Dass er Woltemade als zu teuer empfand und da nicht mehr mitgehen wollte ist ok. Seh ich auch so, aber auch falls ich es anders sähe ist das eine legitime Entscheidung. Warum er dann aber nochmal nachtreten muss und Newcastle als Idioten abstempelt, kann wahrscheinlich auch nur er beantworten. Da sitzt der Frust wohl doch noch recht tief, dass gleich zwei deutsche Spieler nicht zu Bayern gekommen sind.
Aber eigentlich sagt er ja das gleiche wie Hoeneß im Doppelpass auch. Wir wolllten Woltemade gerne, aber nicht zu dem Preis und dannn kam eben „der Idiot“ aus England und hat 90 Milllionen auf den Tisch gelegt.
Der Frust sitzt wirklich tief. Er beschreibt ja auch nochmal wie tieftraurig er über den Wirtz-Wechsel ist.
Das ist jetzt ein paar Tage her, aber ich möchte mal Stellung beziehen, weil ich für Medien arbeite, die darauf angewiesen sind, aus allem ein Thema zu machen – und ich meine das ganz wertfrei, an anderer Stelle hatte ich das schon mal ausgeführt: Diese Medien sind abhängig davon, dass sie durch Klicks und Werbung finanziert werden. Wer Werbung schaltet, kommt automatisch irgendwann dorthin, diese Werbung möglichst breitflächig anzubringen, Leute auf die Seite zu bringen und gleichzeitig in Konflikt damit zu geraten, was man für eine qualitativ hochwertige Story hält und was man für Unsinn hält. Es gibt Medien, die dahingehend eine aus meiner Sicht gute Balance halten. Die auch mal das eine oder andere Gerücht teilen, die aber auch mal sagen: Ne, das ist uns jetzt zu billig und dünn, das machen wir nicht. Den Austausch gibt es regelmäßig und ich finde die Darstellung der Medien als jene, die ausschließlich gegen den FC Bayern hetzen als sehr fragwürdig.
Kritikpunkte sehe ich einige und ich würde mir ein System wünschen, in dem Medien nicht so abhängig von Klicks und Werbung wären und in dem sie Themen bewusster setzen könnten. Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass die alternativen Modelle nicht tragfähig sind in diesem Business. Und da müssen sich dann eben auch Leser*innen hinterfragen, für was sie bezahlen wollen und wo sie sich bewusst dazu entscheiden, nur kostenlos zu konsumieren. Wenn man sich für den kostenlosen Weg entscheidet (Kosten hier finanziell gemeint, man bezahlt ja anderweitig immer im Internet), dann muss man auch damit umgehen können, dass aus sehr wenig sehr viel gemacht wird und man hier und da versucht, aus der Unterhaltungsbranche Fußball mehr rauszuholen, als zu dem Zeitpunkt vielleicht drin ist.
Ich störe mich auch an so manchem Vorgehen. Insofern verstehe ich, wo die Kritik herkommt. Aber die Wagenburg FC Bayern aufzubauen, die sich gegen die „bösen Medien“ verteidigen muss, entspricht nicht der Realität. Fakt ist mal eines: Wenn Karl-Heinz Rummenigge auf eine Frage nach Wirtz antwortet: „Das kommentiere ich nicht“, will ich nicht ausschließen, dass irgendjemand aus der Not heraus (Tag läuft klickmäßig schlecht) irgendsowas macht wie „Wirtz-Krise! Das sagt Rummenigge“. Aber das wäre schon sehr, sehr niedriges Niveau. Kommt vor, tatsächlich aber seltener, als es von vielen Fans empfunden wird. In der Regel entscheidet jeder vernünftige CvD – und das auch bei den hiesigen Onlinemedien, die eher mal mehr machen als weniger –, dass das zu dünn ist. Das Maximum der Gefühle ist dann allenfalls irgendein Ticker, wo zwei Sätze reinkommen und gut ist.
Also nein, aus einem einfachen „Dazu möchte ich nichts sagen“ wird nur ganz selten etwas gemacht, wenn man mit der Aussage nicht doch potenziell mehr sagt, als es wirkt. Das sehe ich in dem Fall aber nicht.
In den Redaktionen wird häufiger „machen wir nicht“ gesagt, als man sich das angesichts der Dinge, die manchmal so verzapft werden, vorstellen kann. Und die Redaktionen sind auch deutlich weniger Anti-Bayern und geiern deutlich weniger auf Negatives zum FC Bayern, als das oft impliziert wird. Ich halte das für eine – und das ist nicht so drastisch gemeint, wie es jetzt klingt – Opferrolle. Wir Menschen gefallen uns doch alle zu irgendeinem Zeitpunkt gern mal in dieser Rolle. Es ist komplett menschlich, sich unfair oder benachteiligt zu fühlen, wenn einem etwas nicht gefällt. Es ist auch menschlich, sich mal selbst hier und da eine Wagenburg aufzubauen. Zumindest im ersten Reflex. So ticken (die meisten) Menschen. Und deshalb funktionieren in anderen Bereichen ja auch Strategien der Polarisierung so gut. Im zweiten Schritt nach dem Reflex sollte man sich aber doch immer fragen, ob es wirklich so ist. Oder ob es nicht doch auch Gründe für eine gewisse Perspektive oder für eine Geschichte oder eine News im Internet gibt, auch wenn man sie inhaltlich nicht teilt.
Ich sage hier nochmal: Ich bin unzufrieden damit, wie der (Sport-)Journalismus in Deutschland funktioniert. Aber ich habe auch ausreichend Einblicke, um zu verstehen, warum manches so funktioniert und dass es hier keine einseitige Schuldzuweisung für die Zustände geben kann.
Rummenigge warnte in diesem Zusammenhang vor immer höheren Summen im Profifußball. Er warb darum, dass der Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA einen gemeinsamen Dialog organisieren. „Sie sind verantwortlich für die ganzen Transferthemen. Wir können nicht jedes Jahr immer höher, immer weiter, immer schneller. Die Gehälter und Ablösesummen steigen rasant. In dem Stile kannst du nicht weiterarbeiten.“ *
..ähm..![]()
#…>ObKHRAuch(…Entsprechend)FündigWerdenWird(…UndFIFA/UEFASichJenerEwigen/…BeiAllemVerständn!sJedochJed-wedeEigen-wirksamkeit/…-verantwortlichkeitEnt-sagendeWarnung/WerbungAnnehmen)?_oder(kurz)Um-Antwort-en-Wird-Gebeten(…HerrDIAZ..äh..RUMMENIGGE)!?
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Die Verwendung des Begriffs „Idiot“ mag auf den ersten Blick brutal erscheinen, doch bietet sie uns die Möglichkeit, über die verschiedenen Arten von Bezeichnungen nachzudenken, die wir im täglichen Sprachgebrauch verwenden. Wenn jemand stattdessen „ein paar Dumme“ sagen würde, wäre die Botschaft im Kern nicht viel anders. Beide Ausdrücke teilen eine grundlegende negative Konnotation, die sich mit einem Mangel an Verständnis oder Einsicht verbindet.
Während „Idiot“ eine stark abwertende Haltung impliziert, könnte die Formulierung „ein paar Dumme“ ein wenig weniger direkt und somit möglicherweise weniger verletzend erscheinen. Dennoch bleibt die Essenz der Aussage gleich: es wird eine Gruppe von Menschen beurteilt, deren Fähigkeiten oder Intelligenz in Frage gestellt werden.
Ob man solche Bezeichnungen in einer argumentativen Auseinandersetzung wählen sollte, ist fraglich. Sie können emotionale Reaktionen hervorrufen und den Fokus von sachlichen Argumenten ablenken. Stattdessen sollte in Diskussionen mehr Wert auf konstruktive Kritik gelegt werden, die nicht nur verurteilt, sondern auch Anreize zur Verbesserung bietet.
Schlussendlich zeigt sich, dass die Wahl der Worte entscheidend ist. In einigen Kontexten mag die direkte Art der Kommunikation, sei es durch „Idiot“ oder „ein paar Dumme“, als effektiv angesehen werden, während sie in anderen Situationen kontraproduktiv sein kann. Es bleibt abzuwägen, welche Formulierungen sowohl die eigene Position klar herausstellen als auch einen respektvollen Diskurs ermöglichen.
68 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Sprachsensibilität
Ich und die Impulskontrolle. Ein ewiges Thema. ![]()
Es gibt einen Sprachthread…??? Echt jetzt?
Wird das nicht etwas langweilig für alle anderen, wenn @Alex und ich den ganz allein befüllen?
wenn du dabei bist - nicht!
KHR haut in Ulis Kerbe…
„Wir sind komplett vom Weg abgekommen“, befand Rummenigge im Interview mit der spanischen Sportzeitung As: „Im vergangenen Sommer wurden insgesamt 1,347 Milliarden Dollar (1,17 Milliarden Euro) an Prämien für Berater gezahlt. Vor fünf Jahren waren es 500 Millionen, was schon viel war.“
Der langjährige Bayern-Boss bemängelte, dass das an Spielerberater überwiesene Geld – anders als Ablösesummen – nicht im Umlauf bleibe: „Und das schadet unserem Sport sehr. Beim FC Bayern werden wir dieses Thema konsequenter angehen.“
Die Steigerung ist schon wirklich unfassbar!
Der zweite Punkt trifft aber natürlich genauso auf die Spielergehälter zu. Deren totale Marktmacht natürlich das eigentliche Problem, vom dem das mit den Spielerberatern nur ein weiteres Symptom ist…
Und das zu lösen natürlich gerade auch in Europa mit unseren stark auf „fairen Markt/Wettbewerb“ ausgerichteten Gerichtsurteilen auf hoher Ebene - sehr schwierig bis unmöglich?
Der einzige Weg, das zu lösen, wäre wohl ein Salary Cap. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich. Ansonsten wird die Spielerseite immer versuchen, den Verein an sein finanzielles Limit zu bringen und so viel Kohle rauszuholen, wie möglich. Sie sind schließlich auch diejenigen, die die eigentliche Leistung erbringen, die letztendlich das Geld erwirtschaftet. Man kann auf die Spieler nicht verzichten, also werden sie (nicht der Einzelne, sondern als Gesamtgruppe) immer am längeren Hebel sitzen.
Ich glaube, die Bosman-Entscheidung hat da anderen „Merkwürdigkeiten“ die Tür geöffnet.
Das was Bosman losgetreten hatte, ist sicherlich das richtige gewesen, aber manche Dinge sind dann wohl auch etwas unkontrolliert aus dem Ruder gelaufen.
Recht haben sie beide… nur um das rückgängig zu machen ist der Zug abgefahren.
Ein Salarycap ist wahrscheinlich mit EU-Recht nicht vereinbar.
Beraterkosten Obergrenze wird umgangen mit Werbedeals etc. etwaige Strafen würden nur die kleinen treffen… Real, Barca, City, United, PSG, Liverpool etc würdest du nie auf der Anklagebank sehen.
Wir können den Status Quo entweder akzeptieren und mit Sky Abos, Trikotkäufen usw vorantreiben oder uns mit aller Konsequenz vom Profifußball abwenden.
Andere Möglichkeiten sehe ich nicht
So traurig es ist. Aber da scheint tatsächlich kein Kraut dagegen gewachsen zu sein.
Die Spirale wird sich weiterdrehen… Dimensionen wie in den USA werden Normalität werden… NFL, NBA, NHL
Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen werden, aber hier stimme ich Dir zu.
Wobei gerade der amerikanische Profisport Regularien hat, die gar nicht mal so schlecht sind. Salary-Cap, Drafts und andere Dinge sind durchaus im Sinne des Sportes und es ist äußert selten, dass ein Team jahrelang seine Liga dominiert.
Wenn man an das legendäre Team der Bulls um Jordan denkt, waren es gerade mal drei Meisterschaften in Folge, welche sie gewonnen haben.
In der NFL sind drei Meisterschaften in Folge sogar der All-Time-Record, aufgestellt von den Green Bay Packers in den sechziger Jahren!
Den Stanley Cup gewannen die Montreal Canadiens fünf Mal hintereinander von 1956 bis 1960.
In den letzten 20 Jahren gab es keine Serie, in der eine Mannschaft in diesen drei Sportarten mehr als zwei Titel in Folge gewinnen konnte.
Soll heißen: unser europäischer Profifußball für rein sportlich gesehen wesentlich ausgeglichener Ablaufen, wenn wir diese Regeln übernehmen würden.
Natürlich sollte man Grenzen setzen, damit die Bayern nicht plötzlich einen Besitzer haben, welcher sie nach Schweinfurt verlegt ![]()
Aber ist da nicht auch das Ligensystem, also geschlossene ein Grund dafür, dass es funktioniert?
Ein Salary Cap ist mit der aktuellen EU Gesetzgebung nicht möglich. Auch kein Draft System. Es gibt in den US Ligen bis auf eine 5% Beteiligung von Katar auch kein Sportswashing. Eine andere Welt eben.
Die Regeln sind weniger im Sinne des Sportes, sondern viel mehr im Sinne der Franchise-Owner. Der Salary-Cap beispielsweise erhöht letztlich die Gewinnmarge der Organisationen.
Auch in den USA gibt es regelmäßig Phasen, in denen ein Team den Sport dominiert. Die Kansas City Chiefs standen zuletzt in sechs Jahren fünf Mal im Superbowl. In der NHL gab es in den letzten beiden Saisons sogar das gleiche Finale zwei mal hintereinander.
Der Unterschied ist da, dass man nach einer erfolgreichen Phase komplett abstürzen und für ein halbes Jahrhundert verschwinden kann. Ob das den Sport so viel besser macht, finde ich fraglich. Im Fußball wird ja auch den alten Traditionsvereinen hinter getrauert. Die Leute wollen dann doch auch eine gewisse Kontinuität und große Namen mit Historie, statt alle 5 Jahre einen neuen Dominator.
Ein Budget Cap (was der viel passendere Name ist, die einzelnen Gehälter sind auch in den USA nach oben offen), ist auch in der EU möglich. Die Formel 1 hat es längst vorgemacht.