Ich stelle es mir deutlich schwerer vor, das Emirates Logo durch Mitarbeiter in weißen Ponchos darzustellen. Daher bitte nicht ![]()
Zudem finde ich würde der Telekom Jingle zur Verkündung von neuen Zwischenständen in der Allianzarena schon fast irgendwie abgehen:
Das hat schon so was von Pavlov - erst der Ton und kurz danach geht das Geraune durchs Stadion. Fast schon Kult?
PS: Bei Perplexity klingts schon auch in die Richtung:
„The Telekom jingle in the Allianz Arena acts as an audio cue to signal fans when there are new updates, such as goals or changes in the match score. When an important update occurs, the short and distinctive Telekom sound is played over the stadium speakers, immediately drawing attention and letting everyone know that new information is about to be announced. This jingle has become a recognizable part of the matchday experience, ensuring fans don’t miss key moments or updates during the game“
Qatar Airways 2.0. Wir sind in der kleinen Minderheit der Spitzenclubs, die noch moralische Grundsätze haben und die geschäftliche Entscheidungen durch diese moralischen Grundsätze beeinflussen lassen.
Ich persönlich finde das super toll. Ein Verein und eine globale Institution wie Bayern ist auch eine „Plattform“, die mit Millionen von Menschen weltweit kommuniziert. Ob es uns gefällt oder nicht, mit großer Macht kommt große Verantwortung. Was FCB über diese Plattform sagen, prägt Werte in der ganzen Welt.
Deshalb würde ich persönlich 55 Millionen von der Telekom den 65 Millionen von Emirates vorziehen. Das Gleiche gilt für die Allianz gegen Katar auf den Ärmeln. Aber ich respektiere Meinungen, die sagen: „Du hast ein Geschäft zu führen; nimm das beste Geld und behalte deine moralische Haltung zu Hause.“ Nur nicht für mich.
Eigentlich müsste man in dem Kontext auch noch das Sponsoring von „VisitRwanda“ kritisieren, obwohl sie nicht so schlimm sind wie Qatar Airways oder die UAE Emirates Airline.
Nicht so schlimm? Eine Diktatur, die einen Angriffskrieg führt? Wäre Gazprom dann auch nicht so schlimm?
Mit Katar, die Terroristen finanzieren und sich weltweit in das gesellschaftliche Leben einkaufen, um ein weltpolitischer Player zu werden, kann man die Vereinigten Emirate auch nicht vergleichen. Die wirken da im Vergleich ja fast schon wie Heilige.
Ich wollte Ruanda jetzt nicht verharmlosen, ich bin in dem Thema nur nicht so drin und habe da jetzt nur ein paar Sachen mitbekommen, die sich zum Teil auch widersprechen und habe halt bei Emirates und Qatar Airways viel mehr Kritik mitbekommen. Wenn es am Ende wirklich so maximal schlimm ist, kann man da natürlich nichts verteidigen und sollte so schnell wie möglich das Sponsoring beenden. Und vielleicht mal bessere Sponsor aussuchen.
Perplexity bestätigt diese Sichtweise komplett:
„Zusammengefasst: Katar wurde mehrfach beschuldigt und es gibt Hinweise auf Terrorfinanzierung; die VAE gehen aktiv gegen Terrorfinanzierung vor und bestrafen entsprechende Aktivitäten innerhalb ihres Landes“
Und zeigt mal wieder wie komplex das Ganze ist - denn ja, auf dem ersten Blick hätte ich die beiden auch eher in denselben Topf geworfen. Und dummerweise gibt es natürlich noch massig andere Themen (Menschenrechte) wo es dann wieder deutlich weniger um ist:
„Both countries have serious, well-documented human rights problems, with restrictions on basic freedoms and persistent abuses, particularly for migrant workers, women, and critics of the government.“
Diese Ecke der Welt hat halt ganz grundsätzlich ein ganz anderes Menschenbild als unserer westliche Welt. Als Verein, der sich gerne damit brüstet, im dritten Reich ein Judenverein gewesen zu sein, sollte man sich auch nicht als Werbeplattform dieses Menschenbildes ausnutzen lassen, wenn das in so einem krassen Kontrast zur eigenen Vereinsidentität steht. Daher ist generell absolut richtig, Deals mit arabischen Diktaturen kritisch und genaustens zu hinterfragen.
Da halluniziert sich die KI wieder schön was zusammen.
Meldungen, dass die VAE Terroristen und Milizen unterstützen, gibt es mehr als ausreichend. Die VAE sind Hauptwaffenlieferant für den Bürgerkrieg im Sudan. Im Jemen sind sie beispielsweise auch am Start.
Jedoch kann man zwischen den Ländern der Halbinsel auch differenzieren. Katar hat uns als politisches Vehikel ausgenutzt, um deren Weltmachtsfantasien auszuleben und ihr Menschenbild zu legitimieren. Die kaufen sich in sämtliche gesellschaftlichen Strukturen des Westens ein, um Kontrolle zu erhalten. Siehe die neuesten Storys aus dem Tischtennis (ja, die Kataris sind jetzt auch eine Tischtennis-Nation!):
Bei Emirates hingegen liegt der Fokus mehr auf Stabilität auf der Halbinsel und darauf, mit Tourismus und reichen Leuten Geld zu verdienen. Die eskalieren nicht im Größenwahn, sondern sind da deutlich pragmatischer unterwegs. Dazu ist ihnen aber auch jedes Mittel recht und auch bei den VAE muss man ganz genau aufpassen, sich nicht von ihnen missbrauchen zu lassen. Wenn man also meint, unbedingt das Öl-Geld haben zu müssen, dann ist man mit VAE besser dran als mit Katar oder Saudi-Arabien. Noch besser dran wären wir aber definitiv, wenn die Telekom einfach aufstocken würde.
Hätte mich ja wie gesagt auch gewundert ![]()
Bei Dir klang es halt auch erstmal sehr anders.
Aber richtig - die Frage ist wohl vor allem immer wie tief man „graben“ muss bis der „Morast“ zu Tage kommt. Katar schert sich halt wohl weniger darum es zu verbergen…
Laut Forbes die 20 wertvollsten Klubs der Welt in 2025:
1- Real Madrid $6.75 billion (Revenue: $1.129 billion)
2- Manchester United $6.6 billion (Revenue: $834 million)
3- FC Barcelona $5.65 billion (Revenue: $821 million)
4- Liverpool $5.4 billion (Revenue: $773 million)
5- Manchester City $5.3 billion (Revenue: $901 million)
6- FC Bayern $5.1 billion (Revenue: $827 million)
7- PSG $4.6 billion (Revenue: $870 million)
8- Arsenal $3.4 billion (Revenue: $771 million)
9- Tottenham $3.3 billion (Revenue: $666 million)
10- Chelsea $3.25 billion (Revenue: $591 million)
11- Juventus $2.15 billion (Revenue: $389 million)
12- Borussia Dortmund $2.05 billion (Revenue: $555 million)
13- Atlético Madrid $1.7 billion (Revenue: $442 million)
14- AC Milan $1.5 billion (Revenue: $433 million)
15- LAFC $1.25 billion (Revenue: $150 million)
16- Inter Miami $1.2 billion (Revenue: $180 million)
17- Inter Milan $1.15 billion (Revenue: $430 million)
18- West Ham $1.125 billion (Revenue: $349 million)
19- Newcastle United $1.1 billion (Revenue: $403 million)
20- LA Galaxy $1 billion (Revenue: $95 million)
Wenn man die Zahlen ernst nimmt, kann man sagen unsere Anteilseigner haben das Geschäft ihres Lebens gemacht. Zumindest in der Theorie.
City vor Bayern tut mir in der Seele weh.
Absolut!
Und Man United quasi gleichauf mit Real finde ich einfach nur noch lächerlich mittlerweile:
Der mit so Riesenabstand erfolgreichste Club der letzten 10 aber auch 70 Jahre und einer, der seit 15 Jahre quasi nur noch dahindarbt - da kann mir keiner erzählen dass die goldene Zeit unter Sir Alex und der Goldesel PL das noch rausreisst mittlerweile - vom Umsatz her hat Real schon satte 50% mehr und die Zukunftserwartungen (was ja bei einer Unternehmensbewertung klar das entscheidende und von den da eigentlich noch entscheidenderen Unternehmensgewinnen haben wir da noch nicht mal angefangen - Real die letzten 5 Jahre auch während Corona wie wir immer im Plus, Man United dagegen alleine letzte Saison über 100 Mios Loss!) machen doch hier auch nur ein weiteres Auseinandergehen der Schere zwischen den beiden wahrscheinlich?
Du wirfst damit zumindest implizit die berechtigte Frage auf, welche Werte/Variablen/Kriterien bei der Berechnung des „values“ eingehen. Die wird forbes bestimmt irgendwo offenlegen, oder? Vor allem aber: Hoffentlich über die Zeit und vor allem über die Vereine hinweg einheitlich…
Ganz sicher nicht (offengelegt) - sonst käme ja für jedermann offensichtlich raus wie lächerlich die ganze Liste ist ![]()
Denn vernünftige Kriterien und natürlich vorallem auch quantitative Auswertung dieser Kriterien (denn was sie berücksichtigen ist eigentlich weniger entscheidend als wie sie es berücksichtigen) mit denen Man United so viel wert wie Real - die gibt es nur im La La Land: Und damit meine ich hier in der MSR Kurve mal ausnahmsweise nicht Franken ![]()
Der Wert eines Vereins sollte eigentlich dem Barwert aller erwarteten zukünftigen Zahlungsströme entsprechen, die er produziert.
Ein Vermögensgegenstand ist heute so viel wert wie die Summe der auf den heutigen Zeitpunkt abdiskontierten Einzahlungsüberschüsse in der Zukunft, die er generiert.
Spannende Frage - denn es kommt eben auch draufan ob man den Verein eher als „Firma“ (dann ist das Beschriebene natürlich klar die einzig faire Unternehmensbewertung) oder wie Du im 2. Absatz ja auch anspricht als „Vermögensgegenstand“ sieht:
Denn wenn man bei letzterem mal ein Extrembeispiel (und immerhin anders als ein Van Gogh eins mit Sportbezug) nimmt - einen ausgemusterten F1 Rennwagen. Den kannste realistisch zu vernünftigen Kosten noch nicht mal „fahrbereit“ halten, spätestens bei der neuesten Generation soll das Handwerken mit den extrem optimierten Batterielösungen so gefährlich sein, dass sich selbst Ex-Rennfahrer (hatte letztens einer erzählt der sich in den Vertrag sein Dienstfahrzeug versprechen hat lassen) nicht zutraut sowas selbst für Trackdays zu betreiben. Was ist so ein Teil also wert?
Ganz einfach Antwort - genau soviel wie EINE Person/Liebhaber/Milliardär auf der Welt dafür bereit ist zu zahlen…
Hier das Original dazu.
Das ist eine mögliche Definition/Ermittlung des Unternehmenswert. In der Praxis alles andere als Standard. Ganz oft gibt es andere simple Ermittlungsverfahren wie Umsatzmultiples usw.(Klar, man könnte sagen, auch darin stecken letztlich Erwartungen über zukünftige Gewinne und die werden diskontiert.)
Und letztlich ist es eine ähnliche Frage wie bei Marktwerten/Ablösen von Spielern. Dort sehen wir in der Praxis die gleichen Unschärfen. Letztlich gilt dort dann Ibizas Statement: „soviel wie EINE Person/Liebhaber/Milliardär auf der Welt dafür bereit ist zu zahlen“
Zur Forbes-Liste: Ich halte die Zahlen für sehr belastbar. Vereinsanteile im Fußball, Football, Basketball etc. werden hinreichend oft verkauft, sodass Forbes ihre Schätzungen gut kalibrieren kann.
Man United verkaufte zum Beispiel vor einem Jahr Anteile - für eine damalige Bewertung von ca. 5,8 Milliarden Dollar. Ein leichter Anstieg seitdem ist nachvollziehbar. Zumal es 2024 eine Minderheitsbeteiligung war, was tendenziell für einen kleinen Discount spricht.
United ist neben Real immer noch die größte Marke im Fußball. Wieso sollten die nicht einen entsprechend hohen Wert haben? Die haben ohne CL so viel Umsatz wie die meisten anderen Top-Clubs mit CL. Im Commercial-Bereich sind die absolut top. Deren Sponsoren sind auch weiterhin der Meinung, dass es sich lohnt, absolute Spitzengelder zu zahlen.