Sehr zynisch, sagt Frank Castle. Wir haben seit Jahren schlimme Zeiten.
Ich nicht. Du?
Als Flüchtlinge Deutschland in den Bürgerkrieg stürzten? Und wir alle islamisiert wurden?
Die Rentner hier im Forum sind zwischen 18 und 29?
Jetzt wirst du wieder albern.
Nein, die weinen hier wegen der Aussicht auf Zwangsarbeit.
Aha:
Die Unattraktivität von Berufen wie schlechtbezahlter Pflege (oder gesundheitlich noch riskanterem Schlachtfeldsport) soll also mit Zwangsrekrutierung aufgefangen werden.
Darauf, dass Pflegetätigkeiten etwa mit deutlich höherem Gehalt eine nennenswerte Anerkennung bekommen sollten, kommt offenbar Niemand.
Ich selbst habe vor fast dreißig Jahren meinen Zivildienst im Pflegebereich gemacht. Dort wurde damals schon gespart bis es quietscht. Diese Erfahrung hat bei mir in der Tat ganz wesentlich zur Berufsfindung beigetragen: Als Ausschlusskriterium, als abschreckendes Beispiel.
„Als Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016 (auch Migrationskrise, Asylkrise) bezeichnet man die Fluchtbewegung von rund zwei Millionen Menschen in die Europäische Union in den Jahren 2015/16 und die damit verbundenen Probleme.“
Bin ja total überrascht, dass dich das nicht betroffen hat. ![]()
Wenn man nicht arbeitet und Mama einkaufen geht, kann sowas schonmal an einem vorbeigehen.
Der Rest der Gesellschaft hat das schon als Krise angesehen.
Inwiefern hat dich das betroffen? Smiley.
Na siehst du. Da hat dir der Zivildienst doch einen absoluten Mehrwert in deinem Leben gebracht und dich bei der Berufsfindung unterstützt.
Willst du jetzt das ganze schöne Thema von nächster Woche schon vorwegnehmen? ![]()
Wir können die Probleme in der Pflege mMn nur durch zwei Maßnahmen verbessern:
- Deutlich bessere Bezahlung
- Erleichterung der Arbeit
Bei beiden Dingen könnte die Unterstützung durch ungelernte Hilfskräfte sehr sinnvoll sein. Sie könnten Aufgaben übernehmen, die die Fachkräfte entlasten.
Zur Erleichterung der Arbeit würde es mMn auch gehören, wenn den Fachkräften Tätigkeiten abgenommen werden, für die man keine besondere Ausbildung braucht. Beispiel: Das Essen im Krankenhaus muss jetzt nicht unbedingt eine Krankenschwester verteilen und wieder abräumen.
Man könnte natürlich einfach noch mehr Fachkräfte einstellen, damit die Arbeit von einer Fachkraft auf 2 Fachkräfte verteilt wird. Das wäre die Ideallösung. Hier wird aber irgendwann die Kostenfrage ein entscheidender Faktor sein.
Ein Rechenbeispiel: Das Gehalt der Fachkraft wird von (nur Schätzung) 2.500 Euro auf 3.500 Euro brutto erhöht. Zusätzlich bezahlt man einer ungelernten Hilfskraft 700 Euro monatlich für ein soziales Jahr. Man hat der Fachkraft zumindest etwas Arbeit abgenommen und bezahlt sie besser und das mit einer Gesamtausgabe von 4.200 Euro, also mit Mehrkosten von 1.700 Euro. Zwei Fachkräfte würden 7.000 Euro kosten, also Mehrkosten von 4.500 Euro verursachen. Wenn wir uns das leisten könnten, wäre das genial. Wenn nicht, würde der Rotstift angesetzt und die Gehaltserhöhung fällt deutlich geringer aus.
Dass der Wehrdienst immer schon zuerst die jungen Männer und Frauen in einem Land betroffen hat, soll zwar keine endgültige Rechtfertigung sein, aber zumindest als Erklärung herhalten.
Anwerbung qualifizierter Kräfte aus dem Ausland.
(Und natürlich die Unterstützung durch die Rentner in ihrem sozialen Pflichtjahr.)
So nach dem Motto „Deutschland first“?
Entziehen wir ärmeren Ländern ruhig die teuer ausgebildeten und selbst dringend benötigten Fachkräfte?
Ziemliche Kolonialherren-Denkweise.
Wäre auch eine Lösung.
Wie fast immer gibt es für Probleme mehrere Lösungen, bei denen es auch immer Gewinner und Verlierer gibt. Holt man tausende polnische Pflegekräfte, fehlen sie in Polen. Verpflichtet man Rentner, werden einige davon sauer sein. Verpflichtet man junge Erwachsene, hast du hier welche, die verärgert sind. Machst du gar nichts, ist es auch schlecht. Da ist der Satz „wie man es macht, ist es falsch“ wohl sehr passend, oder?
Gut, wobei der Gedanke schon ist, die Polen freundlich zu bitten, also anders als bei der Idee von der Zwangsarbeit. Aber natürlich fehlen die Leute dann dort. Vielleicht gibt es Länder, die keinen Mangel an Pflegekräften haben?
Warum nicht die Jugendlichen aus dem eigenem Land ausbilden? Bessere Bezahlung nach der Ausbildung würde da schon helfen.
Liest du irgendwo, dass ich das ablehne?
Nein. Aber Dein erster Reflex war die Anwerbung von Fachpersonal aus dem Ausland.
Merkwürdig… die faulste Generation aller Zeiten ist dagegen.
Ein Drittel IST eine Minderheit! Hossa
Frage ist halt: wer soll sich dann ein Pflegeheim noch leisten können. Es gibt durchaus Heime die nicht unterbesetzt sind und in denen auch anständiger Lohn gezahlt wird… die kann sich ein Otto-Normalo aber nicht leisten.
Und wenn unsere #letztegeneration so weiter macht wird die „Pflegegeldkasse“ noch leerer und leerer weil die lieber auf der Straße kleben statt etwas zu leisten!
Krise seit 2015 ist selbst für deine Verhältnisse Quatsch. ![]()
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