Totalverweigerer haben meist Geldstrafen bekommen.
Zuständig waren die zivilen Behörden.
Und manche Leute haben es halt nicht so mit „sozialer Verantwortung“.
Der „Nur die Boomer wollen es“-Blödsinn, ist damit widerlegt.
Totalverweigerer haben meist Geldstrafen bekommen.
Zuständig waren die zivilen Behörden.
Und manche Leute haben es halt nicht so mit „sozialer Verantwortung“.
Der „Nur die Boomer wollen es“-Blödsinn, ist damit widerlegt.
Dann bräuchte man wohl eine Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird, oder? Bin in Sachen Strafrecht nicht informiert. Ich hatte nur mal einen Fall an der Schule, als ein 16jähriger, der eigentlich zur Bundeswehr wollte, mir sagte, dass er sich diese Chance verbaut hat, weil er Nacktfotos seiner Ex-Freundin verschickt hat und er deswegen jetzt vorbestraft ist. Die Polizei erwähnt das auch immer, wenn sie Vorträge zu Gefahren des Internets halten und darauf eingehen, was passieren kann, wenn man illegale Inhalte versendet.
Aber hier wurde doch auch schon eine Grundgesetzänderung ins Spiel gebracht, damit der Traum von der Zwangsarbeit für Jüngere wahr wird. I have a dream!
Keine Ahnung. Was sind denn die normalen Fristen, nach denen so etwas abläuft?
Wie machen es eigentlich die Franzosen, wenn dort jemand den auf mindestens 1 Monat ausgelegten Pflichtdienst nicht ableisten will?
Das Grundgesetz wird meines Wissens öfter geändert, nur bestimmte Rechte/ Artikel sind nicht veränderbar. Das Grundgesetz hat übrigens scheinbar alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um die Wehrpflicht juristisch unanfechtbar zu machen, oder?
Komisch, Nackfotos gehören doch zur Grundausstattung eines Bundeswehr-Spinds…
Aber noch in der ausgedruckten Variante und nicht digital. Also werden digitale Bilderrahmen so schnell keinen Einzug halten in deutschen Kasernen.
Schön, dass du jetzt auch mal etwas Inhaltliches postest.
Du wunderst dich sicher nicht, wieso sich da die Zahlen im Vergleich zur gleichen Befragung vor drei Jahren teilweise verdreifacht haben sollen, oder?
Nun, leider ist Opaschowski immer etwas intransparent was Methodik und Fragestellung angeht. Aber man kann ja mal schätzen, wie viele Leute da in einer Teilgruppe sind, wenn insgesamt 1000 Leute befragt werden.
Wie viele der 1000 sind da zwischen 14 und 24? Dreißig?
Da stellt sich dem/der kritischen Leser:in doch sofort die Frage, ob auch in der Teilgruppe noch von Repräsentativität gesprochen werden kann. Zumal man ja offensichtlich singuläre Effekte sieht, dh eine größere Zustimmung aufgrund von Krisenzeiten.
Ein Beitrag zur Befragung von 2019 zeigte dagegen noch klar: Typische Boomer-Forderung:
„Die meisten anderen –und damit die Mehrheit, lehnt das ab.
"Je älter, umso mehr sind die Befragten der Meinung: Ja das sei ganz gut für die Jugend, die sollte ruhig mal ein soziales Pflichtjahr absolvieren, weil die Älteren selbst davon gar nicht mehr betroffen sind.““
Schön, dass du tatsächlich mal einen Beitrag postest, ohne dumpfe Begriffe wie Zwangsarbeit , Arbeitslager und Deportation.
Das mag 2019 noch so gewesen sein. Aktuell vertrittst du jedenfalls eine totale Minderheitenmeinung, wobei es unerheblich ist, ob die Zustimmung nur aufgrund von Krisenzeiten zustande kommt.
Ein Drittel des Landes, eine totale Minderheit? Hossa.
Es ist wohl kaum unerheblich, ob Einmaleffekte das Antwortverhalten beeinflussen.
Warum sich die Werte zwischen beiden Umfragen möglicherweise verändert haben?
Ein Blick auf zwei Ereignisse, die in diesem Zeitraum passierten, könnte möglicherweise den Grund liefern:
Seit Corona sieht man immer deutlicher, wie schwerwiegend die Probleme unseres Gesundheitswesens sind. Sie wurden noch weiter verschärft, weil viele Pflegekräfte ihre Arbeit in dieser Phase gekündigt haben. Die Zahl derer, die Hilfe benötigen ist aber sicherlich nicht kleiner geworden.
Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, dass das Gefühl, dass wir in Mitteleuropa auf alle Zeiten in Frieden leben werden, trügerisch war. Die Notwendigkeit einer Wehrpflicht, damit man im mittlerweile leider wieder deutlich vorstellbareren Szenario eines Krieges mehr Soldaten zur Landesverteidigung hätte, als dies bei einer reinen Berufsarmee der Fall wäre, erscheint sicherlich höher, als noch 2019.
Somit kurz zusammengefasst: Es gibt im Vergleich zu 2019 deutlich mehr Bedarf für Unterstützung in der Pflege und deutlich mehr Befürworter für einen militärische Grundausbildung von Teilen der Bevölkerung.
Erscheint mir jetzt persönlich als durchaus plausibler Grund, warum sich Umfrageergebnisse ändern.
Zwei Drittel des Landes eine Gruppe von Fieberträumen geplagter Anhänger totalitärer Systeme mit einem Faible für Zwangsarbeit? Hossa!
Und auch bei dieser Befragung: in der Gruppe 18 bis 29 findet die Mehrheit das nicht gut. Also die Leute, die betroffen wären, oder noch einigermaßen jung sind.
„Es zeigt sich eindeutig: je älter die Befragten, umso höher die Zustimmung für ein soziales Jahr in der Bundeswehr oder Zivileinrichtungen. Hier bildet sich ein Generationenkonflikt ab…“
Ergo: Der Traum von der Zwangsarbeit ist ein klares Boomer-Ding.
Zumindest kein knappes Ergebnis. ![]()
Find es ziemlich zynisch, die seit Jahren vorherrschenden Krisen als Einmaleffekte zu bezeichnen, passt aber zu deiner Einstellung zu sozialer Verantwortung.
Und doch. Woher das Umdenken kommt, ist unerheblich.
Ach was! Wirklich? Danke für den Hinweis. Hätte gedacht, das hätte ich geschrieben.
Die Leute kündigen harte und schlecht bezahlte Jobs? Kein Problem: wir zwingen junge Leute dazu!
Super, danke für den Hinweis. Da ist sonst keiner drauf gekommen, wirklich nicht.
In Deutschland undenkbar.
Welche Krankheit hatte denn zuletzt solche Folgen wie COVID-19? Jetzt kommt sicher „ist nur eine schwere Grippe!“-Querdullie-Zeug… ich bereue die Frage schon.
Welcher Krieg hatte zuletzt solche Folgen für uns wie der Angriff von Russland auf die Ukraine?
Also doch eine faule Generation, die Angst hat ihre Komfortzone verlassen zu müssen, um soziale Verantwortung zu übernehmen?
Die Rentner hier im Forum? Anscheinend.
Es geht nicht um die Folgen.
Wir befinden uns durchgehend seit 2015 in Krisenzeiten. Ende nicht absehbar.
Da finde ich den Begriff „Einmaleffekt“ ziemlich unangemessen und unpassend.