Es ist der 10. November 2009. Ich zappe uninspiriert durch das Fernsehprogramm. Plötzlich: Breaking News. Robert Enke hat sich vor einen Zug geworfen.
Das hat mich total umgehauen damals.
Kurz drauf zappe ich zufällig in den Anfang eines Dokumentarfilms. Vielleicht, weil ich sowieso schon “psychologisch weg” war, vielleicht weil der Film so toll ist - die nächsten Stunden bin ich fasziniert, lache ich, weine ich - und das bei einer Doku(!!).
Bis heute ist der Film einer meiner absoluten Lieblingsfilme, auch im Vergleich zu den “normalen” Klassikern.
Er handelt von einem besonderen Chor - man muss 60 sein, um Mitglied werden zu dürfen. Circa 30 Mitglieder hat er zu dem Zeitpunkt; und das Durchschnittsalter ist ca. 80 Jahre. Besonders ist vor allem auch die Auswahl der Musikstücke. “Road To Nowhere” oder “Life During Wartime” von den Talking Heads oder auch “I Got You” von James Brown bekommt textlich eine andere Bedeutung, wenn es von Sängern gesungen wird, die ihrem Lebensende entgegen gehen.
Der Trailer hilft vielleicht, die Magie zu verstehen:
Und als Schmankerl hinterher noch ein “Geheimauftritt”. Der Chor war in einer Bar in Amsterdam zu Gast und singt “Heaven” von den Talking Heads.
Und wer steht auf und macht mit? David Byrne von den Talking Heads. Der könnte Millionen über Millionen für eine Comeback-Tour seiner Bank bekommen - singt aber lieber mit den Senioren.