Das macht uns alle große Sorgen. Das ändert aber nichts an der Situation.
Mir natürlich auch. Deine von Fatalismus und Gewissheit geprägte Argumentation löste bei mir einen Anflug von Ironie aus.
Das tun Waffenlieferungen auch nicht.
Außer das wir den alten Gaubensgrundsatz verraten, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern und die Russen so richtig zu verärgern.
Für mich das falsche Thema für Ironie, aber jeder wie er mag.
Die Russen verärgern??? Sollen wir Putin einen Kuchen backen, damit er sich zurückzieht? Wie stellst Du Dir das vor?
So wie sich die gesamte Situation in Europa - und vor allem in Deutschland - darstellt, werden wir Putin in den nächsten zehn Jahren mal so richtig verärgern. DAS hat er sich verdient.
Das sollten wir wirklich nicht tun. Nachdem Putin uns so erfolgreich belogen hat, sollten wir ihn sich die Ukraine ungestört unter den Nagel reißen lassen. Das hat er sich verdient.
Vielleicht. Allerdings auch für Zynismus.
Wie stellst du dir denn die zukünftigen diplomatischen Beziehungen mit Russland vor?
Wo war ich denn zynisch?
Die nächsten Wochen wird es überhaupt keine diplomatischen Beziehungen geben. Wie auch?
Warten wir einfach mal ab, was in der Ukraine passiert.
Könntest Du Dir unter Umständen vorstellen, dass Putin gar nicht an diplomatischen Beziehungen interessiert ist? Ist das für Dich vorstellbar?
Auf mich wirkt es zynisch, darauf zu bestehen, dass die Lage der Ukraine ausweglos sei - was vielleicht zutrifft, vielleicht auch nicht -, und dann zu fordern, die Russen in ihrer unberechtigten, brutalen Kriegsführung nicht zu verärgern.
Nein. Das Putin sich jetzt für alle Ewigkeit von der Welt abschottet, ist für mich absolut nicht vorstellbar.
Ist aber auch nicht mein Punkt.
Mir ging es nur darum, dass Waffenlieferungen hier niemals für „Verhandlungen unter Gleichen“ sorgen werden.
Gut, dann unterscheiden sich unsere beiden Gedankenwelten diametral. Ist ja auch in Ordnung. Für mich ist es absolut vorstellbar, dass sich Putin abschottet. Außerdem hat er das nicht (mehr) alleine zu entscheiden.
Bisweilen hat man den Eindruck, Russland werde nun endlich bestraft dafür, dass es schon 1999 in Jugoslawien und 2003 im Irak völkerrechtswidrig und mit einer „Koalition der Willigen“ einmarschiert ist.
Ach nee, Moment: Russland war’s gar nicht.
Hmm, wer denn dann?
Mist, ich komm’ einfach nicht drauf…
Das habe ich nicht gefordert.
War eine rein sachliche Feststellung.
Du kramst jetzt Vorfälle aus 1999 heraus. Mann, mann, mann.
2003 wurde ja auch zurecht kritisiert.
Deiner Logik nach darf Russland im Jahre 2022 einmarschieren, weil die USA 2003 im Irak einmarschiert sind?
Ihr Berliner seid mir so Früchtchen : - )
Serbien gehört zentral zu Putins Rechtfertigungsstrategie.
Und Andere kramen Vorfälle aus 1938 heraus…
Status jetzt: Russland
- wirtschaftlich ausgegrenzt
- militärisch einem stärkeren Europa gegenüberstehend (zukünftig)
- Die NATO und EU vereint (das war eine Meisterleistung von Putin)
- die ersten Oligarchen melden sich schon - die sehen ihre Felle - zumindest vorläufig davonschwimmen
- Russland wird einen intellektuellen Brain Drain erleben. Für alle, die jetzt lachen: Die Wirkmächtigkeit von Kultur darf nicht unterschätzt werden. Warum halten sie viele Oligarchen in London oder Südfrankreich auf und nicht in Moskau?
PS: Ich muss aber an dieser Stelle auch betonen, dass es von Barack Obama ein Fehler war, Russland als Regionalmacht zu bezeichnen (2014).
Die Warlords sind überall.
Wenn Waffenlieferungen die Lösung sind, dann schnappt euch eine Knarre und ab in die Ukraine mit euch.
BerlinerBayer ich bin bei dir.