I have a dream oder Ideen für eine bessere Welt

Stimmt. Mit Leuten, die nur an sich selbst denken, kommt man aber wohl sogar schon vor dem eigentlichen Dienstjahr in Kontakt. Du lieferst übrigens gerade wieder ein Super-Argument: verantwortungsbewusste Eltern würden es ohne ein solches Jahr wohl nicht schaffen, ihr Kind innerhalb der Familie mit so dermaßen übersteigertem Egoismus zu konfrontieren. Dazu braucht es schon die Kinder derer, die Dienst an der Gesellschaft mit Freiheitsentzug gleichsetzen.

Immer!

Redest du eigentlich echt von Kindern? Bzw: in welchem Alter möchtest du die Menschen in das Arbeitslager schicken?

Nebenbei: Ich glaube, wenn man sich ein wenig in der Welt umblickt, kann man auch so ziemlich viel Egoismus sehen. Aber klar: zu fragen, warum es die Zwangsarbeit nicht in späteren Jahren gibt, ist der größte vorstellbare Egoismus - denn dann will man ja selbst noch drankommen, statt nur die Jüngeren zu verpflichten, was natürlich überhaupt nicht egoistisch wäre.

Sekte, Zwangsarbeit, Arbeitslager. :rofl:
Wird ja immer wilder.
Das Konzept „Arbeit“ macht dir ja wirklich eine Heidenangst.
Ist nicht so schlimm. Einfach mal probieren.

1 „Gefällt mir“

Haben nicht eher die Angst, denen es wichtig ist, dass sie selbst nicht eingezogen werden?

Gut vorstellbar, dass du es auch in 200 Kommentaren noch nicht verstanden hast, deshalb nochmal auf Kiga-Niveau:

Zwangsarbeit für Junge: kaum jemand hier muss ran
Zwangsarbeit für Rentner: vermutlich jeder hier muss ran

Der Dienst soll immer noch nach dem Schulabschluss (Abitur oder Fachabitur) bzw. nach der Lehrzeit (falls die Schule nach der 9. oder 10. Klasse abgeschlossen wurde) stattfinden, also im Normalfall im Alter zwischen 17 und 20.
Habe ich irgendetwas geschrieben, was Zweifel daran erwecken würde?
Ich bin mir mittlerweile allerdings bei dir nicht mehr sicher, ob du noch für die Freiwilligkeit von sozialen Diensten bist oder ob deine präferierte Lösung mittlerweile ein verpflichtendes Dienstjahr für alle unmittelbar vor der Rente wäre. Das scheint sich zu einer regelrechten Obsession zu entwickeln. Mit oder ohne Gemeinschaftsunterbringung?

Was hältst du vor diesem Hintergrund von der Tatsache, dass die Lehrpläne von Erwachsenen gemacht werden und wir nicht die Kinder/ Jugendlichen entscheiden lassen, was sie lernen wollen?

Die haben das halt schon hinter sich. :wink:

Was bist du eigentlich für ein Unmensch, dass du 67jährige Menschen zur Zwangsarbeit in Arbeitslager schicken willst?

Ja.

Will ich das?
Und ist das für 17jährige okay?

Also die Leute machen eine Lehre, und machen dann ein Jahr lang erstmal was ganz anderes?

Kommt zumindest so rüber.
Kann mich aber auch täuschen und du willst einfach, dass niemand arbeiten muss.
So eine gewisse Arno Dübel-Mentalität liest man bei dir raus.

Ich persönlich fand es okay. Die Zeit ist schnell rumgegangen und ich habe Freundschaften geschlossen, von denen einige bis heute anhalten.
Ich möchte die Erfahrung nicht missen.

Könnte sein.

Man oder du?

Schön. Auch für deinen Charakter war es sicher sehr, sehr gut.
Warum aber ist es dann unmenschlich, Rentnern diese Erfahrung auch zu ermöglichen, vielleicht sogar zum zweiten Mal im Leben?

Unwahrscheinlich :wink:

Man.

  1. Charakterbildung brauchen Leute in dem Alter nicht mehr. Da hat sich über Jahrzehnte im Berufsleben genug gebildet.

  2. Schlicht unfair, Leute 2x zu verdonnern, während gewisse arbeitsscheue Personen noch nichtmal 1x was fürs Gemeinwohl tun mussten.

Und wenn es sich um einen „schlechten“ Charakter handelt?

Offensichtlich überfordert dich das Konzept mathematisch.

Wie willst du das beurteilen?

Bis jetzt hast du noch kein Konzept vorgestellt.
Außer „Die Alten sollen auch“ kommt nichts von dir.

Wie willst du beurteilen, dass irgendwas „gut“ für einen Charakter war?

Selbst wenn dem so wäre: dann wird deine manche müssen „noch nichtmal 1x“-Rechnung Quatsch. Kapierst du das echt nicht?

Nebenbei: wenn das mit dem Arbeitslager im Nachhinein so irre geil und bereichernd war, dann ist es ja sehr gut möglich, dass die Rentner das auch so erleben, und nach dem Jahr Zwangsarbeit noch ein freiwilliges Jahr dranhängen? Vielleicht wollen sie sogar gar niemals mehr aufhören?

Überhaupt überrascht es mich, dass hier einerseits das erlebte Jahr so gefeiert wird, aber die Aussicht auf eine potenzielle Wiederholung anscheinend sehr wütend macht.

Persönlicher Erfahrungswert.
Die Frage kann nur von jemandem kommen, der selber noch nie gearbeitet hat.

Was sieht dein Konzept denn vor? Sollen die Leute, die ihr Engagement bereits verrichtet haben nochmal ran?

Findest du nicht, dass Leute, die mit ihrer jahrzehntelangen Arbeit den Laden am Laufen gehalten haben, das selbst entscheiden sollten?

Wen erlebst du denn sehr wütend und woran machst du das fest? Nur weil jemand anderer Meinung ist als du, ist er nicht wütend.

Ich bin arg verwundert, dass du mit „Zwang“ plötzlich solche Probleme hast. War beim Thema Impfung ja noch ganz anders.
Was schreckt dich so an der Vorstellung, dass junge Menschen einen temporären Beitrag zum Gemeinwohl leisten sollen?

Ja, und zwar aus dem Grund, weil man nach der 9. oder 10. Klasse im Normalfall zwischen 14 und 16 ist, und ich das für zu jung empfinde, dass jemand einen Dienst ableistet, für dessen Ausübung (nicht nur zum hinkommen) man evtl. einen Führerschein braucht oder auch mal Nachtschichten einlegen muss. Der Fachabiturient bzw. Abiturient ist hingegen fast immer nach 12 oder 13 Jahren Schule schon volljährig und somit voll verwendbar. Ich würde eben den Dienst erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit beginnen lassen.
In der Zeit von 1956 bis zur Abschaffung der Wehrpflicht hat man das auch so gemacht. Schien lange Jahre zu funktionieren, scheinbar so gut, dass der Bundespräsident das „beste Deutschland aller Zeiten“ (O-Ton Steinmeier am 3.10.2020) damit noch weiter aufwerten möchte. .
Die Frage, ob du glaubst, dass der Bundespräsident auch an Fieberträumen leidet, steht übrigens immer noch im Raum.

Im ZDF-Podcast: Richard David Precht für zwei soziale Pflichtjahre | STERN.de
@anon2519908: wäre dieser Vorschlag für dich akzetabel? Precht forderte übrigens das Pflichtjahr für Senioren bereits 2011.
Ich persönlich halte von ihm als Person nicht so viel und teile viele seiner Ansichten nicht.

Hat noch keinen Führerschein, darf noch keine 8 Stunden arbeiten, darf keine Nachtschicht machen… was es da für Dinge zu berücksichtigen gibt. Wieder ein Vorteil für das „Zwangsarbeit für Rentner!“-Modell, oder?

Wir haben einen Fachkräfte-Mangel, lese ich immer wieder. Und du willst also, dass ein junger Mensch, der/die gerade ausgelernt hat, und der/die jetzt voll starten könnte, noch vor dem Anfang gleich mal für ein Jahr zur Zwangsarbeit rausziehen? Wäre es nicht besser, das Erlernte direkt zur Anwendung zu bringen? Muss man nicht die Sorge haben, dass die jungen Menschen sonst vieles anschließend erneut erst lernen müssen?
Und wie passt das eigentlich in die Vorstellung: „in diesem Zwangsjahr wird so mancher rausfinden, was er machen möchte!“? Also: Ausbildung, Zwangsjahr, nächste Ausbildung?

Und die Begründung ist: hat vor 70 Jahren gut geklappt?

Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil derer ist, die in dem Betrieb, in dem sie ihre Lehre absolvieren, auch weitermachen. Nicht gerade wenige entscheiden sich aber dafür, nach der Lehre erst einmal auf die Berufsoberschule zu gehen, um dann noch zu studieren, haben also nach der Lehre auch eine Unterbrechung, bevor sie wieder einen Beruf ausüben. Die Mehrheit arbeitet aber natürlich trotzdem im eingeschlagenen Berufszweig weiter, entweder im gleichen Betrieb oder bei einer anderen Firma.
Die von dir angesprochene Pause ist somit tatsächlich ein großes Problem am Dienstjahr für Jugendliche/ junge Erwachsene.
Es hat aber auch niemand behauptet, dass es keine Probleme gibt und die gibt es bei jeder Lösung:
Pflichtjahr für Rentner: eine deutlich höhere Ausfallquote als bei Jugendlichen ist zu erwarten;
freiwilliger Dienst: es ist zu erwarten, dass zu viele einen freiwilligen Dienst nicht machen wollen; der Bedarf an Kräften kann dann möglicherweise nicht gedeckt werden;
Die eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben und dann ist es die Aufgabe der Politik, eine Lösung zu finden, die die meisten Vorteile und die wenigsten Nachteile hat.
Ob sich die Fraktion der Fieberträumer durchsetzen würde, wenn es zu einer Entscheidung kommen sollte? Wäre das dann ein Grund, der gewählten Regierung den Gehorsam zu verweigern, weil sie gesundheitlich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war und von Fieberträumen geplagt entschieden hat? Für mich nicht. Ich hoffe nicht, dass dein demokratisches Verständnis hier abweicht.

Wieso?

Wechselst du schon wieder das Thema? Oder warum ist das jetzt freiwillig? Wird der Bedarf an Kräften denn derzeit gedeckt?

Wie schon mehrfach angesprochen wird die Idee, das faule Jugendpack in billige Zwangsarbeit zu schicken, vielleicht sogar bei Entzug des Wahlrechts, bei großen Teilen des Volkes gut ankommen.
Im Bundestag? Keine Ahnung. I have a dream, dass da schon noch ein paar Leute mitdenken, und die kapieren, was Fachkräftemangel, Alterspyramide und Bevölkerungsentwicklung bedeuten.