(Fußball- und andere) Filme

Ich möchte hier ein kleinwenig und entgegen meines Herzens widersprechen.

Andere Länder haben auch Dialekte. Sie sind uns vielleicht nicht so geläufig oder wir wissen nicht was man in anderen Sprachen damit assoziiert.

Wenn man beispielsweise für Italien den Monaco mit einem venezianischen Dialekt sprechen lassen würde und das gut übersetzt, das könnte ein Hit werden.

Es geht teilweise auch ohne den Dialekt zu transportieren. Forrest Gump lebt vom sanften südstaaten Akzent von Tom Hanks. Im Englischen ist das ein wichtiger Faktor der zu dem großen Erfolg des Films geführt hat.

Der Fim hat in der deutschen Synchronfassung auch ohne diesen Faktor große Erfolge gefeiert.

Anders wurde es bei Trainspotting gelöst, Man hat für diese schottische rohe Sprache einfach eine rohe deutsche Sprache verwendet. Das hat ausgezeichnet funktioniert.

Aber natürlich ist der Monaco mit das münchneriste was es gibt ( neben Franz Beckenbauer) . Seine Sprachklang ist identitätsstiftend. Das kann natürlich keine Übersetzung leisten.

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mein heutiger Abendfilm bescherte mir mal wieder eine melancholische Reise nach Frankreich - ein Film, viel leiser als man annehmen mag, ob des Themas, das er behandelt…

Verlust der Mutter - unterschiedliche Interessen und Lebenssituationen - die daraus resultierende Veräußerung des Erbes und der damit einhergehende Abschied der Kindheit und Erinnerungen…

ach - Herzkino!

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Da @folkfriend grad von Herzkino spricht, erlaube ich mir nochmal eine Wiederholung…

Aber weil ein Film, den ich bereits angepriesen habe, jetzt im offiziellen Kinoprogramm aufgeschlagen ist, setz ich mal diesen Reminder.

MEMOIR OF A SNAIL (dt. Memoiren einer Schnecke)

Lasst euch von Knetmasse-Animation nicht abhalten, einen der herzerwärmendsten Filme der Neuzeit zu erleben. MEMOIR ist extrem witzig, unfassbar aufwendig animiert (10 Jahre Geknete an jedem einzelnen Bild!), furchtbar tragisch auch, zum Heulen, zum Aufregen - aber was immer, ihr werdet nach dem Kinobesuch beglückt nach Hause wanken.
Es gibt ja diese abgedroschene Phrase - zum Heulen schön.

Ich hab bei diesem Meisterwerk die letzte halbe Stunde durchgeheult und bin selten glücklicher aus einem Film gegangen.

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Sowas in der Art erst kürzlich gesehen…:

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@Cosray8d:

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich Dein Profilbild noch nicht angemessen gewürdigt habe. Hiermit tu ich das, großartige Wahl!!!
Und für alle anderen, die auch noch nicht so genau hingeschaut haben, ein kleines Rätselspiel:
Aus welchem Film stammt dieser Dialog, wer spricht ihn, wer hat ihn geschrieben?

I’ve seen things you people wouldn’t believe.
Attack ships on fire off the shoulder of Orion.
I watched C-Beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate.
All those moments will be lost in time, like tears in rain.
Time to die.

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Blade Runner my Friend :wink:
Der grosse Rutger Hauer…

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Also bitte…

Das ist bei WWM maximal 1000 € Frage.

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tolles deutsches „Düster-Kino“ - hatte ich vor geraumer Zeit bei arte aufgenommen - große Empfehlung

nun - zum Ende des Films - offenbarte sich die wahre Düsternis… puh…

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Danke.
Der Autor Wolfram Fleischhauer war seit „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ ein echter Liebling von mir. Mit dem Film „Fikkefuchs“ endete diese Zuneigung abrupt.

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weshalb? ja, es gab Kritik an dem Film aber auch viel Zustimmung ob des schonungslosen Spiegels, der uns Männern vors Gesicht geknallt wurde…

und Fleischhauer war ja nicht federführend… eher Stahlberg…

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Eine Frage an alle Film-Cracks (@cheffe, @zerloka et al.): Wim Wenders oder Werner Herzog, und warum?

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Bin bei beiden nur mit Teilen des Gesamtswerkes vertraut. Von daher ist mein Urteil schon eingeschränkt und subjektiv. Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann für Herzog.

Und als Empfehlung dann die Doku „Mein liebster Feind“ über sein Verhältnis mit Klaus Kinski.

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Immer Wim Wenders. Nur schon wegen der Musik.
Sorry, wenn ich da als Banause meinen Senf dazu abgebe.

Herzog ist gut.Wenders ist Filmgeschichte im internationalen Kontext.
Wenders Geschichten sind Weltklasse. Einmalig.

Im übrigen, wenn in einem Film „La vache qui rit“ vorkommt, muss es einer der besten aller Zeiten sein :wink: .

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Das ist wirklich eine sehr coole Frage! Wie kommst Du drauf?

Also, natürlich sind beide objektiv wahnsinnig relevante Faktoren in der Historie, mit viel Einfluss und mehreren großen Werken, die zweifellos in einigen Kanons auftauchen. Bei einer Umfrage unter Kritikern und Cineasten würde ich vermuten, dass sich fast alle für Wenders entscheiden oder ihn für bedeutender halten.
Es gibt ja auch viele Gemeinsamkeiten an der Oberfläche: Beide sind deutsche Autorenfilmer, beide haben auch dokumentarische Werke im Repertoire, beide haben eine ganz eigene Filmsprache und Herangehensweise, beide arbeiten grenzüberschreitend auch mit anderen Kunstsparten.

Persönlich entscheide ich mich auch klar für Wenders. Und damit zu den (weitgehend) subjektiven Einschätzungen.
Würde ich versuchen, es auf den Punkt zu bringen, formulierte ich es so:
In Wim-Wenders-Filmen erfahre ich sehr viel über das Leben.
In Werner-Herzog-Filmen erfahre ich sehr viel über Werner Herzog.
Das meine ich gar nicht wertend, nur liegt mir Wenders einfach mehr. Außerdem fällt mir kein einziger Film von Wenders ein, der mir nicht gefällt. Selbst die eher nicht so gelungenen haben Qualitäten, die mich bei der Stange halten und das Werk letztlich doch sehenswert. (Oftmals liegen diese Qualitäten in dem, was @ChrisCullen erwähnt: die musikalische Auswahl im Soundtrack.)
Bei Herzog fallen mir sofort wenigstens zwei Filme ein, die ich gar nicht leiden kann und die ich ihm fast übel nehme. Fitzcarraldo ist ein durchgeknallter Ego-Trip und für mich (nur für mich, wirklich ganz subjektiv!) kaum erträglich in einzelnen Szenen. Das Remake von Nosferatu empfand ich fast schon als Blasphemie, und Herzogs Lieblingsdarsteller Kinski in der Max-Schreck-Rolle völlig ungeeignet. (By the way: kürzlich hat Robert Eggers ein Remake rausgebracht, das zumindest ansatzweise an Murnaus Klassiker rankommt.)

Ich finde, Wenders merkt man an, dass er von der Malerei kommt. In seinen Filmen wimmelt es von magischen Bildern, auf sowas stehe ich total. Bei Herzog ist oft auch eine Form der Überwältigung dabei, und wenn das nicht funktioniert oder mit der Erzählform nicht harmoniert, stört es mich.
Letzteres ist bei Wenders eben auch interessanter, wie mir scheint: trotz seiner freien Arbeitsweise (Paris, Texas etwa wurde, so wird erzählt, fast komplett improvisiert) kann Wenders wirklich erzählen, er kann ein passendes Narrativ finden, das dem Thema gerecht wird. Wenn man so will: er kann sich in den Dienst der Geschichte stellen. Das sehe ich bei Herzog so nicht.

Last but not least:
Wenn ich einen Schauspieler haben will, der Englisch mit einem möglichst harten deutschen Akzent spricht, dann bevorzuge ich gleich Udo Kier. Herzog hat mir auch in seinen Auftritten als Actor eher Fremdschäm-Gefühle beschert. Ich kann nicht ausschließen, dass das auch mein Urteil über den Regisseur beeinflusst… :wink:

Aber jetzt wirklich zuletzt:
@Faenger hat auch einen Punkt, Mein liebster Feind ist schon klasse anzuschauen.

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Wer sich für Wenders interessiert, der Podcast „Alles Gesagt“ von der Zeit der letzten Monat.erschienen ist, ist sehr gelungen. Er erzählt 7 Stunden. Es wird nie langweilig. Leider verstehen die Interviewer nichts von Musik. Sonst wunderbar.

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Weil er Geburtstag hat und einer der ganz großen des Deutschen Films ist.

Happy Birthday Mario Adorf zum 95.

Eine kleine aber nicht desto trotz sehr populäre Rolle war ja die des Industriellen Heinrich Haffenloher. Der Spruch, dass er den Baby mit Geld zuscheißt passt ja aktuell auch ein wenig (oder auch mehr) auf die Klubs aus der Premier League.

Witzig fand ich heute zu lesen, dass dafür wohl ein reales Vorbild gab.

Jedenfalls alles Gute Mario Adorf, danke für viele schöne Filmmomente!

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Frage in die Runde:

Hat irgendwer schon Mascha Schilinskis IN DIE SONNE SCHAUEN gesehen…?

In meiner Cineasten-Blase werden wahre Wunderdinge über den Film erzählt, obwohl der thematisch gar nicht so sehr in der Zielgruppe von uns Genre-Nerds liegt. Trotzdem höre ich Vergleiche mit Tarkowskis STALKER und SOLARIS oder Peter Weirs PICNIC AT HANGING ROCK (atmosphärisch, weniger narrativ), völlig neue Bildwelten, Tonspuren und eine transzendentale Wirkung, Sofort-Einstieg in die persönliche All-Time-Top-Ten und so weiter.

Ich selbst bin jetzt eine Woche erstmal mit dem fantasyfilmfest.com beschäftigt und wollte ihn eigentlich auf eine Home-Sichtung verschieben, aber offenbar wird unbedingt die große Leinwand angeraten…

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Robert Redford ist tot.
Eine der ganz Großen. Schauspieler, Regisseur, Produzent, Filmförderer.
R.I.P Legende

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Ein Gigant von Hollywood. Einige meiner All Time favourites Filme sind mit ihm:

Der Clou
Die Unbestechlichen
Die 3 Tage des Condor

um nur diese zu nennen.

Und weil es mein Steckenpferd ist: mit Rolf Schult eine DER großen deutschen Synchronstimmen.

Redford ist unheimlich lange aktiv geblieben.

Danke für tolle Stunden.

R.I.P Legende trifft es schon gut.

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