Kommentar: Der FC Bayern braucht jetzt Ruhe und Geduld – und keine Nagelsmann-Entlassung

Aber das ist doch genau der Punkt. Im Moment scheint es so, als sei er der Situation eher nicht gewachsen, weil er seine komplette Ratlosigkeit irgendwie ja nun auch öffentlich (Pressekonferenz) dokumentiert hat. Ein Reifungsprozess kann ja durchaus mehr als 10 Jahre dauern, wer weiß das schon :thinking: Wäre das etwa eine Perspektive für den FCB? Ich hoffe zwar immer noch, doch glaube ich immer weniger an eine Wende mit Nagelsmann. Es spricht viel dagegen und irgendwie nichts dafür.

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Ganz ehrlich, mit dem Kader bei dem Auftaktprogramm 12 Punkte? Der BVB spielt grottig, hat ein riesen Verletzungspech, hat schon gegen Freiburg, Leverkusen, Hoffenheim und Leipzig gespielt und die stehen 3 Punkte vor uns. Wir spielen gegen Augsburg nach 3 Unentschieden in der Bundesliga auf Augenhöhe? Ich verstehe es einfach nicht…

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Danke, Justin, für Deinen Kommentar. Trifft meine Einschätzung zu 100 Prozent. Ich verstehe die ganzen hektischen Kommentare (heute so, morgen anders und übermorgen wieder ganz anders) wirklich nicht mehr.
Noch vor 4 Wochen war alles besser denn je und jetzt soll plötzlich alles schlecht sein und Nagelsmann weg müssen?
Absurd.
Ich war übrigens noch nie auf Twitter und kann auch ohne Facebook, Insta und Co. bestens leben. Gut, bin auch nicht publizistisch tätig, aber ich glaube, dass auch das ohne gut geht. (vielleicht sogar besser?)

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Gündogan ziemlich oft.
Cancelo und Walker sowieso, wenn sie nicht neben Rodri eingerückt sind.
Und was soll Rodri im letzten Drittel.

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Schön für dich, wenn du solche Auftritte wie gegen Stuttgart und Augsburg und den Verfall jeder Spielkultur und technischer Qualität so locker flockig wegsteckst.
Alle schaffen das leider nicht.

Sehr gut! Ein Reifungsprozess kann ja durchaus 10 Jahre dauern, da musste ich wirklich lachen. Du hast aber recht. Aber jetzt ist immerhin Länderspielpause, vielleicht reichen ja auch 10 Tage Reifungsprozess

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Ich denke, dass man Nagelsmann min. ein vielleicht sogar zwei Jahre Entwicklungszeit zugestanden hat. In der jetzigen Situation müssen aber alle an einem Strang ziehen d.h. von Nagelsmann überzeugt sein, dann kann Nagelsmann diese Situation auch meistern. Natürlich steht aber der Klub über allem und wenn man glaubt, das mit Nagelsmann mehr kaputt geht als aufgebaut wird, muss man Handeln.

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Einen Einwand noch: gewinnt Bayern 2-0 gegen Augsburg wären alle Trainerdiskussionen hinfällig gewesen. Noch gegen Barcelona war der allgemeine Tenor eher positiv mit den Mahnern in knapper Minderheit. Es kann doch nicht sein, dass EIN Spiel dazu führt, eine Trainerentlassung als unumgänglich zu sehen. Das ist mir einfach zu kurzfristig gedacht. Zwei gute Spiele und Nagelsmann ist wieder unser Mann für die Zukunft?

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Bitte? Wir wurden von Mainz, Bochum, Villarreal etc. manchmal vorgeführt wie eine Nachwuchsmannschaft. Das nenne ich mehr als fatal.

Irgendwer aus der Bayern - Chefetage (ich glaube der Kaiser wars) hat mal gesagt es reicht nicht das der FC Bayern erfolgreich Fußball spielt, er muss auch noch attraktiven Fußball spielen. Und genau da liegt mMn das Problem. Ein 2:0 gegen Augsburg mit so einer Leistung hätte genau dieselbe Diskussion angefacht.

Mit dem kurzfristigen Denken hast natürlich völlig Recht. Aber für diejenigen, die die ganze Rückrunde nicht müde wurden die schlechte Performance unter Nagelsmann zu kritisieren, sind doch genau die beiden Spiele gegen Frankfurt und Bochum die Ausreißer(nach oben). Die können deine Argumentation der schwunghaften Kritik genauso formulieren, mit umgekehrtem Vorzeichen selbstverständlich. Ihnen sollte man schon eine gewisse Geduld zugestehen und keine Schwunghaftigkeit. Aber deine 10 Tage Reifungsprozess Aussage war schon Klasse.

Und genau das glaube ich nicht. Die erste Halbzeit gegen Barcelona war die schlechteste überhaupt. Die Spiele gegen Gladbach, Union und Stuttgart waren spielerisch nicht gut, aber auch nicht so extrem schlecht wie sie jetzt gesehen werden. Die Wahrnehmung ist schon sehr ergebnisabhängig. Die Grundstimmung ist eine vollkommen andere, sobald gewonnen wird.

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Ich tue mir bei der Gesamteinschätzung schwer. Meine Zweifel wachsen durchaus. Aber Nagelsmann Art wurde gerade am Anfang als sehr positiv gewertet. Er passt auch definitiv besser als ein Tuchel, den ich von der Art so gar nicht als Bayern-kompatibel empfinde. Das Lockere, Offene, Emotionale wurde ja durchaus auch als erfrischend empfunden. Jetzt ist die Situation anders und er wird sich bestimmt selbst hinterfragen, wie er sich in der Krise präsentieren soll. Ich würde da eine PK unmittelbar nach dem Spiel nicht überbewerten. Ihm werden die paar freien Tage gut tun.

Taktisch bin ich auch zwiegespalten: ich verstehe seinen Ansatz und glaube auch weiterhin, dass er Erfolg haben kann, gerade weil der Kader prädestiniert dafür ist. Ich verstehe tatsächlich nicht, die häufigen Unkonzentrietheiten. Schwierig zu sagen aus der Ferne woran es liegt.

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Geht mir im Prinzip genauso. In der letzten RR habe ich genügend Punkte gesehen, die seine Arbeit sicherlich erschwert haben. Wobei er aber den Nachweis schuldig geblieben ist, Lösungen für die Probleme zu finden. Mittlerweile neige ich mehr und mehr dazu, ihn als Taktiknerd zu sehen, für den scheinbar alles super easy ist, aber die Spieler es seiner Meinung nach nicht umsetzen können, was er wiederum überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil es ja so easy ist oder um seine Worte zu bemühen, talentfrei. Ich glaube er muss sehr darauf achten mit seinen, wie ich finde teilweise „dämlichen“ Aussagen, die Kabine nicht zu verlieren. Er sollte sich mehr vor die Mannschaft stellen, dann wird sie das auch zurückzahlen. Er ist auf sie angewiesen und nicht umgekehrt. Mir kommt er manchmal vor wie ein Streber, der alles weiss, es aber auch unbedingt so der Presse mitteilen muss. Das sollte er besser intern machen. Denn ich glaube seine fachliche Kompetenz schätzen auch seine Spieler. Dazu gab es schon hinreichend positive Kommentare z. B. der Neuzugänge, bei Vertragsverlängerungen usw. Das scheint eher sein Pfund zu sein. Aber der Trend …

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Weder noch.

Anderen Eindruck vom Spielsystem als damals. Finde ich nicht vergleichbar. Kovac habe ich schon kritisch gesehen, als er noch erfolgreich war. Nagelsmann sehe ich in anderen Aspekten kritisch (stehen auch im Text), aber nicht bei der Spielanlage an sich.

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Bei Gündogan gehe ich mit. Allerdings spielt City ja auch mit drei Mittelfeldspielern und nicht mit zwei.
Es gibt für mich 2 Optionen: Kimmich spielt seinen Part so wie es für einen Spieler auf der Doppel-Sechs üblich ist. Er kann gerne (analog zu Schweinsteiger) den offensiveren Part übernehmen. Oder wir stellen wie City oder Liverpool auf ein 3er Mittelfeld um und ein Spieler aus der 4er-Offensive fällt raus.
Bei den Spielen von City, die ich sehe, spielen Cancelo und Walker in Sachen Offensivdrang eher so wie Pavard und keinesfalls so wie Davies.

Allgemein finde ich es interessant, wie viele verschiedene Aspekte angeführt werden, um die derzeitigen Ergebnisse zu begründen:
Da gibt es die Begründung über die Schiene Einstellung. Interessant hierzu finde ich auch die Aussagen von Robin Gosens, der ja vor kurzem das „Vergnügen“ hatte, gegen Bayern zu spielen.
Bayern-Krise überrascht Gosens: „Haben uns überrumpelt“ - kicker
Der Artikel vom Karlheinz Wild beim kicker, geht dagegen in eine komplett andere Richtung und hinterfragt Nagelsmanns Verhalten in einigen Fällen ganz stark.
Kommentar: Nagelsmann ist als Bayern-Trainer noch ein Azubi - kicker

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Nie und nimmer. Nie. Wer das behauptet, hat die letzten 20 Jahre keine Fußballberichterstattung gesehen/gelesen und sich auch selten mit „Fans“ unterhalten.

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Und wenn er dass dann am Samstag macht, fast wörtlich sogar so sagt („das bespreche in der Kabine“), wird er hier als trotziges Kind angegriffen. Kannste dir nicht ausdenken.

Danke Justin, es war höchste Zeit Öl auf die Wogen zu gießen.
Apropos Phrase, was meintest du bitte mit …handelt es sich hier um Schrödingers Kabine – sowohl tot als auch lebendig.? Dieser Vergleich ist mir nicht bekannt.