Finanzen der FC Bayern AG

Welche 10% Marge?

Ich sehe nicht, wo das ein Widerspruch zu meiner These der Kannibalisierungseffekte wäre.

Fans entscheiden sich für einen Trikotkauf. Abhängig von Stimmung, Trikotdesign^^, Budget, Transfergerüchten etc. Wenn dann die größtmögliche positive Bombe in Form einer Kane-Verpflichtung einschlägt, triggert das natürlich Kaufimpulse.

Kannst du dir vorstellen, dass Fanatics eventuell genauso rechnet und Provisionshöhen nach Absatz gestaffelt sind?

Anyhow, mir geht es grundsätzlich um dem Mythos, dass Direct-to-Consumer/Insourcing achso profitabel wäre. Das klingt (jetzt zugespitzt von mir) doch arg naiv.

In manchen Fällen ist es profitabler als Outsourcing/Handel. Nespresso ist eine Marke, die das sehr erfolgreich schafft. Für viele andere lohnt sich Outsourcing/Handel/Vertriebspartner. Hängt sehr vom Einzelfall ab. Im Großen und Ganzen hat es sich in unserem Wirtschaftssystem aber als effizient erwiesen, dass es Intermediäre gibt, die gewisse Tätigkeiten bündeln.

Wenn Fanatics in einem großen Lager in Bad Hersfeld Merch für Bayern, den BVB, die Dallas Cowboys und Real Madrid gleichzeitig umschlägt, steigert das in aller Regel die Effizienz (erhöht die Auslastung) und reduziert Kosten.

Zur Klarstellung: Ich will weder für Fanatics werben, noch den FC Bayern kritisieren. Im Gegenteil. Ich halte große Stücke auf die Leute des FC Bayern im Non-Sports-Bereich. Der FCB hat sich die Frage nach Kooperationen mit Fanatics (oder anderen) schon mehrfach gestellt, und sich bisher dagegen entschieden. Das hat ja Gründe. Auch wenn ich bezweifle, dass die kurz- und mittelfristig rein monetär sind. Das ist eher klassische Hoeneß-Schule: Strategischer Weitblick, Kontrolle, Know-how, Daten, Kundenzugang etc. Was alles sehr nachvollziehbar ist.

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Der Trend geht aus meiner Sin eine andere Richtung. Brand Stores gibt es für fast alles und jedes. Retail Stores jammern, dass sie besonders beliebte Artikel gar nicht mehr geliefert bekommen etc.

Zusammen mit dem darauf folgenden Datenpunkt, Georg. Du hast nach der Hälfte der Arguments aufgehört zu lesen.

  • Beobachtung 1: Der FC Bayern erwartete für die Saison 23/24 100.000 verkaufte Trikots von Harry Kane, was einen Allzeit-Rekord für die verkauften Trikots eines einzelnen Spielers in einer Saison darstellt.
  • Beobachtung 2: In der Saison 23/24 verkaufte der FC Bayern 50 Prozent mehr Trikots als im Jahr zuvor.

Beide Beobachtungen zusammengenommen beweisen zwar nicht, dass die verkauften Kane-Trikots die Verkäufe anderer Trikots weniger kanibalisiert haben, als zusätzliche Verkäufe darzustellen, die ohne die Verkäufe der Kane-Trikots nicht angefallen wären, aber sie erlauben zumindest die plausible Vermutung.

Bevor du mich der unsauberen Beweisführung bezichtigst: Ja, eine saubere kausale Inferenz ist das natürlich nicht. Das 50-prozentige Plus beim Trikotabsatz kann auf völlig andere Ursachen als den Verkauf zusätzlicher Kane-Trikots zurückzuführen sein. Wir wissen nicht, ob die Bayern in einem sonst gleichen Szenario, in dem Kane nicht zu ihnen gewechselt wäre, weniger Trikots verkauft hätten als mit ihm und, wenn ja, wie viel weniger. Trotzdem legen die beiden Beobachtungen zusammengenommen für mich nahe, dass der Kannibalisierungseffekt in diesem Fall eher schwach war, jedenfalls deutlich schwächer als üblich.

Möglich, ja.

Guilty as charged. Wie ich bereits sagte, kenne ich mich mit den Rahmenbedingungen und Herausforderungen im D2C-Handelsgeschäft nicht gut genug aus, um mit Sicherheit sagen zu können, ob der FC Bayern wirtschaftlich von einem Outsourcing des kompletten Trikotgeschäfts, von der Herstellung bis zur Auslieferung inklusive Vermarktung, gegen eine Provision oder Ähnliches, beispielsweise an Fanatics, profitieren würde. Naiv trifft es gut.

Wenn man von ersten ökonomischen Prinzipien aus argumentiert, sollten Arbeitsteilung und Spezialisierung zu Effizienzvorteilen führen. Pro Einheit Input erreicht man mehr Einheiten Output. Wenn ein Prozess in mehrere Teile aufgeteilt wird, die jeweils von einem Spezialisten ausgeführt werden, und die Teile anschließend wieder zusammengesetzt werden, ist der zusammengesetzte Prozess effizienter, als wenn der gesamte Prozess nicht aufgeteilt durch eine einzelne Partei ausgeführt wird.

Aber natürlich erzeugt Aufteilung bzw. hier Outsourcing Transaktionskosten und es gibt strategische Überlegungen, die einer Auslagerung entgegenstehen können etc. Du hast das ja bereits erwähnt.

Ich tendiere dazu, Dir zuzustimmen.

Ich hatte mich auf die Schätzung von @Gut_Kick bezogen:

Von den 100€ geht noch Mehrwehrsteuer weg. Die zahlst du als Kunde und wird vom Händler nur abgeführt. Von den ca. 80€ tatsächlichem Umsatz bleiben bei einem Vertrieb über den Einzelhandel ungefähr 10€ beim FC Bayern hängen.

„Der FC Bayern ist in die Top-3 der umsatzstärksten Klubs weltweit vorgestoßen. 2024/25 steigerte der deutsche Rekordmeister seine Erlöse von knapp 765 Millionen in der Vorsaison auf 860,6 Millionen Euro. Das ergab die 29. Auflage des Reports „Football Money League“, den die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte in London jährlich veröffentlicht. Transfereinnahmen sind in den Erhebungen nicht berücksichtigt. Mehr Geld als die Bayern nahmen nur Real Madrid und der spanische Meister FC Barcelona ein.“

Top 3. Und immer noch nicht bankrott. :wink:

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vll können wir dann im Sommer tatäschlich 2 große Transfers tätigen :smiley:

“Erneute Umsatz-Rekordmarke im Fußball

Mit insgesamt 12,4 Mrd. Euro übertreffen die 20 Vereine die Umsatzmarke der vorherigen Saison um elf Prozent. Neben den kommerziellen Einnahmen (5,3 Mrd. Euro) waren die Medienerlöse mit etwa 4,7 Mrd. Euro die lukrativste Einnahmequelle. Sie stiegen um zehn Prozent. Gründe dafür waren die ausgedehnte Klub-Weltmeisterschaft in den USA im vergangenen Sommer und die erweiterten drei Europapokale. Die am schnellsten wachsende Einnahmesparte sind die Spieltagserlöse mit einem Plus von 16 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro.”

CWC erklärt natürlich guten Teil der doch erstaunlichen Steigerung.

Wirklich überrascht hat mich aber Letzteres - da scheint also überall außerhalb von Deutschland sehr kräftig an den Ticketpreisen gedreht zu werden.

Hab mal bisschen versucht die Preisveränderungen bei uns zu recherchieren - gar nicht so leicht zu finden. Wir reden da aber eher im Schnitt der Ticketklassen und BL/CL eher über so eine Steigerung innerhalb der kompletten letzten 10 Jahre als innerhalb von einem einzigen Jahr wie offensichtlich bei den Top 20 im Schnitt.

Hier sehr unpopuläres Thema - die meisten finden es jetzt schon teuer.

Aber da werden wir natürlich ganz schön abgehängt wenn das so weitermachen wie bisher!

Denn das ist leider eine große Illusion - besonders stark sind wir leider nur im extrem margenarmen Merchandising Geschäft. Deswegen stehen wir bei dem Umsätzen (um die es in dem Artikel ja zentral ging) so gut da, selbst versus PL, davon bleibt aber eben fast nix hängen…

Höhere Ticketpreise dagegen wären 100% echte Mehreinnahmen für den Verein…

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Was ich zB ziemlichen Witz finde - dass Leute, bei denen in keinster Weise klar ob sie knapp bei Kasse sind, eine Jahreskarte für einen Preis bekommen wo man mittlerweile gerade noch paar Monate im Fernsehen (das gibt’s doch absolut nirgendwo sonst als im Fußball dass in Real Life verfolgen eines Profisports oder sonstigen Entertainments billiger ist als am Schirm?) für die Spiele verfolgen kann!

Das ist doch mittlerweile völlig außer jeder Relation, gerade wenn man bedenkt, dass massenhaft Leute froh wären wenn überhaupt mal regelmäßig an Tickets kämen. Und andere dagegen, die quasi den Jackpot mit billiger Jahreskarte gehoben, dürfen fast umsonst in JEDES Heimspiel?

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Die Logen und „VIP“-Kontingent-Pauschalen dürfen sehr gerne um 100% erhöht werden….

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Völlig richtig, das wäre zB das Erste wo ich weg von fixem Pricing hin zu reinem Nachfrage basiertem Pricing (heutzutage ja nun wirklich easy umsetzbar sowas und anderswo - Flugticket Preise zB - extremer Standard längst) zu gehen…

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Ganz genau. Man muss aber eigentlich vor keiner Kategorie halt machen. Da gäbe es erst mal wieder einen Aufschrei von Leuten, die sich an die subventionierten Preise gewöhnt haben, und dann wird es mit der Zeit als so normal wahrgenommen, wie es eben auch ist.

Endlich dürfte der Bäcker die Brötchen so auspreisen, dass er alle locker am Vormittag verkauft bekommt, statt 7:04 Uhr den Laden wegen leerer Körbe schon wieder dicht machen zu müssen und weniger dabei zu verdienen.

Und der schöne Nebeneffekt wäre, dass man dann planbar auch mal ins Stadion kann.

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Dynamic pricing klingt gruselig. Sorry. Aber Fußball nur für Touristen die dafür bereit sind Unsummen zu bezahlen, das kanns nicht sein..

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Die BL ist keine PL und München kein London!

Glaube ich kein bisschen dass das bei uns so extrem wäre wie hier.

Und dynamic pricing kann erstmal alles heißen und muss eben kein bisschen äquivalent sein zu FIFA mäßigem “Melken bis auf den letzten Cent”…

Das wäre für mich auch zentrales Argument. Wenn ich wirklich dabei sein will bei EINEM speziellen Spiel dann könnte ich das auch und das würde für die Meisten gelten, eben kein bisschen nur Krösuses.

Was dann nicht mehr so leicht ginge ist JEDES Heimspiel im Stadion zu sein. Aber ganz ehrlich - das ist wirklich extremer Luxus und muss meiner Meinung nach auch kein bisschen für jedermann möglich sein. Und bisher ist das eben auch 0,0 der Fall sondern nur für Diejenigen, die die Jahreskarten (wenn man ehrlich ist ein reines Relikt aus Zeiten als der Verein noch froh sein musste das Stadion halbwegs voll zu bringen) Lotterie mit quasi verschenkten (von den Einnahmen her läuft’s fast aufs selber raus!) Tickets gewonnen haben…

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Wann warst du denn das letzte Mal im Stadion und weißt du wie viele Touristen aus Asien über viagogo & co sich schon heute Tickets zu massiv überhöhten Preisen kaufen? Wenn Ticketmaster erstmal das Dynamic Pricing übernehmen würde, werden wir Preise von 250 Euro aufwärts für einen Großteil der Tickets haben. Da würde ich wetten. Bei Topspielen eher Richtung das Doppelte.

Ich bin komplett gegen Dynamic Pricing. Fußball muss für alle in Stück weit leistbar sein.
Familien etc. Da gibt es einen Mittelweg.

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Wer redet denn bitte von Ticketmaster?

Dynamic Pricing kann doch alles und nichts heißen!

Natürlich muss das Finetuning voll in FCB Hand bleiben. Aber dann ist das doch total so steuerbar wie man es haben will, Stichwort “Mittelweg”:

Teurere Ticketklassen kann man mehr abmelken, billigere könnte man auch speziell zB Kontingente für Leute mit Nachweis von Finanzschwäche oder eben zB Familien reservieren, so dass für die die Kosten nicht explodieren sondern sogar noch günstiger machen.

Ist doch trotzdem alles machbar genau so wie mans für richtig hält…

PS: aber klar - ein Haar in der Suppe findet man immer, keine Frage! Und für die, die bisher von den (relativ zur Nachfrage) viel zu billigen Tickets profitieren sind solche Überlegungen natürlich Gift, ebenso selbstredend!

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Dynamic Pricing ist am Ende des Tages Ticketmaster :wink: . Die wissen wie es geht, machen es weltweit, haben die Algorithmen etc. So ganz trivial ist das ja nicht.

Alles andere ist ja schon da. CL ist teurer wie Bundesliga, K.O. Spiele der CL nochmals teuerer.
Diese Art von "Dynamic Pricing "haben wir ja schon. Die Sache mit den „Topzuschlägen“ wurde ja längst abgeschafft, weil die Hütte eh immer voll ist.

Wenn wir uns jetzt die Spieltagseinnahmen aus der neuesten Deloitte Money Leauge Studie anschauen, dann ist der FC Bayern bei den Spieltagseinnahmen ganz ordentlich dabei. PSG läuft ausser Rang und Traktanden, weil der Scheich für seine Plätze ein paar Phantastillionen bezahlt.
Kann man nicht so rechnen. Im Vergleich zu den restlichen Topmannschaften ist der Abstand um die 30 Mio. pro Saison.

in der PL muss man bedenken, dass die noch ein paar Spiele mehr haben.
Fußball muss erlebbar und bezahlbar sein für eine breite Masse an Menschen. Ich glaube das ist für die Zukunft ganz wichtig. Darum wäre ich vorsichtig mit der Forderung an der Preisschraube stark zu drehen.

Wenn ich unbedingt will, kann ich auch mal 300 Euro bezahlen für ein Ticket. Das tut weh, geht aber. Aber das kann eben nicht jeder. Ich möchte nicht nur von Touristen umgeben sein, die bereit sind für die „Once in a lifetime experience Allianz Arena“ für 500 Euro aufwärts zu bezahlen.

Ob die Stehplätze so günstig sein müssen, weiß ich nicht. Das ist am Ende eine soziale Einstellung. Ich kann damit gut leben. Womit ich aber nicht leben kann, wenn sich die Menschen nicht an die MIndestvorgaben halten. Der Klub Hunderttausende von Euro an Strafe zahlen muss. Die ganze Kurve sperren muss. Und dann noch selbst den Platzanweiser geben und die Leute umsetzen lassen. Das ist für mich einfach nur sehr dreist. Da fehlt für mich jeglicher Anstand. Das muss mir auch keiner erklären.

Trotz der guten Einnahmen aus dem Bereich kommerzielle Erlöse, sehe ich hier immer noch den stärksten Hebel. Ich glaube der Klub auch, sonst hätten sie nicht den Marketingspezialisten Rouven Kaspar vom VfB zurückgeholt.

Anfügen möchte ich noch, dass Hoeneß erst kürzlich im OMR Podcast die Allianz Arena als Goldgrube bezeichnet hat. Man ist da nicht unzufrieden.

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Jede Airline der Welt bringt das ganz locker hin heutzutage. Von daher doch - das ist vielleicht nicht völlig trivial aber sehr locker machbar. Und warum hat Real auf einmal das DOPPELTE an Spieltagseinnahmen wie wir? Klar ein Teil davon ist ein Einmaleffekt aber der Rest kommt doch genau daher und scheint auch Nachahmer zu finden, allein wegen Real wäre es sonst nicht der mit Abstand am schnellstem wachsende Einnahmebereich aller Topvereine, siehe das Zitat oben.

Bei der großen Angst vor den Touris bin ich einfach nicht dabei. Klar geht der Anteil dann etwas hoch aber die Fankultur in Deutschland ist schon seit Jahrzehnten in einer anderen Entwicklung als in der PL, ein bisschen Drehen an der Preisspirale in ein paar Preissegmenten (die mittleren zB würde ich am ehesten so lassen wie sie sind) da denke ich überschätzt Du den Effekt dann doch. Die Bundesliga wird nie mehr die PL, weder im positiven noch negativen Sinne. Dass die PL das 10 FACHE an Fernsehgeldern aus dem Ausland bekommt als wir sollte da schon ein guter Indikator für das Zuschauerinteresse aus dem Ausland und daher auch dem zu erwartenden “Touriproblem” in den Stadien sein?

Und ja, im Vergleich zum Oli (an das dachte der Uli :wink: sicher bei diesen Worten) ist die AA ein Goldesel, richtig, aber der FC Bayern könnte seinen Goldesel trotzdem wesentlich besser rentabel machen. Da liegt bei uns eigentlich aktuell das größte Steigerungspotential bei den Einnahmen, bei allem anderen glaube ich sind wir relativ nahe dran. Und klar ist die AA (völlig anders als zB beim BVB, da sieht man schön, dass die Ticketpreise in der BL eigentlich nicht mal mehr die Kosten decken bei den meisten BL Vereinen!) jetzt schon rentabel, aber das meiste des Gewinnpotenzial liegt hier brach.

Und im Großen und Ganzen ist das dann halt auch ne Grundsatzfrage - will man mit Real, PSG und der PL dauerhaft mithalten können finanziell?

Oder sind einem subventiontierte (das sind die de Fakto aktuell alle denn mit “Marktpreisen” hat das 0,0 zu tun!) Ticketpreise wichtiger als die langfristige finanzielle Wettbewerbsfähigkeit. Denn der Gap zu den anderen Topvereinen wird da klar größer (noch ist es drastisch nur versus Real, klar) werden wenn wir beim alten Modell bleiben, das sollte bei den neuen Zahlen von oben entgültig klar sein, der brutale Steigerungs Trend bei den Spieltagseinnahmen ist hier völlig klar leider “not our friend”.

Darauf läuft es doch am Ende raus - traurig aber wahr?

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Woher kommt der Gegenwind zum Thema Dynamic Pricing? Dies heißt doch nur regelbasierte Preisregeln führen zu einer Veränderung des Preises. Dies kann beinhalten:

  • Sozial benachteiligte Gruppen bekommen einen Nachlass
  • Mitglieder bekommen einen Rabatt auf den Standardpreis (looking at you DB)
  • Es findet eine zeitbasierte Preisstaffelung statt “Early Bird”
  • Es findet eine nachfrage basierte Preisstaffelung statt “die letzen 5% kosten 500%”
  • Tiktok User zahlen den Normalpreis in der obersten Reihe, ganz vorne kostet es 500%

Je nach Gestaltung kann dies doch ein guter Mechanismus zur sozialverträglichen Erhöhung des Umsatzes sein.

Meine persönliche Meinung: Eine 100% Auslastung deutet eher auf ein Umsatzsteuerungsproblem hin als auf einen Optimalzustand im finanziellen Sinne. Lieber den Durchschnittspreis um 10% erhöhen und 5% niedrigere Auslastung.

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Aus Erfahrung. Sportevents den USA, Konzerte…you name it. 10% hat nichts mit Dynamic Pricing zu tun.

Ich möchte das nicht beim FC Bayern.

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