Da bin ich ganz deiner Meinung.
Idealerweise möchte er aber nicht wechseln weil er so einen guten Vertrag hat und auch sonst alles passt.
Idealerweise möchte er nicht wechseln, weil er beim FC Bayern schon mal die CL gewonnen hat und hier auch die besten Chancen auf weitere Titel sieht ![]()
Das wäre noch idealer. Aber trotzdem wird er wohl monetäre Fortschritte machen wollen. Im Falle eines CL Sieges gar noch mehr.
Dreesen im Interview.
„Der FC Bayern ist hier nicht das Problem. Wir sind Teil der Lösung! Durch unsere Erfolge national und insbesondere international, mit unserer Attraktivität für ausländische Stars wie Harry Kane oder Michael Olise sind wir Motor der Bundesliga. Wir gehen ins Ausland, spielen Sommer-Touren oder die Klub-WM. Wir haben uns all das seit Jahrzehnten hart erarbeitet. Der FC Bayern produziert mehr als 30 Prozent der Reichweite der Bundesliga im Ausland, bekommt aber deutlich weniger als die Hälfte davon als Ausschüttung. Wir stehen zum Solidarprinzip, wir sind Teamplayer. Wer uns dann aber für Rückstände in der Auslandsvermarktung verantwortlich macht, sollte weniger lamentieren und stattdessen alles dafür tun, dass der eigene Klub und die eigenen Spieler international sichtbarer werden.“
„Es war eine große Überraschung, als wesentliche Eckpunkte der Vereinbarungen, die aus unserer Sicht bereits verhandelt waren, plötzlich vom DFB infrage gestellt wurden. Wir haben gerade für 7,5 Millionen Euro den Sportpark Unterhaching als zukünftige sportliche Heimat für unsere Frauen gekauft und werden das Stadion für einen siebenstelligen Betrag in diesem Sommer ertüchtigen, damit hier ab der nächsten Saison die Champions-League-Spiele stattfinden können. Gleichzeitig werden wir ab 2027 für weitere zehn Millionen Euro ein Leistungszentrum bauen. Wir investieren also allein in die Infrastruktur insgesamt 20 oder mehr Millionen. Bei all dem sind weitere Investitionen in den Frauenfußball wie zum Beispiel Personal etc. noch nicht einmal enthalten. Das muss man vergleichen mit der knappen Million, die pro Klub und Saison vom DFB fließen.“
Zu den Investitionen in die Frauenabteilung. 20 Mio in den nächsten 2,3 Jahren für die Infrastruktur.
Leverkusen und Stuttgart sind dann allerdings ebenso Teil der Lösung wie der FC Bayern, haben sie doch wie von Dreesen angeregt ihre Spieler Wirtz und Woltemade fürs Ausland interessant gemacht.
(Mir ist eigentlich gar nicht nach Scherzen zumute, denke ich an Dreesens ignorante Kommentare zur schrecklichen Entwicklung in den USA während der Klub-WM. Die aktuellen Aussagen klingen leider absolut nicht nach erfolgter Reflexion. Eher als könne er es sich gar nicht anders vorstellen, als dass auch diesen Sommer zwischen Integration des Turniers in narzisstische Propaganda und öffentlichen Hinrichtungen jeglicher Kopf schön tief in us-amerikanischen Sand bzw. in fifaschistisches Geld gesteckt wird. Weil WM ist WM und Politik ist Politik und nix hat mit nix was zu tun, sondern immer nur mit dem, wofür man gelobt werden will. Von der Kohle der Friedenspreisverleiher und Epstein-Files-Verberger können von mir aus auch noch dutzende Stadien renoviert und Leistungszentren noch und nöcher erbaut werden, das ist es nicht wert.)
Leider wieder ein Beispiel für die oft unabgestimmte, unglaubhaft wirkende Kommunikation.
Soll er halt sagen “das entscheiden Andere”, oder “die Verbände der UEFA sollten hier einheitlich auftreten”, irgendetwas in der Art. Entspricht den Tatsachen, wirkt aber halbwegs reflektiert.
Fußball halt: Immer noch nicht überall professionell aufgestellt… ausser beim Geldverdienen.
Das wäre sicherlich ein klügerer Satz gewesen. Nachfragen nach der persönlichen Meinung hätte er aber auch nicht verhindert.
Dass Dreesens Worte bei den Befürwortern eines WM Boykotts natürlich sauer aufstoßen ist auch klar. Ich denke aber, dass diese Haltung nicht die einzig richtige sein kann. Es ist ein kontroverses Thema. Befürworter und Gegner haben stichhaltige Argumente. Die Debatte wollte Dreesen aber nicht anheizen. Dass der FC Bayern an einem Boykott wenig Interesse hat, ist für mich aus wirtschaftlicher Perspektive schon auch nachvollziehbar.
Der US Markt ist einer der wichtigsten für den FC Bayern. An einer WM können sich viele Spieler des FC Bayern auf großer Bühne präsentieren. Das ist für den Klub natürlich von enormer Bedeutung. Mehr Aufmerksamkeit für den Fußball in den USA hilft dem FC Bayern enorm. Darum ist klar, dass es kein Interesse an einem Boykott der WM in den USA gibt.
Genau, warum auch? Entscheiden müsste das am Ende der DFB für den gesamten Verband, nicht der FCB.
Ich bin auch ein Freund der Boykott-Diskussion, aber ein erklärter Gegner des xten “deutschen Sonderweges”. Das würde Deutschlands bereits ramponierten internationalen Ruf als moralische Besserwisser nur zementieren, ohne größeren positiven Effekt. Wenn Boykott, dann nur in Abstimmung mit mehreren anderen Nationen.
Edit: Sorry fürs OT.
Ich rechne nicht mit einer realistischen Chance für einen Boykott.
Weder die Klubs noch die europäischen Verbände haben ein Interesse an einem Boykott.
Es läge also an der Politik. Hier ist doch die Vorgehensweise Richtung Deeskalation. Niemand in Europa hat aktuell Interesse das Verhältnis zu den USA eskalieren zu lassen.
Ein Bürgerkrieg oder ähnliches könnte die Situation natürlich schlagartig verändern.
Die Frage ist am Ende aber schon, wie gut die Werbung ist. Weil aktuell sehe ich nicht, dass viele ausländische Fans nach Amerika Reisen werden und in Amerika selbst ist Fußball ja auch nicht so beliebt, dass Amerikaner alleine die Stadien füllen würden. Außerdem sind die Ticketpreise sehr hoch. Die WM wird also nur bei einem sehr ausgewählten Publikum positiv in Erinnerung bleiben.
Sehe ich gänzlich anders. Die Stadien werden voll sein. Fans aus allen Ländern werden in großer Anzahl anreisen. Natürlich nur wohlhabende Leute die sich die hohen Preise etc. leisten können. Gut, gibt ja noch ein paar Karten zum fairen Preis über den DFB in unserem Fall.
Wir werden es sehen, aber Deine Vorstellung, dass da niemand hinfährt, die sehe ich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Das wird ein Spektakel werden.
Es wird selbstverständlich sehr wirkungsvolle Werbung sein. Weil die USA zuschauen wird und die kennen danach die Spieler und die spielen beim FC Bayern. Der kommt dann 2027 in die USA…
Wenn selbst im Sandkasten von Qatar eine WM erfolgreich durchgeführt werden konnte, dann wird das in den USA problemlos klappen.
Wir werden es sehen.
Ich kenne aktuell tatsächlich 2 unabhängige Pärchen die schon lange mal die usa bereisen wollten und machens im Sommer.
Kombinieren Urlaub mit Österreich spiele.
Ich glaub den meisten ists völlig egal was in den usa abgeht, glaub die Verkaufszahlen bestätigen auch meine These aber da bin ich mir jetzt nicht 100% sicher.
Also wenn ich mich in der deutschen Fanszene so umhöre, sind wenige gewillt nach Amerika zu reisen. Und in vielen anderen europäischen (westlichen) Ländern sieht es mMn ähnlich aus. Und die Fans aus Asien, Afrika und Südamerika sind sicherlich interessiert das Stadion zu besuchen, aber mit ICE ist eben nicht zu spaßen.
Deutsche Fanszene für die Nationalmannschaft?
Wen meinst Du denn damit? Den Coca-Cola-DFB-Fanclub?
Oder deine Social-Media-Bubble bei Bluesky und MSR?
Die sind aber nicht relevant. Das ist überhaupt nicht das Publikum, dass die Fifa für das Turnier ansprechen will.
Wenn Du Dir die mitgereisten Fans anderer Länder bei den letzten beiden Weltmeisterschaften (Russland und Qatar) angesehen hast, dann war da. fast niemand von irgendwelchen Fanszenen dabei. Südamerika hatte viele Fans am Start, das sind vermögende Leute die da hinreisen. Das gilt für ganz viele Länder. Bei den Leuten aus Afrika wird es nur darum gehen, ob sie sich das leisten können. Das Thema ICE ist da komplett irrelevant. Gleiches gilt für Asien
Das sagt nichts darüber aus, ob ich das gut finde (möchte ich nur erwähnt haben). Es beschreibt lediglich die Realität.
Also auf Social Media bei Instagram, bei Reddit oder bei X höre ich zumindest wenig Begeisterung. Aber möglicherweise sind die dann wirklich nicht relevant.
Glaube es mir, das ist es nicht. Das ist nicht das Publikum für eine WM in der heutigen Zeit.
Da gehen heutzutage andere Leute hin.
Nach 2018 und 2022 fällt mir es ehrlich gesagt auch nicht schwer, die Spiele nicht zu verfolgen. Vielleicht ist das auch ein Grund weswegene ich voreingenommen bin und von mir auf andere schließe. Einerseits will ich nachts schlafen und andererseits kann man die FIFA da einfach nicht unterstützen. 2010 und 2014 werden für mich einmalige Turniere bleiben, weil ich die wirklich bewusst verfolgt habe nach der Schule. Davon abgesehen bin ich mittlerweile ziemlich gleichgültig bezüglich der WM. Danach wird es mit 2034 in Saudi-Arabiens ja auch nicht besser.
2006 hat Martin Demichelis die Führungsebene der Fans von River Plate persönlich beherbergt. Die Lations sind in den USA eh schon da.
