Ja, diese Textzeilen haben sich auch in mein Gehirn gebrannt. Super. Der Favorit meiner Plattensammlung, da er mir musikalisch am besten gefällt: Mind Bomb.
Habs jetzt anlässlich des Konzerts wiederentdeckt… eine Perle.
Mal Mind Bomb durchgehört. Nun ja, ich denke, Steve Hogarth ist bei uns (Marillion😘) gut aufgehoben. Passt wie Arsch auf Eimer.
Was gefällt euch an Mind Bomb?![]()
Die Scheibe ist super abgemischt, zumindest Seite 1 hat einen treibenden, dynamischen Beat. Beste Unterhaltung auf High End.
Auf Mind Bomb finde ich keinen Steve Hogarth. Bei Marillion konnte ich nie andocken. Die klingen für mich wie Genesis in der Nach-Gabriel-Phase, für mich der Genesis-Ausstieg.
Musik mit all ihren Emotionen ist ein Bereich, der wie kaum ein anderer vom persönlichen Geschmack geleitet wird .
Also erstmal ist das natürlich alles persönliche Geschmackssache.
Und für Mind Bomb muss man zusätzlich noch in der richtigen Stimmung sein und sie in Ruhe ohne Ablenkung hören. Ist ja etwas ruhiger und „komplexer“. Da auch weit vom Bombast Marillions entfernt würde ich keine große Schnittmenge zwischen den Fanlagern erwarten.
Ich kam damals aus der „Wave“ Richtung (also die „Gitarren“-Version, nicht Synth) und habe auch Gitarrenrock/Indie/Alternative gehört, da war The The schon ein richtig guter Fit.
Und dann die Texte, die aus heutiger Sicht prophetisch wirken - andererseits erstaunlich, dass das Ende der 80er in UK auch so wahrgenommen wurde wie heute in D, USA; Ungarn, etc etc:
When you cast your eyes upon the skylines of this
once proud nation
can you sense the fear and the hatred
growing in the hearts of its population?
And our youth, oh youth, are being seduced
by the greedy hands of politic
The beaten generation, the beaten generation
reared on a diet of prejudice and misinformation.
The beaten generation, the beaten generation.
Open your eyes, open your imagination
Natürlich nicht. Er sollte bei The The erst auf Tour Keybord spielen, entschied sich aber für den Einstieg bei Marillion, 1989 ( dazu habe ich heute im Musikthread geschrieben).
Ich vermute, du beziehst dich bei deinem musikalischen Vergleich auf die Fish Alben (1983-1988), jeder Marillion Fan hört Ähnlichkeiten zu Peter Gabriel, aber auch noch zu den Alben ohne ihn und auch die ohne Steve Hackett. Ich finde, die Fish-Ära klingt eigentlich eher wie eine moderne Fortsetzung des Prog-Rocks von Genesis ( allerdings auch hier bereits deutlich melodiöser) wohingegen sich Genesis ab den frühen 80’ern schon ziemlich klar Richtung radiotauglichem Mainstream Poprock verabschiedeten.
Mir scheint, dass die Wenigsten Marillion seit dem Fish Ausstieg richtig einordnen können.
Ich würde es auch nicht Bombastrock nennen, sondern Neo ProgRock mit Stärken in der Komposition, Melodie, es ist vielmehr Klangteppich und „Building up to something“ als es Genesis und selbst Floyd je getan haben. Gefühliger, meist mit Trademark Guitarren Soli von Rothery.
Für mich sehr eigenständig.
Wer mit ProgRock nichts anfangen kann, weiß natürlich eher auch nichts mit Liedern über 15 Minuten anzufangen und genau hier liegt für mich der Zauber dieser Band.
Aber nochmal kurz zu The The. Ich wollte ausdrücken, dass ich mir Steve Hogarth jetzt nicht so recht bei The The vorstellen konnte, nachdem ich Mind Bomb gehört habe. Dass das keine seichte Musik ist, habe ich auch gespannt, aber, wie gesagt da ist nichts proggiges/märchenhaftes….
Den dynamischen Beat habe ich noch nicht gehört:face_with_peeking_eye:, ich versuche es nochmal mit meinen B&O Hörern…vielleicht springt ja noch der Funken rüber. Eben hatte ich eher Jack Johnson Vibes.
und mit so einer Musik kann ich ( entgegen dem Maistream) auch nichts anfangen.
Den Satz verstehe ich nicht…ohne Jack Johnson zu kennen, aber schreibst du gerade implizit, dass The The in deinen Ohren (auch irgendwie) Mainstream sind und dein Musikgeschmack ein anderer? Ich habe übrigens keine „Mainstream“ Allergie, ich finde nur in Bezug Auf The The die Verwendung sehr … speziell.
Was ist denn der Unterschied zwischen Neo ProgRock und ProgRock? Ich musste zweimal schmunzeln bei „richtig einordnen“ und dann bei der Einordnung. „Richtig“ definieren natürlich die „richtigen“ Fans, die dann oft andere als Unwissende darstellen („Wenn ihr es nur verstehen würdet, würdet ihr sie auch toll finden (müssen)“. Zu den „15 Minuten Liedern“: Edge von U2 hat mal sinngemäß und halb-augenzwinkernd gesagt: „Die Leute die U2 nicht mögen, versuchen es nur nicht stark genug“ Daran musste ich gerade denken, als ich mich bei dem Gedanken ertappt habe, mir das gesamte Marillion Oevre in Druckbetankung zu geben, um den Charme von 15-Minuten Liedern zu entdecken ![]()
Dass ich bei der Einordnung schmunzeln musste, hat nichts mit M. und ProgRock zu tun. ProgRock ist ja eine etablierte, lange Jahre gängige Musikrichtungskategorie. Was mich da immer amüsiert, wenn es mehr und mehr Worte gibt, um zu beschreiben, was eine Band macht und immer differenziertere Versuche bis quasi für jede Band eine eigene Kategoriewortschöpfung existiert, wie aus dem „Band Kategorien Generator“: German Christian Melodic Speed Trash Metal.
Ich meinte explizit, dass ich die Musik von Jack Johnson nicht mag, obwohl das so eine Art Musik ist, eben für mich Mainstream, die den meisten gefällt. Vor allem Frauen (vielleicht wegen dem Typen, klar). Bei mir hat es bei Mind Bomb nicht Click gemacht und das schiebe ich eher auf die Art Musik und seine Stimme und seine Art zu singen und nicht darauf, dass es keine gute Musik ist. Damit wollte ich nicht The The zum Mainstream zählen, sondern meinen eigenwilligen Geschmack bekritteln. Mir gefällt vieles nicht so, was die meisten toll finden. Für mich ist vieles oft einfach belanglos und fahrstuhlmässig.
Mit The The habe ich mich gar nicht intensiver beschäftigt, deshalb war ich ja neugierig, was Dich und @paul66 an dieser Musik fasziniert. Weder in Frage stellend, noch abwertend gemeint, sondern aus Neugier und Interesse.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich wollte ausdrücken, dass das frühe Genesis bis etwa 1981 ( in meinen Ohren) noch ProgRock der ersten Stunde waren. Bands wie Marillion sind ja gut 10 Jahre später entstanden und haben, glaube ich, den Stil von Genesis, Pink Floyd, Camel, KingCrimson und Yes in den 80 ern wieder aufleben lassen, nur eben moderner und mit anderen Einflüssen.
Richtig einordnen bezieht sich auf @paul66 s Kommentar, dass für ihn Marillion wie Genesis nachGabriels Ausstieg anhören und das finde ich nur zum Teil richtig, denn, wie gesagt, Genesis klangen Anfang/Mitte der 80‘er schon sehr anders.
Aber vielleicht habe ich ihn auch missverstanden.
Mein Eindruck ist, dass viele wenig Ahnung haben, wie Marillion die letzten Jahre klingen ( und da ist es eigentlich wurscht wo man sie nun letztlich einordnen möchte), weil oft nur die Fish Jahre bekannt sind und wenig danach mal angehört wurde. Ist ja auch nicht schlimm, aber Marillion der letzten 35 Jahre ist in meinen Ohren absolut nicht ähnlich wie Genesis seither.
Seht ihr das anders?
Wer Prog mag, mag meistens auch lange Lieder, und andersrum. Mehr habe ich nicht behauptet.
It‘s a free country, JOP, du musst dir das nicht antun!![]()
So richtig in Richtung Mainstream ist Genesis für mich erst 1987 mit Invisible Touch gegangen. Vorher sind sie etwas weg von den langen Songs gegangen. Und natürlich haben die Ausstiege von Gabriel und Hackett die Band verändert. Dass die überhaupt weiter gemacht haben, ist eigentlich sensationell.
Die Genesis von 1983 habe ich heute erst wieder gehört.
Gehe morgen nach Köln zum Summerjam. IRIE Revoltes und dann noch einige neue Dancehall Acts, bin gespannt. Aber das scheint hier eher „ungewöhnlicher Musikgeschmack“ zu sein.
Ungewöhnlich muss nicht schlecht bedeuten (das hier ist offensichtlich ein Forum mit einem eher höherem Altersdurchschnitt) - ich wünsche von Herzen viel Spaß!
Es tut mir wirklich leid: ich habe mir die Mühe gemacht, vor ein paar Jahren, und alle bis dahin erschienenen Alben durchgehört und kein einziger Song hat mir gefallen. Ohne ins Detail zu gehen, kein Song hat mich zum Schwingen gebracht, kein Aha erzeugt.
Gabriel-Genesis im Vergleich dazu spielten eine dermaßen intelligente, abwechslungsreiche Musik mit Rhythmus- und Stimmungswechseln in einem Stück und auf einem Album. In dieser Zeit hörte ich auch mit Gentle Giant, Van der Graaf oder Soft Machine. Ich komme also aus einer ganz anderen musikalischen Ecke und konnte mit dem Marillion-Stil wenig anfangen.
Zu Pink Floyd habe ich mich hier, glaube ich, schon mal in die Nesseln gesetzt mit meiner Behauptung, dass nach Wish You Were Here eigentlich nix Neues mehr kam und man die Band getrost musikalisch ignorieren kann.
In welcher Besetzung The The auch immer spielte, der Mastermind war Matt Johnson. Das Interessante an der Band war ein Stilmix aus unterschiedlichsten Genres. Nein, proggig/märchenhaft ist die Musik sicher nicht, wollte sie auch nie sein. Sie kam hoch in einer Zeit von New Wave. Zu dieser Zeit hörte ich B-52s, Talking Heads, Devo, XTC, Magazine… Eine Zeit mit einem völlig neuen Impuls. Es wurden darin Punk, Rock oder auch elektronische Musik verarbeitet und weiterentwickelt. Als diese Epoche verging, habe ich auch die Verbindung zu The The verloren und die kürzlich erschienene Neue fand ich recht uninteressant.
Schön, dass Musik so bunt, so vielfältig ist und es schaffen kann, dass das Herz eines jeden Musikliebhabers schwingt und tanzt.
da fühle ich mich regelrecht geschmeichelt mit meinen 43 Jahren…
Für mich aus rein kommerziellen Gründen. Der Name Genesis hatte schon ein gehöriges Potenzial. Money makes the world go round!
Naja, 1977 war das schon anders als 20 Jahre später.
Ich fand, dass man in der Nachschau schon auf ATrick of the Tail den späteren Genesis Stil erkennen kann. Noch kein Hit, ja, aber schon wesentlich weichgespülter und glatter als vorher. Ich mag die Stimme von Phil und insbesondere sein Schlagzeuspiel. Für mich einer der ganz Großen an der Schießbude. Ganz besonders auch bei dem Band Projekt Brand X.
Ja, der Mensch und seine Ohren sind unterschiedlich gebaut. Kann man nix machen.
Mir scheint, dass es nicht ohne Grund stilistisch unterschiedliche Musikrichtungen gibt. Wo bei mir nichts schwingt, sei es Mainstream oder auch Heavy Metal, Punk, Rap, Techno, Rave oder auch New Wave (wobei, halt, zählen The Smiths da nicht auch dazu?), gehen beim Anderen die Flügel auf.
Mag ichgar nicht, empfinde den Gesang als immer gleich am Anschlag, ohne Wärme oder Emotionsvariablen. Richtig anstrengend.
Chris Martin kann ich auch nicht lange hören🤷♀️.
Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz war, um in die Musik von Marillion einzutauchen. So viel auf einmal kann man nur schwer mit Seele und Emotion erfassen.
Das was du im 2. Satz über Genesis sagst, finde ich auf fast jedem Album von Marillion wieder. Aber klar, es muss beim Hören irgendwie Klick machen, dazu gehört jedoch auch die passende persönliche Stimmung. Ich habe auch schon Musik zur Seite gelegt, um mich dann später zu fragen, was denn da los war, dass ich nicht sofort begeistert war.
Dem ewigen Genesis / Marillion Vergleich kann ich nichts abgewinnen, da beide fantastische Musik geliefert haben oder auch noch liefern. Ich hatte da den Eindruck, dass mancher enttäuschte Genesis Fan so reden wollte, da seine Lieblingsgruppe sich offensichtlich in eine ganz andere Richtung entwickelte.
(1981 Genesis ABACAB vs 1983 Marillion Script und vorher die Maxi mit Grendel).
Ich bin kein Musik-Ultra-Fan von keiner (naja vll Beatles) Band, von ABBA bis ZAPPA, es gibt unendlich viel Musikgenuss. Ich gebe jedem von euch recht, was seinen eigenen Zugang zu Marillion betrifft. Alles ist gut, alles fließt und vll floate auch ich noch bei Marillion vorbei ![]()

