Ja, die Mitteilung des ZDF-Sprechers, dass nicht weiter übertragen werde, ist Teil der Doku.
Dabei macht sie nichts weiter, als die Realität abzubilden und Beteiligte schildern zu lassen, wie sie das erlebt haben.
Nicht die Doku ist sehr schwer erträglich.
Sondern die Wirklichkeit.
Für mich persönlich kommt bei sowas nur Ersteres (lesen) in Frage.
Denn die Wirklichkeit ist auch so schon stressig (selbst wenn man das Glück hat sowas nicht miterleben zu müssen) genug - da muss ich mir nicht auch noch Bilder/Videos von Katastrophen oder Kriegen aus aller Länder geben.
Aber das ist natürlich eine hoch individuelle Geschichte wie man das so für sich handhabt.
Ich kann für mich nur sagen, dass seit solche Sachen nur noch in schriftlicher Form (und nicht zB sowas wie tägliche Nachrichten im Fernsehen) verfolge geht es mir persönlich eindeutig besser…
Wer mal eine interessante Geschichte abseits der Hochglanz-Ligen sehen will dem empfehle ich die Dokumentation „eine griechische Tragödie“. Handelt vom Engagement Ewald Lienens bei AEK Athen.
Wirklich unglaublich was dort zum Teil für Zustände herrschen und das ist noch in Europa. Läuft z.B. auf Magenta TV.
neben all den wundervollen filmischen Bonbons, die wir hier schon vorgestellt haben…
gibt es hier auch echte Freaks, wie zwei meiner Bekannten, die sich immer wieder mit Genuss wahre Splatter-Perlen aus Absurdistan reinziehen? @cheffe - warst du nicht manchmal in solchen Sphären unterwegs?
ich musste vorhin auf jeden Fall herzlich lachen - kennt ihr ähnliche Skurrilitäten?
Manchmal ist gut - bin ich immer noch. Mein Nickname bei der Cineasten-Truppe vom Fantasy Filmfest lautet „splattercheffe“…
SURF NAZIS MUST DIE:
Ja, der Streifen hat aufgrund des Titels einen gewissen Legendenstatus. Unterhaltsamer, grenzwertig dämlicher Trash, der aber Spaß machen kann, wenn man ihn im richtigen Rahmen sieht…
Ähnliche „Perlen“ könnte ich noch zur Genüge anbieten, aber ich zögere:
Am Ende halten mich einige hier für einen kranken, perversen Irren und wollen nicht mehr mit mir kommunizieren.
Danke für den Link. Kann mich noch dran erinnern, wie ich als 11-jähriger relativ fassungslos vor dem TV saß bis die Übertragung abgebrochen wurde. Warum meine Eltern das nicht selber ausgemacht haben, ist mir heute unbegreiflich.
Muss hier nochmal drauf zurückkommen, hatte den Post damals verpasst und bin jetzt eher zufällig wieder über den Film „gestolpert“. Hatte gar nicht viel erwartet und wurde restlos überzeugt.
Ein wirklich fantastisch gespieltes und inszeniertes Bio-Pic und wirklich für jeden geeignet der sich zumindest im Ansatz für Dylan interessiert. Ich selbst bin nie so 100% mit seinem Gesamtwerk klargekommen. Natürlich gibt es mehr oder weniger bekannte großartige Songs aber auch viele die eher sperrig sind.
Eine Kollegin hat mir ihre teils skurrilen Eindrücke eines Konzerts vom letzten Jahr berichtet. Das deckt sich im Grunde komplett mit dem hier dargestellten Charakter von Dylan. Genie und Wahnsinn wäre übertrieben aber wirklich sehr speziell. Auch von mir eine dicke Empfehung an jeden Musikinteressierten.
Umso mehr, als ich ihn kürzlich nochmal mit meiner Gattin anschauen konnte, da sie ihn noch nicht kannte - leider war sie gar nicht begeistert, weil sie mit der Musik nicht viel anfangen konnte (klassisch geprägt, um nicht zu sagen versaut), vor allem aber, weil ihr Dylan unfassbar unsympathisch war…
Wir lassen uns dann scheiden jetzt.
…Neinnein, just kidding!
Aber wie gesagt, freut mich sehr, dass auch andere die Qualität von COMPLETE UNKNOWN zu schätzen wissen !
bei uns war’s genau umgekehrt. Einer der wenigen Filme der uns beide sofort gepackt und letzten Endes begeistert hat.
In der Tat kommt Dylan alles andere als sympathisch rüber aber für mich ist das wie gesagt absolut realistisch dargestellt.
Danke nochmal für den Tipp. Hatte ich irgendwo im Hinterstübchen gespeichert
Superman hat mich gestern positiv überrascht.
Dass sich James Gunn in der jetzigen politischen Lage einen solchen Film traut ist auch in gewisser weise mutig.
Die Anspielung auf Ukraine/Russland bzw Israel/Gaza könnten eindeutiger kaum sein.
Aber auch abgesehen davon ist es erfrischend mal einen hoffnungsvollen Superman zu sehen, der ohne wenn und aber der Menschheit vertraut und einen Lex Luthor der wie in den Comics obsessiv böse ist.
Dass Superman sich selbst als Immigranten (alien) sieht hat auch James Gunn bestätigt und gerade bei Trumps Grenzpolitik haut Supermans Monolog im Finale nochmal rein.
Bei allem Lob ist es aber mMn auch kein 10/10 Film, wie viele US-Kritiker sagen - allerdings auch kein 5/10 wie es viele deutsche Kritiker sagen.
Ich hab ihn noch vor mir -
Aber was ich bisher aus meinem Umfeld hörte, bestätigt das, was Du schreibst, in allen Punkten!
Eigentlich bin sogar ich alter Comic-Nerd allmählich Superhelden-müde, zumal mich die jüngsten Ergebnisse, egal ob Marvel oder DC, nicht sehr überzeugt haben. Deswegen hätte ich mir den neuen SUPERMAN fast gespart, ist ohnehin nicht mein bevorzugter Charakter…
Letztlich treiben mich jetzt doch drei Sachen rein:
James Gunn als Regisseur. Wenn einer sogar aus den GUARDIANS OF THE GALAXY gute Filme machen kann, dann hat der eine Chance verdient.
Ein Wiedersehen mit Rachel Brosnahan als Lois Lane. Rachel spielte auch THE MARVELOUS MRS. MAISEL, eine der besten Serien ever, und seitdem bin ich großer Fan.
Die von Dir angesprochene Storyline mit SUPERMAN als Quasi-Immigrant…
Jeder Schlag gegen Trump im Kino muss gekuckt werden! Man kann sich ja nicht in Endlos-Schleife die INGLORIOUS BASTERDS reinziehen, um zu sehen, wie Faschos in die Fresse kriegen - obwohl eigentlich schon .
Mit dem „Immigrant“-Punkt wollte ich vor allem auf den amerikanischen Diskurs rund um den Film verweisen.
Wie gesagt, die Amis feiern den Film und er wird wahrscheinlich in den Kinos dort und auch weltweit erfolg haben.
Aber ein Kommentar von James Gunn über die politischen Elemente in dem Film - also das Superman ein Immigrant ist - hat viele rechte Influenzer und Kritiker dazu gebracht, den Film zu boykottieren und schlecht zu reden (tw bevor der Film überhaupt raus war).
Dann hat das weiße Haus auch noch ein Bild vom Poster von Superman gepostet nur mit Trumps Gesicht.
Dann gab es auch noch rechte Kritik, dass Superman nicht „truth, justice and the AMERICAN way“ sagt und auch der Schauspieler hat es in einem Interview ausgelassen.
Witzigerweise nutzt der Antagonist Lex Luther im Film genmanipulierte Affen an Computern um den Diskurs rund um Superman zu manipulieren.
Ein klarer Hinweis auf Bots und rechte Trolle.
Natürlich nutzt er auch andere Medien und da erinnern diese Auftritte auch stark an FoxNews.
Ob diese ganzen Parallelen zur derzeitigen Immigrationspolitik so gewollt waren, weiß ich nicht.
Dass aber ICE genau wie Lex Privatarmee maskierte, hoch aufgerüstete Soldaten sind hat bei vielen gewisse Assoziationen ausgelöst.
Eindeutiger wird es als sich Superman der Regierung stellt.
Er hat als Alien („illegal alien“) keine Rechte und wird in ein Gefängnis geschmissen wo alle Feinde aber auch politische Gegner, Metawesen und Exfrauen von Lex gefangen gehalten werden.
Es erinnert schon auch an die Lager, in denen Immigranten gesteckt werden - abseits der Öffentlichkeit, mit zu wenig Platz und ohne Chance auf ein fairen Prozess.
Eine weitere Parallele zur Realität war das große, loyale Team von Lex - sie wussten, was für Verbrechen er begeht, waren aber trotzdem enthusiastische und loyale Handlanger, selbst wenn Lex kurz davor war eine ganze Stadt zu vernichten.
Diese fast schon kultartige Loyalität hat auch Trump, der übrigens auch widerum als Vorbild für eine Comic-Version von Lex Luthor gilt (der Trump-Tower als Vorbild für Lex Wolkenkratzer zum Beispiel).
Ob diese Parallelen aber wegen der Trump-Regierung selbst gemacht wurden oder ob sich die Realität dem Film angepasst hat weiß ich auch hier nicht.
Es gibt noch einige weitere Parallelen - gerade zu Gaza und Israel - die lasse ich aber sicherheitshalber raus.
Apropos Immigranten. Wurde hier schon einmal die Norwegischen Serie Beforeigners besprochen ?
Sie erzählt von einem Europa, in dem Migranten landen. Aber keine aus Kriegs- und Krisengebieten, sondern Zeiteinwanderer; Wikinger, Steinzeitmenschen, steife Anzugträger aus dem 19. Jahrhundert.
In Norwegens Hauptstadt Oslo tauchen sie seit einigen Jahren immer wieder nachts im Hafenbecken auf. Kaum einer weiß, was genau hinter diesen Zeitlöchern steckt, aber die Menschen sind nun mal da und müssen irgendwie integriert werden.
Dieses Miteinanderleben erzählt »Beforeigners« als Mischung aus Culture-Clash-Komödie und Krimi – was die Serie für ein jüngeres Publikum, das kreative Ansprüche an serielles Erzählen stellt, genauso attraktiv macht wie für ihre Eltern, die gerne Skandinavienkrimis gucken.
Im Zentrum der Handlung stehen ein depressiver Kriminalkommissar aus der Jetztzeit (Nicolai Cleve Broch) und eine Wikingerin (fulminant breitbeinig: Krista Kosonen) als Vorzeige-Ermittlerin; sie besitzt einen »multitemporalen Hintergrund«, wie es der Chef der Abteilung beflissen nennt, in Wahrheit aber eine dunkle Vergangenheit.
Der Kommissar, der am modernen Leben fast zerbricht und von seiner Frau ausgerechnet für einen Mann aus dem 19. Jahrhundert verlassen wurde, erklärt der Kriegerin, warum Männer heute nicht jede Frau vergewaltigen. Sie prügelt sich im Boxklub und säuft sich durch die Nächte: »Ich bin eine Kämpferin, keine Denkerin.« Als sie sich irgendwann nebenbei Moos in Hose stopft, weil sie Geld sparen will und außerdem nicht mit modernen Hygieneprodukten aufgewachsen ist, schenkt er ihr eine Packung Binden. Gemeinsam ermitteln sie in Mordfällen.
Diskurse um Flüchtlingspolitik und Rassismus nutzt »Beforeigners« klug als Folie – natürlich ist es eine elegante Pointe, dass ausgerechnet die in Skandinavien oft als »wahre Nordmänner« verklärten Wikinger jetzt die Grenzen der Toleranz austesten –, bricht sie aber vor allem herunter auf die Kollision von Lebensweisen.
Momentan, fürchte ich, nur auf Joyn streambar und wen es interessiert, dem empfehle ich die Serie unbedingt im Original zu sehen ( mit Untertiteln), da die Mischung aus Alt-Norwegisch, Alt-Isländisch und regionalen Dialekten natürlich zur grandiosen Atmosphäre beiträgt.
Danke für den Tip - dem ich meinen Einstieg in eine wirklich großartige Serie (leider nur 2 Staffeln) verdanke. Bei mir Suchtfaktor nach der ersten Folge - elf von zehn. HBO kann einfach Serien - immer wieder!
Das allerdings happich nich befolgt. Liegt daran, daß ich einen Zwangskomplex zum Lesen habe (ich weiß nich, ob das nicht vielleicht sogar die meisten Menschen betrifft) – egal, wo meine Augen Schrift wahrnehmen, muß ich das lesen: Werbung, Schaufenster, Headlines - und halt auch Untertitel. Soll heißen, in einem Film mit Untertiteln lese und höre ich den Film. Sehe aber so gut wie nix.
Ich probiers schon seit Jahren - es wird einfach nicht anders…