Oh Mann. Was soll man darauf antworten…
Da fällt mir nur ein Tellerrand ein.
Manche sitzen am Tisch und sehen nur einen Teller und eigen Besteck.
Oh Mann. Was soll man darauf antworten…
Da fällt mir nur ein Tellerrand ein.
Manche sitzen am Tisch und sehen nur einen Teller und eigen Besteck.
Gut, dass du den Weitblck hast und die anderen so blöd sind.
Klar, du kannst nicht argumentieren. Aber hey, wer braucht das schon.
Ich würde das aber auch ehrlicherweise zu einem Steuerberater sagen, wenn dieser betriebswirtschaftlich nicht helfen kann. Aber ich kann nachvollziehen, warum du so denkst.
Nein Liquidität ist per se keine Kapitalfehlallokation, da hast du Recht. Aber es kommt drauf an. Wenn wir jetzt von einem Kontostand von 1 Milliarde € ausgehen, würdest du dann nicht auch sagen, dass das zu viel Geld ist, um auf der Bank zu liegen ? Ich würde das bejahen und bei dem Punkt von einer Fehlallokation sprechen. Ich bleibe deshalb bei der Aussage, dass mit jeder weiteren Million der Nutzen abnimmt.
Was jetzt die Eigenkapitalquote mit der Liquidität zu tun hat, verstehe ich nicht direkt. Für mich sind die Reserven und das Eigenkapital 2 verschiedene Größen. Man kann auch hohe Geldreserven und ein schlechte Eigenkapitalquote haben. Oder eine Hohe Quote und wenig Geld, aber vielleicht verstehe ich dich hier auch nicht.
wie Apotheker*innen - die berate ich seit knapp 20 Jahren und es ist erstaunlich, dass diese ohne betriebswirtschaftliches Wissen (es sei denn, sie packen es sich selber drauf) auf die Selbstständigkeit losgelassen werden…
..aehm..![]()
#…>MalAbgesehenDavonDassAeltereSpieler(…NebenEinemGeringerenWiederverkaufswert)EineKuerzereAmort!sations-zeit(…ImLeistungs-Peak!)Mit(-sich-)bringen[…>Stichwort(…Sportl!cher)ROI!?]WennJenerFaktorEbenEntsprechendSchwer/UnmoeglichNachweisbar[!?!]WoherBitteBesagt(-besungen)eExtremeSicherheitRuehrend[…>SorryWasSollSoEinNarrat!viert-/…Apo..Dogmat!sch-geframterSch..
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Punkt 1. Da hast du recht, und ich stimme dir zu. Bei €1 Mrd. auf dem Konto würde auch ich von Fehlallokation sprechen. Der Grenznutzen-Gedanke ist grundsätzlich korrekt. Die Frage ist nur, wo die Grenze liegt – und ich würde argumentieren, dass Bayern bei €256 Mio. ohne Eigentümer-Backstop, mit volatilen CL-Einnahmen und fast vervierfachten Transferverbindlichkeiten noch weit davon entfernt ist.
Zum zweiten Punkt, da hast Du vollkommen recht, das war ungenau von mir. Eigenkapital und Liquidität sind tatsächlich zwei verschiedene Größen.
Ein Klub kann hohes Eigenkapital haben, das in Stadion oder Infrastruktur gebunden ist, und trotzdem illiquide sein. Das klassische Beispiel wäre ein Verein mit wertvollem Stadion aber leerem Konto.
Was ich eigentlich sagen wollte: Die Kombination aus hohem Eigenkapital und niedrigen Verbindlichkeiten zeigt, dass Bayern nicht auf Pump gewachsen ist . Also kein fremdfinanziertes Wachstum wie Barcelona oder Manchester United. Das ist ein Hinweis auf die Qualität des Modells, aber du hast recht, dass es nichts direkt über die Höhe der Liquidität aussagt. Den Punkt hätte ich sauber trennen sollen.
Auch wenn es vielleicht anders geklungen hat, aber ich würde dir auch zustimmen, was den aktuellen Kontostand angeht. Besonders weil der Kontostand zum 30.06.2025 auch auf €166 Mio gefallen ist. Ja natürlich könnte man über 2-3 Millionen mehr für den Frauenfußball diskutieren, aber ich verstehe auch, wenn man hier anderer Meinung ist.
Grundsätzlich sieht man ja auch in dem letzten Jahresabschluss, dass der operative CashFlow nicht ausreicht um alle Spielertransfers, die man getätigt hat auch zu bezahlen. Das bedeutet auch, dass jeder weitere Transfer den Kontostand aktiv belastet hätte. Jeder weiterer Transfer bedeutet also eigentlich fast, dass Fremdkapital wahrscheinlicher wird. Und auch den Backstop der Eigentümer haben wir nicht, eher noch im Gegenteil, es fließen ja noch ca. 10 Millionen Euro als Dividende ab.
Auch hier würde ich wieder zustimmen. Und ich glaube ich würde die Aufnahme von Fremdkapital für Investitionen in Spieler vermutlich auch kritisch sehen. Denn mit jedem fremdfinanzierten Transfer erhöht man , wie du ja auch an anderer Stelle geschrieben hast, das Risiko. Wenn man so investiert in Spieler muss man ja das Risiko eingehen, dass der Spieler im Marktwert zumindest so zulegt, dass der Einkaufspreis + Finanzierungskosten mindestens gedeckt sind und dafür gibt es ja keine Garantie. Und wenn man bedenkt, welcher sportliche Erfolg laut Berichten bereits nötig war, damit das Geschäftsjahr positiv abschließt, geht der FC Bayern bereits ein nicht geringes Risiko ein. Alle anderen Investitionen, die ich mir vorstellen konnte hat @Gut_Kick ja bereits in dem Post Finanzen der FC Bayern AG - #1249 von Gut_Kick gut analysiert.
Bei Verein mit wertvollem Stadion musste ich irgendwie direkt an Real denken und habe dann mal in den Bericht geschaut. Aber Real spielt hier gefühlt in einer eigenen Liga, wenn man den operativen Cashflow betrachtet, liegt dieser bei circa dem 10-fachen vom FC Bayern. Die könnten im Jahr bestimmt für 100 Millionen € einkaufen, ohne am Ende (trotz ihrer Kreditrückzahlungen für das Stadion) mit positiven Cashflow zu Enden. Das ist wirklich eine andere Liga.
Zugegeben den Kurs Grundlagen der BWL habe ich in meinen verschiedenen Stationen an der Uni (jeweils ohne Abschluss) bestimmt 4 Mal belegt
. Dazu noch das Interesse an cruder
Bilanzanalyse zum Spaß am Finanzmarkt und einem Job in der Steuerberatung (deswegen vielleicht auch mein doch vehementer Einspruch gegen @ChrisCullen, auch wenn ich es nicht persönlich nehme) sorgen doch dafür, dass ich das parat habe.
Das habe ich mir fast gedacht
Ja, hatten wir schon. Wahrscheinlich schon mehrmals. Wie immer: jein. ![]()
Im engeren Sinne, wenn wir MCOs als Profit Center betrachten, die so hohe und profitable Gewinnabführungen an die Mutter zahlen, glaube ich auch, dass nicht viel drin ist. Das würde ja vereinfacht dargestellt so aussehen:
Aus Investorensicht wäre das ein Traum-Deal. Für die Frage - und das war hier ja das Thema - was hat Bayern wirklich davon im Wettrennen mit Man City und Co., tja, da hätte selbst so ein Hammerdeal einen überschaubaren Einfluss. Netto 10 Mio. mehr pro Jahr. Joar, überschaubarer Impact.
Ansonsten sehe ich MCO-Investments aus Club-Sicht doch deutlich positiver. Wenn City Spieler mit Girona hin- und herschiebt. Chelsea Spieler und Trainer zwischen Mutter und Straßburg verschiebt, dann bringt ihnen das große Vorteile: Du kannst FFP optimieren, du kannst Steuern sparen (mal ne Ablöse und Lease-Back hier, mal dort), du kannst deutlich mehr Top-Talente im Talentepool haben als eigentlich erlaubt. Usw.
Aus Sicht des Fußballs insgesamt wiederum sind MCO eine Katastrophe. Aber das ist nochmal eine ganze andere Diskussion…
Korrekt. Eigentlich eine paradoxe Lage. Ich gehöre auch zu denen, die vom FC Bayern hier noch mehr fordern (wobei gerade der Kauf des Hachinger Stadions schon ein sehr guter Schritt ist).
Aber man muss auch konstatieren, dass der FC Bayern der Frauenbundesliga gerade entwächst. Die Dominanz der letzten Jahre ist krass. Wenn Bayern noch deutlich mehr investieren würde, um zum Großangriff auf Barca und Lyon zu blasen - und die Bundesliga nicht mithält - ist das ein Problem für die Bundesliga.
Die aktuelle Saison mit 2,9 Punkten pro Spiel und 3,9 zu 0,3 Toren pro Spiel (zum Vergleich: Kompanys Teams steht bei 2,6 und 3,6:1,0) ist schon hart an der Grenze, was einem Wettbewerb noch gut tut. 5 zu 0 Tore pro Spiel braucht es wirklich nicht.
Weiß man, woran das liegt? Verkaufen die so viele Trikots und Schals? Die Ticketpriese werden es ja bei Faktor 10 nicht sein.
Bei den Frauen muss man natürlich noch abwarten, wie sich Dortmund, Schalke, Köln, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und so weiter entwickeln. Da könnten sich in den nächsten Jahren schon ordentliche Konkurrenten entwickeln. Und zugegebenermaßen kennt man in Deutschland ja schon die bayrische Dominanz, vielleicht muss man sich da mit auch einfach abfinden.
n-tv.de/sport/der_sport_tag/So-viel-Geld-geht-dem-FC-Bayern-durch-die-Lappen-id30795550.html
„Der sportlich und finanziell attraktivste Vereinswettbewerb hat sich aber auch in dieser Saison wieder als absolut lohnenswert für den deutschen Fußballmeister erwiesen. Die Gesamteinnahmen in der Goldgrube Champions League dürften um die 150 Millionen Euro betragen. Die Zahlungen aus dem UEFA-Prämientopf belaufen sich nach der Halbfinal-Teilnahme auf insgesamt 83,445 Millionen Euro. Dazu kommen noch rund 40 Millionen Euro aus der sogenannten Wertprämie sowie die Ticketeinnahmen aus insgesamt sieben ausverkauften Heimspielen.“
Auch eine Frucht einer starken Saison.
Dies ist keine Antwort auf Jo_1, sondern der Umweg, um den geneigten Finanznerds eine Studie zur Bundesliga zukommen zu lassen. Finde leider nicht intuitiv die Möglichkeit, dies als eigenen Beitrag zu posten.
Hier also der Link zur Studie als PDF
CAPEX steht für CAPital EXpenditures. Capital expenditures sind grob gesagt alle Ausgaben eines Unternehmens für die Anschaffung von Gütern, deren Nutzungsdauer eine Periode übersteigt, wie beispielsweise Gebäude, Maschinen, Anlagen und im Fußball Spieler (genauer: die Lizenz, dass ein Spieler in einer bestimmten Liga eingesetzt werden darf).
OPerational EXpenditures, OPEX, sind hingegen Ausgaben eines Unternehmens für Dinge, die in der Produktion eingesetzt werden oder diese betreiben, deren Nutzungsdauer eine Periode nicht übersteigt oder die direkt im Produktionsprozess aufgehen, wie beispielsweise Rohstoffe, Material oder Löhne.
Man kann vereinfacht sagen: CAPEX sind die Ausgaben für die Bereitstellung der Produktionsstruktur und OPEX sind die Ausgaben, die beim Betrieb dieser Struktur anfallen.
Fußballspieler sind dahingehend interessant, dass sie als immaterielles Anlagevermögen mit mehrjähriger Nutzungsdauer sowohl CAPEX für die Anschaffung als durch ihr Gehalt auch OPEX für den Unterhalt verursachen.
FINEX und REVEX
der Vollständigkeitshalber noch zu erwähnen
Ich bin bei der Bain-Studie ziemlich skeptisch.
Nicht, weil die Zahlen uninteressant wären. Im Gegenteil.
Als Benchmarking ist das durchaus spannend. Aber die Studie vermischt für meinen Geschmack zu stark Effizienz, sportliches Momentum und wirtschaftliche Substanz.
Wenn Heidenheim bei „Kadereffektivität“ vor Bayern liegt, ist das als relative Kennzahl völlig okay. Es heißt aber nicht, dass Heidenheim wirtschaftlich besser aufgestellt ist. Es heißt, dass aus wenig wurde viel gemacht wurde.
Respekt. Aber daraus entsteht noch kein Modell, mit dem man dauerhaft um Champions-League-Titel spielt.
Ähnlich bei Leverkusen oder Stuttgart: Beide haben überragend gearbeitet und ihre sportliche Ausnahmesaison sehr gut kapitalisiert. Nur ist das eben teilweise auch Momentum. Nach Meisterschaft, Double oder CL-Qualifikation steigen Merchandising, Aufmerksamkeit und Fanaktivierung fast zwangsläufig. Das ist noch kein Beweis, dass Bayerns struktureller Vorsprung „wegschmilzt“.
Der eigentliche Punkt ist doch: Bayern hat weiterhin eine völlig andere wirtschaftliche Basis. Umsatz, Sponsoring, internationale Reichweite, Eigenkapital, Liquidität, Kaderwert, Stadionerlöse — das ist eine andere Liga. Dass andere Vereine in einer Saison effizienter arbeiten, ist erfreulich. Aber Effizienz ersetzt keine Substanz.
Besonders vorsichtig wäre ich beim Teil zu Multi-Club-Ownership. Da klingt die Studie für mich fast wie ein Beratungsnarrativ. Synergien, Scouting, Transfernetzwerke, Internationalisierung. Alles nicht komplett falsch. Aber die Risiken werden deutlich zu weich gezeichnet: Interessenkonflikte, Wettbewerbsintegrität, Abhängigkeit von Kapitalgebern, künstliche Transfermärkte, Verlust von Vereinsidentität.
Die Studie misst teilweise Fieber und verkauft dann gleich die Therapie ![]()
Die Bundesliga hat ohne Frage ein Erlösproblem gegenüber der Premier League. Aber daraus folgt nicht automatisch: mehr Investoren, mehr Multi-Club-Strukturen, weniger 50+1. Mehr Kapital ist nicht automatisch bessere Führung. Und schon gar nicht automatisch besserer Fußball.
Leverkusen und Stuttgart haben exzellent gearbeitet. Das sollte man anerkennen. Aber daraus eine strukturelle Verschiebung der wirtschaftlichen Machtverhältnisse abzuleiten, ist mir deutlich zu viel. Effizienz ist wichtig. Aber Bayern bleibt wirtschaftlich weiterhin der Maßstab.
Der Kicker dazu:
From a financial perspective, Bayern have ended the season on a positive note.
The club is expected to post a profit of €10-20m for the 2025/26 financial year.
Reaching the Champions League semi-finals and winning the DFB Pokal have provided some financial relief, despite the club’s high wage bill [@kicker]
Ohne Eberl wären das locker 50 Mio. ![]()
Nonsens. Hätte man Eberl machen lassen, wären es 20Mio minus, aber die Chance am SA in Budapest zu stehen wäre deutlich wahrscheinlicher gewesen.