Finanzen der FC Bayern AG

Dann kann eben die Bewertung von Real (und da gibt es eben keine Verkäufe als Referenz weil die ja sogar zu 100% noch in Mitgliederhand) nicht stimmen - dass die beiden das gleiche Wert sein sollen:

Kompletter (und dafür braucht es keinen Master in Finance and Accounting von der London School of Economics um das zu sehen - schaden tut er aber wohl auch nicht :wink: )Humbug von Forbes, sorry…

PS: wenn Real wirklich mal Anteile verkaufen würde - im Gespräch scheint es durchaus: Dann würde das natürlich wirklich klar werden aber bis dahin ist leider auch das Gegenteil schwer zu beweisen, richtig…

PPS: Wirklich vorstellen will man sich letzteres aber nicht wirklich als Fußballfan - Ja auch ohne zusätzliche Geldschwemme schon beängstigend genug, 6 CL Titel in 10 Jahren weiß Gott ausreichend :cry:

Alleine auf Umsatzbasis wären relativ (und nur über solche relativen Bewertungen macht es überhaupt Sinn zu debattieren und vor allem eben interessant/spannend wenn der Vergleichsfall quasi ein IPO - egal ob nun wirklich public oder nicht - da ist es nebenbei bemerkt oft sogar am leichtesten Kohle zu verdienen weil da dann eben die Bewertung so besonders offen) zu Manchester United dann eher 10 Mrd für Real fällig.

Wenn ich danach gehe wie aber in Echt (und sorry, aber genau mit solchen Themen verdienen ich seit über 25 Jahren mein Geld, da sollte ich also schon so ein kleines bissi Ahnung von haben :wink: ) Unternehmen bewertet werden - dann wäre von der Gewinnentwicklung und den relativen Zukunftserwartungen her für Real wohl eher das X (und keineswegs nur zB 2) Fache von Man United fällig!

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Klar, es ging mir um das Problem der fairen Bewertung eines ökonomisch verwertbaren Assets, dessen einziger Wert in dem Einkommen besteht, das es generiert. Das deckt aber natürlich nicht solche Fälle ab, in denen das Asset zusätzlich oder alternativ zu diesem Einkommensstrom einen ideellen oder „idiosynkratischen” Wert für einen bestimmten Betrachter hat, in dessen persönlicher Bewertung der Wert des Assets über den Einkommensstrom, den es generiert, hinausgeht oder damit nichts zu tun hat (zum Beispiel ein einmaliger Formel-1-Wagen für einen bestimmten Sammler oder ein Bild eines bestimmten Künstlers für einen bestimmten Sammler).

Wenn sich das Emirat Katar beispielsweise einen Fußballverein kauft, können wir davon ausgehen, dass der gezahlte Betrag sich nicht an den abdiskontierten zukünftigen Einzahlungsüberschüssen des Vereins orientiert, sondern dass Katar sich damit weitere, nicht-ökonomische Ziele wie Ansehen und politisches Gewicht erkaufen möchte und dementsprechend auch bereit ist, mehr für den Verein zu zahlen, als er bis an sein Lebensende an positiven, auf den heutigen Tag abdiskontierten Zahlungsströmen generiert.

Genau. Umsatzmultiples und andere Bewertungsmethoden, die auf Multiples basieren, sind in manchen Fällen eine adäquate Alternative zur viel komplizierteren DCF-Methode, aber auch hier entspringt der Wert des betrachteten Assets den Erwartungen über zukünftige Einzahlungsüberschüsse (nur eben über den Umweg bis Vergleichs mit anderen Unternehmen derselben „Klasse“).

Ja, denn es ist schlicht unmöglich, den fairen Wert eines Spielers als seinen abdiskontierten Beitrag zum zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg des Fußballvereins, gemessen in Geldeinheiten, auszurechnen. Das liegt unter anderem daran, dass der Wert eines Spielers nicht isoliert von dem Wert der anderen Spieler um ihn herum betrachtet werden kann (Stichwort Synergieeffekte).

Wie sich der faire Wert eines Spielers berechnen ließe, ist eine wirklich spannende Frage. In den Wirtschaftswissenschaften gibt es quasi-experimentelle Bewertungsmethoden, die mit synthetischen Kontrollgruppen arbeiten. Synthetische Kontrollgruppen kommen zum Einsatz bei Experimenten, wo man zwei Gruppen hat, eine Treatmentgruppe, die ein Treatment bekommt, und eine Kontrollgruppe, die das Treatment nicht bekommt, und deren Ergebnisse dann nach dem Einsatz des Treatments miteinander verglichen werden, um festzustellen, ob und wie das Treatment gewirkt hat.

Synthetische Kontrollgruppen sind künstlich hergestellte Kontrollgruppen, die nicht real existieren, sondern nur auf dem Papier zusammengebastelt sind. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie der Treatment-Gruppe (z. B. einem Verein) möglichst weitgehend ähneln, das Treatment (z. B. einen neuen Stürmer) jedoch nicht erhalten. Wenn dann der neue Stürmer kommt (z. B. Lewandowski beim FC Barcelona), vergleicht man die Ergebnisse der Treatment-Gruppe (des echten FC Barcelona) mit denen der synthetischen Kontrollgruppe (des synthetischen FC Barcelona-„Doppelgängers”, aber ohne Lewandowski, dessen Entwicklung man kontrafaktisch berechnet), beispielsweise nach einem Jahr oder nach fünf Jahren. Anhand der Unterschiede bei den interessanten Statistiken (Tore, Punkte usw.) könnte man den originären Beitrag Lewandowskis zum echten FC Barcelona gegenüber dem synthetischen FC-Barcelona-Doppelgänger ausrechnen.

Wenn sich diese Deltas bei Toren, Punkten usw. zwischen dem echten und dem künstlichen FC Barcelona auch noch in einen ökonomischen Wert umrechnen ließen (noch so ein Problem*), könnte man theoretisch Lewandowskis fairen Wert berechnen.

Das ist alles hochgradig theoretisch und wahrscheinlich nicht sonderlich praxistauglich, aber ein sehr spannende gedankliche Spielerei, finde ich.

*EDIT: oder auch nicht, wenn man sich direkt auf das Delta bei Umsatz und Gewinn konzentriert.

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https://fcbayern.com/de/news/2025/06/studie-zum-volkswirtschaftlichen-nutzen-fc-bayern-bringt-stadt-und-land-45-milliarden-euro-jaehrlich

Ganz München hängt am Tropf des FC Bayern. :slightly_smiling_face:

Interessant:
„Zudem wurde in einer deutschlandweiten, repräsentativen Untersuchung abgefragt, was Menschen mit der Stadt München verbinden. Auf Rang eins landete der FC Bayern mit 60 Prozent, auf Platz zwei die Allianz Arena mit 59 Prozent, auf Platz zehn FCB-Ikone Franz Beckenbauer (26,5 Prozent) und dazwischen Kulturgüter wie das Oktoberfest und Biergärten.“

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https://x.com/iMiaSanMia/status/1933568671022039525

"Bayern CFO Michael Diederich on the club’s financial situation: „I know what’s going on with our fixed deposit account – and I assure you: Even though it’s been more full at times, we can still sleep well. As a club, we’re healthy because we’ve always maintained a balance. I’m not worried. Quite the opposite. Nevertheless, we shouldn’t make bad decisions because we feel like we’re in a comfort zone. The money supply isn’t endless, even at FC Bayern. Certain framework conditions must be observed to maintain financial flexibility and independence“
On the reported 20% wage bill reduction: „I don’t comment on percentages, but at FC Bayern, the following has always been true: The goal must be to achieve the sporting goals with an adjusted salary structure. Also, considering what’s currently happening in the market. Because everything we decide today will have repercussions for several years.“

Diederich schläft weiterhin gut. Das ist ja beruhigend.

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Zwei Siege a 2 Mio, 7,5 Mio für die Quali fürs AF.
Bisher also schon 11,5 Mio USD zuzüglich zur Antrittsprämie erspielt.
Läuft.

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Das Geld kostet der Trainer im Jahr- also das Geld ist sicher ! :wink:

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FC Bayern wird nur von Madrid überboten

Man ist bei der gleichen Summe geblieben, aber immer noch der beste Verein, die im Viertelfinale ausgeschieden sind.

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Blöd, dass der $ so schlecht steht.
Es wundert mich, dass Chelsea nur unwesentlich mehr Prämien einstreicht als PSG.
Ob das so korrekt ist?

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Der Sieg an sich bringt „nur“ 10 Millionen Dollar.

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Dabei sein ist alles! :upside_down_face:

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Das ist wirklich erstaunlich.
Jedenfalls hat sich so ein Finaleinzug für beide Klubs finanziell sehr gelohnt. Auch wenn es beide im Grunde nicht nötig gehabt hätten.

Schade, dass wir nicht solch hohe Prämien kassieren konnten.

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Wie vergleicht sich das denn mit CL Final Einzug vs Gewinn?

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Ich finde die Visualisierung im kicker-Artikel zu dem Thema besser als von SwissRamble - auch wen ich dessen Analysen normalerweise sehr mag. Abschlussranking: Was die 32 Teams bei der Klub-WM kassierten - kicker

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Hamburg - die Sahelzone der Trainergehälter…

115 Millionen Einnahmen in nur 4 Wochen für Chelsea, das ist schon beachtlich.

Laut der Grafik hat Bayern durch das Ausscheiden 50 Millionen an zusätzlichen Preisgeldern verpasst (wäre man ins Finale gekommen).

Und das alles nur wegen diesem Hitzespiel in Charlotte…

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Und des schönen Fußballs :wink::wink::wink:

Oder es hat uns 12 Mio Euro extra gebracht, weil wir sonst Palmerisiert worden wären im Achtelfinale?

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