Nee, nicht wörtlich.
Lässt sich aber ganz leicht ableiten, wenn man über den Tellerrand blickt. Versuchs mal.
Oh, wirst du wieder missverstanden?
Bist du eigentlich großer Fan des Cicero?
P.S. Ich finde diesen Thread großartig. Weniger wegen des Themas, sondern mehr, weil du alle Vorurteile bestätigst, die ich über dich gesammelt habe.
„Arbeit ist doof, sollen lieber Andere machen. Kriegt man ja blutige Hände“.
Typen wie dich kann ich richtig gut leiden. Nichts erschaffen, nichts leisten, nichts zum Gemeinwohl beitragen, aber im Internet immer im Angriffsmodus anderen Leuten erklären, wie die Welt gefälligst auszusehen hat.
Schön, wie du dich hier im Thread demaskiert hast.
Was ist denn das für ein Zitat? Das soll ich geschrieben haben? Hm… Du wirst doch hier nicht mit unlauteren Methoden agieren?
Aber auch sonst eine schöne Aussage, schließlich willst du ja gerade anderen - idealerweise körperliche - Arbeit aufbürden. Aber auf den Vorschlag: „Warum machst du es nicht selbst, wenn du in Rente gehst?“ reagierst du doch eher barsch.
Ich komme heute nicht in den Club, oder? Smiley.
Krass, was ich alles nicht tue, und was ich tue, und was du davon weißt. Smiley.
Wo wollte ich das und wo habe ich auf den entsprechenden Vorschlag reagiert, sogar „barsch“?
Ich glaube, du dürftest da grundsätzlich Schwierigkeiten haben.
Würde zumindest deine krankhafte Fixierung auf meinen angeblichen Job erklären.
Oder triggert es dich grundsätzlich, wenn Leute arbeiten?
Bemerkenswert, oder?
Du weißt ja auch besser als ich, was ich beruflich mache.
Zumindest tust du so.
Und krass ist das Bild, welches du hier abgibst tatsächlich.
Soweit ich weiß hat das Bundesverfassungsgericht gar nichts entschieden.
Tatsächlich sehe ich es als negativ an, etwas tun zu müssen was ich nicht möchte. Dazu werde ich gezwungen meinen Wohnort zu wechseln und werde auch noch mies bezahlt. Und die ganze Sache muss ja wohl aus Steuermitteln finanziert werden.
Ich habe ganz grundsätzlich nichts gegen soziales Engagement, nur bitte freiwillig. Ich zum Beispiel bin regelmäßig als Wahlhelfer tätig.
Meine Einschätzung mit dem Durchschnittsalter von 24 beim Dienstantritt entspricht wohl nicht ganz der Realität. Das zuzugeben ist für mich kein Problem. Scheinbar haben mich meine persönlichen Erlebnisse der letzten Jahre dazu verleitet, dass ich Dinge aus meiner eigenen Lebenswelt zu sehr pauschalisiert habe. Bei den ca. 30 Referendaren, die wir an meiner Schule in den letzten 15 Jahren hatten, war der Schnitt nämlich tatsächlich bei knapp über 24 Jahren, aber das ist natürlich nicht repräsentativ. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir keine Seminarschule sind, die Referendare also schon ihr erstes Dienstjahr hinter sich hatten, als sie bei uns eingesetzt wurden. Die Regelstudienzeit von 7 Semestern beim Lehramt ist tatsächlich etwas niedriger als der Durchschnitt, auch deswegen, weil es manchmal gar nicht klappt, in alle Kurse, die man zur Einhaltung dieser Zeit bräuchte, auf Anhieb reinzukommen. Man darf also gerne noch 2-3 Semester draufrechnen, womit man irgendwo im Bereich 4-5 Jahre wäre, was mMn eine realistische Einschätzung ist. Wir hatten jetzt in Bayern jahrelang Abiturienten, die ihr Abitur nach 8 Jahren machten, also 18 waren, als sie die Schule abschlossen. Selbst mit Auslandsjahr oder einer Ehrenrunde auf dem Gymnasium war es also eher normal, dass man mit 24 oder 25 das Studium fertig hatte und ins Referendariat wechselt. Ich war 25, ging aber als Jahrgang 1979 noch 13 Jahre zur Schule und war dann 10 Monate bei der Bundeswehr.
Ich habe für dich auch ein schönes Beispiel zur Berechnung des Durchschnitts:
Wenn von 100 Bewerbern schon 10 30 Jahre alt sind und die restlichen 90 24 Jahre alt sind, gibt es einen Schnitt von 24,6, ganz ohne die 18jährigen Wunderkinder, die man deinem Beispiel nach bräuchte.
An der Stelle möchte ich den Unterpunkt Lehrereinstiegsalter gerne schließen.
Brauchbare Quellen dazu, dass die durchschnittliche Arbeitszeit von Lehrern näher an den von dir behaupteten 30 Jahren oder an meiner Einschätzung von 40 Jahren liegt, haben wir wohl beide nicht zur Hand. Ich habe aber wie gesagt auch kein Problem damit, dir rechtzugeben, falls es so sein sollte.
Zum Thema „Freikaufen“: Ich habe bewusst die ehrenamtliche Arbeit erwähnt, da ich nicht möchte, dass jemand sich aufgrund finanzieller Möglichkeiten von allgemeinnütziger Beschäftigung drücken kann. 1000 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit sind mMn kein Pappenstiel. Es wären entweder 25 40-Stunden Wochen oder wenn man es „nebenbei“ machen möchte 25 Stunden jährlich auf 40 Jahre verteilt, also ca. 2 pro Monat. Ich glaube, dass sehr viele Menschen dieses Pensum nicht erreichen. Diejenigen die das schaffen, haben mMn sehr viel für unsere Gesellschaft getan und bräuchten deswegen als Rentner keinen Dienst mehr ableisten.
Da ich an einer ernsthaften Diskussion (so wie du hoffentlich auch) wirklich interessiert bin, hätte ich noch 4 Fragen:
Wie ist deine Meinung zum politischen Magazin Cicero? (Anmerkung: Da Tobi13 und ich dich deiner Meinung nach falsch zitiert haben, darfst du ja gerne sagen, was du von dieser konservativen politischen Zeitschrift hältst.)
Wie ist deine Meinung zum Vorschlag des Bundespräsidenten Steinmeier, dass alle Jugendlichen ein soziales Pflichtjahr ableisten sollen? (wir reden hier bitte erst einmal nur von der Grundidee und nicht von irgendwelchen Vorschlägen wie einer Kopplung des Wahlrechts an diesen Dienst oder einer verpflichtenden Gemeinschaftsunterkunft).
Was hältst du davon, diesen Dienst freiwillig abzuleisten, aber denjenigen, die es machen, Privilegien in Form von besseren Zugangsvoraussetzungen zu Wohnungen, Studienplätzen, Berufen in Aussicht zu stellen?
Denkst du, dass Martin Luther King etwas dagegen gehabt hätte, wenn man in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Amerika ein soziales Pflichtjahr für alle jugendlichen Amerikaner egal welcher Hautfarbe eingeführt hätte mit gleichen Rahmenbedingungen für alle bezüglich Arbeitszeit, Tätigkeiten etc.?
PS: Über eine Antwort ohne das Wort Zwangsarbeit wäre ich sehr erfreut.
Natürlich liegt sie näher an der 30 als an der 40. Das ergibt sich doch selbst aus den von dir berichteten Fakten.
Dazu habe ich keine abschließende Meinung. Ist halt erstmal ein schöner Populismus. Anderen Leuten Arbeit aufhalsen kommt beim Volk ja immer gut an, und wenn es dann noch die wohlstandsverwahrlosten, faulen jungen Leute trifft, erst recht. Wichtig ist ja dem Volk vor allem, dass man nicht selbst ran muss.
Ich vermute, es brächte weitaus mehr Probleme als Vorteile/Gewinne.
Kommt auf die Privilegien an.
Fun Fact: Ich wurde oben schon bezüglich der Wohnsituation in Deutschland eines besseren belehrt. Es gibt im Grund keine Wohnprobleme, man kann quasi niemandem die Wohnung wegnehmen. Es ist alles bestens. Sicher kein Problem, mit dem man sich beschäftigen müsste. Das hier - Zwangsarbeit für diese frechen Kids! - ist viel wichtiger.
Ist diese Frage echt ernst gemeint? Hast du diese I have a dream-Rede mal gehört/gelesen? Ich habe sie weiter oben verlinkt. Allerdings nur auf Englisch. Wenn das ein Problem darstellt, dann kann 918 sicher weiterhelfen, der hat hier schon ganz wunderbar mit seinen Englischkenntnissen geglänzt.
Falls die Rede aber einfach zu lange ist, dann konzentriere dich doch einfach auf den Abschnitt, der mit „But one hundred years later, the Negro still is not free.“ beginnt. Da beschreibt MLK das USA der 60er Jahre. Und in der Situation möchtest du ihm damit kommen, dass jetzt mal schön alle zur Zwangsarbeit verdonnert werden? Aber die Idee der Feldjäger, die einen dann ggf. zur Arbeit abholen, würde ihm ganz sicher gut gefallen. Mit der Waffe zur Arbeit gebracht zu werden, das kennt er bestimmt aus seiner Familiengeschichte. Und auch damals wurde ihnen erzählt, dass das auch super für ihren Charakter wäre.
Ich lebe in München. „Die Wohnung verlieren“ ist ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter kann wirksam auf Eigenbedarf klagen. Wenn er umbaut oder saniert, kann er entsprechend die Miete erhöhen - zum Teil sehr unangenehm für Mieter.
Der katastrophale Mietmarkt in München ist auf ein groteskes Missverhältnis von Angebot und Nachfrage zurückzuführen. Verstärkst Du die Mieterrechte, wird das Angebot weiter zurückgehen - also keine Lösung.
Englisch ist für mich kein Problem. Danke trotzdem für deinen Tipp. Es hat für den Leistungskurs Englisch beim Abitur und fürs Staatsexamen gereicht und reicht auch für die Übersetzung der Rede.
Kleine Einschätzung meinerseits: Schwarze Soldaten haben bereits im Unabhängigkeitskrieg, im Bürgerkrieg, im 1. und vor allem im 2. Weltkrieg oft freiwillig für die USA gekämpft, u.a. auch weil sie dadurch ihre Tauglichkeit als gleichwertige US-Bürger nachweisen wollten und ihre Solidarität zeigen wollten. Erst als im Zuge der Rekrutierungen für den Vietnam-Krieg immer klarer wurde, wie sich die reiche, weiße Oberschicht aus der Verantwortung stahl und den mehrheitlich armen Schwarzen klar wurde, wie sie als Kanonenfutter missbraucht wurden, gab es Unruhen. Das war aber nach „I have a dream“. (1963) Von daher gibt es mMn schon Gründe, die dafür sprechen, dass ein soziales Pflichtjahr für alle Amerikaner nicht überall in der Black Community auf taube Ohren gestoßen wäre. Was MLK dazu gesagt hätte, ist wohl schwer zu sagen. Mein Tipp: wenn es nur um soziale Dienste und nicht um eine Verknüpfung mit dem Militär gegangen wäre, hätte er es sich als Vertreter einer „non-violent campaign“ wohl eher eingehen lassen.
Ein allgemeines Kompliment noch: Dass du nur 2x das Wort Zwangsarbeit verwendet hast, ist schon mal eine Steigerung. Es ist natürlich trotzdem eine eher suboptimale Diskussionsgrundlage, wenn du ein verpflichtendes soziales Jahr so siehst. Ich warte schon auf die Schlagzeile: Bundespräsident fordert Zwangsarbeit für Jugendliche. Sind Steuern dann eigentlich auch Zwangsabgaben? So wie die Jugendlichen keine Mitsprache haben, wenn ältere Politiker über ihre mögliche Dienstzeit bestimmen, haben wir ja auch keine Mitsprache bezüglich der Höhe der Steuern. Wo wir schon bei Populismus sind: was war da gestern mit der höheren Besteuerung der Reichen? Das würde ja auch über deren Kopf hinweg entschieden und sie könnten sich nicht dagegen wehren. Meine Meinung: Reiche gehören höher besteuert und jeder soll in seinem Leben gemeinnützige Arbeit leisten. Eine Zustimmung der betroffenen Personen dazu braucht sich der Staat nicht einzuholen, falls die Gesetze dazu von einer ordnungsgemäß gewählten Mehrheit verabschiedet wurden.
Übrigens: gehe ich richtig davon aus, wenn die durchschnittliche Dienstzeit von Lehrern bei 34 Jahren und 11 Monaten liegen sollte, dass du das dann als Bestätigung deiner These werten würdest, weil du ja dann mit deinen 30 Jahren um 2 Monate näher dran wärst, als ich mit meinen 40?
PS: Eine Antwort zum Cicero wäre auch noch ganz nett?
Die Politik hat hier viel vermurkst, sowohl die SPD Regierung der Stadt als auch die CSU auf Landesebene. Dennoch wäre eine Entzerrung auch möglich, wenn viele derjenigen, die sagen: „Ich will in München wohnen, obwohl ich andernorts eine vergleichbare Arbeit finden würde.“ in Erwägung ziehen würden, dass sie sich woanders niederlassen. Das kann wohl schlecht irgendeine städtische Administration und auch keine Landes- oder Bundesregierung veranlassen, weil es ein Grundrecht ist, sich seinen Aufenthaltsort selbst auszusuchen.
Wie immer ist für den neoliberalen Turbokapitalisten mit seinen Fieberträumen von Geschenken im fünfstelligen Wert und der Rechtschreibung eines Siebenjährigen die SPD schuld. Die hat uns ja auch gerade den WM-Titel gekostet und morgen bringt sie uns Glatteis.
Was ist denn dein Problem damit? Leute werden zu einer Arbeit verpflichtet, die sie nicht freiwillig machen. Und bei Weigerung erfahren sie Repressalien oder Nachteile. Du kannst das ja gerne „Buttercroissant“ oder „die schönste Zeit des Lebens“ nennen, wenn du magst.
Bestimmt. Er hätte gesagt: „wir dürfen zwar nicht wählen, müssen im Bus hinten sitzen und dürfen nicht an die Uni, aber wenn wir reichen alten Ladies den Hintern wischen sollen, dann machen wir das. Schon aus Tradition! Danke, Massa!“
Nein, die zahlt man freiwillig. Und wenn man sie nicht zahlt, passiert auch nix. Meine Güte…
Wie stehst du dazu, dass man mindestens 9 Schuljahre absolvieren muss und dann auch noch zu irgendwelchen Kursen verpflichtet werden kann, da man sonst evtl weniger Unterstützung vom Staat bekommt? Schulzwang? Lernzwang? Was wird der Bauer im 18. und 19. Jahrhundert auf den Staat geschimpft haben, als die beschlossen, dass Kinder mindestens 6 Jahre zur Schule gehen müssen.
Es stehen übrigens noch 1-2 Antworten aus, z.B. zum Cicero.
Die Antwort zu den Steuern war hoffentlich ironisch gemeint. Oder hab ich ein neues Gesetz übersehen?
Darf ich mich dann auf dich berufen, wenn ich dem Finanzamt schreibe, dass ich ab morgen keine Steuern mehr zahlen möchte oder wenn ich an der Supermarktkasse bzw. an der Tankstelle einen steuerbereinigten Preis bezahle?
Oder meinst du, dass ich mich ja von jeglicher Steuerlast befreien könnte, wenn ich beschließe, nie mehr zu arbeiten und nie wieder etwas zu kaufen?
Meinst du, ob es den Kindern des Bauern geschadet hat?
Ich denke, dass es für die meisten eine gewinnbringende Erfahrung war. Genauso denke ich, dass es in der heutigen Zeit für die meisten Jugendlichen eine gewinnbringende Erfahrung wäre.
Jede Generation braucht ihre Zwangsarbeit.