich optimistischer dass solcherlei Eberltransfers nicht mehr kommen.
Dann wäre selbst ich wieder im trust the process Modus ![]()
fleissigen Kaderplaner, der sich auf seinen Job konzentriert.
Carro: „ach du bist so fleißig, ihr bekommt Wirtz für 80 Millionen“
Wirtz: „geil, wie fleißig du bist und du konzentrierst dich nur auf deinen Job. Best team ever. Ich will nur zu den Bayern“
Slot: „you are the hammer. Let’s transfer Diaz for lau“
Eberle: „bester Mann. Mir war gar nicht klar, bevor ich seine Arbeit gesehen habe, was man eigentlich in diesem Job so machen muss“
Wenn Irankunda nach der Heimkehr auch jemanden an der Säbener antrifft und der Berater von Davies nicht nur ein schriftliches Angebot mit einem zweiwöchigen Ultimatum inklusive Teamsmeeting mit dem „Referenten Sport“ bekommt, wäre schon mal ein Anfang gemacht. Und wenn man sich dann auch noch in gewissen Gremien und Veranstaltungen ab und an mal blicken lässt, hat man vielleicht auch Kontakte die die Arbeit vereinfachen.
Aber ein „Hallo, ich bin der Referent Sport von Max Eberl der gerade nicht kann und ich habe ihre Nummer von Kalle Rummenigge bekommen“ ist eben durchaus eine schwierige Gesprächseröffnung.
You are the hammer ![]()
Made my day
Bin immer wieder begeistert, welche Details aus den Abläufen du so kennst…