Absolute Stammspieler, die über 3000 Minuten pro Saison spielen, (sehr) gute Scorer liefern und dementsprechend verdienen sie auch über 20 Millionen. Dazu gehören Kane, Musiala und Olise. Musiala hat diese Saison aufgrund von Verletzungen „nur“ ca. 2800 Minuten gespielt, ohne die Verletzungen hätte er sicher die 3000er Marke übersprungen. Olise verdient zwar „noch“ nicht so viel, wird es aber perspektivisch, wenn er so weiterspielt.
Quasi-Stammspieler, die eigentlich immer die erste Wahl sind, außer in besonderen Spielen, wo ein bestimmter Rollenspieler spielt. Sie spielen 2000- 3000 Minuten und sollten so verdienen wie aktuell Olise, vielleicht mit noch ein paar Boni bis zu max. 15-16 Millionen. Dazu gehört ein Leroy Sané und eigentlich auch ein Gnabry, der mit 1968 quasi auf der 2000er Grenze liegt. Beide verdienen für diese Rolle im Kader zu viel und eigentlich lieferte auch nur Sané dementsprechend ab.
Jetzt folgen die Rotations-, Rollen-, Kader- oder auch Ergänzungsspieler, je nachdem wie man sie nennen mag. Sie spielen 1000 -2000 Minuten pro Saison und sollten nicht mehr als 10 Millionen verdienen. Dazu gehörten in der letzten Saison Coman 1837 Minuten und Müller mit 1722 Minuten. Vielleicht hätte Coman mit weniger Verletzungen noch mehr als 2000 Minuten gespielt, aber das ist bei weitem nicht sicher. Definitiv gilt, dass beide für ihre Rolle als Fußballspieler in der Mannschaft zu viel verdienen und es mit Leistung auch nicht umbedingt zurückzahlen. Müller ist natürlich ein Sonderfall, aber genau deswegen, gab es da ja auch Unstimmigkeiten wegen der Vertragsverlängerung.
Talente, wie Tel. Sie soielen unter 1000 Minuten und sollen noch eventuelle Kaderlücken füllen. Das hat bei Tel und den anderen Talenten in dieser Saison eher so semi geklappt, aber das ist ein anderes Thema.
Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Thema des Threads der Kaderplanung. Mit Müller und Sané, fallen ein Rotationsspieler (+alles andere was Müller war, aber hier geht es jetzt erstmal nur um das Sportliche) sowie ein Quasi-Stammspieler ablösefrei weg, sie machen aber auch etwa 40 Millionen Gehalt frei. Mit Coman und Tel könnten ein weiterer Rotationsspieler und ein Talent noch folgen. Das würde wahrscjeinlich nochmal ca. 20 Millionen gehalt freimachen. Damit würden knapp 6400 Minuten sowie 43 Scorer (26 Tore sowie 17 Vorlagen) fehlen. Also eigentlich Zahlen von zwei absoluten Stammspielern.
Wie ersetzt man nun diese Spieler und Zahlen?
Für mich wären Barcola und Rodrygo Spieler der Kategorie absolute Stammspieler, sie sind aber wahrscheinlich gar nicht zu bekommen.
Williams und Leão sind mMn Spieler der Kategorie Quaasi-Stammspieler und ich würde tunlichst aufpassen in dieser Kategorie überzubezahlen.
Und Kandidaten wie Mitoma oder Doan oder auch ein Tillman wäre Spieler der Kategorie Rotationsspieler.
Man könnte z.B. einen Quasi-Stammspieler aus Williams oder Leão verpflichten und hoffen, dass er sich in Richtung absoluter Stammmspieler entwickelt. Dazu könnte man dann noch einen Rotationsspieler wie Doan oder Tillman holen und die übrigen Minuten an Talente geben. Aber dafür muss man sich auch wirklich darauf festlegen und darf keinesfalls zu viel Gehalt zahlen, auch wenn die Spieler theoretisch das Potenzial für mehr haben.
In die Richtung sollte es laufen. Wenn man von den Abgängen von Müller, Sane und Tel ausgeht, braucht man auf jeden Fall zwei Spieler für die Offensive.
Und einer davon sollte ganz klar Stammspielermaterial sein. Meinetwegen auch beide, aber das dürfte kaum zu finanzieren sein.
Also einen richtigen Kracher schuldet uns Eberl auf jeden Fall.
Sehr interessantes Gedankenspiel, besonders die Verbindung gehalt-Minuten-scorer gefällt mir. Das zeigt sehr schön auf wie schwierig es ist die Balance zu schaffen.
Bei den Spanne sieht man halt auch das Fußballer letztendlich Menschen sind und Schwankungen/Verletzungen immer mit drin sind.
Nimm mal als Beispiel deine Spanne 1000-2000 Minuten und 10 Millionen Gehalt. Wenn das eher Richtung 1000 Minuten geht (nicht nur eine Saison wegen Verletzung etc, sondern wegen in Konstanz, Qualität, was weiß ich) dann wäre 10 Millionen ja obszön. 1000 Minuten sind gerade mal 14 Spiele a 70 Minuten, in ner Saison mit 55 Spielen.idealerweise stellt man sich da eher ein Gehalt von 7+3 vor (wo die 3 erreicht werden koennen wenn man an den 2000 Minuten kratzt)
Ist jetzt auch nicht meine ursprünglich eigene Idee. @Georg macht eigentlich jedes Jahr eine Kaderanalyse und ordnet die Spieler in verschiedene Tiers ein und zieht dann ein Fazit wie hygienisch der Kader zusammengestellt ist.
Hat eigentlich irgendwer diesen Woltemade auf dem Schirm. Der Junge muss festgemacht werden, und wenn er erst nächstes Jahr kommt. Noch ein Jahr Stuttgart… bevor der Zug da abfährt.
Verstehe ich vollkommen. Williams ist aber „nur“ Stammspieler bei einem spanischen Mittelklasse Club. Nationalmannschaft finde ich immer schwierig auf Club-Fußball zu übertragen, aber in Spanien Stammspieler zu sein, ist natürlich schon ein Signal. Rodrygo käme als Stammspieler von Real, da wäre ich eher geneigt ihn unter die Top Verdienter einzuordnen.
Letztlich ist ein zu teueres Gehalt halt immer riskanter als eine zu teuere Ablöse. Letztere kann man gerade bei jüngeren Spielern durch Wiederverkäufe wieder ausgleichen und man vermeidet die Gehaltsspirale. Mir wäre Williams aus den genannten Gründen zu riskant.
Wenn der Scheich 100 Millionen hinlegt vielleicht nicht. Ansonsten gibt es für Stuttgart keinerlei Grund auch nur überhaupt über einen Transfer zu reden. Er hat noch drei Jahre Vertrag und entwickelt sich aktuell schnell weiter, wird also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nächstes Jahr noch mehr einspielen. Das ist das selbe Thema wie bei Barcola.
Es könnte nächstes Jahr einen Ansatz geben. Stuttgart verhandelt gerade um den Vertrag anzupassen, da er über seinen aktuellen Verdienst (1,5 Mio) deutlich hinausgewachsen ist. Möglicherweise gelingt es dabei eine vernünftige AK einzubauen. Richtig kostengünstig dürfte die aber auch nicht werden.
Ist der VfB so auf Rosen gebettet? Wenn der Spieler weg wollte, sehe ich nicht wie der Verein das verhindern sollte. Und zwar nicht erst ab 100mio Ablöse.
Man hatte Tillman letzte Saison zurück holen sollen. Sein erstes Jahr bei PSV war auch schon stark. Leider hat man sich für die 12 Mio. entschieden.
Ihn jetzt für 35 Mio. zu kaufen finde ich schwierig. Vielleicht in 2-3 Jahren. Aber sich nach einem Jahr den Fehler einzugestehen ,mit so einen finanziellen Schaden, kann sich Eberl eigentlich nicht leisten.
Den Fehler weiter zu machen, weil man kurzfristig sein Gesicht wahren will, wäre aber auch nicht wirklich clever. Wenn man überzeugt ist, dass der hier ein guter Backup sein könnte, wird man da ohnehin nicht viele günstigere Optionen finden.
Ich bin überzeugt, Williams auch für weniger als die kolportierten 20 Mio. holen zu können. Wenn man ihm den Weg aufzeigt, wie er bei uns in die Riege der Kanes und Musialas aufsteigen kann, wenn er aktuell mit Olise Niveau beginnt, warum sollte er dafür nicht offen sein. Ist doch offensichtlich ein cleverer Bursche.
Es kommt drauf an was genau mit Back up gemeint ist. Auf welche Position würdest du ihn in einem internen offensiv-Ranking (1-8) setzen? Falls du ihn als Spieler Nr. 5-6 siehst, dann sind 35 Mio. mit einem Gehalt unter 10 Mio. (was bei Tillman wohl kein Problem sein sollte) in Ordnung. Aber wenn es eher Richtung 7-8 geht, dann ist es zu viel. Oder um es in Georgs „Tier“ System auszudrücken: für einen „Tier 2“ Spieler ist es ok, aber für einen „Tier 3“ Spieler auf gar keinen Fall.
Er ist ja noch relativ jung. D.h. selbst wenn es am Ende dann doch nur Rang 7 ist, kann man ihn in zwei Jahren auch mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder solide verkaufen. Zwei Jahre Training und Spielpraxis mit Weltklassespielern wird seinen Wert eher nicht senken. Man muss aufpassen, dass das Gehalt nicht zu hoch ist, um einen Wechsel unmöglich zu machen. Dann ist das finanzielle Risiko sehr gering.
Die Alternative auf ähnlichem Niveau wäre, irgendeinen 30-Jährigen für 15 Millionen zu holen, der dann nach zwei Jahren abbaut und keinen Restwert mehr hat. Da würde ich es lieber mit Tillman versuchen.
João Neves was offered to Bayern last summer. Former chief scout Markus Pilawa strongly advocated for the signing of Neves internally - but the club was very fixated on signing João Palhinha after his failed move the summer before, so the idea of João Neves was discarded
Falls das stimmt, ist amateurhaft noch eine gnädige Formulierung. Neves war bereits damals das größte Mittelfeldtalent in Europa und besitzt im Spezialbereich von Palhinha ebenfalls große Stärken. Nur kann er eben noch so viel mehr. Es gibt wirklich gar keinen, rationalen Grund Palhinha gegenüber Neves zu bevorzugen.