Kaderplanung: Transfermarkt (Teil 4)

Ich glaube finanzielle schon. Ich meine Mal vor ein paar Jahren gelesen zu haben, dass sie auch im DFB Pokal nur die erste Runde finanziell Planen und in der Liga die CL.

Das die sportlichen Ansprüche natürlich anders sind und auch sein sollten klar. Aber als kaufmännischer Sicht macht es Sinn.

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Auf absehbarer Zeit wird Bayern sich irgendwo in den Top10 bewegen. Mal weiter vorne, mal weiter hinten. Die Konkurrenz nimmt in der Mehrzahl zu, die Klubs der Premier League haben immer mehr finanzielle Mittel und rüsten massiv auf.
Als Bundesligist muss Bayern - leider - höheres Gehalt zahlen, weil die Spieler sonst lieber in attraktivere Gefilden wechseln.
Viele sehen die 2010er immer noch als Normalität denn als Anomalie an. Damals zehrte der Verein von einer goldenen Generation aus der eigenen Jugend. Über den Transfermarkt wird solch eine dominante Phase nicht zu erreichen sein. Und doch kann es natürlich mal zum großen Wurf reichen. Dafür benötigt es aber wohl eine Kombination aus Verletzungs-, Form- und Losglück.

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https://www.reddit.com/r/BayernMunich/s/7YkCsE86q1

Einfach zu gut, um den hier nicht zu bringen :grin::joy:

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Ich wollte mit meiner Aussage auch nicht sagen, dass man nicht von mehr träumt, aber ich glaube nicht, dass man finanziell besonders groß angreifen will.
Die Liste der Klubs die diesen Sommer am meisten Geld ausgegeben haben, sieht folgendermaßen aus und ich glaube Bayern wird nicht unter den ersten 15 landen.

Hoeneß und Eberl haben ja schon betont, dass die aktuelle Mannschaft sehr gut ist, man aus der Champions League „eigentlich“ nur aufgrund von Verletzungspwxh ausgeschieden ist und man nur ein paar mehr Backups bräuchte.
Dem würde ich grundsätzlich zustimmen.
Diese Startelf

Kane
Coman-Musiala-Olise
Pavlovic-Kimmich
Davies-Tah-Upamecano-Laimer

besitzt je nachdem wie man es bewertet 8-9 Weltklassespieler. Nur bei Coman, Laimer und Tah könnte man da diskutieren.
Deswegen braucht es eigentlich auch keinen Diaz, Simons, Woltemade oder Rodrygo. Das sind alles keine Backups. Man bräuchte eher Spieler wie Shaqiri, Perisic, Eric-Maxim-Choupo-Moting oder Dier. Und diese Spieler kann man kaufen, aber vielleicht schlummern diese Spieler auch schon innerhalb von Jugendspielern.

:thinking:

#…>BeiEinemMWVon30MiosAlles(…Weit)Ueber45Mios(…Verzwei..Aufpreis-absurd-ender)Wahns!nn/…Gaga_oder(kurz)Raus(…RespektiveAufschieben)B!tteschoenVsSosoHerrEBERLDannDrueckenSie..aeh..WirMalGanzFestDieDaumenDassDiese(…Viel-fachVerschmaehte)Personalie(…RespektiveUnterlassene®Beicht-®leistung)NichtZum(…Boesen)BoomerangWird!? :expressionless_face::face_with_monocle: / :confused:(…:face_with_thermometer::sneezing_face: / :woozy_face::grimacing::flushed_face::innocent:):face_with_raised_eyebrow:

:alien:

Wäre eine nette Geste wenn Donnarumma sich wenigstens beteiligt.

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Angeblich sollen wir 52Mio geboten haben und Diaz einen 4 Jahresvertrag plus 1 Jahr Option. :man_shrugging::man_facepalming:

Ich kapiers nicht. Dito 45Mio für Woltemade.
Die Ablösen Palhinha und Boey waren auch schon krass. Eberl kann froh sein dass Olise eingeschlagen hat.

Ich hab mal ein paar Fragen bzgl. der versicherungstechnischen Aspekte von Spielertransfers.
Passt zwar nur näherungsweise in diesen Thread hier, aber in andere würde er auch nicht 100%ig reinpassen.

  1. Wie sind z.B. unsere FCB-Profis eigentlich krankenversichert? Alle privat? Oder, was bei Angestellten ja grundsätzlich möglich ist, gesetzlich? Ich frage wegen der „Lohnfortzahlung im Krankheitsfall“. Normalerweise muss der Arbeitgeber im Krankheitsfall nur 6 Wochen lang das Gehalt weiterzahlen. Danach nicht mehr, denn dann muss die GKV „Krankengeld“ zahlen, was m.W. vielleicht etwa 60 % des normalen Gehalts bedeutet. Ist das bei unseren Profis auch so?

Ich meine, die AOK, TKK, DAK usw. wird sich ja mächtig „freuen“, wenn sie einigen unserer verletzten Profis dann etwa eine Million (!) pro Monat (!) an Krankengeld zahlen muss. Ist das so?
Ich weiß nur, dass Neuer bei seiner superlangen Verletzungspause weiter das VOLLE Gehalt vom FCB bekam, und dass sich Sané bei Galatasaray dasselbe in den Vertrag hat reinschreiben lassen.

  1. Ab wann genau endet die Krankschreibung eines Profis? Bei normalen Arbeitnehmern ja dann, wenn sie nicht mehr krank sind, sondern wieder voll arbeiten können. Bei Fußballprofis ist das aber deutlich schwerer zu definieren.

Nehmen wir z.B. einen Spieler wie z.B. Ito.
Nach monatelanger Verletzungspause wird ja irgendwann „der Tag X“ kommen, wo er im Einzeltraining zwar wieder vorsichtig laufen, aber noch nicht mit dem Ball arbeiten darf.
Und bis er wieder voll einsatzfähig in Pflichtspielen ist, werden ja weitere Wochen bis Monate vergehen. Wer bezahlt ihn, wenn er zwar wieder laufen, aber nicht gegen den Ball treten darf?

Die Krankenkasse bzw. Berufsgenossenschaft - oder der Verein wieder das volle Gehalt?
M.a.W.: gilt ein Spieler, der zwar wieder laufen, aber nicht mit dem Ball arbeiten darf, noch als „krankgeschrieben“ oder schon wieder als „gesund und arbeitsfähig“, obwohl er seinen Beruf, also die Teilnahme an Pflichtspielen, ja noch nicht wieder ausüben kann?

  1. Haben Vereine wie der FCB eine Versicherung gegen Invalidität eines Profis abgeschlossen?
    Mal angenommen, Kane, den wir für über 100 Millionen gekauft haben, wird morgen plötzlich Sportinvalide und kann nie wieder für uns spielen. Bekommt der FCB dann eine kompensatorische Summe von einer Versicherung ausgezahlt?

  2. Noch viel Gravierender wäre das Problem ja bei einem Profi, der plötzlich stirbt, obwohl er sehr viel Geld wert ist und noch lange Vertrag hat. Nehmen wir als aktuelles Beispiel Jota vom FC Liverpool. Schließen die Vereine bei der Verpflichtung eines Spielers eine sehr hohe Lebensversicherung auf ihn ab? Mal angenommen, Wirtz, für den Liverpool 150 Millionen ausgegeben hat, würde morgen ebenfalls bei einem PKW-Unfall versterben.

Hat der Verein dann neben dem tragischen Verlust eines Spielers obendrein seinen „Marktwert“ verloren? Oder bekommt der Klub dann 100-150 Millionen von einer Lebensversicherung ausgezahlt?

Vielleicht ist der eine oder andere von Euch ja Sozialversicherungs-Fachangestellte(r) und kann diese Fragen beantworten?

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Hab meine Frau gefragt, die bei einer der größten Krankenkasse Deutschlands arbeitet.

Nach ihren Angaben gibt es nur ein paar Spieler aus der dritten Liga, die bei ihrer Gesellschaft gesetzlich krankenversichert sind.

Die Spieler der ersten, zweiten und größtenteils der dritten Liga sind alle privat krankenversichert bzw. erhalten eine ärztliche Versorgung von den Vereinsärzten; hier besteht jedoch zusätzlich eine Kooperation mit diversen Fachärzten und Kliniken.

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Nö, der Höchstsatz für Krankengeld in den gesetzlichen Kassen liegt aktuell bei 128,63 Euro pro Tag.

Bei privaten kann das natürlich anders sein, aber die werden sich das durch entsprechend höhere Beträge schon zurück holen …

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Danke schon mal für die informativen Antworten.

Bliebt nur noch die Frage der Invaliden- und Lebensversicherung sowie die Frage, ab wann genau ein Profi nicht mehr „krankgeschrieben“ ist: ab dem Tag, wo er wieder 100 Meter ohne Ball am Fuß laufen kann? Oder ab dem tag, wo er wieder „wettkampftauglich“ ist, also in einem Spiel eingesetzt werden kann?

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In der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze BBG. Diese wird jährlich neu berechnet und beträgt in 2025 66.150 EUR p.a. und somit 5.512,50 EUR pro Monat.
Du bezahlst gem. deines Bruttos (max. bis zur BBG) deinen Beitrag und somit ist dein Brutto auch nur bis max. in Höhe der BBG abgesichert.
Du erhält 70% deines Bruttos, maximal jedoch 90% deines Nettos ab dem 43. Tag der Krankschreibung ausbezahlt.
0,7 x 5.512,50 EUR = 3.858,75 EUR bilden also die maximal mögliche Absicherung eines Angestellten durch die GKV. Den Rest könnte man über die PKV als Zusatzversicherung abdecken.
Grundsätzlich versichern sich Bundesligaspieler aber komplett in der PKV.

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Es geht um die finanzielle Kalkulation. Und das ist richtig so. Bei der Gruppenphase ist Konstanz wichtig, die sollte der FCB aufweisen.
Bei KO-Spielen spielt Glück, Zufall und alles mögliche eine Rolle, das darf ein seriöser Finanzvorstand einfach nicht einkalkulieren. Das wäre hochgradig spekulativ.

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@Mondrianus Nach dem, was man immer mal wieder so lesen kann, vereinbaren die Top-Spieler mit ihren Vereinen eine Lohnfortzahlung. Die Vereine wiederum gehen dann zu spezialisierten Versicherungsunternehmen, die das abdecken.

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Für die BuLi reicht das. Wenn sich keiner verletzt.
Anspruch und Wirklichkeit sind wie Theorie und Praxis. Da ist viel Luft dazwischen und viel Wasser läuft der Isar ab…

Noch mal besten Dank für die aufschlussreichen Antworten auf meine Fragen!

Wie gesagt, interessieren mich dann nur noch folgende zwei Fragen:

a) An welchem Tag endet die Krankschreibung eines längere Zeit verletzten Spielers? Wenn er wieder schmerzfrei 100 Meter geradeaus laufen kann und sich im langwierigen Wiederaufbau-Training befindet? Oder wenn er wieder „wettbewerbsfähig“ ist, also wieder in Pflichtspielen seinem Beruf nachgehen kann?

b) Und was ist mit der Frage der Lebensversicherung für einen „wertvollen“ Profi? Hat der FC Liverpool jetzt nicht nur einen wichtigen Spieler auf tragische Art und Weise verloren, sondern verliert jetzt auch auf einen Schlag dessen finanziellen „Marktwert“?

Wie schon gesagt: wenn jetzt ein Wirtz, für den - ebenfalls - Liverpool gerade 150 Millionen hingelegt hat, nächste Woche auf irgendeine Art und Weise sterben würde, bekommt der Verein dann etwa diesen Marktwert von einer Lebensversicherung ausgezahlt?

WENN die Vereine bei einer Neuverpflichtung eines so teuren Spielers routinemäßig gleich auch eine Lebensversicherung auf ihn abschließen, dann dürfte diese aber extrem hohe Beiträge verlangen…

Ich hoffe, es klingt nicht zynisch, beim tragischen Verlust eines Spielers wie Jota auch an die wirtschaftlichen Konsequenzen für den Verein zu denken.
Aber die gesamte Lebensversicherungs-Branche lebt ja von solchen „Wetten auf den Tod“ und gilt ja als durchaus seriös.

Eine Champions League Sieger Mannschaft kann man in einer Transferperiode sowieso nicht aufbauen.

Falk bringt einen neuen Namen ins Spiel: Leandro Trossard von Arsenal. Ist halt auch schon 30…

Trossard wechselte 2023 für 27,5 Millionen Euro von Brighton zu Arsenal. Die „Gunners“ möchten mit ihm verlängern, doch der Spieler zögert noch. Grund: Der FC Bayern und andere Top-Klubs zeigen Interesse. Zudem hat Trossard im Juli sein Management gewechselt und wird nun vom deutschen Agenten Dirk Hebel beraten.

Da werden jetzt einfach nur Namen aus der Liste der Flügelspielers bei Transfermarkt hingeworfen :sweat_smile:

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Zu a)
Übergang von Krankentagegeld zu Gehalt:

  • Der Wechsel erfolgt exakt mit der ärztlichen Feststellung deiner Arbeitsfähigkeit. Das bedeutet:
    *Bis zur ärztlichen Bescheinigung der Arbeitsfähigkeit: Krankentagegeld.
    *Ab dem Tag der Arbeitsfähigkeit: Wieder Gehalt durch den Arbeitgeber, unabhängig davon, ob du schon voll im Mannschaftstraining bist oder erst individuell trainierst.

Frühzeitige Gehaltszahlung:
In der Praxis kann es vorkommen, dass Vereine bereits vor der offiziellen Genesung (z.B. bei Teilbelastung oder individueller Trainingsaufnahme) wieder Gehalt zahlen. Das ist jedoch eine freiwillige Leistung und nicht gesetzlich verpflichtend.
Keine Doppelzahlung: Es darf keine Überschneidung geben – entweder zahlt die Krankentagegeldversicherung oder der Arbeitgeber.

Typische Praxis im Profisport

  • Viele Vereine orientieren sich an der ärztlichen Einschätzung und zahlen erst wieder Gehalt, wenn du offiziell als einsatzfähig gemeldet bist.
  • Die Rückkehr ins Mannschaftstraining ist oft ein Indikator, aber nicht zwingend der Stichtag für die Gehaltszahlung.

Mehr Licht kann ich leider nicht ins Dunkle deiner Frage bringen. Scheint sehr individuell zu sein und hängt letztendlich vom behandelnden Arzt ab.

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