Aktuell gibt es den Videobeweis bei den Männern ja nur in den Stadien der Vereine, die in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen. Ich weiß nicht, wie teuer eine Nachrüstung wäre, aber anscheinend ist sie so teuer, dass es dich für kleinere Clubs nicht lohnt, sie zu installieren. Die Teams müssten also immer in den größeren Stadien spielen, damit man konstant den videobeweis einsetzen könnte und das scheint leider nicht möglich zu sein.
Ja, das ist sicher der Hauptgrund, der derzeit aktuell ist.
Aber gleichzeitig bietet die Schiri-Vereinigung an, den Aufbau eines VAR-Systems in der FF-Bundesliga „zu unterstützen“ - watt auch das heißen soll. ![]()
Und ich seh halt schon tendenziell Probleme auf europäischer Ebene - UWCL ohne VAR kann ganz schön blöd sein u.U.
Und die VAR-light-Variante (VAR als mitlaufendes Video am Spielfeldrand ohne Kölner Keller):
Warum das so schwierig sein sollte, erschließt sich mir nicht wirklich.
Ansporn für unsere Frauen: Es gibt da in der Bundesliga noch eine Sache zu ändern…
39 Punkte Vorsprung - wird schwierig in der kommenden Saison, Wolfsburg auf zwei zu schieben.
In der ewigen Tabelle liegt übrigens Frankfurt vorne - weil sie sich die Erfolge des 1. FFC Frankfurt eingeheimst haben mit ihrer „Fusion“ 2021.
Knapp hinter unseren Bayern in der ewigen Tabelle übrigens ein gewisser MSV Duisburg.
Mit Tragischer Geschichte:
Die Frauenfußballabteilung des MSV Duisburg besteht seit dem 1. Januar 2014 durch die Übernahme der Spielrechte des insolventen FCR 2001 Duisburg. Spielort ist die Schauinsland-Reisen-Arena. Die erste Mannschaft spielte von 2016 bis 2021 und von 2022 bis 2024 in der Bundesliga. Nachdem wegen finanzieller Schwierigkeiten auf das Startrecht in der 2. Bundesliga verzichtet worden war und der Westdeutsche Fußballverband eine Eingliederung in die Regionalliga West(Frauen) verweigert hatte, nahm die Mannschaft in der Saison 2024/25 nicht am regulären Ligaspielbetrieb teil. Zur Saison 2025/26 tritt der MSV Duisburg in der viertklassigen Niederrheinliga an.
Wen s interessiert: So wurde eine der erfolgreichsten Frauenfußball-Mannschaften vom Management der Herrenabteilung an die Wand gefahren
Blockzitat
Damit geht (2024) eine Ära zu Ende. In Duisburg sind viele legendäre Karrieren gestartet. Eine der ersten ist die ehemalige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Damals noch ohne Doppelnamen, startete sie ihre Karriere in den 80er Jahren beim KBC Duisburg, kam nach einem Zwischenstopp in Siegen dann 1994 zum FCR Duisburg. Dort blieb sie neun Jahre und startete 2008 hier auch ihre Karriere als Trainerin. 1995 kam dann Teamkollegin und Rekordspielerin Inka Grings zum FCR, über deren Erfolge man ebenfalls einen eigenen Artikel schreiben könnte. Sie spielte ganze 16 Jahre für den FCR, erzielte dort in 271 Ligaspielen 353 Tore. 2011 verlässt sie den Verein, daraufhin wird ihre Rückennummer 9 beim FCR gesperrt, um ihre herausragenden Leistungen zu ehren. 2014 dann das Ende als aktive Spielerin, aber der Beginn ihrer Trainerinnenkarriere beim neu fusionierten MSV Duisburg. Auch Linda Bresonik ist eine Duisburger Ikone, die zwischen 2000 und 2017 mit Unterbrechungen sowohl für den FCR als auch den MSV auflief. Die ehemalige Kaderliste liest sich wie eine Hall of Fame des Frauenfußballs: Sandra Smisek, Maren Meinert, Annike Krahn, Fatmire „Lira“ Alushi (damals Bajramaj), Simone Laudehr, Mandy Islacker, Nicole Bender-Rummler, Vanessa Martini, Stephanie Weichelt, Turid Knaak und Ka Lehmann sind nur einige davon.
Auch Alexandra Popp spielt zu Beginn ihrer Profi-Karriere in Duisburg (2008-2012), gewinnt mit dem Verein zweimal den DFB-Pokal und einmal den UEFA Women’s Cup, also die heutige Champions League – gemeinsam mit Luisa Wensing (Karriereende nach 23/24), mit der sie 2012 zum VfL Wolfsburg wechselt. 2007 beginnt auch Marina Hegering ihre Profikarriere in Duisburg, bleibt dort ebenfalls vier Jahre. In dieser Erfolgszeit kann der Verein auch internationale Spielerinnen verpflichten, wie beispielsweise die niederländischen Nationalspielerinnen Jackie Groenen (PSG) und Lieke Martens (PSG) oder Carole da Silva Costa (Portugal & Benfica Lissabon). Auch weitere Bundesliga-Spielerinnen standen für Duisburg auf dem Platz, wie beispielsweise Rieke Dieckmann (Werder Bremen), Virginia Kirchberger (Eintracht Frankfurt, bald Austria Wien) und Barbara Dunst (Eintracht Frankfurt).
Der Kader zuletzt war eine bunte Mischung aus gestandenen, erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten, die dem Verein teils jahrelang treu geblieben sind. Einige möchte ich hier noch besonders hervorheben. Ena Mahmutovic ist jetzt 20 Jahre alt, hatte ihr Debüt in der 1. Frauenmannschaft mit gerade mal 16 Jahren. Beim Verein ist sie allerdings schon viel länger. Die gebürtige Duisburgerin startete als Kind bei Eintracht Duisburg, wechselte dann 2014 zum MSV Duisburg. Sie konnte sich hier in 11 Jahren ein Standing aufbauen, das sie schon in den Kader der A-Nationalmannschaft beförderte.
Nach der Abwicklung der Profiabteilung des Duisburger FFs wechselte Ena dann 2024 zu den Bayern. Der Rest ist allen bekannt…
Ein paar Gedanken von mir dazu:
Der MSV Duisburg ist natürlich eine wandelnde Zirkusnummer mit einer ordentlichen Historie an Fehlern, Unfähigkeiten und Selbstüberschätzungen.
Aber ohne die Eingliederung in den MSV wäre eine der erfolgreichsten FF-Mannschaften durch die Insolvenz des FCR schon 2014 Geschichte gewesen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Ruhrpott-Clubs (BVB, S04, VFL Bochum, RWO) hat der MSV versucht den Frauenfußball frühzeitig voran zu bringen.
War es erfolgreich? Aus heutiger Sicht: Nein. Zumindest nicht dauerhaft.
Wird bei der SGS Essen nebenan gezeigt wie es besser geht? Ja.
Trotzdem würde ich dem MSV die Bemühungen nicht absprechen wollen.
Neben dem VFL Bochum ist der Meidericher Spielverein eine kleine Herzenssache bei mir.
Wer ein Mal ein Spiel des MSV besucht hat und die Leute dort vor Ort erlebt habt, muss eine Schwäche für den Club entwickeln.
Es ist fast tragisch was in den letzten Jahren aus dem MSV insgesamt geworden ist und natürlich ist es sehr bitter, dass die Frauenabteilung praktisch in die Niederungen des Breitensports geschickt wurde.
Aber der MSV war schon da, als viele andere es nicht waren.
Dann haben wir dieselben Jugendlieben ![]()
Sowohl den VFL als auch den MSV !
Und noch lange vor Herbie Grönemeyer und Götz George… ![]()
Ernsthaft? ![]()
Ich hätte gewettet der Herr @Gratschifter war in der Jugend Ultra beim Wuppertaler SV… ![]()
Übrigens auch ein trauriger Haufen…
Als Kind des Ruhrgebiets und gleichzeitig Fan des FCB ist man ein bisschen freier und kann sich im Pott umsehen. Das geht als BVB-Fan oder S04-Anhänger natürlich weniger.
Ich war bei einigen Bochum-Spielen und ein paar Mal beim MSV. Nirgendwo ist Fußball näher als dort. Nur meine Meinung.
Deshalb kann ich z.B. bei Mahmutovic auch vermutlich nicht obejektiv sein. Datt geht nich. Die is eine von uns. ![]()
Zehn Minuten atmosphärische Eingrooven für morgen - „More than 90 minutes“ Folge 6 der zweiten Staffel ist raus. (Wenn die Länge der Folgen weiter so abbaut, gibts in der dritten Staffel nur noch Werbeclips
).
Ein paar Gesprächspassagen mit Barcala (vor allem sympathisch und nett), ebenso mit Vanessa Gilles (offenbar ne coole Frau, die schon so einiges gesehen hat in ihrem Fußball-Leben).
Schönste Szene am Anfang bei Barcalas erster Teambesprechung:
„This Day is an honour and a pleasure to me: We have different generations here: young talented players with a bright future…” Gekicher bei den Frauen, Caro Simon wirft ein: „…und mich!“ Großes Gelächter bei den Frauen! Und beim @Gratschifter.
Und Barcala ist immer noch beim „we are who we are” - wenn er Mia San Mia sagen will. Aber das kriegen wir auch noch hin… ![]()
WSV stimmt schon - nur datt mit dem Ultras war halt nie so meins.
Aber emotional: trotz der Nähe zu Wuppertal (10 km) seltsamerweise mehr sentimentale Nähe zu MSV , RWE und VFL.
Btw Ruhrpott:
Etwas offtopic - aber ich darf das…
Montag Abend spielt RWE bei den Herren in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen… na…?
Den BVB.
Bilanz der Duelle bisher 29 zu 9 für die Bienen - bei 6 Unentschieden.
Die letzten beiden Duelle waren 1982 und 2006 - beide in der ersten Pokal- Runde. Und beide gingen mit 3:1 nach Dortmund.
Essen gegen Dortmund - das waren in den 20 30er Jahren zentrale Ereignisse im Jahresablauf des Ruhrpotts - als der Begriff Schlachtenbummler noch eine Bedeutung hatte und als das Stadion in Dortmund noch „Kampfbahn Rote Erde“ hieß.
Später entwickelte sich eine enge Fanfreundschaft zwischen RWE und dem BVB.
Die Goldene Zeit von RWE war in der Nachkriegszeit in der Oberliga West - DFB Pokal 1953, Deutscher Meister 1955 - die Sepp-Herberger-Jahre mit Boss Rahn. Im Pokalfinale gegen Alemannia Aachen 1953 erzielten die Tore : Helmut Rahn und ein gewisser Penny Islacker.
55 besiegten die Essener im Finale um die deutsche Meisterschaft den übermächtigen FCK mit den Weltmeistern Eckel, Walter, Kohlmeyer, Liebrich. Und wer schoss drei der vier Tore zum 4:3-Endstand? Richtich - Penny Islacker!
Un datt wiederum is der Großpapa von Mandy Islacker. Ich wusste doch: Irgendwie muss ich die Kurve zum Frauen-Thread noch hinkriegen… ![]()
PS:
Noch zwei Jahre vor dem endgültigen Bundesliga-Abstieg 1977 von Rot-Weiß Essen kickten dort die Herren Burgsmüller und Lippens. Zur neuen Saison unterschrieb Udo Lattek als Trainer, trat das Amt jedoch nie an und ging stattdessen nach Gladbach. Seinen neuen Vertrag hingegen erfüllte ab 1975 ein gewisser Horst Hrubesch - bevor er als Kopfball-Ungeheuer beim HSV mit Manni Kaltz Legende wurde. Um dann (sehr viel später) im Herbst seiner Trainer-Karriere der Notnagel-Bundestrainer …
…der Frauen-N11 zu werden (sowas wie der Heynckes bei den Bayern-Herren.)
Und ich sachs euch: Die Bronzemedaille 2024 war nicht das letzte Mal an der Außenlinie der N11. Wück mauschelt sich jetzt noch ein knappes Jährchen irgendwie durch, doch dann wird s dem DFB zur WM 27 zu heiß unterm Toupet.
Und dann kommt die dritte Amtszeit des Hotte Hrubesch, geboren seinerzeit umme Ecke in Hamm. Watt nich allzu weit von Dortmund is.
Tja, Ruhrpott halt. Ohne Kenne von Fußball kennze da nix.
PPS: @cj76 - diesen Post unter keinen (!!!) Umständen lesen
- gruseliger Slang-Überhang!
wollten wir eigentlich… aber Montagabend ist echt ein Kacktermin… und außerdem ist vor dem Spiel ja noch das Sammelbeckentreffen…
Zu dem ich dieses Mal noch nicht anreisen kann. Aber nächstes Mal will ich dabei sein!
Die Vorschau zur EM war für mich eine Offenbarung… naja, zumindest aber der Beginn Saal dieser Spielpostings.
Thx @Armaster !
Ich glühe schon vor Vorfreude auf Samstag…
(Kein Schei…. Gestern fett Sunburn abgeräumt: merke: ungebräunt ist ein Tach anner Nordsee auch im September noch ein Tach anner Mordsee
… - und falls wer sich traut zu fragen , ob s auch Beweisfotos gibt? NEIN!!! How dare you!!!)
Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber ich werde mit dem Format Rasenfunk nicht so richtig warm. Wenn ich das mal schaue, dann picke ich mir das eine oder andere Kapitel raus. Aber 2 bis 3,5 Stunden halte ich das nicht durch.
Interessant fand ich hier aber die Einschätzung dass zumindest Teile des FCB-Teams gar nicht unglücklich über den Trainer-Wechsel sein könnten/würden. Unter anderem die Art und Länge der Ansprachen könnten hier ein Thema gewesen sein. Wurde bisher eher wenig thematisiert.
Vielleicht hat Straus einfach wirklich den richtigen Absprung gefunden.
Naja ich glaube diesen Abnutzungseffekt hast du bei jedem Coach, so dass du nach 3-4 Jahren entweder den Coach oder ein Großteil des Teams gewechselt haben musst
Achso und zudem
Rasenfunk ist Peak.
Aber wie sämtliche ligabesprechhngsformate steht und fällt meine Lust darauf wie Bayern gespielt hat.
Ja, absolut. Bisher hatte man aber eher den Eindruck vermittelt bekommen, dass alle weinen und Straus übermäßig vermissen werden.
Das konnte ich mir aber sowieso nicht vorstellen. Dafür hatte er allein die Einsatzzeiten nicht ausreichend verteilt.
Alles eine Frage des Geschmacks. Ich respektiere auch völlig die Bühne, die hier gegeben wird und die Arbeit, die investiert wird. Aber ist nicht so richtig meins.
Ist meines Erachtens eher ein Audio-Format. Höre ich zu Alltagstätigkeiten, bevorzugt Autofahren. Oder Putzen, walken, joggen etc.
Dafür ist es ja auch gedacht.
Aber grade die Saisonvorschau zelebriere ich nahezu.
Mache ich genauso. Und bei den Teilen, die mich interessieren höre ich dann genauer hin, ansonsten ist das oft auch ein bisschen Ersatz fürs Radio.
Spannend, von Euch allen zu hören, wie unterschiedlich das wirkt und ihr damit umgeht.
Mein Schmunzel-Favorit ist
Coole Socke Du!
Ich bin sehr ähnlich wie @maestroflave
Ich benutze diese 3 Stunden, um mich intensiv reinzudenken und vorzubereiten, so im Sinne von „Fokus neu ausrichten, Hype-Train aufs nächste Gleis setzen“.
Bei der EM2025 hat das bei mir 110prozentig gezündet. Ich hoffe sehr auf den Wiederholungseffekt, weiß aber auch, daß die erste Verliebtheit sich nicht ständig reproduzieren läßt. Is schon so n Dingens mit der Schockverliebtheit… ![]()
Wenn ihrs genau wissen wollt: Und das wollt ihr ja immer (außer @Sascha_11 - der ergreift bei meinen Details gern die Flucht… ![]()
):
Ich mach mir während des Podcasts tatsächlich systematische Notizen am Rechner, auf die ich später zurückgreifen kann - ich bin so ein Schreiben-Lernen-Begreifen-Behalten-Typ.
Was ich selber schreibe, davon behalte ich mehr. Nur zuhören ist bei mir eher zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. (Stimmt nicht ganz, wird schon kurz auf der Festplatte gelagert - aber im Kurzparkerbereich - sobald was neues reinkommt, wird dort gnadenlos überschrieben.)
Dass das für viele in erheblichem Maße gestört oder zumindest leicht bekloppt wirken dürfte, ist mir klar. Aber ich seh das inzwischen komplett entspannt: Ihr seid nicht meine Ehefrauen - also: Lästert ruhig, ich liebe es. Ist der Ruf erst ruiniert… ![]()
Und ich find, es lebt sich inzwischen ganz großartig mit dem ruinierten Ruf.
Ich vermute allerdings, daß ich erst Do / Fr dazu komme in den Podcast reinzuhören. Schaun mer mal.

